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festivals - ich bin genervt - was ist denn los?

  • monithor
  • 26. Juni 2004 um 15:38
  • Jeremy
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    • 28. Juni 2004 um 09:05
    • #21
    Zitat von "paranoize"

    bis auf die Anzahl und die Instrumente der Musiker hat auf diesem Rider kaum etwas gestimmt

    Und oft nicht mal das ...

    Dass man einen Rider vorgesetzt bekommt, auf dem nach wie vor die Ex-Mitglieder einer Band "versorgt" werden, kommt regelmäßig vor. Wenn auf dem Rider nicht der konkrete Auftrittsort und -zeitpunkt vermerkt sind, ist grundsätzlich nachtelefonieren angesagt.

    Schwierig wird's auch immer dann, wenn der Veranstalter einen Rider absegnet, ohne ihn verstanden zu haben (Zusage von 6m lichter Bühnenhöhe im Zelt, Zusage von 3h ungestörter Soundcheckzeit unmittelbar vor dem Auftritt für die letzte Band des Festivals, ...)

    Bloß gut, dass die meisten tourenden "Festival-Bands" so was kennen und dann, einwenig vernünftige Absprache vorausgesetzt, mithelfen, das beste draus zu machen.

    Jeremy

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • PA-Peter
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    • 28. Juni 2004 um 12:53
    • #22

    Schade...
    ...nett&interessant angefangen...
    ...dann wieder mal zur alten Rider-Diskussion abgedriftet :cry:

    Ich möchte gerne noch mal die Ansätze vom Oli aufgreifen:
    Was nutzt es, wenn man als technischer Dienstleister auch versucht die Hintergründe zu erkennen, diese auch dem Veranstalter mitteiler, der aber ziemlich taube Ohren für diese Punkte zeigt?
    Gerade bei uns in der Ecke (Du warst ja mal nicht weit weg von mir ;-)) ist das dann doch immer nur eine Frage des Geldes! Und wenn ich über 30%(!!) unterboten werde, kann ich nur sagen: selbst schuld!

    Aber wenn die Herren Veranstalter/Planer nicht auf die Schnauze fallen, lernen sie auch nichts...
    ...hier ist also auch mal von Seiten Bands Druck gefragt.

    Einfaches Beispiel, haben am WE eine 3 Tage Produktion abgewickelt. Größenordnung: 3500-4000 Pax!
    Der Veranstalter hat 10.000e €uronen für Rosen, Deko und Feuerwerk investiert...
    ...dabei doch glatt das Crew-Catering vergessen! Es gab tatsächlich 2 halbe, belegte Brötchen pro Kopf pro Tag (der Tag fing gegen 10.30 Uhr an und ging bis 2.00 Uhr in der Nacht)!
    Wenn der Moderator des Orchesters nicht am Mic gesagt hätte, das die Kollegen von Ton & Licht gleich hinter ihren Pulten vor Hunger zusammen brechen, hätte es nichts mehr gegeben...
    ...ich war mal richtig stinkig!

    PA-Peter
    ****
    http://www.rieckmedia.com

  • Sven M
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    • 28. Juni 2004 um 13:10
    • #23

    Hallo, ich komme gerade vom Happy Family Tag aus Stuttgart zurück. Da hatten wir eine Bühne (Contac GS 135) mit Wings (Left: Monitor, Right Backline+Umbau). Der Übergang zu den Wings war absolut regendicht. Der Unterbau war aus Layher Material mit Contac Platten belegt (2m hoch). Was an Groundsupport Bühenen schlecht ist verstehe ich nicht ganz. Wir bauen das ganze auch in 175m^2.

    Da wir fast ausschließlich Playback Künstler hatten mussten nur die Funken richtig positioniert werden.

    Ich mache allerdings auch auf Bühnen mit Livemusik oft den Stagemanager / Mikrofonierer. Da iat so ein Verkabelungssystem mit frei patchbaren Subsnakes sehr praktisch. Sehr Praktisch ist da ein (zwei) Rollraiser fürs Drum, wo ich neben der Bühne alles fertig mikrofonieren kann und auf der Bühne nur meinen Harting umstecken muss. Da gebe ich allen recht.

