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Sich langsam aufbauende Störsignale auf Mikrofonleitungen

  • Loloverde
  • 31. Mai 2025 um 23:03
  • Loloverde
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    • 31. Mai 2025 um 23:03
    • #1

    Howdy

    Folgende Situation:

    Festes Haus. Im Rig im Saal hängen zwei Athmo-Mikrofone (Sennheiser Richtrohre) die über das alte analoge Multicore zur Regie ins dLive Mixrack gehen.

    Diese Athmos werden in die Garderobengänge geroutet damit die Künstlern mitbekommen, was auf der Bühne und im Saal passiert.

    Alle drei bis sechs Monate kommt nun ein Anruf, daß die Lautsprecher im Garderobengang komische Geräusche machen.

    Ich habe nun herausgefunden, daß die Athmos an diesem krackeln/rauschen schuld sind und das Problem durch einmaliges ein- und ausstecken (beider Mikrofonkabel!) an der Patchbay des Multicore an der Bühne verschwindet und erst Monate später wieder auftritt.

    Dadurch das der Fehler so selten auftritt, ist es sehr schwierig die genaue Ursache zu finden (ist es das Kabel zwischen Mikrofon und Patchbay oder das Multicore?). Und kurz vor der Vorstellung ist man einfach froh, daß es durch einmal stöpseln weg ist.

    Sichtkontrolle der Stecker der Kabel war unauffällig. Reinigung der Steckkontakte brachte keine dauerhafte Besserung.

    Vom Rig zur Patchbay läuft das Mikrofonkabel parallel zu Lastmulticores der Lichtkollegen. Das Störgeräusch ist aber unabhängig von den Lichteinstellungen. Und es bleibt auch von einem Tag auf den anderen bestehen, obwohl nach Feierabend alle Technik vom Strom genommen wird.

    Hatte das schonmal jemand, daß sich über Monate etwas "statisch" auflädt und es dann irgendwann von jetzt auf nachher zu Störungen kommt?

    Gruß

    Rainer

    http://www.thewhitelodge.de

  • funkbrother
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    • 31. Mai 2025 um 23:33
    • #2

    Puh, interessantes Phänomen.

    Ich würde da ganz analytisch-systematisch vorgehen:

    Zuerst die Mikros tauschen gegen andere.

    Dann die Kabel.

    Ist Phantomsp. aktiv, also auch benötigt?

    Die kommt dann woher, welchen Gesamtweg?

    Ganz kruder Gedanke: Evtl. trennen mit passender DI Box?

    ....

  • djvomght
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    • 1. Juni 2025 um 00:34
    • #3

    Ist das ein Wechselkapselsystem? Da könnten Kontaktschwierigkeiten die Ursache sein. Aus- und wieder Einschalten brutzelt das dann wieder frei, bis zum nächsten Mal. Sterbende Kondensatormikrofone machen auch teilweise sehr seltsame Geräusche...

  • floger
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    • 1. Juni 2025 um 09:38
    • #4
    Zitat von djvomght

    Ist das ein Wechselkapselsystem? Da könnten Kontaktschwierigkeiten die Ursache sein. Aus- und wieder Einschalten brutzelt das dann wieder frei, bis zum nächsten Mal.

    Das würde auch erklären, warum das Ein- und Ausschalten der Technik das Problem nicht löst. Dabei ändert sich die Phantomspannung nämlich relativ langsam. Beim stecken hingegen gibt's einen Sprung in der Spannung und folglich auch einen, wenn auch kleinen, Strompuls.

    Einmal editiert, zuletzt von floger (1. Juni 2025 um 11:12)

  • zegi
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    • 1. Juni 2025 um 09:47
    • #5

    Es muss ja im weitesten Sinne eine Ursache sein, die sich über Monate hinweg durch "Aufladen" zum Problem entwickelt. Durch das Ausstecken der Kabel geht diese Ladung verloren und ein neuer Zyklus beginnt.

    Die Theorie mit den Kontaktschwierigkeiten klingt auch logisch.

    Wärs zum Eingrenzen des Problems möglich, die Mikrofone mal 3 Monate gegen andere Mikrofone zu tauschen? Dabei könnte man die aktuellen Mikrofone vielleicht im Haus aus einer anderen Leitung dieselbe Zeit laufen lassen um zu prüfen, ob auch dort dieses Phänomen auftritt?

    Der Ton macht die Musik.

  • floger
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    • 1. Juni 2025 um 09:58
    • #6
    Zitat von zegi

    Es muss ja im weitesten Sinne eine Ursache sein, die sich über Monate hinweg durch "Aufladen" zum Problem entwickelt.

    Bei einem erdfreien System kann das sein. Hatte so ein Problem mal bei einer SDSL-Leitung. Aber spätestens mit der Phantomspeisung ist das geerdet und viel zu Niederogmig, als dass sich da etwas aufladen kann.

