... kann mich nur anschließen. Seit einiger Zeit kommt bei mir meist nur noch AT87R in die BD. Ansonsten ist noch das gute alte M380 am Start.
Liebe Grüße
Detlef
... kann mich nur anschließen. Seit einiger Zeit kommt bei mir meist nur noch AT87R in die BD. Ansonsten ist noch das gute alte M380 am Start.
Liebe Grüße
Detlef
Wie angekündigt, nun mein Bericht unseres Vergleichs-Tests von Bass-Drum-Mikrofonen.
Wir suchten das geeignetste Mikrofon für eine Tama Starclassic Performer BD (22" x 18"). Diese Basstrommel ist relativ wenig bedämpft, so dass sie auch ohne Verstärkung einen vollen Sound hat.
Am Start waren folgende Mikrofone:
Audix D6
Beyerdynamic M88
Shure Beta 52
Sennheiser MD421
Sennheiser e602
EV N/D 868
AT AE2500
Shure Beta 91
AT ATM87r
Testprozedur:
Mit jedem Mikrofon wurde eine Aufnahme auf CD-Recorder gemacht. Dabei habe ich den Abstand zum Schlagfell jeweils auf festgelegte Punkte verändert, um das Klangverhalten bei unterschiedlichen Positionen beurteilen zu können. Abgehört wurde über PA, Stereoanlage und Kopfhörer.
Hier eine kurze Bewertung der einzelnen Mikrofone (eine rein subjektive Bewertung, die nur beschreiben soll, wie ein bestimmtes Mikrofon in unserer Basstrommel funktioniert):
Audix D6 - zeigt am wenigsten Klangveränderung bei wechselnden Abständen zum Schlagfell. Insgesamt hat uns der Sound weniger gefallen. Zwar Tiefbass und aggressive Höhen, aber doch irgendwie drucklos und unnatürlich. Auch auf der Test-CD des Drum-Vergleichstest in Viersen trifft dieses Mikro nicht meinen Geschmack.
Beyerdynamic M88 - gibt einen schönen, kompakten Attack. Geht halt nicht ganz so tief aber funktioniert mit unserer Trommel auch ganz gut. Der Körper fehlt halt etwas.
Shure Beta 52 - hat uns eigentlich nicht schlecht gefallen. Der Sound ist relativ ausgeglichen, etwas modern aber nicht extrem - vielleicht etwas viel Töck und wenig Körper. Dieses Mikrofon ist ein äußerst dickes Teil. Innendrin fühlt sich die Kapsel ja direkt verloren in dem riesigen Einsprechkorb. Da der Kabelanschlass im Stativhalter integriert ist, werden die Signaldrähte nur von einer flexiblen Feder-Röhre geschützt ins eigentliche Mikrofon geführt - eine etwas unkonventionelle Lösung.
Sennheiser MD421 - Unser Modell Baujahr 1972 war bis jetzt in unserer BD und wird auch in Zukunft noch ab und zu reindürfen. Es fehlt zwar etwas Attack und Tiefgang, aber auch der Grundsound ohne EQ klingt einfach schon nach BassDrum und sehr definiert. Für eine klassische BassDrum brauchen wir, denke ich, nichts neues kaufen. Und für etwas mehr Power in der BD haben wir jetzt das neue Senny:
Sennheiser e602 - funktionierte bei uns am besten! Es liefert einen modernen, aber noch nicht allzu künstlichen Sound. Es unterscheidet sich von allen anderen Mics durch mehr Volumen und Tiefgang. Man hat den Eindruck, die Trommel ist plötzlich gewachsen. Auch ein angenehmer Punch ist vorhanden, auch wenn man es noch vor dem Resonanzfell positioniert. Auch in Richtung Schlagfell behält es Volumen - den EQ kann man fast weglassen.
EV N/D 868 - hatte einen ausgewogenen, aber etwas drucklosen Sound. Bei Positionierung nahe am Schlagfell macht es nur noch "tock".
