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Funkfrequenzen / Frequenzzuteilungen

  • KREISS
  • 11. Oktober 2004 um 23:23
  • Leitwolfi
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    • 6. April 2009 um 00:39
    • #61

    Habe was Neues zu dem Thema, vorallem im Bezug auf die neuen Frequenzen:


    Sehr geehrter Herr Kögel,

    vielen dank für Ihre E-Mail vom 30. März 2009, in der Sie auf die Auswirkungen der frei werdenden Frequenzen hinweisen.

    Ich habe mich diesbezüglich umgehend an das Bundeswirtschaftsministerium gewandt und um eine Stellungnahme gebeten.
    Im Rahmen der Breitbandinitiative der Bundesregierung wird den funkgestützten Alternativen eine große Bedeutung beigemessen. Denn nur diese sind in der Lage, schnell und kostengünstig breitbandige Internetanschlüsse in bisher unterversorgten, insbesondere ländlichen Regionen realisieren zu können.
    Voraussetzung dafür sind verfügbare Technologien und Frequenzen. Letztere werden nach Inkraftsetzung des Entwurfs der Verordnung zur Änderung der Frequenzbereichszuweisungs-planverordnung (FreqBZPV) verfügbar, die am 4. März 2009 vom Kabinett beschlossenen wurde. Die Verordnung ist zustimmungspflichtig. Auch die Länder unterstützen die Breitbandstrategie der Bundesregierung und haben ihre Bereitschaft zur Zustimmung der Verordnung signalisiert.
    Mit der Verordnung wird der bisher dem Rundfunkdienst zugewiesene Frequenzbereich 790 - 862 MHz dem Mobilfunkdienst zugewiesen. In einer zweiten Stufe ist beabsichtigt, diese Frequenzen an Mobilfunknetzbetreiber zuzuteilen, die ihrerseits mit dem Beginn des Ausbaus die Verfügbarkeit des mobilen Internets in der Fläche sicherstellen sollen. Den professionellen drahtlosen Produktionstechniken (z.B. drahtlose Mikrofone) sind die Frequenzteilbereiche 790 - 814 MHz sowie 838 - 862 MHz zurzeit auf nachrangiger Basis zugeteilt (Allgemeinzuteilung). Das bedeutet, dass sie schon heute keinen Schutz vor Störungen bevorrechtigter Nutzungen beanspruchen und diese auch nicht stören dürfen.
    Jedoch ist die Allgemeinzuteilung befristet bis zum 31.12.2015 und eine Verlängerung ist aus rechtlichen und Gründen der Funkverträglichkeit nicht möglich. Insofern ist eine Verlagerung der Nutzung in alternative Frequenzbereiche unumgänglich. Die Bundesregierung hat diesbezüglich bereits Initiativen auf nationaler und europäischer Ebene eingeleitet, um schnellstmöglich alternative Frequenzbereiche verfügbar machen zu können. Im Fokus dazu stehen aktuell neben der weiteren Mitnutzungsmöglichkeit des Frequenzbereiches 470 - 790 MHz auf der Basis von Einzelzuteilungen die Frequenzbereiche 1785 - 1800MHz/1805MHz sowie 1452 - 1479,5 MHz.
    Insofern geht das Bundeswirtschaftsministerium davon aus, dass es im Zuge der Umstellung der Funknutzung auf alternative Frequenzbereiche nicht zu unzumutbaren wirtschaftlichen und betrieblichen Nachteilen der Funknutzer kommen wird und die zukünftigen Frequenzbedarfe vollständig befriedigt werden können.

    Mit freundlichen Grüßen verbleibe ich
    Ihr
    Hartmut Koschyk MdB

    http://www.lala-blinkblink.de !

  • Kracky
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    • 6. April 2009 um 00:54
    • #62
    Zitat von "Leitwolfi"

    Habe was Neues zu dem Thema, vorallem im Bezug auf die neuen Frequenzen:


    Sehr geehrter Herr Kögel,

    vielen dank für Ihre E-Mail vom 30. März 2009, in der Sie auf die Auswirkungen der frei werdenden Frequenzen hinweisen.

