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Delay im Monitormix

  • Volker Holtmeyer
  • 27. Oktober 2003 um 13:38
  • Volker Holtmeyer
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    • 27. Oktober 2003 um 13:38
    • #1

    Ein schöner Monitormix ist schon eine Kunst für sich. Auf lauten Bühnen ist man sehr schnell an einem Punkt, wo nur noch ein Soundbrei aus den Wedges blubbert, wenn der Mix entsprechend komplex ist. Daher wollen viele Musiker und vor allem Sänger häufig auch nur ihr eigenes Instrument respektive die eigene Stimme haben und allenfalls einen kleinen Gesamtmix vom Rest.

    Hier nun meine Idee: Man könnte den jeweiligen Künstler direkt auf den Wedge geben und den Rest etwa 25 - 40 ms verzögern. Dadurch werden die anderen Instrumente nicht im Wedge geortet, sondern dort, wo sie stehen. Das müsste den Mix wesentlich transparenter machen.

    Hat da schon mal jemand mit experimentiert?

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • ton(i)
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    • 27. Oktober 2003 um 15:51
    • #2

    schöne idee - vereinfacht mach ich sowas manchmal bei kleinen gigs und setze die PA per delay an die stelle des drummers...
    aber hast du dir mal überlegt, wie komplex du diese delays in dein pult einbinden musst? :o

  • Volker Holtmeyer
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    • 27. Oktober 2003 um 16:29
    • #3

    Klar, ein Digitalpult ist natürlich schon vonnöten. Vielleicht kommt man aber mit einem Gesamtmix den man delayt und dem jeweiligen Weg beifügt aus. Angenommen das weiteste Instrument ist 6 m weit weg; das würde dann ein Delay von etwa 25 - 30 ms für den Gesamtmix vorschreiben. Für das eigene Instrument, das vielleicht 1,5 m weit weg ist, würde das dann (mit einer Laufzeitdifferenz von etwa 20 - 25 ms) noch nicht zu einem Echo führen. Es ist also im Grunde nur nötig, einen Gesamtmix zu mischen, der verzögert wird, auf einen weiteren Kanal geführt wird und dann jedem Weg entsprechend beigemischt wird.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • mischpultschorsch
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    • 27. Oktober 2003 um 18:30
    • #4

    Der Ansatz ist interessant. Muss ich das nächste mal, wenn ich ne Digi-Konsole auf nem Job dabeihabe, glatt mal austesten. Wenns denn in der Praxis funktioniert, ist dir der Dank 10.000er genervter Monitechs sicher.... :D

  • ERICH
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    • 27. Oktober 2003 um 18:43
    • #5

    Delay im Monitormix? Halte ich für riskant. Hört der Musiker doch den anderen nicht direkt, weil z.B. sein eigener Verstärker zu laut ist kann das Timing mäßig schnell ins Auge gehen, vermute ich.


    MfG


    ERICH

  • slayer
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    • 27. Oktober 2003 um 19:13
    • #6

    Also ich glaube auch das da die Musiker schwer mit zu kämpfen haben. Würde mich aber auch mal interessieren ob das funzt. Kann mir nicht so richtig vorstellen, das man da noch ordentlich auf den Punkt spielen kann.

    slayer

    hauptsarre gitarre !

  • ERICH
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    • 27. Oktober 2003 um 19:20
    • #7

    Ich hab schon auf die (schnell)Gitarrenfetischisten gewartet :D .


    MfG


    ERICH

  • Michel
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    • 27. Oktober 2003 um 19:34
    • #8

    Ist eine tolle Idee. allerdings, selbst mit Digidesk wird es nicht ohne weiters gehen und zwar weil:

    Mal angenommen der Git amp steht 5meter vom Saxophonist entfernt müsstest Du das Monitorsignal um 14ms verzögern damit beim Saxer ein einigermaßen kohärentes signal ankommt. Willst du dem Keyboarder jetzt aber die Gitarre auf den Monitor legen und der Keyboarder steht 8m vom Git amp weg was dann? Du bräuchtest hier ein 23ms Delay. Also Signalsplitt? Und das bei der für Digiconsolen obligatorischen Kanalknappheit??

    Denkbar wäre es einen verzögerten Gesamtmix Stereo auf die Sidefills zu schicken um den Müll von Vorne nicht noch mehr matschen zu lassen. Aber ob es das wirklich rausreißt?