AT AE2500 - dieses Mikro hatte es zurecht nicht leicht. Entsprechend dem Preis waren nähmlich auch unsere Erwartungen sehr hoch. Diese wurden jedoch nicht erfüllt. Besonders die dynamische Kapsel haute uns nicht vom Hocker. Den besten Sound erhielten wir bei +10dB für die Kondensatorkapsel. Einen schönen BD-Sound mit Volumen und Schmatz konnten wir ihm nicht entlocken. Der Sound jeder Kapsel lag bei uns im Mittelfeld. Das Mikrofon ist bestimmt flexibel. Für den Preis kann ich mir aber auch eine Grenzfläche und ein schönes dynamisches Mikro leisten und ich bin noch flexibler.
Shure Beta 91 - hat mit unserer BassDrum überhaupt nicht funktioniert. Da hat es richtig gescheppert. Die Höhen sind sehr betont und Tiefgang wollte sich mit unserer BassDrum auch nicht einstellen. Es hörte sich einfach nicht nach BD an!
AT ATM87r - hat deutlich weniger Höhen-Boost als das Beta91 und klingt insgesamt runder. In unserer BD klangs aber doch irgendwie nach Karton, so dass auch die zweite Grenzfläche nicht vorne landen konnte. Aufgrund der hohen Empfindlichkeit ist diese Grenzfläche im Vergleich zum Beta91 aber flexibler einzusetzen. Beim Einsatz in der BD steht der Gain aber schon weit links ...
Fazit:
Gekauft haben wir das Sennheiser e602, das eine gute Ergänzung zu unserem MD421 darstellt. Die Klangunterschiede zwischen den einzelnen Mikrofonen waren zum Teil gewaltig - es gibt fast für jeden Geschmack ein Mikrofon. Deswegen halte ich einen persönlichen Test für äußerst wichtig!
Mark
schöner bericht.
ich hatte mir von meinem AE2500 auch deutlich mehr erwartet... wenngleich man damit natürlich trotzdem arbeiten kann.
doch man sollte bei eurem vergleichstest auch hervorheben, das es da nicht nur um euren spezifischen geschmack, sondern vielmehr auch um eine spezielle bassdrum ging.
dieser test kann in einem anderen kessel auch etwas anders ausfallen.
trotzdem kann ich die ergebnisse nachvollziehen, die tendenzen decken sich mit meinen erfahrungen.
das 602er werde ich also mal genauer unter die lupe nehmen, wenn es sich ergibt.
noch mal zu den grenzflächen:
meine erfahrung ist die, das grenzflächen in wenig bedämpften bassdrums oft große klangliche probleme haben. wenn man also als beschaller nicht genau weiß was auf einen zukommt, sollte man immer noch ein anderes mikro dabeihaben.
schöner bericht.
ich hatte mir von meinem AE2500 auch deutlich mehr erwartet... wenngleich man damit natürlich trotzdem arbeiten kann.
doch man sollte bei eurem vergleichstest auch hervorheben, das es da nicht nur um euren spezifischen geschmack, sondern vielmehr auch um eine spezielle bassdrum ging.
dieser test kann in einem anderen kessel auch etwas anders ausfallen.
trotzdem kann ich die ergebnisse nachvollziehen, die tendenzen decken sich mit meinen erfahrungen.
das 602er werde ich also mal genauer unter die lupe nehmen, wenn es sich ergibt.
noch mal zu den grenzflächen:
meine erfahrung ist die, das grenzflächen in wenig bedämpften bassdrums oft große klangliche probleme haben. wenn man also als beschaller nicht genau weiß was auf einen zukommt, sollte man immer noch ein anderes mikro dabeihaben.
Sehr interessanter Thread!
Ich habe auch im Studio festgestellt, dass es sehr auf die KickDrum und Dämpfung ankommt. Fehlt vom Klangkörper her schon das Volumen, wird man mit diesem Mikro seine Probleme haben. Ich verwende es allerdings Live immer, da ich kein Stativ benötige und ich auch klanglich gut damit zurecht komme. Allerdings hängen bei mir immer ein Transient Desinger>Classic Vitalizer in der Signalkette. Dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen :wink:
Allerdings werde ich demnächst die Kombination Beta91(Schlagfell/Anschlag) und EV-Re27(Resonanzöffnung/Bauch) austesten.