    Ich habe mich diesbezüglich umgehend an das Bundeswirtschaftsministerium gewandt und um eine Stellungnahme gebeten.
    Im Rahmen der Breitbandinitiative der Bundesregierung wird den funkgestützten Alternativen eine große Bedeutung beigemessen. Denn nur diese sind in der Lage, schnell und kostengünstig breitbandige Internetanschlüsse in bisher unterversorgten, insbesondere ländlichen Regionen realisieren zu können.
    Voraussetzung dafür sind verfügbare Technologien und Frequenzen. Letztere werden nach Inkraftsetzung des Entwurfs der Verordnung zur Änderung der Frequenzbereichszuweisungs-planverordnung (FreqBZPV) verfügbar, die am 4. März 2009 vom Kabinett beschlossenen wurde. Die Verordnung ist zustimmungspflichtig. Auch die Länder unterstützen die Breitbandstrategie der Bundesregierung und haben ihre Bereitschaft zur Zustimmung der Verordnung signalisiert.
    Mit der Verordnung wird der bisher dem Rundfunkdienst zugewiesene Frequenzbereich 790 - 862 MHz dem Mobilfunkdienst zugewiesen. In einer zweiten Stufe ist beabsichtigt, diese Frequenzen an Mobilfunknetzbetreiber zuzuteilen, die ihrerseits mit dem Beginn des Ausbaus die Verfügbarkeit des mobilen Internets in der Fläche sicherstellen sollen. Den professionellen drahtlosen Produktionstechniken (z.B. drahtlose Mikrofone) sind die Frequenzteilbereiche 790 - 814 MHz sowie 838 - 862 MHz zurzeit auf nachrangiger Basis zugeteilt (Allgemeinzuteilung). Das bedeutet, dass sie schon heute keinen Schutz vor Störungen bevorrechtigter Nutzungen beanspruchen und diese auch nicht stören dürfen.
    Jedoch ist die Allgemeinzuteilung befristet bis zum 31.12.2015 und eine Verlängerung ist aus rechtlichen und Gründen der Funkverträglichkeit nicht möglich. Insofern ist eine Verlagerung der Nutzung in alternative Frequenzbereiche unumgänglich. Die Bundesregierung hat diesbezüglich bereits Initiativen auf nationaler und europäischer Ebene eingeleitet, um schnellstmöglich alternative Frequenzbereiche verfügbar machen zu können. Im Fokus dazu stehen aktuell neben der weiteren Mitnutzungsmöglichkeit des Frequenzbereiches 470 - 790 MHz auf der Basis von Einzelzuteilungen die Frequenzbereiche 1785 - 1800MHz/1805MHz sowie 1452 - 1479,5 MHz.
    Insofern geht das Bundeswirtschaftsministerium davon aus, dass es im Zuge der Umstellung der Funknutzung auf alternative Frequenzbereiche nicht zu unzumutbaren wirtschaftlichen und betrieblichen Nachteilen der Funknutzer kommen wird und die zukünftigen Frequenzbedarfe vollständig befriedigt werden können.

    Mit freundlichen Grüßen verbleibe ich
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    Hartmut Koschyk MdB

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    Na dann soltest du ein, zwei Seiten weiter vorne nochmal lesen, das wirst du dieses Schreiben deines MdB fast 1:1 wiederfinden. So neu ist uns das nicht, nur es sagt so gut wie nichts aus.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • Leitwolfi
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    • 6. April 2009 um 10:11
    • #63

    ich wollte eigentlich nur auf die von dem MdB ins Spiel gebrachten neuen Frequenzen hinweisen.
    Alles Andere ist natürlich bekannt/unwichtig

    http://www.lala-blinkblink.de !

  • mringhoff
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    • 6. April 2009 um 10:38
    • #64

    die sind ja auch schon bekannt (schau mal hier auf S. 3)

    all diese Antworten sollte man sich genau ansehen. Hier ist lediglich die Rede von: "Initiativen eingeleitet" - "Im Focus stehen die Frequenzen..." - "auf der Basis von Einzelzuteilungen..."
    also es steht noch nichts fest...