    Wie gesagt, meine Mindestanforderung ist das die Bühne trockenbleibt:-)

    Wenn die Front phased hat die Company ein ganz anderes Problem.

    Die Riderfrage kläre ich immer mit einem freundlichen Telefonat vorher.

    Ich kann den Ärger verstehen, sehe aber auch einige FOH Leute die sich nicht auf den kleinsten Kompromiss einlassen wollen.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • test
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    • 28. Juni 2004 um 13:31
    • #24

    wir stehen an einer wasserscheide: es wird eine wachsende anzahl von hobbykistenschleppern geben, die jeden job zu jedem preis machen. die ersten 50000 euro startkapital kamen von papi und los. dann gibt es ein paar die das ganze beruflich machen und natürlich deutlich teuere sind.
    die wenigsten veranstalter sind aber willens und in der lage!! sich mit 2*10kw ton näher zu beschäftigen. ob sie da ne projektor stehen haben oder nen triax spielt keine rolle für die. da geht es nur um: der war 200 euro billiger als du.
    wir leben halt leider in einer zeit, in der zuviel kapital in der gesellschaft steckt. das sieht man daran, das es an jeder straßenecke nen verleiher gibt. so lange sich das nicht ändert, werden sich die zustände auch nicht ändern :roll:

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
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  • Sven M
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    • 28. Juni 2004 um 13:47
    • #25

    Naja..aber in manche regionen werden die HKS nicht eindringen können. Zu groß ist auch der Organisations- und Logistikaufwand.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • Seven
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    • 28. Juni 2004 um 13:53
    • #26

    Ist zwar leider immer weiter offtopic.
    Aber ich denke schon das HKS auch an größere Aufträge kommen. Geht hier in der Gegend ganz einfach. Früher haben wir komplette Bühnen gemacht, also Bühne gebaut, PA und Licht und Bedienung gestellt.
    Heute wird teilweise nur die Bühne von Pros gemacht und Ton (weils ja jeder hat) kommt dann fürn Appel und n Ei von nem HKS. Und dann beschweren sich die Veranstalter, dass Bühnen ja so teuer wären. Aber ne Bühne steht zum Glück nicht mal eben in ner Garage, was es für HKS uninteressant macht.

  • Fossi
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    • 28. Juni 2004 um 16:29
    • #27

    auch OT:

    Ich fühle mich immer ein wenig angegriffen, wenn Ihr hier so massiv über die HobbyKistenSchlepper herzieht, da ich mich mit meinem bissl Krams auch eher als solcher sehe.
    Sicher gibts in dem Bereich viele schwarze Schafe.
    Aber ich habe es am WE zweimal(beide Male horngeladene 12"/2" Kisten), auch von professionellen Companys erlebt das die Tops in der Front auf Ohrhöhe stehen, sowas mache ich nicht und wenn ich sie auf Ständer packen muss.

    Ich bin der Ansicht das es auf den Festivals auf denen ich mich rumtreibe (kleine-mittlere Stadtfeste so 1-2k Leutz) nicht unbedingt meyer und co sein muss, sondern das auch ne sinnvoll gestackte Projektor zufriedenstellend ihren Dienst verrichtet.
    Auch brauche ich keine 40er "Sonstwas" Konsole in der Front, wenn die auf Grund Altersschwäche halb den Geist aufgibt, dann lieber ein GL2200 welches in nem guten Zustand ist.
    Aus eben diesem Grund haben wir (die Band die ich betreue und ich) uns dazu entschieden künftig immer unseren eigenen FOH Platz samt MuCo mitzunehmen.
    Die betreuende Company bekommt ne Stereosumme und ich muss mich nicht mit abgerockten Pulten, falsch gesteckten oder beschrifteten Compressoren und eigenwilligen Effektgeräten rumschlagen. Zwar tropft manchmal das Auge wenn ich die schönen Sachen im Siderack sehe, aber eben nicht immer.
    Und das in einer Klasse wo eigentlich kein Gerümpel mehr stehen sollte.

    Sorry vor OT, aber da die Diskussion in die Richtung driftete wollte ich mal meinen Senf dazugeben.

    blubb.

  • Audiobuddy
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    • 28. Juni 2004 um 17:44
    • #28

    Das ist das Problem mit den Ridern... oder sagen wir eher, diese 4-20 Seiten faxpapier können einigen das leben schwer und anderen leicht machen.

