Hallo,
bin auf der Suche nach einem hochwertigen Gerät zur Bearbeitung ( Kompression / Limiting ) von Summensignalen.
Hat wer Erfahrung mit dafür geeigneten Geräten und kann mir entsprechende Geräte empfehlen?
Danke
Hallo,
bin auf der Suche nach einem hochwertigen Gerät zur Bearbeitung ( Kompression / Limiting ) von Summensignalen.
Hat wer Erfahrung mit dafür geeigneten Geräten und kann mir entsprechende Geräte empfehlen?
Danke
Moin,
Studio oder Live?
Gruß
Hi
ich hab nen TC Finaliser (ohne 96k) in der Vocal-Subgruppe. Bedienung find ich für die Vielzahl an Parametern gut gemacht. Abeitet absolut "unauffällig" im positiven Sinn. In der Summe hab ich ihn aber noch nie probiert.
Auch ne Empfehlung wert (laut nem Studio-Kollegen) ist der DBX Quantum (2). Hab ich aber keine eigenen Erfahrungen.
Viele Grüße Claus
Zitat von "Hörnli"Moin,
Studio oder Live?
Gruß
Hauptsächlich Liveanwendung, Studio eher selten.
Wo und wie würdest Du bei den Geräten unterscheiden?
Moin,
Im Studio strebt man eine musikalische Verdichtung des Programms an. Live geht es (mir) eher darum Übelklang durch überlastete Lautsprecher zu vermeiden. In beiden Fällen sollte man vorher eine Kompression der der Kanäle (Gesang) vornehmen. sonst werden andere Instrumente bei zB. lauten Gesangspassagen verdrängt. Ich benutze in der Summe einen DBX Peakstop- Limiter, bei mir integriert im Equalizer DBX 2231. Allerdings arbeitet dieser Limiter bei meiner Arbeitsweise nur, wenn ich geschlampt (schlechte Vorarbeit in den Kanälen) habe oder wenn auf der Bühne Unvorhersehbares passiert. Keinesfalls nehme ich damit eine Summenkompression im Studiosinne vor. Das finde ich Live nicht sinnvoll. In den Kanälen benutze ich alte Behringer. Wobei ich Kompressoren von DBX empfehlen würde, habe gute Erfahrungen damit, sehr brauchbare Anzeigen, gute Bedienbarkeit. Klanglich genügt mir Behringer.
Gruß
Was spricht gegen eine musikalische Verdichtung des Programms bei Liveanwendungen?
Es geht mir hier auch weniger um die Lautsprecher sondern um den reinen Mix bzw Submixe.
Beim von Dir genannten dbx Gerät fehlt mir eigentlich der Zugriff auf alle relevanten Parameter.- aber es handelt sich dabei ja auch eher um einen EQ als um einen Comp. / Limiter.
Benutzt jemand Studiogeräte bei Liveanwendungen?
Hi
Ich würde sagen, dass wir alle Studiogeräte bei Liveanwendungen verwenden. Ich seh da auch keinen großen Unterschied. Ich hab bisher jedenfalls sehr gute Erfahrungen mit (Mehrband-) Kompression in der Gruppe gemacht. Muss allerdings Hörnli Recht geben: Es ersetzt nicht den Kompressor im Kanalinsert.
Die Anlage zu schützen ist Aufgabe des Controllers und wenn ich immer bei jedem Peak ( Live-Dynamik ) Angst um die Anlage haben muss, brauch ich halt beim nächsten mal mehr Holz.
Zitat von "fowser"Hi
Ich würde sagen, dass wir alle Studiogeräte bei Liveanwendungen verwenden. Ich seh da auch keinen großen Unterschied. Ich hab bisher jedenfalls sehr gute Erfahrungen mit (Mehrband-) Kompression in der Gruppe gemacht. Muss allerdings Hörnli Recht geben: Es ersetzt nicht den Kompressor im Kanalinsert.
Ist mir grundsätzlich klar, meinte jetzt auch eher Geräte die nicht unbedingt zu den üblichen Verdächtigen im Livebereich sind ( dbx, BSS, Drawmer etc. ) wie zum Beispiel:
Waves L2
Alan Smart C2
Urei 1178
Neve 33609
Die Anwendung die mir vorschwebt ist auch nicht unbedingt im Mainout, sondern eher in Audiogruppen zur Bearbeitung von dort zusammengefassten Summen.
