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Kompressoren/Gates/Effekte

  • tonerfoner
  • 12. Oktober 2004 um 12:41
  • tonerfoner
    Beiträge
    8
    • 12. Oktober 2004 um 12:41
    • #1

    Hi Leute,

    wann setzt iht Kompressoren und Gates ein?für welche Instrumente? Welche einstellungen? auch hinsichtlich von Attck und Relase-Zeiten?

    Mit was für professionellen Geräten arbeiten ihr?

    Danke für zahlreiche Antorten

  • Loloverde
    Profi
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    2.058
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    5
    • 12. Oktober 2004 um 13:58
    • #2

    Howdy

    Ich habe das ARX 6-Gate, welches ich eigentlich nur beim Schlagzeug verwende (BD, Snare, Toms). An diesem Gate ist die Attack fest eingestellt, die Release habe ich bei normaler Rock-Musik bei ca .5sec. Kann mir aber vorstellen das bei härterer Musik ein kürzerer Relaese besser kommt, konnte es aber bisher nicht testen.

    Ansonsten wird es bei anderen Instrumenten nur zur Schadensbegrenzung (rauschende Line-Outputs) verwendet.

    Gruß
    Rainer

    http://www.thewhitelodge.de

  • andi.h
    Beiträge
    617
    • 12. Oktober 2004 um 14:12
    • #3

    Wie immer kann man hier keine allgemeingültigen Aussagen treffen. Der versierte Anwender entscheidet über den Einsatz von Dynamikprozessoren immer je nach Notwendigkeit in der jeweiligen Beschallungssituation. Trotzdem kann ich ja mal ein paar "typische" Anwendungen skizzieren:

    Kompressoren verringern Signalspitzen, dadurch kann der Durchschnittspegel angehoben werden. Das komprimierte Signal setzt sich im Gesamtbild dadurch besser durch.
    Komprimiert werden sehr häufig die Gesangsstimmen, der Bass und akustische Gitarren. Oft sieht man Kompressoren auch bei der Bass-Drum, an den Toms, bei Bläsern oder an der Snare von unerfahrenen Punk-Drummern ;)

    Ein Noisegate dient eigentlich zur Rauschunterdrückung. Diese Anwendung hat allerdings in live-Situationen weniger Bedeutung (außer z.B. beim Einsatz von stark rauschenden Retro-Keyboards).
    Es lässt sich jedoch nicht nur Rauschen unterdrücken, sondern auch Übersprechen zwischen vielen Schallquellen auf wenig Platz in den Griff bekommen, womit wir schon zur Hauptanwendung kommen:
    Bei Live-Konzerten findet man Gates fast ausschließlich an den Trommeln des Schlagzeugs. Dort dienen sie auch oft zur Klangformung, um den Nachhall von Toms zu beschneiden oder um die Bassdrum druckvoller wirken zu lassen. (Meiner Meinung nach eignet sich dafür allerdings besser ein SPL Transient Designer, da dieser pegelunabhängig arbeitet)

    Typische Standard-Marken für Dynamikprozessoren (Auszug):
    BSS
    dbx (ab 166 aufwärts)
    Drawmer
    SPL
    Altair
    ...

    Nützliche Hinweise zum einstellen der Parameter findest du am besten in den jeweiligen Bedienungsanleitungen der Geräte! Am wichtigsten ist aber natürlich auch hier Übung und Erfahrung...

  • gacond
    Beiträge
    325
    • 12. Oktober 2004 um 15:32
    • #4

    Es gibt fast soviele Philosophien beim einsetzen von Dynamics wie Tontechniker...

    Ein paar Ansätze:
    (Vielleicht ein bischen überspitzt :wink:)

    "weniger ist mehr"
    Ich versuche es soweit ohne Dynamics hinzukriegen und wenn ichs nicht in den Griff kriege, beschimpfe ich den Sänger.

    "Technik ist geil"
    Alles wird eingesetzt. Kompressoren die nicht ansprechen haben einen zu hohen Treshold. Gates sind zum Gaten da und wenns zuwenig trommeln hat, gate ich noch die Stimme.

    "Erfahrung ist alles"
    Ich kenne die Band eh auswendig. Dieser Sänger braucht Treshold auf -6db, Attack so, blablabla... Während dem Soundcheck wird eingepegelt und dann geh' ich Kaffee trinken.

    Jetzt musst du den Weg finden, der für dich am besten passt. Hoffentlich ist es keines dieser obigen Extrembeispiele. Nimm dir bei dem Soundcheck Zeit (wenn du welche hast) und probier mit den Dingern rum. Sie können dir, richtig eingesetzt, die Arbeit um einiges erleichtern.

    Gruss Silvan

  • logi
    Beiträge
    862
    • 12. Oktober 2004 um 16:52
    • #5

    Schau dir einfach mal die Instrumente an, je mehr Dynamik eins produziert je schwieriger ist es diese im Livemix gut unterzubringen und ein harmonisches Ganzes daraus zu formen. Ein Bass z.B. sollte mit einem Kompressor ein wenig bearbeitet werden damit leises Spiel sich genauso durchsetzt wie lautes, der Kompressor hebt also leise (unter einer einstellbaren Schwelle) Signale auf einen best. Wert an, zu laute werden (auch einstellbar) abgesenkt.