    Manche sind veraltet. Aber richtig... Van Morrison 1985 (FOH Console PM1000)
    Trotzdem jedes jahr derselbe Circus: Lichtplan gebaut, Lichtmann kommt, guckt an die Decke, sagt: Oh, Ihr habt wohl den alten Rider bekommen...

    Vielleicht gibt es einfach keine neuen Rider, weil die Tekkis so oft wechseln, daß keiner die zeit hat, einen neuen zu schreiben. Vielleicht schickt das mangaement gerne die kleine version raus, weil weniger zu erwartende Kosten, den rest macht man dann zum problem des Local Promoters und dessen Technikschergen....
    Nur selten sind Rider tatsächlich mit datum oder versionsnummern ausgestattet, oder es steht sogar drauf, dieser Rider vom Mai 2004 ersetzt alle vorhergehenden Rider!
    Oft fehlen auch Nummern von ansprechpartnern, oder es sind die Nummern von der Cousine in den Everglades, die dann dem Bandtech ne Email schicken kann, mit der Nummer von der Technikfirma.....blablabla
    Gerne wird, wie erwähnt 200% geschrieben, um 100% zu rehalten, das halte ich für gesund, beim verhältnis 140% zu 100%.
    Manchmal habe ich aber auch das gefühl, daß die technischen Anforderungen gern als Schleier für Unsicherheit oder gar Unfähigkeit benutzt werden (Wundert Euch nicht, wenns heute schlecht klingt, das Equipment ist ja auch nicht das, was ich bestellt habe....... ja, is klar)
    Leider stelle ich in letzter Zeit fest, daß gerade bei Engländern und Amis gerne seit neusten, absolute Exotengeräte gefordert werden, die man finde ich nicht erwarten kann, daß sich eine PA Bude auf Halde legt (Summit, Manley, Avalon, etc...) Wer solche Specials braucht, soll sie selbst mitbringen, in 95% Fälle wird das Ding eh nicht da sein oder ein "so ähnliches Gerät" dastehen.
    Wie bereits erwähnt, es müssen alle Seiten an sich arbeiten, die Bandtechies, die Veranstalter, aber auch die technikfirmen (hmm...ich habe noch keinen Rider von xxxx, übermorgen gehts aber los, vielleicht sollte ich mal den Kunden anrufen...?).
    Der Besitzer einer Company hier geht oft folgendermaßen vor. Nachdem das angebotene Mat vom VA abgesegnet oder zusammengekürzt wurde, geht ne mail oder fax an die Tourproduktion mit der Bitte um Prüfung und Bestätigung per Unterschrift. Das wird dann der Produktion zur verfügung gestellt. Gibts Ärger, kommt das Fax mit der Unterschrift zum Vorschein, Fall erledigt. So hat es sich auch schon ergeben, das der Tourleiter zwar die Matliste unterschrieben, aber nicht seinen Technikern vorgelegt hatte...

    In diesem Sinne, mehr Frieden für alle,
    audiobuddy

    P.S: Wo wir grad beim Thema sind: Wer die gelegenheit dazu hat, sollte sich die BA von Iggy Pop zu Gemüte führen (spez. Monitor)....

  • monithor
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    • 29. Juni 2004 um 12:31
    • #29

