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PA einmessen?

  • ILJA
  • 18. November 2004 um 19:13
  • ILJA
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    • 18. November 2004 um 19:13
    • #1

    Hi,
    ich hoffe der thread ist im richtigen Unterforum plaziert....
    Hier im Forum wird oft davon geredet, dass PAs eingemessen werden müssen. Da ich davon noch nicht wirklich Informationen gefunden habe, hab ich dazu mal einige Fragen:

    1.) Wozu ist das gut?
    2.) Was will man damit erreichen?
    3.) Was brauche ich für Zusätzliches Material?
    4.) Wie läuft das genau ab?

    mfg ILJA

  • 8ight
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    471
    • 18. November 2004 um 19:36
    • #2

    suchfunktion verwenden: einpfeiffen / einmessen

    Zum Verkauf

  • TomyN
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    • 18. November 2004 um 20:13
    • #3
    Zitat von "ILJA"

    Hi,
    ich hoffe der thread ist im richtigen Unterforum plaziert....
    Hier im Forum wird oft davon geredet, dass PAs eingemessen werden müssen. mfg ILJA

    Hi, also zum ersten muss man das nicht, aber ich empfinde es oft als sehr hilfreich, gerade wenn es um zeitliche Aspekte geht (z.B. Einstellen der Delayzeit einer Delayline).

    Im Prinzip misst man den Übertragunsfrequnenzgang, und versucht ihn dann mit Hilfe eines Eqs zu korriegieren.

    Um es sinnvoll zu machen, braucht man einen Rechner mit der entsprechenden Software z.B. SATlive 8) , MLSSA, Smaart, Affenwald (Monkey Forrest) o.ä, eine Möglichkeit das Audiosignal in den Rechner zu kriegen (Soundkarte), evtl. einen Mikropreamp und eine Messmikrofon.

    Ich hab mal ein pdf über ne Einmessung gemacht, dass kann man downloaden:

    http://www.take-sat.de/mls.pdf. Die Screens sind nicht mehr ganz aktuell, aber im Prinzip ist es Info ganz gut, denk ich mal.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
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  • ILJA
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    • 19. November 2004 um 20:31
    • #4

    hi,
    danke erstmal für deine antwort!
    also das material hab ich schon: Mm1 micro, tascam us122 vorverstärker...
    aber eine frage hab ich noch, wenn ich den letztendlichen frequenzgang sozusamgen auf LINEAR einstelle, nehme ich dann nicht der PA ihre eigene typische charakteristig. weil ansonsten müsste ja ne highend PA nach dem einmessen genauso klingen wie ein günstigeres produkt!?!
    mfg ILJA

  • wora
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    • 19. November 2004 um 22:47
    • #5

    nun, wenn klang alleine ein kriterium des frequenzganges wäre... ja.

    aber da kommen ja noch viel mehr faktoren zusammen und jedes produkt bekommt so seinen eigenen klang-charakter.

    letztendlich ist es auch eine frage der vorgehensweise des einzelnen technikers, ob er die anlage einmisst oder nicht.

    und oft ist es einfach auch eine zeitfrage, denn diese reicht nicht immer zum einmessen...


    was man damit erreichen will ist das die anlage von sich aus relativ wenig verfälscht und man den "sound" der einzelnen instrumente dann am mischpult einfacher kreieren kann.

    und was man noch damit erreichen kann ist das es an möglichst vielen plätzen annhähernd gleich klingt.
    das ist mit "anlage nach ohr einstellen" so genau nicht möglich, aber es erfordert auch viel erfahrung und wissen im umgang mit der messtechnik.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • vsvo82
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    • 19. November 2004 um 23:27
    • #6