    Aktuelle Gebrauchtgeräte: hier klicken

  • skyworker
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    • 6. April 2009 um 10:43
    • #65

    Morgen Gemeinde - der neue Serienbrief sagt nicht nur nichts aus, er bestätigt auch noch die Tatsache, dass bestehende Technik in Kürze Edelschrott sein wird. Nachdem auch die Länder Unterstützung für den Plan signalisiert haben, wird sich nichts mehr ändern lassen. Mit Rücksicht auf ein paar nette Kollegen aus dem Tal der Ahnungslosen spare ich mir jetzt die drastische Formulierung, warum ich ab demnächst keine Strecken mehr vermieten kann...

    Wer genauer nachliest: es gibt auch jetzt - daher Allgemeinzuteilung - keinerlei Garantie oder Schutz, sobald die Umwidmung vollzogen ist wird das Senden auf diesen Kanälen noch mal mehr zum Glücksspiel - und damit in einem professionellen Rahmen nicht mehr einsetzbar. Die "im Fokus stehenden Mitnutzungsmöglichkeiten" 470 - 790 MHz oder 1785 - 1805 MHz und 1452 - 1479,5 MHz sind ebenfalls nicht mal so eben zu nutzen, da sie einzelzuteilungspflichtig - und damit kostenpflichtig - sind und ein wenig Investitionsvolumen erfordern.

    Und genau an dieser Stelle kommt bei mir die Frage auf, wer diesen Satz

    Zitat

    Insofern geht das Bundeswirtschaftsministerium davon aus, dass es im Zuge der Umstellung der Funknutzung auf alternative Frequenzbereiche nicht zu unzumutbaren wirtschaftlichen und betrieblichen Nachteilen der Funknutzer kommen wird und die zukünftigen Frequenzbedarfe vollständig befriedigt werden können.

    im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte verfassen konnte... oder zumindest meint, er wäre dies...

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • simonstpauli
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    • 6. April 2009 um 10:57
    • #66
    Zitat von "skyworker"

    Morgen Gemeinde - der neue Serienbrief sagt nicht nur nichts aus, er bestätigt auch noch die Tatsache, dass bestehende Technik in Kürze Edelschrott sein wird. Nachdem auch die Länder Unterstützung für den Plan signalisiert haben, wird sich nichts mehr ändern lassen. Mit Rücksicht auf ein paar nette Kollegen aus dem Tal der Ahnungslosen spare ich mir jetzt die drastische Formulierung, warum ich ab demnächst keine Strecken mehr vermieten kann...

    Wer genauer nachliest: es gibt auch jetzt - daher Allgemeinzuteilung - keinerlei Garantie oder Schutz, sobald die Umwidmung vollzogen ist wird das Senden auf diesen Kanälen noch mal mehr zum Glücksspiel - und damit in einem professionellen Rahmen nicht mehr einsetzbar. Die "im Fokus stehenden Mitnutzungsmöglichkeiten" 470 - 790 MHz oder 1785 - 1805 MHz und 1452 - 1479,5 MHz sind ebenfalls nicht mal so eben zu nutzen, da sie einzelzuteilungspflichtig - und damit kostenpflichtig - sind und ein wenig Investitionsvolumen erfordern.

    Und genau an dieser Stelle kommt bei mir die Frage auf, wer diesen Satz

    im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte verfassen konnte... oder zumindest meint, er wäre dies...

    SKY


    mMn ist es recht einfach zu übersetzen: Unsere Interessen tangieren die Politik eher peripher. Es wird neue Frequenzen, neue technische Lösungen geben, wir waren sowieso nur Sekundärnutzer usw.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • skyworker
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    • 6. April 2009 um 11:07
    • #67

    Ich hab nix anderes behauptet ;O) In sofern stellt das Ganze auch tatsächlich einen Beitrag zum Konjunkturpaket dar - wer seinen Kunden drahtlose Systeme anbieten muss, wird neu investieren, der Rest zieht nach. Ob er das wirtschaftlich begründen kann oder nicht. Auf diesem Prinzip basiert ein ganzer Wirtschaftszweig...