    so denne.
    nach der fortsetzung des wochenendes und zwei völlig verschiedenen erfahrungen möchte ich erst mal auf eure antworten eingehen. ich scheine da ja etwas getroffen zu haben und freue mich, dass ich nicht ganz alleine dastehe. als erstes @ guma: es ist weniger der mut der mich reitet, als die pure verzweiflung. aber zum thema:
    das ganze ist keine riderdiskussion!!! und ich bitte darum es auch nicht dazu zu machen.
    @ everell: da kannst du dir sicher sein, dass ich vorher mit den entsprechenden leuten telefoniere. wie guma schon richtig bemerkte, es geht hier um festivals. und das mein rider aktuell ist versichere ich an dieser stelle. wenn sich bei diesen gesprächen herausstellt, dass es z.b. eine unüberwindbare hürde ist, einen spl deesser oder einen h3000 zu stellen mache ich das angebot die sachen gegen rechnungstellung selber mitzubringen. das funktioniert meistens und ist hier auch nicht das problem.
    ich glaube der guma hat begriffen, was ich meine, oder er hat einfach nur die gleichen (hohen) ansprüche wie ich. sicherlich liegt es ein wenig in unserer hand vernünftige firmen zu supporten, aber dazu muss man wohl erst mal durch ein tal der tränen gehen, um überhaupt festzustellen was alles nicht geht. vieles was auf dem papier sehr gut aussieht erweist sich in der praktischen ausführung vor ort als ein desaster (dazu später). meine liste von firmen die ich nicht mehr sehen will, wird jedenfalls immer länger. manchmal bekomme ich für festivals die angebote von zwei oder mehreren firmen vorgelegt. dann spreche ich mit den leuten und gebe eine empfehlung ab. wenn mir da einer querkommt bei kleinigkeiten hat er einfach keine chance. es gibt leider aber zu wenige veranstalter, die sich solche gedanken im voraus machen. vielleicht hilft diese diskussion ja ein wenig weiter und wir sollten versuchen sie jedem zugänglich zu machen den es angeht.
    aber weiter @ carm: klar kostet eine gute verkabelungslogistik geld, aber: auf dauer schont sie deine nerven, kostet nur einmal, während zwei oder drei schlecht gemachte sachen am ende genau soviel kosten, und unterschätze nicht die wirkung die sie auf leute wie z.b. mich macht. wenn einer eine halbe stunde braucht um mir ein gate zu inserten und sich dabei durch einen kabelhaufen im pult wühlen muss, dann werde ich echt ungnädig. dann kann es schon passieren, dass ich noch viel mehr gates brauche!
    und erzähl mir bitte nicht, dass ein paar verlängerungen die vielleicht nötig wären die kabelwege vernünftig zu getalten, deinen etat sprengen.
    zum thema firma a aus hh. ich kenne diese firma auch als seriös arbeitende firma. dieser minuspunkt ging auch eher an das personal.
    nun zu einem wichtigen punkt: @ seven: genau das ist es was ich sage: nur einer der vor ort instruktionen gibt und nachdenkt über das was da gemacht werden soll ist ja schon ein fortschritt. genau da hapert es doch!!!!!
    kleine rock’n’roll nummern – wozu braucht man auch auf mittelgroßen produktionen mehr als 3 leute??? je einen foh, monitor und licht. basta. dazu 4 helfer und man kann locker veranstaltungen in der größenordnung bis 2000 leute machen. vorausgesetzt die logistik stimmt. wenn man natürlich die hälfte der zeit damit verbringt etwas zu suchen oder sachen zu machen die ins lager gehören (reparieren, racks patchen) dann kommt man natürlich nicht weit. keine zeit ist aber trotzdem keine ausrede kabel nicht richtig zu legen!
    @ mister.lange: das ist ja genau das, was ich am allermeisten anprangere: kopf einschalten!

    doch nun zum rest des letzten wochenendes:
    fall eins: wieder mal studentenfest, diesmal in dortmund. kleine aber feine bühne, man kommt rauf und runter, im backstage gibt’s zwei ausreichend große zelte für leerkisten, die verkabelung ist sauber gelegt, alles da was bestellt, nette und voraussehende leute am start. prima show, alle sind entspannt. hier gibt es spezialtüten über den motoren vom groundsupport, dass die motoren nicht absaufen. klar bezahlt so was keiner extra, aber es ist doch schließlich sein (euer) material was da im regen hängt. warum kümmert das so wenige?
    nettes catering angerichtet (nicht wie zwei tage vorher mensa), alle sind glücklich. das einzige manko: pa mal wieder im freien und etwas zu niedrig.
    nächster tag: festival in belgien. große bühne, nett gemacht, dach schön weit vorgebaut etc. nix zu meckern außer die zwei blöden stufen am ende der laderampe. aber dann kommt die pa- und lichtfirma und das desaster geht los: wie gesagt es gibt auf einer seite eine rampe mit zugang zur bühne. was baut man mitten in diesen zugang? den monitorplatz! dann noch schnell alle monitoramps hinters pult und ein paar racks in den weg, alle kabel in einem dicken strang quer durch den durchgang, schon ist derselbe als weg für equipment nicht mehr zu gebrauchen. als nächsten stapelt man dann noch alle leerkisten vom licht in sämtliche bays an den seiten (klar, der zugang ist ja auch nicht mehr zu gebrauchen) und die bühne ist nur noch für vorträge ohne equipment und backliner etc. zu gebrauchen. rollriser waren in ausreichender anzahl vorhanden, nur kein platz sie irgendwo zu parken. ist es da ein wunder, dass man schon mal leicht säuerlich reagiert. dann ist das einzige was die tonfirma mir liefern muss ein 32 a cee und zwei nf kabel für sidefill. der strom kommt aber aus einem verteiler der mit ton nix zu tun hat, weil man sich nicht gekümmert hat. folge es brummt wie sau. da kommt dann der punkt an auch ich dann mal laut werden muss. Ich versuche fast alles mit reden zu klären aber irgendwann ist schluss. dann kommt noch die aussage, die leute der tonfirma hätten wohl keine lust die frontline freizumachen von wedges und kabeln und ich platze. wer ist denn hier bitteschön der dienstleister oder wird in diesem buisiness nur noch nach lust und laune gearbeitet? dann muß man mir das aber auch sagen, dann mach ich meine eigene freakshow.