Zitat von "abc"Was spricht gegen eine musikalische Verdichtung des Programms bei Liveanwendungen?
Dass es sich dann nach Radio/CD-Einheitsbrei anhört. Dort geht das nicht viel anders, weil
a) die Anlagen bei den Peaks sonst böse überfordert wären
b) die lauten Stellen zu laut und die leisen zu leise wären. (Deswegen eignen sich die meisten klassischen Aufnahmen nicht zu Autofahren)
Live sollte man dem Publikum das ersparen.
Ok, nichts gegen maßvollen Einsatz von Kompressoren, aber dann alles noch in einen +/- 5 dB-Bereich quetschen muss wirklich nicht sein.
Naja, mit einem hochwertigen Multibandkompressor in der Summe kann man den Sound schon schöner und transparenter machen.
Allerdings: nicht übertreiben und man sollte wissen was man tut.
Ich hätte auch gerne einen, aber die die mir gefallen kann ich mir nicht leisten:-)
"Live sollte man dem Publikum das ersparen. "
Genau mein reden! Dynamik ist doch ist beste Waffe, um gegen die platt komprimierte CD Konserve anstinken zu können. Klar, Gesang, Bass und eventuell ein wenig die Drums, dass komprimiert man im Kanal oder in der Subgruppe - aber mit dem Finalizer o.ä. an der Summe werkeln? Das würde ich nur im Notfall machen, wenn die PA zu klein für den Job ist und die Dynamik daher nicht wiedergegeben werden kann.
Ansonsten hab ich Live keinen Bock auf "Scooter" Sound, vor allem bei einer Band, die mit Dynamik umzugehen weiß. Da ist ein "Plattmacher" schon fast eine Bevormundung der Musiker. Meine Meinung.
Grüsse
WW
Zitat von "Wurst Werner""
...vor allem bei einer Band, die mit Dynamik umzugehen weiß. Da ist ein "Plattmacher" schon fast eine Bevormundung der Musiker. Meine Meinung.Grüsse
WW
auch wenn die band nicht mit dynaik umzugehen weiß...dann lernen die herren es wenigstens. :wink: und bisher hat sich über derlei tipps noch keiner beschwert
Zitat von "Wurst Werner""Live sollte man dem Publikum das ersparen. "
Genau mein reden! Dynamik ist doch ist beste Waffe, um gegen die platt komprimierte CD Konserve anstinken zu können. Klar, Gesang, Bass und eventuell ein wenig die Drums, dass komprimiert man im Kanal oder in der Subgruppe - aber mit dem Finalizer o.ä. an der Summe werkeln? Das würde ich nur im Notfall machen, wenn die PA zu klein für den Job ist und die Dynamik daher nicht wiedergegeben werden kann.
Ansonsten hab ich Live keinen Bock auf "Scooter" Sound, vor allem bei einer Band, die mit Dynamik umzugehen weiß. Da ist ein "Plattmacher" schon fast eine Bevormundung der Musiker. Meine Meinung.
Grüsse
WW
Nun, auch wenn es nicht den Geschmack einiger hier zu treffen scheint - aber genau darum geht es bei der Produktion.
Ziel soll halt sein ein möglichst kompaktes Klangbild zu erzielen, quasi ähnlich einer gut gemasterten Studioproduktion.
Das ist auch keine Frage der verwendeten Systeme - die sind schon ausreichend dimensioniert.
Vielleicht kann mir ja trotzdem jemand Tipps zur Anwendung und zu spezifischen Geräten geben!?
Danke und Gruß in die Runde
abc
Zitat von "Wulfson"auch wenn die band nicht mit dynaik umzugehen weiß...dann lernen die herren es wenigstens. :wink: und bisher hat sich über derlei tipps noch keiner beschwert
Hallo Wulson,
danke für deinen Rat aber er geht leider zu 100% an meinem Problem vorbei.
Gruß
abc
Hallo ABC:
"Radiosound" geht ganz gut mit TC Finalizer, mach ich auch so. Der analoge Klassiker für sowas heisst Aphex Dominator, macht das auch nicht schlecht.
C2 ist nix anderes als ein SSL Mixbus-Comp, und der Name ist Programm: eher was für Gruppen als für Summe...