    Hallo Wora....
    Du hast sehr recht. Sound ist eigentlich immer sehr subjektiv und vom Können des TT abhängig.
    Wenn der weiß, was der Künstler und der Veranstalter wollen, muß er sich eigentlich " nur " noch um eine adäquate Umsetzung im Sinne beider
    " Chefs" in Verbinding mit dem Machbaren kümmern 8)
    Und dann, wenns geht, die Anlage mit möglichst vielen Freiheitsgraden aufstellen und einstellen.
    Und genau da versagen viele Audio Menschen, weil die o.a Punkte nicht berücksichtigt werden und die TT`s selber audiotechnisch unzureichend arbeiten/ zu wenig Ahnung oder Erfahrung haben.
    Gruß
    Jörg
    PS: Halb OT, aber doch IMHO sehr themenrelevant.

    Stage-Aid Newsletter hier:http://www.kirsch-veranstaltungstechnik.de/index_newsletter.php... Wer hat Lust, als Autor mitzumachen?

  • guessi
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    • 20. November 2004 um 03:12
    • #7

    irgendwo in den tiefen dieses forums steckt eine liste, welche damals m.E. der admin schrieb, die aber in jedem fall zu beachten ist:

    1. die signalquellen (also bspw. die musiker mit ihren instrumenten)
    2. die raumakustik
    3. der tonmensch
    4. die PA-Anlage dimensionieren und richtig aufstellen
    ... ganz zum schluß per EQ "einmessen" (oder im idealfall auch nicht)

    wenn du also bei der optimierung einer beschallungssituation bei letztens. angekommen bist, bzw. die anderen punkte nicht optimiert werden können, solltest du zu allererst deinen ohren trauen, ein passendes gesamtklangbild zu schaffen. dabei zu hilfe nehmen kann man dann bspw. analyzer / mess-systeme / ..., die die entscheidungsfindung beeinflussen oder fehlersuche beschleunigen können.

    u.a. bei http://www.siasoft.com (smaart-anbieter) gibt es auch anleitungen, die ein paar grundlagen erläutern.

  • TomyN
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    • 21. November 2004 um 12:56
    • #8

    Hi,

    also wenn du dich ein wenig praktisch mit der Einmessung beschäftigst, dann wirst du feststellen, dass es praktisch unmöglich ist, den Frequenzgang wirklich flach zu bekommen (ausgenommen vielleicht direkt vor der Box mit viel Glättung). Und wenn doch, dann ändert sich das Resultat schon, wenn du das Mikro um 20 cm verschiebst. Der Grund dafür ist, dass du nicht nur den Lautsprecher, sondern die Gesamtheit von Raum und Lautsprecher misst.
    Zum anderen stellt sich noch die Frage, wann man einen Frequenzgang als 'flach' bezeichnen kann.
    Meint man 'technisch' flach, d.h. bei jeder Frequenz kommt in der Summe gleich viel Energie am Messmikro an (so misst ein RTA), oder definiert man einen gewissen Zeitbereich, der für die Schallwahrnehmung wichtig ist, und will in diesem Bereich ein möglichst flachen Frequenzverlauf?
    Da gibt es sehr viel zu lernen und zu probieren, am besten man spielt viel rum. Z. B. vergleicht man mal zwei Messungen, bei denen man das Messmirkro nur mal 15 cm verschiebt, oder stellt einfach mal ne zweiter Box dazu und schließt sie parallel an.

    Zwischen Lautsprechern gibt es viele Unterschiede, z.B. wie gut ist der Abstrahlbereich definiert, wie groß ist der Klangunterschied innerhalb dieses Bereichs, bleibt die Box bei höheren Lautstärken klar und transparent?

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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  • Hörnli
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    • 22. November 2004 um 23:18
    • #9

    Moin,

    ich mache das ganz simpel:

    Messmikro in die Beurteilungszone, ins Pult, koppeln lassen, der Rest ist bekannt... .
    Eine große Anlage ( 6 Laufzeiten ) in einem der 10 großen Kongresshäuser in D ist von mir so eingestellt worden. Mein Ergebnis wurde dem zum Vergleich aufgerufenen Preset vorgezogen.

