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Trenntrafo oder nicht?

  • buzz
  • 19. Juni 2004 um 16:45
  • buzz
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    1
    Beiträge
    1.248
    • 19. Juni 2004 um 16:45
    • #1

    Hallo liebe Gemeinde,

    ich stelle hier mal eine Kundenfrage in den Raum, da ich mir selbst nicht sicher bin, wie das Problem am besten gelöst werden kann (ja, auch DAS kommt vor):

    Vorgabe: Ein Freigelände soll mittels "normaler" PAR-Floorspots beleuchtet werden (Bäume, Säulen etc.)
    Steckverbinder und Scheinwerfer sind normale Standardware, nicht explizit Feuchtigkeitsgeschützt.

    Hauptverteilung ist mit RCD 63A/0,03 gesichert (kann auch nicht verämdert werden).

    RCD ist ja fein, allerdings ist eben nur eine vorhanden. Wenn ich nun daran meine UV anschliesse, hab ich zwar noch eine RCD drin, allerdings kann man wohl nicht mehr von Selektivität sprechen.

    Was kann ich nun tun, um beim eventuellen Auftreten von Kriechströmen (Tau, Regen)dafür zu sorgen, dass die Haupt-RCD nicht fällt???

    Spontan würde ich einen Trenntrafo einbauen, allerdings habe ich dann ein relativ weitverzweigtes IT-Netz,für welches ich dann einen Isolationswächter brauche, oder?

    Was empfehlt Ihr in dieser Situation?

    Gruss aus Nürnberg,

    Buzz

    Hier geht's weiter...

  • sebkoch
    Beiträge
    135
    • 19. Juni 2004 um 20:56
    • #2

    Du bist aber verpflichtet die richtige Schutzklasse einzuhalten (IP...). Wenn was passiert bist du drann !!!

  • Swemers
    Profi
    Beiträge
    231
    • 20. Juni 2004 um 10:12
    • #3

    Hi,
    Wenn du ein IT-system aufbauen willst, brauchst du einen von dir erwähnten Isolationswächter. Dieser dürfte aber nur einen Fehler ausgleichen, beim zweiten Fehler muss er abschalten, also bringt dir das (ausser ne menge investitionskosten) relativ wenig. Einen Trenntrafo für eine Schutztrennung darfst du auch nicht nutzen da nur für ein Betriebsmittel. Dann gibt es noch (kenn ich nur aus der Theorie) den "Schutz durch erdfreien örtlichen Potentialausgleich". Hier wird ein Trenntrafo genutzt an welchem alle geräte angeschlossen werden, und die Geräte durch einen Erdfreien Potentialausgleich verbunden werden.
    Aber, wie schon richtig von sebkoch erwähnt sollte und darf dich meiner meinung nach keine Schutzmassnahme (ausser SELV/PELV) abhalten die Richtige Schutzklasse einzuhalten, und da solltest du ansetzen was zu ändern.

    mfg
    Swemers

  • buzz
    Profi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.248
    • 20. Juni 2004 um 12:44
    • #4

    Danke Euch Beiden,

    wie erwähnt, es geht um eine Kundenanfrage, es handelt sich um eine Kirchengemeinde, welche dieses Problem an mich herangetragen hat.
    Das Material ist dort vorhanden, und soll auch eingesetzt werden.
    Mir ist klar, dass in diesen Fällen besser Wassergeschützte PARs verwendet werden sollten, aber die sind halt nicht vorhanden!
    Meine erste Reaktion war: Lasst Es!!!
    Allerdings ist der Veranstalter wie besessen von seiner Idee, und nachdem ich befürchte, Ihn nicht davon abbringen zu können, will ich wenigstens dazubeitragen, dass die Aktion so sicher wie möglich abläuft!

    Trotzdem DANKE!

    Gruss aus Nürnberg,

    Buzz

    Hier geht's weiter...

  • muetom
    Beiträge
    264
    • 20. Juni 2004 um 13:01
    • #5

    Wie schon richtig gesagt musst du wenn du dir ein IT System gebastelt hast nen Isowächter einbauen. Der löst dann aber bei Kriechströmen auch sofort auslösen.

    Kannst du dir nicht irgendwo nen drehstromabgriff basteln ohne den FI und dann ne miniverteilung mit FI dahinterhängen. Dann bist du auf der sicheren Seite alles andere ist mist.


    Aber wie schon gesagt, wenn was pasiert bist du eh dran

    Gruß

    Thomas Müller

  • LMS-Daniel
    Profi
    Beiträge
    245
    • 21. Juni 2004 um 09:36
    • #6

    Also was ich nicht verstehe, wenn man theoretisch den Aufwand für ein IT-Netz (obwohl ich auch noch aus einigen anderen Gründen davon abraten würde) nicht scheut, warum besteht dann nicht die Möglichkeit die Hauptverteilung zu ändern?

    Aber noch ein ganz anderer Deckansatz: Ich arbeite in solchen Fällen gerne mit superschallgedämpften Stromagregaten. Da kann man sein Netz gestalten wie man will, ist unabhängig in (fast) jeder Leistungsklasse, und mit etwas Glück findet man eine örtliche Firma mit einem vernünftigen Preis-/Leistungsverhältnis (dann liegt das wohl kaum über den Kosten für Trenntrafos,...)

  • TomyN
    Profi
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    1.751
    Beiträge
    6.775
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    26
    Marktplatz Einträge
    2
    • 21. Juni 2004 um 10:11
    • #7

    Hi,

    ich denke, der Kunde muss damit leben. Kirchengemeinden sind oft der Meinung, dass es alles umsonst gibt. Wenn sie ihre normalen Scheinwerfer outdoor einsetzen wollen, dann müssen sie damit leben, dass es halt sehr warscheinlich den FI raushaut.
    Wenn ich dich richtig verstanden habe, handelt es sich ja 'nur' um Architekturlicht, und nicht um Sicherheitsrelevantes (wie z.B. Flucht oder Verkehrsweg beleuchtung).
    Und wenn die Lampen laufen, dann fliegt der FI erst, wenn alles zu spät ist, da die normale Feuchtigkeit wegen der Wärme keine Chance hat.

    Tomy, den interessieren würde, welche Gemeinde das ist.

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