1176/1178 steh ich ja total drauf, aber für die Summe? Stell ich mir viel zu "pumpig" vor, da zu sensibel in punkto LF.
Wenn der L2 das macht, was der L1 bzw. der RCL macht, dann möchte ich den sehr gerne mal in der Summe haben... (obwohl er ein Einband-Brickwall-Limiter ist!). Ansonsten wohl eher Multiband, also siehe die ersten beiden genannten Geräte.
Gruß vom Toff
Moin,
das bedeutet Du willst Radio machen. Dann in jeden Kanal einen Kompressor mit separatem Peakstop und Eq im Sidechain und wenn es Dir nach einigem experimentieren immer noch nicht platt genug ist einen Multiband im Master. Das war sehr ungenau, vielleicht fragst Du besser Studiojungs in entsprechenden Foren.
Ich habe Live mit Kompressoren experimentiert, auch Multiband im Master, bis ich mich beim Zuhören gelangweilt habe. Ich war nicht unglücklich mit dem Ergebnis, hätte ich problemlos und ohne Scham im Radio spielen können. Aber Live ist die letzte Bastion dynamischer Mixes gegen Langeweile und Ohrenkrebs, live braucht man nicht dafür sorgen, daß nur die Werbung hervorsticht, Live ist Werbung, das muß ins Ohr
springen
!! Seither mach ichs wieder sehr sparsam, Gesang, Bass. Monitor ohne über Splitkanal. Und besagte Peakstops gegen Überraschungen. ( Die Anlagen können heutzutage mehr als unsere Ohren vertragen )
Gruß
Focusrite Mixmaster !!
Ist rein analog, kann aber mit Digitalout nachgerüstet werden.
Habe ich selbst manchmal live dabei, macht einen sehr " edlen "
Sound, im vergleich zum Finalizer deutlich feiner und wärmer,
macht halt nicht ganz so laut und brüllig.
Einfach mal antesten !
Ach ja, für diejenigen, die das Teil nicht kennen:
Dreibandcompressor, EQ mit shiftbarem Lo und Hi, ein voll-
parametrisches Mittenband, Basisbreitenregelung, Peakstop
bei " Digital-Vollaussteuerung ", Gate.
Gruss
Ollo
Dezente Summenkompression nutze ich i.d.R. nur bei Symphonischen Blasorchestern in lauter Umgebung (Zelt), damit die Pianissimo-Passagen nicht im allgemeinen Lärm untergehen. Viele Kapellmeister realisieren leider nicht, daß in solchem Umfeld nicht mit der letzten Feindynamik Orchesterseitig gearbeitet werden kann...
Bin live ein großer Fan von Kompressoren aber nicht im Master ( ausser sehr seltenen Spezialanwendungen). Dort sollte die Limitierung im Systemcontroller die einzige Dynamikbremse sein.
Allerdings bin ich ein großer Freund von bestimmten Instrumentengruppen zugeordneten Summenkompressoren. z.B. Verdichten von Bläsersätzen.
Gerade bei der Subgruppenbearbeitung hat sich im Lauf der Jahre meine Einstellung zu Kompressoren ziemlich geändert: Ich mag heute diese typische "Indusriejob 10 x DPR 402/404 in einem Schrank Nummer" nicht mehr. Ich bin statt dessen hier eher für Vielfalt, da gerade Kompressoren sehr unterschiedlich klingen und einen echten klangästhetischen Faktor darstellen. Die Nachbildung all der unterschiedlichen Kompressorsounds auf digitaler Ebene lässt übrigens noch sehr zu wünschen übrig.
Ich bearbeite übrigens z.B. Gesangsgruppen gerne mit Röhrenkompression, Gitarren mit Mehrbandkompression wie DPR 901, Keyboardgruppen mit dbx 1066 u.s.w. Als Allrounder würde ich übrigens den 1066 allemal dem 402 vorziehen.
Hab fast immer meinen RED 3 (der altbekannte analoge Focusrite - für diejenigen, die ihn nicht mehr kennen) in der Summe drinnen und könnte es mir zumindest bei POP/Rock nicht mehr anders vorstellen.
Das Teil hört man einfach nicht arbeiten, doch wenn man den bypass drückt, fällt der Sound plötzlich auseinander. Er rückt einfach alles nochmals ein Stück zusammen und gibt Klarheit und Druck ohne dabei auch nur irgendwie aufdringlich zu werden.