    SKY

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  • schallereignissortierer
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    • 6. April 2009 um 11:10
    • #68
    Zitat

    Insofern geht das Bundeswirtschaftsministerium davon aus, dass es ... nicht zu unzumutbaren wirtschaftlichen ... Nachteilen der Funknutzer kommen wird


    Das würde mich schon interessieren, ab welcher Größenordnung das BW von "unzumutbaren" Nachteilen sprechen würde.

    16 3000er oder 5000er SH Funkstrecken oder vergleichbare Shure liegen für so einige schon weit über dem, was man noch so als "zumutbar" bezeichnen könnte.

    Was für ein Ministerium, das nur noch im Milliarden €€ Bereich denkt, leider völlig unvorstellbar ist.

    Machen Sie das hauptberuflich oder verdient die Frau dazu?

  • tonzwerg
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    • 6. April 2009 um 22:18
    • #69

    "Nachdem auch die Länder Unterstützung für den Plan signalisiert haben, wird sich nichts mehr ändern lassen. "
    das ist echt lustig - weil:
    die lizenzen für die frequenzen kassiert der bund, die länder gucken dann blöd aus der wäsche. theater, konferenzzentren, und auch die rundfunkanstalten sind ländersache (!). d.h. die länder müssen zahlen für neue funkanlagen während der bund kassiert. ob man sich das wirklich gut überlegt hat? aber wir sind aj inzwischen dank abwrackprämie bestens erfahren in vernichtung von volkswirtschaftlichen werten - fahrtüchtige autos einfach so auf den schrott zu schmeißen, nur weil da jemand mit 2500 eur winkt, die dann der südkoreanischen oder japanischen automobilindustrie zugute kommen während man hierzulande hunderttausende arbeitslose beim zusammenbruch von opel durchaus einkalkuliert...
    immerhin kann ich mir die "halbentschlossene" entrüstung bei den herstellern der drahtlossysteme auch nur dahingehend erklären, dass die eben 5 jahre schlechte geschäfte mit funk einkalkulieren, um dann einmal flächendeckend die republik und das europäische ausland neu mit drahtlosstrecken einzudecken. fragt sich, wer da gute lobbyarbeit geleistet hat, die mobilfunkbetreiber oder die mikrofonhersteller.
    zum thema breitband-internet: wer weiß schon, auf welcher technologie das basieren wird, wenns mal soweit ist. wimax ist ja wohl schon raus aus dem rennen, scheint sich keiner für zu interessieren - ähnlich wie mit dvb-h. auch ein vollflop. ich denke, man kalkuliert da in regierungskreisen auf ähnliche milliardenerlöse wie bei der versteigerung der umts lizenzen. das wird sich aber in dieser form nicht wiederholen. möglicherweise stehen wir also 2015 ohne frequenzen da, und kein anderer will sie tatsächlich haben. dan wird halt "illegal" weitergefunkt. merkt ja eh keiner. so ne drahtlosstrecke kommt ja auch kaum aus nem gebäude raus, insofern also als "störquelle" durchaus zu vernachlässigen.
    ich heg und pfleg einfach meine alten beyer funkstrecken, die spielen super, dann sehn wir einfach mal, was kommt.

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    -- Douglas Adams

  • Volker Holtmeyer
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    • 6. April 2009 um 23:57
    • #70
    Zitat von "tonzwerg"

    zum thema breitband-internet: wer weiß schon, auf welcher technologie das basieren wird, wenns mal soweit ist.


    LTE (Long Term Evolution)

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • skyworker
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    • 7. April 2009 um 09:41
    • #71

    Müsste das nicht evaluation heißen?

    SKY

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  • marcoboy
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    • 7. April 2009 um 19:56
    • #72

    Nunja so weit von einer Lösung sind die Hersteller nicht. Wisycom macht es vor für Sender und Empfänger mit großen Schaltbandbreiten. Gute Unterdrückung von Intermodulation etc. bei Schaltbandbreiten von bis zu 350 MHZ wird sich dann auch eine Mitnutzung realisieren lassen. Das heißt wenn diese Regierung mal in der Lage wäre möglichst bald eine Mitnutzung oder die Zuweisung neuer Bänder zu schaffen. Wäre eine übergangslösung kein Problem.