Eine Frage zu geschlossenen KickDrums. Bis jetzt habe ich diese nur im Bereich Jazz über OverHeads abgenommen. Dies war ausreichend, da es sich hier um kleine Clubs handelte. Demnächst soll ich aber eine Oldieband in einem grossen Zelt mischen. Wie würdet Ihr hier die geschlossene Kick mikrofonieren?
Gruss und dank!
Zitat von "R880"Eine Frage zu geschlossenen KickDrums. Bis jetzt habe ich diese nur im Bereich Jazz über OverHeads abgenommen. Dies war ausreichend, da es sich hier um kleine Clubs handelte. Demnächst soll ich aber eine Oldieband in einem grossen Zelt mischen. Wie würdet Ihr hier die geschlossene Kick mikrofonieren?
Kenn ich. Viele von den Blasmusiktrommlern sind sich über den Sinn eines Lochs im Reso-Fell auch noch nicht im klaren.
Falls du viel Bühnenfläche vor dem Drumset frei hast und somit Platz dafür, spielt ein MD421 aber ganz passabel, wenngleich auch viele Drummer im genannten Musikgenre die Kickdrum bestenfalls streicheln.... :roll:
Zitat von "R880"Eine Frage zu geschlossenen KickDrums. Bis jetzt habe ich diese nur im Bereich Jazz über OverHeads abgenommen. Dies war ausreichend, da es sich hier um kleine Clubs handelte. Demnächst soll ich aber eine Oldieband in einem grossen Zelt mischen. Wie würdet Ihr hier die geschlossene Kick mikrofonieren?
Es gibt Drummer, die sich in geschlossene Kick Drums ne Grenzfläche einbauen lassen. Doch ich denke, wenn du nicht der "Haustech" der Band bist, kommt diese Lösung eher nicht in Frage und das "mal eben" vor dem Gig zu machen, geht nicht.
Bei Konventioneller Mikrofonierung habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, die Drum auch von der Seite, an der die Fußmaschine steht, abzunehmen. Nimmt man nur von Hinten ab, dann fehlt der Kick doch stark. Dann sollte man aber eines der Mics phaseninvertieren.
Damit habe ich bis jetzt die besten Ergebnisse erzielt, optimal war das aber sicher auch noch nicht...
Gruß,
Peer
Wie ich gerade erfahren habe ist ein AKG D12 eingebaut. (Nein, ich habe mich nicht verschrieben!) Vintage eben
Hatte noch nie damit zu tun.
Irgendwelche Veteranen hier, die es kennen ?
:wink:
Für 'ne Oldieband ist das D12 genau richtig, klingt recht holzig mit wenig Attack und man muss in der Regel den Kanal EQ ziemlich vergewaltigen.
gruss
Kai
D-12 finde ich richtig kewl. Halt wie gesagt Vintagemäßig. Klingt eben wie ne Bassdrum und nicht wie gezüchtet. Obwohl ich "gezüchtete" Bassdrums auch mag.
vom 2500er von at hatte ich auch mehr erwartet. aber wie der test, der übrigens schön geschrieben ist, zeigt, für jede kick kann ein anderes mik optimal sein.
e602 gefällt mir auch richtig gut. Shure Grenzfläche hatte ich erst einmal Probleme mit, aber auch bei nem D-112 renne ich nicht weg. Es liegt halt viel mehr an der Trommel und am Trommler, als am Mikro. Dessen sollte man sich immer bewusst sein.
gruß
Jan
Mahlzeit,
Drummikros sind ja ein nie endendes Thema :wink:
Kleine Anmerkung noch: Was mir immer wieder auffällt ist, dass manche Mikros, die im Studio fast regelmäßig versagen (z.B. Beta 91, hab ich Studio häufig ausprobiert und letztlich nie verwendet) im Live Einsatz dann machmal viel besser rüberkommen, wobei dann die bevorzugten Studiomikes wiederum oftmals nicht der "Bringer" sind.