    Aber wie gesagt der Gedanke ist richtig und eigentlich genial. Ich hoffe das wir irgendwann soweit sind das digiconsolen in jedem Kanal für jeden Aux ein seperates delay haben. Dann gehts.

    PS: endlich mal wieder ein Thread mit Hand und Fuß! danke

  • slayer
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    • 27. Oktober 2003 um 21:45
    • #9

    Na da warte ich mal auf ein Testergebnis ....

    hauptsarre gitarre !

  • Volker Holtmeyer
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    • 28. Oktober 2003 um 09:40
    • #10
    Zitat


    Mal angenommen der Git amp steht 5meter vom Saxophonist entfernt müsstest Du das Monitorsignal um 14ms verzögern damit beim Saxer ein einigermaßen kohärentes signal ankommt. Willst du dem Keyboarder jetzt aber die Gitarre auf den Monitor legen und der Keyboarder steht 8m vom Git amp weg was dann? Du bräuchtest hier ein 23ms Delay. Also Signalsplitt? Und das bei der für Digiconsolen obligatorischen Kanalknappheit??


    Nach dem Haas-Effektdas sollte das spätere Signal so etwa 5 - 30 ms später eintreffen, je nach Lautstärkeunterschied. Man hat demnach ein Zeitfenster von etwa 20 - 25 ms. Also müsste ein Gesamtmix mit einer entsprechenden Verzögerung für alle Punkte auf Bühnen bis zu etwa 5 m funktionieren.

    (Mache in nächster Zeit leider keinen Monitormix - jedenfalls nicht mit einer "richtigen" Band)

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • ADMIN
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    • 28. Oktober 2003 um 10:43
    • #11

    Ohne es je ausprobiert zu haben, vermute ich, dass es da erst recht matscht.

    Was in der Praxis manchmal gemacht wird ist die Aufteilung auf mehrere Wedges. Dann hat der Sänger seine Stimme auf den Wedges von vorne, und der Rest läuft über Wedges, die von hinten kommen. Da kann er dann mal da und mal dort hin hören.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • monithor
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    • 28. Oktober 2003 um 11:59
    • #12

    hallo erstmal,
    interessanter ansatz das ganze aber ich denke, allerdings noch nicht zuende gedacht, weil gerade nicht so die ruhr, es wird an der menge der zu verzögernden und direkten signale scheitern, die ja auch dann wieder irgentwo zusammengafasst werden müssen.
    timingmäßig sollte es keine probleme bei den muckern geben, sooo gut sind die wenigsten um solche zeiten zu merken. ob bei solchen zeiten/entfernungen schon unangenehme phasing effekte auftreten, müsste mann im versuch klären.
    bei großen bühnen arbeite ich auch schon mal mit delays z.b. in den centerwedges, um die entfernung zum sidefill auszugleichen.
    aber wie gesagt, werde da noch mal weitere überlegungen anstellen wenn ich etwas zwie habe.

    gruß

    oli

    ich bin mir sicher - früher war alles besser!

  • Ton_Opa
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    • 28. Oktober 2003 um 13:12
    • #13

    40 ms ist erheblich lang. wenn da ernsthaft Leute Musik machen wollen, gibt das Mecker. Dann lieber (wenn das digipult eh schon da ist) jedes signal doppelt auflegen (für den selbstspielenden brilliant und ohne Dynamik, sein signal für die andern büschen komprimiert und klanglich entschärft. Wirkt gerade bei Stimmen und Bläsern Wunder).
    Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • Volker Holtmeyer
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    • 28. Oktober 2003 um 13:23
    • #14

    40 ms Differenz sind zu viel, das ist richtig - 40 ms als Delay-Einstellung jedoch nicht, da die Laufzeit des "Originalsignals" (also z.B. vom Git-Amp zum Ohr) noch quasi abgezogen werden muss.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Inselgert
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    • 28. Oktober 2003 um 13:44
    • #15

    Delay im Monitor klappt nicht. Ausser der Saenger steht immer an einer Stelle, denn sonst aendert sich die Zeit ja wieder! Ausserdem waere das bei einer 30 M breiten Buehne ja bei manchen songs schon nen 16tel. Das ist zuviel. Und wie immer gilt ja nen ungenaues Delay schaft nix weg!
    Was mir aber haeufug auffaellt ist das der Brei oft davon kommt das Kollegen nicht richtig hinterher mischen.
    Das verwendete Material ist auch entscheidend. Viele machen immer so auf Wohlklang mit viel Low end. Das muss man meistens auch nicht!
    Hab auch schon Leute gesehen die nie auf die Buehne gehen zum hoeren.