    in diesem sinne, auf weitere beiträge hoffend

    oli
    Ich habe auf der rückfahrt mit ein wenig vodka gespielt und mich wieder abgeregt.

    ich bin mir sicher - früher war alles besser!

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    • 29. Juni 2004 um 15:12
    • #30
    Zitat von "monithor"

    aber es ist doch schließlich sein (euer) material was da im regen hängt. warum kümmert das so wenige?

    Nach meiner Beobachtung macht es einen Unterschied, ob da der Inhaber der Firma werkelt oder ein paar freie Mitarbeiter. Nicht immer, aber oft.

    Zitat

    der strom kommt aber aus einem verteiler der mit ton nix zu tun hat, weil man sich nicht gekümmert hat. folge es brummt wie sau. da kommt dann der punkt an auch ich dann mal laut werden muss.

    Wenn man ganz billig anbietet, dann ist kann man nicht für jede Technikerstelle jemand einsetzen, der Ahnung hat. Und/oder es wird einfach gedankenlos gearbeitet.

    Am Rande: Für einen Techniker-Tagessatz kann man locker alle Ampracks einer solchen Veranstaltung mit Line-Übertragern ausstatten, und dann kann man nicht mehr viel falsch machen.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

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    • 29. Juni 2004 um 15:17
    • #31

    Noch ein Gedanke: Wenn ich in einem Hotel absteige, das fünf Sterne hat, dann erwartet mich ein gewisses Niveau. Nicht immer, aber fast immer.

    Wenn jetzt VA-Firmen klassifiziert werden, und die Band besteht auf mindestens drei Sterne...

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • guma
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    • 29. Juni 2004 um 16:13
    • #32

    Das mit der Klassifikation wär doch mal was ?!

  • Audiobuddy
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    • 29. Juni 2004 um 19:26
    • #33

    Gut, ich bin etwas in Rider abgedriftet, aber es gaht ja , wie der oli sagte, scheinbar weniger um die PA Firmen, sondern eher um deren (meist selbstständiges) Personal und um die Infrastruktur.
    Diese gilt es zu verbessern. Wenn der Monitormann in Belgien seinen kompletten Salat ins Loading stellt, naja, Ansage machen, der sollte nicht mehr gebucht werden oder ne Abmahnung erhalten.