  • nojunk
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    • 1. Juni 2025 um 10:54
    • #7
    Zitat von Loloverde

    Howdy

    Folgende Situation:

    Festes Haus. Im Rig im Saal hängen zwei Athmo-Mikrofone (Sennheiser Richtrohre) die über das alte analoge Multicore zur Regie ins dLive Mixrack gehen.

    welcher type ist das genau? me80 me88?

    No, it's not too loud. You're just too old!
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    Technik haben viele - WIR können sie auch bedienen :)

    vu.gif

  • Loloverde
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    • 1. Juni 2025 um 17:00
    • #8

    Howdy

    Die Mikrofone hatte ich nicht im Verdacht, aber wenn hier doch einige das als Fehlerquelle nicht ausschließen, sperre ich mich da nicht.

    Das blöde an den Mikrofonen ist, daß erst Tische abgebaut werden müssen, um mit dem Lift ranzukommen. Darum weiß ich die genaue Type nicht. Als ich hier im Theater anfing, habe ich mir bei Gelegenheit (Tische waren weg, Genie im Saal) die Mikrofone aus der Nähe angeschaut. Leider habe ich den Typ vergessen. Das Hirn hat "ordentliche Sennheiser Richtrohre" abgespeichert.

    Und aus sechs Meter Entfernung den Typ herauszufinden wird sportlich. Gerade habe ich sie im ganzen Kabelgewusel und Gegenlicht nicht gefunden :)

    Wir haben in zwei Wochen einen größeren Umbau. Dann komme ich an die Technik ran. Ich melde mich dann wieder mit mehr Informationen.

    Gruß

    Rainer

    http://www.thewhitelodge.de

  • wora
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    • 1. Juni 2025 um 19:34
    • #9

    ein seltsamer fehler, in der tat.

    um größere umbauten zu vermeiden könntest du doch einfach alle drei monate mal kurz die stecker ziehen...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • zegi
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    • 1. Juni 2025 um 19:41
    • #10
    Zitat von wora

    ein seltsamer fehler, in der tat.

    um größere umbauten zu vermeiden könntest du doch einfach alle drei monate mal kurz die stecker ziehen...

    Das wäre sicher ein pragmatischer Ansatz. Ich würde parallel zur Fehlersuche überlegen, wie du das Problem lösen könntest, falls am Tag X die Störung nach dem Ausstecken bleibt. Vielleicht genügt es ja, wenn du zwei günstige Kondenser im Haus hast, die notfalls irgendwo mit Gaffa oder Kabelbinder befestigt werden können.

    Der Ton macht die Musik.

  • Jürgen Klingel
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    • 1. Juni 2025 um 21:39
    • #11
    Zitat von nojunk

    welcher type ist das genau? me80 me88?

    Wenn dem so ist...das sind doch Elektret-Kondenser mit Speiseadapter (wo man diese Quecksilber-Spezialbatterien - zumindest als Dummy - braucht)?

    Wenn die unter Phantom-Dauerfeuer stehn, könnte ich mir vorstellen, dass die ähnliche Effekte (vielleicht auch ihrem Alter geschuldet...) verursachen, die man in Form von Prasseln und Knistern von problembehafteten Kondensern kennt.

    Womöglich reicht es, ab und an mal die Phantomspeisung der betroffenen Kanäle abzuschalten?

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • floger
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    • 1. Juni 2025 um 21:49
    • #12

    Hab hier ein ME 40 mit K3-U Speiseteil, das ohne Batterie geht. Das hatte ein Kontaktproblem an der Kapsel mit diversen Störgeräuschen.

  • Experience
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    • 2. Juni 2025 um 09:53
    • #13

    Ggf. Drohne zur Hand um ein Bild von den Mikros zu machen ... ? Könnte es ggf. auch Feuchtigkeit sein die die Störungen verursacht ?

  • nojunk
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    • 2. Juni 2025 um 13:57
    • #14
    Zitat von Jürgen Klingel

    Womöglich reicht es, ab und an mal die Phantomspeisung der betroffenen Kanäle abzuschalten?

    das ist was ich jedes mal bei meinen (ME40-ME80 Kombo) mache 8)

    No, it's not too loud. You're just too old!
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  • Peter Jehle
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    • 3. Juni 2025 um 19:01
    • #15

    Ich hatte bei Klassikbeschallung ähnliche Probleme,bei Test im Lager konnte das Geräusch beim bewegen der Kabel reproduziert werden.Kabel waren ca. 15 Jahre alt,habe sie zum Testen zu dem amtlichen deutschen Hersteller geschickt,Kapazität usw. waren lt. deren Ausage/Messung in Ordnung.Zersetzungprozesse des Kabels führen lt. deren Aussage zu den Problemen,wir haben neue Kabel bestellt,nie mehr Probleme ^^

    es könnten aber auch die XLR Stecker+Buchsen sein ,die nach gewisser Zeit oxidieren und durch ein/ausstecken wieder blank werden.Ich würde Eingangsbuchsen oder zumindest die Stecker am Kabel tauschen. :thumbup:

  • e-on
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    • 10. Juni 2025 um 03:40
    • #16

    70 % aller Probleme sind Masse - Fehler.

    :?:

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