  • jeff
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    • 28. Oktober 2003 um 15:38
    • #16

    angenommen ich delaye die monitorwege dann hab ich doch wegen übersprechen des monitors auf die mic´s matschepampe am FOH oder??

    das mag ja bei einem sänger der ohne lippenverschluss singt weil er versucht das sm 58 zu fressen noch gehen aber spätestens bei den OH´s is schluss oder?

    ausserdem könnte das, von wegen erste wellenfront und so) zu einer etwas seltsamen ortung führen (zumindest für die drei gestalten die in der mitte der halle stehen)

    oder haltet ihr das für weniger problematisch?

    meine rechtschreibfehler sind urheberrechtlich geschützt und unterliegen der VG wort

  • Michel
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    • 28. Oktober 2003 um 17:36
    • #17
    Zitat von "jeff"

    angenommen ich delaye die monitorwege dann hab ich doch wegen übersprechen des monitors auf die mic´s matschepampe am FOH oder??

    Den Matsch hast du eh, da die Laufzeit von z.B. Git Amp zu den OH ja fix ist. Somit hast du in Kombination mit dem 2cm vor dem Amp platzierten Gitarren Mic immer Kammfiltereffekte. Das war aber schon immer so und wird auch so bleiben. Jedes Übersprechen von einem Mic ins andere sorgt u.a. für Phasenschweinereien welche aber durch den konstanten Abstand Fremdquelle - Mic aber nicht als Phasing auffallen. Ausser bei bewegten Mics wie Vox oder saxclips.
    Damit muß man auf kleinen Bühnen eben leben. Vorrausgesetzt man hörts überhaupt. (mir ist bislang nichts aufgefallen. Muß mal drauf achten.)

    zu Inselgert:

    Zitat

    Delay im Monitor klappt nicht. Ausser der Saenger steht immer an einer Stelle, denn sonst aendert sich die Zeit ja wieder!


    Da hat man zum Glück ein wenig den Haas Effekt auf seiner Seite. Also nicht ganz so kritisch.

    Inselgert weiter:

    Zitat

    Ausserdem waere das bei einer 30 M breiten Buehne ja bei manchen songs schon nen 16tel. Das ist zuviel

    Glücklich wer eine 30 Meter Bühne hat. Da ist die Trennung Originalsound - Monitor eh viel schärfer und der Monitormix deswegen deutlich stressfreier. Deshalb ist hier imho ein Delay tatsächlich nicht nötig, bzw. sogar kontraproduktiv.

  • Volker Holtmeyer
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    • 28. Oktober 2003 um 21:06
    • #18
    Zitat


    Ausserdem waere das bei einer 30 M breiten Buehne ja bei manchen songs schon nen 16tel.


    Na, nur gut, dass Robbie Williams und die Rolling Stones kein Techno machen! :D

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • jeff
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    • 28. Oktober 2003 um 22:02
    • #19

    Michel

    super dann muss ich ja nur den gitarrenamp soweit von den oH´s wegstellen bis ich beim gleichen delay ende das ich im monitor habe.
    sänger als sample!

    sonst hab ich immer einen kammfilter mehr.


    *phantasie durchgeh*
    warum nicht den git/bass amp direckt neben die drums stellen? was soll der geiz und dann das delay aus dem rack pflücken und ein SM57 auf ein ferngesteuertes spielzeugauto schrauben damit dann chorus fahren :)
    *pantasie einkrig*


    ok ich sehs ein! ein kammfilter mehr oder weniger tut dann wohl auch nichtmehr weh, wenns nicht alzu dumm läuft.

    meine rechtschreibfehler sind urheberrechtlich geschützt und unterliegen der VG wort

  • alter ego
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    • 28. Oktober 2003 um 22:17
    • #20

    jeff: Deine Rechtschreibfehler können nur dann durch die GEMA geschützt werden, wenn du sie vorsingst. Na dann lass mal hören!

    laut statt hell!

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