    Das Preset war von einem renomierten Vertrieb, des noch renomierteren Herstellers der Controllerendstufen und Lautsprecher, erstellt worden. Der aufgefahrene Meßplatz hatte den Wert meines Jahreseinkommens. Der Preset war grauslig schlecht, bei Konservenmusik bassfrei, grundtonüberladen und dumpf, Bei Sprachmikrofonie unberechenbar. Nur den Direktschall beurteilen und noch dazu die Abstrahlcharakteristik der eigenen Lautsprecher nicht kennen... . :roll:

    Bei Livemusik im Club nehme ich die SM58s, da wo Sie immer stehen, auf der Bühne.

    Auch wenn zwischen der Schallquelle und dem Zuhörer jede Menge Technik verbaut ist, hören wir mit den Ohren !

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • TomyN
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    • 22. November 2004 um 23:28
    • #10

    :?: Ääh du kannst Delayzeiten durch Feedback einstellen? Genial..

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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  • treibsand
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    • 23. November 2004 um 00:11
    • #11

    ...na immerhin haben einige begriffen, daß man mit nochsoviel einmessen nicht einen (brauchbaren) TT ersetzen kann. (Anwesende höherqualifizierte mal ausgenommen 8) ).
    Dennoch macht weder eine Gute PA noch ein Guter Techie einen guten Sound, vielmehr muss zu BEIDEM auch eine gewisse "Massenkompatibilität" des Gehöres gehören...
    will sagen: ein nochsoguter Soundmann der "anders" hört als ich wird von mir subjektiv als mies empfunden.
    Die Anlage inbegriffen - und das AUGE hört mit... :D

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Hörnli
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    • 23. November 2004 um 06:33
    • #12

    Moin,

    :lol: nein, aus Rückkopplungen beziehe ich meine Delayzeiten natürlich nicht. Ich höre den Ortungssprung sehr gut und nehme mir viel Zeit das genau auszufrickeln. Mit den Ohren. Haas war das glaube ich mit den 40 Millisekunden, das darf man nicht mißbrauchen. Jede Millisekunde zu viel ist verlorene Performance. Wenn der Delay- LS sichtmäßig nicht zu weit außerhalb des Bühnenportals ist, darf man den bei mir schon mal orten können.

    @ TomyN:

    Die Grobeinstellung ist natürlich deutlich schneller gemessen: LaserDistometer (nichts geht schneller!), Schallplatte in der Endrille/ Oszi, oder eben ein Meßlaptop. Das mit dem Computerkram dauert bei mir noch, gibts da auch was für Linux ?
    Ich habe sicher nichts gegen zeitgemäße Technik, die würde auch mir vor Ort viel Zeit sparen, ich weiß ja was ich will. Werkzeug allein macht aber halt aus niemandem einen Handwerker.

    Was ich mit den Ohren nicht kann, ist den Amplitudenfreqenzgang mit Konserve einstellen, weder linear noch Wunschfrequenzgang. Nach dem Aufstehen mit ungeeichten Ohren oder nach einer Autofahrt, ich kann das nicht, darum lasse ich es. Ich nutze aber immer Musik um die Leistungsgrenzen des Systems zu erforschen. Wann clipt welcher Amp, wann kotzt mir welcher Lautsprecher ins Ohr. Das mache ich immer, bei Livemusik, auch wenn keine Zeit ist. Gut klingt eine Anlage nur dann wenn man diese weit unter der Grenze aller Komponenten betreibt. Ein überlasteter 2" zerstört 4 Oktaven, das ist die Hälfte der Informationsübertragungsbandbreite ! Allermindestens mache ich einen Rundgang, auch wenn die Leute immer Fragen " stimmt was nicht ". 8)

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • guessi
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    • 29. November 2004 um 00:55
    • #13

    OT: gibts da auch was für linux?
    http://www.baudline.com

    (noch ausbaufähig)

  • Sound-Klinik
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    • 1. Dezember 2004 um 11:10
    • #14

    ... ich behaupte mal, daß man eine PA ohne geeignetes Meßequipment UND entsprechendem Know-How NIE optimal eingestellt bekommt.

