Technik Weltjugendtag 2005
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...ich bin gerade zurück und muss sagen, dass mir die technische Durchführung sehr gut gefallen hat.
ich war mit ca. 150 bis 200m geschätzter Altar - Entfernung ja noch relativ weit vorne.
Mit Ortbarkeit war da natürlich nichts, das war mir aber auch nicht so wichtig. Was ich sehr gut fand, war, dass Bild- und Ton-Delay gut zueinander abgestimmt waren. ("Unsere" Kuh hing in einem Tower mit der LED Leinwand).
Was mich bei der Leinwand gestört hat, waren die gut zu erkennenden Farbstiche (Unterschiede) der einzelnen Module. Bei uns stand ne Barco Wand. Das war aber auch nicht wirklich dramatisch ;-), die meisten Besucher werden das wohl gar nicht realisiert haben.
Noch nen bischen OT:
Die Bahn schien völlig überfordert und unfähig! Es ist ja gut und sinnvoll, dass die den Fahrplan an den WJT anpassen und Sonderzüge einrichten usw., aber wenn man da am Bahnhof nicht drauf hingewiesen wird nützt einem das wirklich wenig, ganz im Gegenteil hängt man dann schon mal überflüssigerweise 2h im Bahnhof rum.
Noch schlechter als die Bahn war das Catering...Nur als Beispiel: Was soll ich mit Cornflakes zum Abendessen, ohne dass ich nen passendes Behältnis und Milch habe?
Das schlimmste: Wieso kommen da die Kellys hin???mfg Thomas
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Zitat von "Kai Pirinja"
Was meinst du mit Havariezuführungen?
Das was es heißt: Wurden zwei Optocores an die Delays verlegt, um für die Eventualität eines Ausfalls switchen/umstecken zu können?
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ich sag nur:
einfach wahnsin ,was man heutzu tage machen kann mit so einer technik....
ich frage mich wie früher (zur Nazi zeit) menschen massen beschallt wurden...sorry für OT
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Havarie 1 war eine UKW Lösung. Zudem war es ein komplexes System aus intelligenten Towers und Slave Towers, welche nur NF-mäßig (mit einer Leitung als Havarie) angesteuert wurden. Nicht nur Soundweb, sondern auch DMEs kamen zum Einsatz. Delays wurden zentral gesteuert.
Havarie 2 ging über Funken und war nur für Durchsagen konzipiert.
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So, hab nach einer Woche WJT endlich mal wieder Internet.
Die Videowände hatten über den Tag wechselnde Farbstiche. Vor allem lustig, wenn die kleinen Felder für die Gebärdensprache andere Farbstiche hatten, als das Hauptbild darüber. War aber eigentlich nicht so störend, man konnte alles dennoch gut sehen (wenn man das Bild vor lauter Fahnen überhaupt sehen konnte).
Was ich beim Ton sehr störend fand, waren die Echos von den Türmen links und rechts. Ich saß so ziemlich in der Mitte von C4 und hatte den Ton eigentlich 3 mal gehabt. Erst vorne, dann rechts, dann links. Bei Fremdsprachen hatte man da manchmal schon Probleme was zu verstehen.
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Laut Berichten der Chefin war der Sound vor Ort, zumindest vorne, viel zu leise. "Sobald man selber mitsingen wollte, hat man vom Rest nichts mehr gehoert." Hinten war's wohl gut ...
Aber anscheinend waren ja Ton, Licht und Video tatsaechlich das am besten organisierte am WJT. Ansonsten: keine Security am Eingang, kein Rucksack-Check, keine Kontrolle der Karten (darum war's auch vorne so voll), keine Organisation der Abfahrt (von wegen Gruppe mit 40 Mann steht vor Shuttlebus mit 30 freien Plaetzen, keiner steigt ein, Bus faehrt halb leer), schlecht abgesperrte Versorgungswege (darum auch 2minuetlich Martinshorn
) usw. -
@Everest2002@Aushilfslichtler
Bei den Nazis wurden für Grossveranstaltungen Schallzeilen benutzt die auf die jeweiligen Zuhörerflächen so geneigt waren daß die Zuhörer für die nächste Zeile von der vorderen nicht mehr viel gehört haben.
Das Ohr (Gehirn) rastet dann auf den Direktschall der am nächsten gelegenen (lautesten) Zeile ein und die restlichen (dumpfen) Echos stören kaum.
Nix Delay.
Hat mir mein Opa so erzählt.
wetbf
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... und die Sprachverständlichkeit war damals auch schon sehr gut. Zwar ein bißchen wie Telefon aber gut. Die hatten eben wirklich Wirkungsgrad die alten großen Hörner.
MfG
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Hier mal die genaue Technik:
steht alles auf Crystal Sound.deZitat104 Beschallungstürme, davon 35 mit JBL VerTec 4889 + 4887 + VRX , 57 mit d&b audiotechnik Q1 – Q 7 und 12 mit d&b audiotechnik C 4 - Q 7 versorgten das Pilgerfeld mit ausgezeichneter Sprachverständlichkeit
( STI Werte durchgängig 0,8
Das bisher größte Optocore System lieferte mit Lichtwellen-Leiter die Audio- DMX und Intercom Verteilung auf dem Gelände.
Für die Signalverarbeitung sorgten 3 x Yamaha PM 1 D + 4 x Yamaha PM 5 D RH.Die Signalverteilung erfolgte durch 8 x Yamaha DME 64 + 24 x Yamaha DME 24 + 16 x BSS Soundweb.