  • wora
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    • 7. April 2009 um 20:23
    • #73

    ah ja, und bei Wisycom gibt es auch meine heissgeliebten Schoeps-kapseln ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Schrumpeln
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    • 14. April 2009 um 12:34
    • #74

    Vielleicht gibt es doch noch eine Chance!
    Die Unternehmen haben anscheinend auch gesehen, dass der Profit fragwürdig ist, den sie mit dem dratlosen Internet erzielen können.

    Hier eine Meldung von Heise zum Thema!
    http://www.heise.de/newsticker/Vor…/meldung/136125

    Einen Nachgeschmack hinterlässt nur der Satzt: "Hauptgrund für den bundesweit verhaltenen Ausbau sei, dass neue Funktechniken verzögert verfügbar seien."

  • simonstpauli
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    • 14. April 2009 um 13:19
    • #75
    Zitat von "Schrumpeln"

    Vielleicht gibt es doch noch eine Chance!
    Die Unternehmen haben anscheinend auch gesehen, dass der Profit fragwürdig ist, den sie mit dem dratlosen Internet erzielen können.

    Hier eine Meldung von Heise zum Thema!
    http://www.heise.de/newsticker/Vor…/meldung/136125

    Einen Nachgeschmack hinterlässt nur der Satz: "Hauptgrund für den bundesweit verhaltenen Ausbau sei, dass neue Funktechniken verzögert verfügbar seien."


    Also ich weiß nicht.

    Wenn keine klaren Verträge geschlossen werden wird es auf den Normalfall hinauslaufen:

    Die Frequenzen werden versteigert, eine Internet-Versorgung der ländlichen Gebiete ist nicht lukrativ, weil die Bandbreiten im Vergleich zu anderen Technologien (DSL, Kabel etc.) viel zu gering sind und die Kosten zu hoch. Dann werden die Frequenzen für lukrativere Datendienste wie z.B. sms (was für ein Cashback, für 160 Zeichen mehr als einen Eurocent zu erzielen...) genutzt.

    Der Bund hat auch nach dem WiMax-Desaster keine ernstzunehmenden Sanktionen verhängt oder Forderungen gestellt.
    Von dieser Seite erwarte ich keine ernstzunehmende Hilfe.

    Die Länder scheinen sich dem Druck von Bund und EU (es gibt auf dieser Ebene ja auch gültige internationale Verträge, die die "Digitale Dividende" betreffen) zu beugen, obwohl es sie viel Geld kosten dürfte, die Kultureinrichtungen wie z.B. Theater in Zukunft auf den neuen Stand der Funktechnik zu bringen. Wahrscheinlich läuft es auf einen EU/Bund - Länder - Finanzausgleich hinaus. Die privaten Frequenznutzer werden dabei wohl auf der Strecke bleiben, egal wie viele Briefe an MdBs geschickt werden.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • Schrumpeln
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    • 14. April 2009 um 13:28
    • #76

    Für SMS müssten auch erst einmal die Sendegeräte sprich Handys auf diese Frequenz umgestellt werden. Das wird nicht für einen einzelnen Markt passieren, noch dazu verbrauchen SMS ja nahezu NULL Bandbreite. Was sind schon 160 Zeichen - irgendwas um die 20 Byte.

    Solange die Frequenzen nicht aktiv für das Wireless Internet genutzt werden können ja vielleicht die Funkmikrophone als Zweitnutzer (wie ja jetzt auch schon) dieses frequenzband weiter nutzen. Ob das dann mit Einzelzuteilungen, oder mit einer Allgemeinzuteilung geschiet ist ja erst mal egal.
    Kulturbetriebe wären so auf jedenfall entlastet, weil ja meistens orstfest. Schwieriger ist es bei mobilen Funkeinrichtungen. Aber Kirchen, Theater und Veranstaltungsräume hätten noch eine Chance ihre alten Funken weiter zu benutzen. Und der Markt würde für Gebrauchtgeräte nicht ganz zusammenbrechen.