    Wichtig wäre noch für dich wie wir Lautheit überhaupt wahrnehmen als solche, ein Buch wäre hier empfehlenswert.

    Ich stehe übrigens auf möglichst wenig Dynamikeffekte, ist ja schließlich Live.

    Gruß Frank

  • Seven
    Profi
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    311
    Beiträge
    4.372
    • 12. Oktober 2004 um 18:56
    • #6

    Ich persönlich mag zb Acoustic Gitarren und Bass gerne komprimiert. Allerdings hab ich Lead Vocals recht ungern komprimiert. Die sollte meiner Meinung nach immer über dem Rest stehen, auch bei leiseren Passagen. Wenn ich natürlich ein Dynamikwunder am Mikro habe, der dies eher unbeabsichtigt tut, dann bin ich über jeden Comp froh. Drums hab ich, wenns geht, auch lieber komplett ungegated. Gab aber auch schon Gigs da wäre ich ohne Gate ziemlich am A.... geleckt gewesen.

    Also schön wenn ein Rack voll Dynamics dabei ist, aber einsetzen nur wenns wirklich nötig ist. Das ist da so meine Philosophie, die aber keinen Anspruch auch Gültigkeit erhebt.

  • henrik hammer
    Beiträge
    14
    • 12. Oktober 2004 um 21:08
    • #7

    Da du in diesem Bereich Anfänger bist, würde ich dir gerne folgendes empfehlen (habe das am Anfang genauso gemacht):
    Für die verschiedenen Signalquellen erst mal die "empfohlenen" Herstellerangaben zusammenfassen in einer Übersicht, wenn du dann auf dem Live Job vorm Pult stehst, deinen line check gemacht hast, die eqs soweit passen etc. dann lass die Band einfach mal zwei drei songs spielen (dann bekommen die mucker in der zeit schon mal ein gefühl fürs monitoring etc. und üben haben die meisten ja sowieso schwer nötig :D schnapp dir dann deinen Kopfhörer und "spiel" ein bischen mit den Kompressoren und Gates im Bereich der Herstellereinstellungsempfehlung (kannst du ja schon vor dem Gig im Lager einstellen).
    So habe ich nach und nach ein gutes Gefühl dafür entwickelt, und das brauchst du auch um den soundcheck schnell über die Bühne zu bekommen (v.a. bei Festivals ist das Tempo teilweise schon überlebenswichtig)
    Nach der Einstellung, Kopfhörer ab und schauen wie es durch die PA rüberkommt. Hab teilweise aus Zeitmangel schon beim soundcheck nur eingepegelt und eqs bearbeitet und während den ersten beiden Songs zu Beginn der Veranstaltung das side rack eingestellt, ich weiss das sollte man lieber ordentlich machen, aber WIR HABEN DOCH KEINE ZEIT 8)
    Anschließend notfalls nochmal einzelne Instumente (v.a. die drums bzw. der Alptraum jedes Tonings.) alleine checken.

    Gehe übrigens als Grundvoraussetzung davon aus, dass die Dynamics amtlich sind und wirklich das rauskommt was am Poti steht (also nicht wie bei Be.....er :wink:
    Bevor jetzt wieder die große Kritik ausbricht...es gibt natürlich auch andere Methoden, die für den Anfang genauso gut sind.

    Grüße an alle!

    HH

  • Wulfson
    Verifiziert
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    1
    • 13. Oktober 2004 um 21:03
    • #8

    ihr habts nicht anders gewollt..also hier mein senf:für rnr
    nimm dir das drumset vor- fang mit der bd an und pegel ohne efx ordentlich ein. klingt es wummrig-dreh an den eq´s. wenn es besser wird ok, wenn nicht, nimm ein gate. kurzes attack und je wummriger umso kürzeres release. wenn die bd zu schlecht ist, mit nem kurzen hall die fülle zurück geben. anhören..ist der drummer ungeübt-->comp, bis es RELATIV gleichmäßig klingt (wirst du bei schülercombos etc nie hinbekommen-nicht verweifeln)
    dann snare: einpegeln ohne efx..anhören..evt leicht komprimieren. wenn du für ein gleichmäßiges spiel stark komprimieren mußt--entweder wirklich guten comp oder den drummer verjagen
    hängetoms: nur gate, ohne comps-für gute toms (auch gut gestimmt) wirst du nicht viel machen müssen. bei miesen teilen wie bd und mit hall "veredeln".
    standtom: da gibts mit matsch die meißten sorgen..behandeln wie bd-bei ca 300hz gut wegnehmen (-6db und mehr)und stück für stück nachregeln-den rest machen die ohren
    hihat: je mehr comp auf der snare, umso weniger hihat aufdrehen...ansonsten versuch bei 2-3 khz was wegzunehmen, tiefere frequ raus und bei gescheitem mic und pa bei ca 12khz was rein (kommt aber auf die hihat an--> kein hardcore krachblech)
    oh´s-> ohne alles..nur tiefe frequ rausnehmen, schön im panorama verteilen und leicht mit gutem hall hinterlegen. das darf aber auf keinem fall auffallen! nur so viel, das es gut räumlich klingt

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