    Ich versuche immer meinen Platz so aufzubauen, daß ich
    a) drumherumlaufen kann zum Patchen
    b) sonstiges Gastgedöns problemlos anschließen kann
    c) nicht im Weg stehe
    d) zusätzliche Stromanschlüsse habe für Gastgedöns
    e) ausreichend Platz für gastplätze ist
    Diese makiere ich bereits beim Aufbau in Rücksprache mit dem TL oder Stagemanager, und zwar in der Größe wie bestellt und möglichst and dem Platz, wo bestellt. Diese Fläache bleibt dann auch leer. Konsequent.
    Tropfende Bühnendächer werden sofort beim TL moniert, Spareplanen für Gastgedöns sind eigentlich auch Standard.
    Bei großen Bühnen gibt es immer irgendwelche Löcher in der Bühne (für Steher o.ä), wo man Subsnakes und LS-Leitungen durchziehen kann, um Rollriser Wege freizuhalten. Ansonsten beim Bühnenbauer Platten bestellen, in die er ohne zu heulen auch Löcher bohren kann.
    Im Prinzip kann man sagen, daß ab einer bestimmten Größe von Festival und Lineup sollten Seiten- und Hinterbühnen mindestens so groß , wenn nicht größer sein als die eigentliche Spielfläche. Sieht man ja auch in fast jedem Theater.
    Jetzt der wichtige Punkt: Wessen Aufgabe ist es, für angenehme Verhältnisse zu sorgen? PA Firma? Veranstalter? TL? Stagemanager?
    Da sollte man die Zuständigkeiten klären, um dann vor Ort dem Richtigen den Kopf zu waschen und nicht denjenigen, die Versuchen, aus der Misere noch das Beste für alle rauszuholen.
    Ich habe das Glück, in der letzten Zeit nicht mehr über soviele Chaosbaustellen, wie die beschriebenen zu stolpern, da ich meine Bedenken (als Servicepersonal Monitortech) bereits im Vorfeld oder auf der Baustelle lautstark von mir gebe.

    Mit besten Wünschen für mehr Frieden auf angenehmen Festivals,
    audiobuddy

    monithor: Würde mich freuen, dich zu servicen (schick mal PN, mit wem Du wo noch anzutreffen bist..)

  • monithor
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    • 29. Juni 2004 um 19:54
    • #34

    n'abend
    nun zur abwechslung mal ein ganz kurzer beitrag. zuständig ist meiner meinung nach der stagemanager, der den ganzen kram koordinieren sollte. (nebenbei hat natürlich jeder eine eigenverantwortung). aber fast alles was sich heutzutage stagemanager nennt steht entweder dumm im weg rum oder ist, wenn er gebraucht wird, nicht da.
    über so einen monitorplatz wie du ihn baust würde bei mir die helle freude ausbrechen, auch wenn ich ihn meistens gar nicht benutze.
    ich war vor etlichen jahren selber an einer pa firma beteiligt. wenn wir festivals ausgestattet haben, waren wir in der ersten zeit bei bühnenbauern verhasst, weil mein kollege immer löcher in die platten gebohrt hat. im zweiten jahr sind sie dann von sich aus gekommen und haben gefragt, wo sie die lochplatten vom letzten jahr hinlegen sollen. über eingänge wurden die kabel ins gerüst gehängt. da konnte ein blinder ohne zu stolpern über die bühne tanzen.
    das mit dem zuständigkeiten klären ist manchmal gar nicht so einfach, da die verantwortung gerne hin und hergeschoben wird. weil keiner mehr ahnung hat, kann natürlich auch keiner was sagen. das ist ja das manko. hier müssen die verleiher meiner meinung nach viele veranstalter ein wenig beratend an die hand nehmen. drum bitten werden sie nicht.
    ich jedenfalls werde jetzt versuchen meine bühnenanweisung idiotensicher zu machen. mal sehen ob das was bringt.

    tschö mit ö

    oli

    ich bin mir sicher - früher war alles besser!

  • Audiobuddy
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    • 29. Juni 2004 um 21:04
    • #35

    Das mit der beratenden PA Firma ist richtig, allerdings kommt die ja meist wenn der Bühnenbauer zu (hoffentlich) 95% fertig ist. Und die Zuständigkeit des Stagemanagers...naja... die meisten kommen eh erst am Tag der VA, haben die Rider vielleicht einmal oder zweimal gelesen, und interessieren sich meist eh nur für Besen oder Wassefabstreifer... sorry, sicherlich nicht alle, aber hab es oft so erlebt.
    Aber das ist schon die richtige Adresse für ebendiese Zuständigkeit.
    Eigentlich sollten sich Veranstalter (weil geldgeber), TL, Stagemanager und techn. Dienstleister frühzeitig hinsetzen, alle Rider durchlesen, im Idealfall schon ein Timetable haben und dann mal exemplarisch den Abend durchspielen. Hier wäre tatsächlich der Stagemanager am meisten gefragt....
    So zeigen sich evtl. Probleme schon frühzeitig und können hoffentlich vermieden werden.