Ich hab jetzt wirklich viel ausprobiert und bin bei meinen "Haus und Hof" Bands beim Beta 52 und dem EV RE27 hängengeblieben. Beides Mikrophone, die auf der Drum Test CD zwar ok, aber nicht besonders aufregend klingen (meine Meinung). Live kommen die Teile bei meinen Kunden dagegen wirklich prima. Gewundert haben mich die Kommentare zum 602, das hatte ich im Studio leihweise für zwei Produktionen. Das Teil hat eine starke Eigenfärbung, die sehr künstlich klang. Hab ich dem Kollegen wieder zurück gegeben, wobei das Mikro bei ihm ca. eine Woche später "verstarb". Vielleicht muss ich dem Teil noch mal 'ne Chance geben :wink:
Viele Grüsse
WW
Mach das mal, ich kenne inzwischen mehrere Leute, darunter unser Drummer, die vom E602 sehr begeistert sind.
Kenn nur die 604er von Sennh., wobei diese deutlich mehr Bass spielen als im Signal eigentlich vorhanden ist. Im Grunde ein SM57 mit EQ.
Hat übrigens gut mit dem D12 funktioniert!
Ich habe gestern zum ersten Mal auf dem Venice gemischt und bin wirklich begeistert vom Sound. Die Aux-Sends und Returns sind allerdings etwas unübersichtlich gestaltet. Kann es sein, dass das Pult recht wenig Output hat? Bei mir ging die Master bis zum letzten Lichtchen, wobei alles noch absolut sauber war.
Gruss
Hallo,
Dann hier auch kurz meine Erfahrung mit Grenzflächen in BassDrums: Wir haben zur Zeit Shure SM91 (ich betone SM!!! Keine Beta!!!) am Start, sowie das AT87R.
- AT87R: Bisher gute bis sehr gute Erfahrungen bzgl. Sound der BD. Geht nicht ganz so tief runter, trotzdem reinlegen, Fader hoch, geht. Viel verdrehen musste ich bisher nicht.
- SM91: Selbiges wie beim AT87R, wobei das SM91 deutlich tiefer geht und so mehr Volumen in den Klang bringt (wenn's die BD denn auch hat ;-)).
Bei beiden Mikrofonen sollte die BD schon ein wenig "ausgestopft" sein mit Schaumstoff, molton oder sonstwas, sonst klingt es bei den meisten BDs nicht wirklich schön. In den Fällen konnte aber z.B. auch ein D112 keine zufriedenstellende Lösung bringen.
Mein Fazit: Grenzfläche für BassDrums JA. Was vor allen Dingen für die Grenzflächen spricht: 1) Kein Stativ, das von den anderen Musikern ständig umgerannt oder verschoben wird. 2) Kein ewig langes Suchen nach der "optimalen" Position. Reinlegen und Spass haben... ![]()
Generell sollte man aber auch wieder beachten:
1) Der BassDrum-Sound ist wohl noch viel mehr Geschmackssache als es bei anderen Instrumenten ist.
2) Je nach Musikrichtung (Jazz, Rock, Dance, etc.) soll's ja auch anders klingen, von daher kann auch ein Mikrofon, das bei Rock-Kombo äußerst schlecht spielt, bei einer Jazz-Formation gut rüberkommen.
3) Die BassDrum MUSS halbwegs vernünftig gestimmt sein, sonst hilft gar nix!
Gruss
TeO
Ich stimme TeO voll zu, will nur noch ergänzen:
4) Der Drummer muss dem Stil der Band entsprechend spielen. Wenn die Band meint, Metallica spielen zu müssen, der Drummer die BassDrum aber nur streichelt, dann hilft auch kein Mikro der Welt!
Hallo,
ich habe mit Grenzflächen auch postitve Erfahrungen gemacht, vom At und Shure sm91 ist schon ein ordendlicher Klang zu erwarten. Für Rock Sachen nehme ich aber immer mein Beta52 noch mit, da es einfach einen sehr sauberen Attack auch bei positionierung am Resonanzfell bringt. Also viel Schub unten rum und auch die Ortung durch den Klick. Ich senke meisst so um die 400 Hz etwas ab damit es etwas transparenter wird.
@ r880: Das mit dem Midas ist halt so weil die etws bessere Bauteile verwenden, da höhrt man die Verzerrungen nicht gleich. Das kann man auch mal ins rote fahren ohne das es gleich scheiße klingt. Neulich hatte ich mal so nen billigen dbx eq in der Summe, der hat dann gezerrt und als ich ihn rausgenommen habe war der sound um einiges besser und druckvoller.