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Zitat:
104 Beschallungstürme, davon 35 mit JBL VerTec 4889 + 4887 + VRX , 57 mit d&b audiotechnik Q1 – Q 7 und 12 mit d&b audiotechnik C 4 - Q 7 versorgten das Pilgerfeld mit ausgezeichneter Sprachverständlichkeit
( STI Werte durchgängig 0,8
Siehe weiter oben!
wetbf
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habe gerade folgende Pressemitteilung entdeckt (ist vielleicht für den einen oder anderen interessant):
ASC beschallt weltgrößtes Jugendevent
In Kooperation mit Amptown Verleih hat ASC zwei Großprojekte für den
XX. Weltjugendtag erfolgreich realisiert.Dass die Papst-Wallfahrt entlang des Rheines und seine Ansprache auf dem Gelände der Pollerwiesen in Wort und Musik von hunderttausenden Besuchern in exzellenter Qualität wahrgenommen wurden, ist eine Gemeinschaftsleistung der Medientechnikspezialisten von Amptown Sound & Communication und Amptown Verleih aus Hamburg. Zehn Techniker und Ingenieure waren im Einsatz, um die beiden Uferstrecken von 5 km Länge und die Pollerwiesen mit einer Fläche von 225.000 qm zu beschallen. Entlang des Flusses wurden 280 100V-Lautsprecher in Spezialhalterungen montiert und rund 14 km Kabel verlegt. Auf dem Wiesengelände versorgten hoch-moderne Linearray-Systeme mit 44 Hochleistungslautsprechern, an drei Telekränen hoch über dem Publikum schwebend, die Besucher aus aller Welt. Die zu verarbeitenden Signalquellen kamen von den Sendern Domradio und dem Weltjugendtag-TV, das über DVBT empfangen wurde. Die NF-Signale wurden an acht Zonen in die Verstärkersysteme eingespeist.
Gruß
Johannes
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wobei zu der crystal sound - info zu sagen ist, dass das in arbeitsgemeinschaft mit neumann&müller realisiert wurde... immerhin war von N&M ein grossteil des bestandes an d&b Q-serie und D12 amps sowie yamaha DMEs (und das ist einiges...) vor ort !!!
ZitatDie Arbeitsgemeinschaft der Firmen Crystal Sound, Sirius und Neumann & Müller realisierten diese Projekt gemeinsam.
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Zitat von "Carm"
wobei zu der crystal sound - info zu sagen ist, dass das in arbeitsgemeinschaft mit neumann&müller realisiert wurde... immerhin war von N&M ein grossteil des bestandes an d&b Q-serie und D12 amps sowie yamaha DMEs (und das ist einiges...) vor ort !!!
Ich möchte betonen, daß das Beschallungskonzept NICHT von N&M erdacht wurde!
Hierbei wurden m.E. grundsätzlich Fehler gemacht. Das Prinzip der kohärenten Wellenfront wurde misachtet; das führte zu teilweise grotesken Echo-Bildungen, die bei sinnvollerer Towerpositionierung hätte vermieden werden können. -
Ich vermute, du meinst mit "kohärenter Wellenfront" nicht die Abstrahlung der einzelnen Line-Arrays, sondern den Präzedenzeffekt bzw. das Gesetz der ersten Wellenfront, womit in der Regel versucht wird, die akustische Lokalisation auf die Bühne zu richten. Hier waren einige Video-Wände aber so weit von der Bühne entfernt, das Kompromisse eingegangen werden mussten, damit die Kohärenz von Video-Bild und Ton überall gegeben war.
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Zitat von "Volker Holtmeyer"
Ich vermute, du meinst mit "kohärenter Wellenfront" nicht die Abstrahlung der einzelnen Line-Arrays, sondern den Präzedenzeffekt bzw. das Gesetz der ersten Wellenfront, womit in der Regel versucht wird, die akustische Lokalisation auf die Bühne zu richten. Hier waren einige Video-Wände aber so weit von der Bühne entfernt, das Kompromisse eingegangen werden mussten, damit die Kohärenz von Video-Bild und Ton überall gegeben war.
Es wäre eine wellenförmige Anordung der PA Tower nötig gewesen, die eine kohärente Wellenfront erzeugt hätten. Denke groß!

Der Versuch eine Bühnenortung zu erzeugen, ist in solchen Dimensionen relativ aussichtslos, davon rede ich gar nicht.
Ich rede von vermeidbaren Delay-Wirkungen aufgrund teilweise chaotischer Abstahlrichtungen.
Glaube mir, es gab Bereiche auf dem Feld wo es immer wieder zu größeren Anrottungen gestandener kopfschüttelnder Beschallungstechniker kam...und das waren Mitarbeiter aller 3 Firmen.Deinen Bezug auf Video verstehe ich nicht. Nur nebenbei, es gab Wände wo die Delayzeiten des Videobildes um bis zu +/- 2,5 Sekunden verkehrt waren - leider dauerhaft.
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Mit "wellenförmig" meinst du wohl konzentrisch, nehme ich an. das wäre natürlich der Idealfall.
Bei den dortigen Dimensionen sind die Echos die man hören konnte der bestmögliche Kompromis gewesen. Besser geht es in solchen Größenordnungen eben nicht.
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Zitat von "Volker Holtmeyer"
Bei den dortigen Dimensionen sind die Echos die man hören konnte der bestmögliche Kompromis gewesen. Besser geht es in solchen Größenordnungen eben nicht.
Das sehe ich anders.
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Zitat von "N&M U"
+/- 2,5 Sekunden verkehrt waren - leider dauerhaft.
..Die Videowall will ich auch die in die Zukunft schauen kann....
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Wieso dass denn. Videowall knapp 1000m von der Bühne weg - kein Delay drauf und schon ist sie 2,5 Sekunden früher als der Ton. Nix mit "Back to future".

VG Sebastian
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