    Einstellungen per Gehör unterliegen dem persönlichen Geschmack des "Einstellenden", seiner Tagesform und gesundheitlichen Gesamtverfassung.

    Das Hörempfinden ist sehr subjektiv und schwankt bei ein und derselben Person - auch mit geschultem Gehör - im Laufe eines Tages nicht unerheblich.

    Wer andererseits einfach (irgend-) ein Meßmikro "irgendwo" in den Raum stellt und dann loslegt (z.B. das "beliebtew" Einrauschen ... vergeßt sowas besser ...), kann u.U. auch völligen "Flachsinn" einstellen.

    Klangbestimmend ist wesentlich der Direktschall (erste Wellenfront), denn: ein exzellentes Musikinstrument (z.B. Konzertgitarre für EUR 10.000,- etc.) klingt "in sich" in jedem Raum gleich (... der Raum "gibt" dann nur etwas "dazu" ...). Ein hochwertiges Instrument klingt auch auf dem Sch...haus immer noch viel besser als eine Wanderklampfe in einem Konzertsaal (... wg. Direktschall !!!).

    Raumeinflüsse werden "beim Einmessen" eher bei tiefen Frequenzen (z.B. Raummoden ...) - und zwar leicht - auskorrigiert.
    Das beste "Einmessen" ist allerdings immer noch die sinnvolle Plazierung und Ausrichtung der LS-Systeme.

    Viele Grüsse

  • TomyN
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    • 1. Dezember 2004 um 11:40
    • #15

    Ich gebe SK da völlig recht. Leider muss man in praxi öfters Kompromisse machen, da einfach Zeit, Raum und Material meist eine optimale Aufstellung nicht zulassen.
    Ich denke, die Messtechnik ist, richtig angewand, ein sehr gutes Hilfsmittel, um das gegebene System abzustimmen.
    Ich würde aber davor warnen, das Einmessen als 'alleinseligmachend' zu bezeichnen.

    Tomy

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  • Sound-Klinik
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    • 1. Dezember 2004 um 17:12
    • #16
    Zitat von "TomyN"

    Ich würde aber davor warnen, das Einmessen als 'alleinseligmachend' zu bezeichnen.

    ... am besten sind LS-Systeme, die sowas möglichst gar nicht erst "nötig" haben ... :D

  • vsvo82
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    • 1. Dezember 2004 um 17:30
    • #17

    .....und zusätzlich Signalquellen ( Musiker), die sowas garnicht erst nötig machen
    Jörg

    Stage-Aid Newsletter hier:http://www.kirsch-veranstaltungstechnik.de/index_newsletter.php... Wer hat Lust, als Autor mitzumachen?

  • Seven
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    • 1. Dezember 2004 um 17:50
    • #18

    [kleinlichkeitsmodusAN]
    aber die pa messe ich doch ein, bevor die musiker kommen
    [kleinlichkeitsmodusAUS]
    :wink:
    gruß
    Jan

  • Sound-Klinik
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    • 1. Dezember 2004 um 19:41
    • #19
    Zitat von "Seven"

    ... aber die pa messe ich doch ein, bevor die musiker kommen

    ... ist bestimmt auch besser so - sonst bekommt man am Ende von den Muckern noch tiefschürfende Einstelltips ... :D

  • Sound-Klinik
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    • 1. Dezember 2004 um 19:43
    • #20
    Zitat von "vsvo82"

    .....und zusätzlich Signalquellen ( Musiker), die sowas garnicht erst nötig machen
    Jörg

    ... wie z.B. eine empfehlenswerte Oldieband: http://www.bettersound.de/crispy4 ... :wink:

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