    So long,

    a.buddy

  • guma
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    • 29. Juni 2004 um 23:26
    • #36

    @ monithor

    ... auch putzig in diesem Zusammenhang sind Bühnenbauer, die zunehmend versuchen sich bei den Veranstaltern als Generalunternehmer aufzuspielen. Wolltest Du der "Tonisubunternehmer" eines Bühnenbauers sein, der Dir dann vorschreibt Wieviel Holz Du haben darfst damit sein PA-Wing dazu passt oder Dir sagt, dass Du Dein Monitorpult zu Hause lassen darfst, weil es auf die Bühne, die er verkauft hat nicht draufpasst !!!??? :evil: :twisted: :evil: :twisted: :evil:

    Also immer alle schön Obacht geben, damit die Tonis die Chefs bleiben. :wink: :wink: :wink:

  • Ton_Opa
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    • 29. Juni 2004 um 23:30
    • #37

    Tja, also Lobby für Arbeitsbedingungen und so....
    das sollte ja wohl der VPLT sein, oder ? ....
    Ist denn bekannt, dass die Anfangs kritisierte Firma mit A Vorstandsmitglieder für eure "Lobby", den VPLT, stellt?

    Die wahrscheinlich als glaubwürdig einzustufende Geschichte von Monithor ist wiedermal Wasser auf den Mühlen meines Hasses auf "Verbände - Handelskammern und ähnliche Vereine"

    Vergesst es einfach. Offizielle Organe, oder solche die sich so darstellen, dienen nur dem Zweck, Geldströme in die "richtige" Richtung zu kanalisieren.

    Wir können leider nur unsere Lobby selber sein. Also : besser machen und weiter meckern!

    Was mir bei solchen "ich hasse das Alles-Threads" immer ein bißchen zu kurz kommt, ist die Kollegenschelte.
    Wie oft muss man sich auf solchen "Schweine-Gigs" auch noch patzige Antworten des mikrofonierenden Praktikanten anhören , der nicht nur bei dem Versuch versagt, innerhalb von 15 min eine einzige Akustikgitarre auf einen von FOH angesagten Kanal zu stecken?

    Sehr schön beschrieb mir neulich ein Kollege das Phänomen der eifersüchtelnden, unfähigen aber immer "supercoolen" Technikers als ein Ur-Deutsches:
    Er sagte: "Ich arbeite gern mit Amis, da muss man sich nicht dafür entschuldigen, dass man was kann." Das trifft es ziemlich gut.

    Wenn wir vor Ort aufeinander treffen, dann gilt es doch, einander den Tag so angenehm wie möglich zu gestalten, und nebenbei noch einen geilen RnR-Gig abzuliefern. Kein Mensch braucht dieses "ich bin der geilste" Gehabe.

    Es geht mir auf den Sack, meine Fähigkeiten vor den Leuten verstecken zu müssen, damit die nicht auf die Idee kommen, ein Minderwertigkeitsgefühl zu entwickeln, dass sie dann auch noch an mir ausleben wollen.

    Wenn ich als Gast-Tech irgendwo hinkomme, dann will ich einfach nur meinen Gig machen, so gut es geht. Ich stehe nicht in Konkurrenz zum örtlichen und will dessen Job auch gar nicht. Lass uns einfach ein bißchen zusammen Musik machen, und gut is.

    Jetzt ist mir auch wohler...

    wahrscheinlich lesen die Leute, um die es hier geht, das gar nicht, weil die ja ihre Meinung schon haben, und den Austausch in einem Forum wie diesem ganz überflüssig finden. Die schreiben wahrscheinlich nur: "da war neulich so ein Idiot, der hat doch tatsächlich ....."

    langweilig

    mit kollegialem Gruß
    Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • wora
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    • 30. Juni 2004 um 01:08
    • #38

    leider ist dieses "ich bin der beste"-gehabe doch sehr verbreitet.
    manche jungs machen den eindruck, als wäre es ein verbrechen wenn man sie wegen was technischem anspricht!
    abende mit solchen kollegen braucht man nicht wirklich.

    mit sicherheit lesen die meisten leute, die das thema hier betrifft, gar nicht mit.
    aber es sind wahrscheinlich schon ein paar dabei... ob sie allerdings realisieren, das man sie meint, steht auf nem anderen blatt.