  • tonzwerg
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    • 14. April 2009 um 13:30
    • #77

    das ist dann halt wirklich die frage, was sich auf diesem band dann überhaupt an diensten tummeln wird? aber hauptsache, erstmal die funkmikros plattgemacht und dann geschaut, was man mit den frequenzen macht. das nenn ich mal vorausschauendes handeln unserer politiker.
    mann kann gar nicht soviel saufen, wie man eigentlich müßte!

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    -- Douglas Adams

  • Mister.Lange
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    • 14. April 2009 um 20:35
    • #78

    Ich weis gar nicht, ob wir die richtige Vorstellung davon haben, wie diese Dienste auf dem Lande aufgenommen werden. Durch Zufall war ich gestern auf der Homepage einer kleinen Gemeinde im Oderbruch. Dort sieht das dann wie folgt aus:

    http://www.amt-golzow.de/news/index.php?rubrik=1&news=60188&typ=1

    Und wer weis wie das in den ganzen anderen tausenden Gemeinden so läuft...

  • simonstpauli
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    • 14. April 2009 um 21:17
    • #79

    Um es ganz klar zu sagen:

    Breitbandversorgung in unterversorgten Gebieten ist eine gute Sache.

    Die Erfahrung mit WiMax zeigt jedoch, daß eine Versorgung per Funknetz nicht ganz frei von (technischen und monetären) Problemen ist.

    Fakt ist, eine Zusage der Netzbetreiber, eben diese Breitbandversorgung in unterversorgten Gebieten mit den damals ersteigerten Frequenzen aufzubauen ganz einfach nicht eingehalten wurde.

    http://www.wimaxtalk.de/wimaxforum/wim…r-upd-t334.html

    Meines Wissens tendiert die tatsächliche Versorgung eher gegen 0% als gegen 15%.

    Jetzt wird eine neue Sau durch das Dorf (im wahrsten Sinne) getrieben, die diesmal "Digitale Dividende" heißt.

    Am Ende gibt es wahrscheinlich immer noch kein Breitband auf dem Dorf, dafür die Spuren der Säue.

    Noch ein Link aus einem Forum, in dem man über solche Dinge Bescheid weiß. Aus leidvoller Erfahrung...

    http://www.kein-dsl.de/forum/showthre…5932#post105932

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  • elektrikus
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    • 14. April 2009 um 22:35
    • #80

    simonstpauli schrieb:

    Zitat

    Fakt ist, eine Zusage der Netzbetreiber, eben diese Breitbandversorgung in unterversorgten Gebieten mit den damals ersteigerten Frequenzen aufzubauen ganz einfach nicht eingehalten wurde.

    Das ist doch eine Milchmädchenrechnung: Der Aufwand, der für die Erschließung ländlicher Gebiete betrieben werden muß, steht in keinem Verhältnis zu den dadurch erzielbaren Umsätzen bzw. Gewinnen. Auf dem Symposium der Prolight & Sound wurde dies durch den Vertreter der Telekommunikationsbranche auch klar bestätigt.
    Wer glaubt, daß die Branchenriesen großflächig die ländlichen Gebiete mit Breitbandinternet versorgen wird, der glaubt noch an den Weihnachtsmann. Sowas läuft doch wie immer: ein paar Pilotprojekte, um sich auf die Schultern klopfen zu können und die Gemüter zu beruhigen, und dann wieder einen gnadenlosen Kampf um das große Geld zu führen.
    Mal ehrlich: Die Telekommunikationsbranche will die UHF-Frequenzen, um mit möglichst geringem Aufwand in Ballungsgebieten maximalen Gewinn zu erzielen. Die Versorgung von ländlichen Gebieten ist ein Köder, eine Beruhigungspille oder wie man das auch immer bezeichnen mag.

    Gruß
    Elektrikus

    Wer amtliche Signaturen nachmacht oder verfälscht,
    oder nachgemachte oder verfälschte amtliche Signaturen in den Umlauf bringt
    wird mit Ohringer nicht unter 2 Jobs pro Woche bestraft.

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