    wenn man sich die zahlen der zugriffe hier mal anschaut (bis vorhin waren es z.b. 1770!), sollte klar sein das es sehr viele leute gibt, die nur infos rausziehen wollen ohne selber an den diskussionen teilzunehmen.
    das ist auch so eine urdeutsche eigenschaft... hauptsache nicht negativ auffallen!

    ohne jetzt gänzlich vom thema ablenken zu wollen, bin ich der meinung das dieses forum schon seinen sinn hat (naja, manchmal auch nicht ;) )

    zurück zum thema:
    wenn es also keine gute lobby gibt, dann müssen wir uns was anderes einfallen lassen.

    wie wär´s mit vertragsstrafen für nichterfüllung von wichtigen punkten der bühnenanweisungen?
    das fände ich eine passende idee vom admin.
    natürlich wird es dann wieder ein paar trottel geben, die dann für die techniker eine eigene garderobe mit 10 flaschen whiskey auf´n rider schreiben... größenwahn ist nicht immer zu vermeiden.
    aber hier kann man ja schon argumentieren, das die nichterfüllung dieses punktes die show nicht kippen, sondern eher retten würde...;-)

    auf der gegenseite (dem PA-service) wäre etwa eine überprüfung möglich, ob die im rider geforderten geräte überhaupt eingesetzt wurden - und wenn nicht, werden die mietkosten von der gage abgezogen. somit wäre einem missbrauch zumindest teilweise sinnvoll entgegenzuwirken.

    da hätten also beide seiten eine möglichkeit, ein bisschen druck aufzubauen.
    denn offenbar brauchen wir deutschen sowas...

    schöner wäre es natürlich, wenn man nicht zu solchen maßnahmen greifen müsste!

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Sven M
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    • 30. Juni 2004 um 08:33
    • #39

    Ich gebe da dem Ton_Opa vollkommen recht. Das eingene Ego mal zurückschrauben und zusammen einen guten Job machen. Das ist es was zählt.
    Wenn da wirklich einer groben Mist gebaut hat sollte man dies auch sagen aber es ist keinem damit geholfen wenn einer vollkommen ausflippt und rumbrüllt. Das bessert die Situation keineswegs.
    Woras Idee finde ich typisch deutsch: sehr bürokratisch. "Nein, im Rider stehen aber 10 m Mikrofonkabel, die hier sind nur 9,95m. Das kostet Strafe." Wo kommen wir denn da hin.
    Ich hasse diese Techs die später erst dazukommen und dann meinen sie wären es und wie sie es machen ist es der einzig seligmachende Weg. Die wollen mir dann noch meinen Job erklären.. Da ist doch sofort die Stimmung im Eimer.. Vielleicht sollten einige Leute auch mal über die andere Seite nachdenken..

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • microsound.de
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    • 30. Juni 2004 um 09:09
    • #40

    Ich will mich den Vorrednern Ton_Opa und Bigsound anschliessen.

    Zu Wora:
    Dass das Forum zum Infos kriegen da ist, finde ich eine gute Sache. Eine Person kann einfach nicht alle Systeme und Komponenten kennen. Mein Problem innerhalb des Forums ist – hier oute ich mich als HKS – , dass eine Wertung vorgenommen wird. Wer nicht nachweisen kann, dass er auf einem großen Midas-Tisch und mit Line-Arrays gearbeitet hat, wird nicht ernst genommen. So gesehen ist für mich die Ur-deutsche Eigenschaft eher darin zu sehen, dass das Image über Marken definiert wird (siehe Autos!).

    Ich für mich habe auch den Anspruch, in einem 100- Personen Club einen geilen Gig durchzuziehen, und für mich ist es das größte Lob, wenn die Musiker während der Show mal kurz durch’s Mikro sagen: „Hey Claus, would you join us to Austin, we need a guy like you!“. Und bei der Show waren nicht nur Neumann, BSS und Midas am Start!

    Und wenn ich dann mit Tonies (ich präzisiere: deutsche Tonies!) zu tun habe, die Ohringer nicht mal ansehen (haben die Teile die Krätze oder was?), dann bin ich etwas traurig, denn für mich gilt: „It’s only RnR, but I like it!“

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