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Class D am stromaggregat

  • garnier
  • 17. August 2005 um 17:01
  • garnier
    Beiträge
    21
    • 17. August 2005 um 17:01
    • #1

    Bei Open-Air Veranstaltungen läuft meie PA(4*600w subs+4HK LP15) oft am stromagregat, der die leisung einschränkt

    2lösungen:
    - class D (mehr wirkungsgrad)
    - neuer stromagregat (mehr benzin, mehr lärm)

    Hat jemand erfahrung wie sich class D Endstufen am Stromaggregat verhalten:
    -bei stomschwankungen
    -ist der stromverbrauch regelmässig oder impulse
    -gehen die nicht schneller kaputt als herkömmliche endstufen am stromaggregat
    -spricht sonst was dagegen?
    mfg

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 17. August 2005 um 17:37
    • #2


    Hat jemand erfahrung wie sich class D Endstufen am Stromaggregat verhalten:
    -bei stomschwankungen
    Schaltnetzteile haben vorn eine Gleichrichtung und verarbeiten das Netz über Hochleistungsferritübertrager die von starken FETs bei hoher Frequenz getrieben werden. Diese Baugruppe hat sehr hohen Wirkungsgrad und geringes Gewicht. Im Gegensatz zu normalen Trafos kommt es bei Unterschreiten der Mindestbetriebsspannung die für das Gerät angegeben ist zum Abbruch durch protect. Diese liegt aber meist erheblich unter 200V~ so daß da gut Luft ist. Überspannung mögen diese Geräte NICHT da es den meisten Herstellern zu kostspielig ist die Frontstufen darauf auszulegen. Das gilt auch als häufigste Ausfallursache bei Veranstaltungen, Überspannung durch Bauerndrehstrom und Ausfall der N.

    -ist der stromverbrauch regelmässig oder impulse

    Alle größeren Endverstärker haben im Namen des Miniaturisierungswahns keinen ausreichend groß dimensionierten Elkopark mehr und sind auf starke stabile Stromzuführung angewiesen. Um diese sicherzustellen sollte dein Generator einiges mehr anbieten können als das Gerät als Dauerstrom verlangt (ich meine hier nicht RMS). Die Schaltnetzteile ziehen genau wie Trafos auch, bei jedem kräftigen Bass ganz erheblich mehr Strom als bei Ruhe, der Maximalstrom der dann läuft zuzüglich einer großzügigen Zugabe ergibt somit die Mindestgröße deines Generators sofern da nicht auchnoch Licht angetrieben wird, welches ja nochmehr braucht als nur die Musik. Somit --> Impulse.

    -gehen die nicht schneller kaputt als herkömmliche endstufen am stromaggregat

    Nein. Allerdings gibts zahllose Geräte die aus Kostengründen keine aufwendigen Selbstschutzmaßnahmen haben. Da gibt sowohl Trafos als auch SNT, und "häufiger" kann man so von keiner der beiden Bauarten sagen.

    -spricht sonst was dagegen?

    Nein das ist gängige Praxis.
    Der Generator soll wie schon gesagt eine ordentliche sicherheit haben, also mehr leisten, und eine ordentliche Verteilung inklusive Fi.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Holger
    Profi
    Beiträge
    589
    • 17. August 2005 um 18:35
    • #3

    Wenn du bei deinen Veranstaltungen schon merkst,
    das dein Aggi die Leistung merklich beschränkt,
    würde ich äußerst Vorsichtig sein, da einen anderen
    und auch größeren Amp daran zu betreiben.
    Ich vermute mal das dein Aggi nicht Spannungsgeregelt ist,
    also je nach Drehzahl deine Spannung auch mal so 250V
    erreicht, und das können wirklich nicht viele Endstufen ab.
    Wenns wirklich nicht anders geht, hängen wir immer
    einen Verbraucher (1KW Par) mit dazu, damit die Last
    nie gegen Null geht, das hält in den meisten Fällen
    die Spannung ein bischen stabiler.
    Unsere PSE´s wollen solche Aggis z.B. überhaupt nicht :evil:

    Also wenns denn wirklich sein muß, dann würde ich ein größeres
    Aggregat besorgen, lauter muß das auch nicht sein und der Spritverbrauch
    muß auch nicht unbedingt steigen. Die Anschaffungskosten bleiben aber.

    Gruß Holger

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 17. August 2005 um 18:41
    • #4

    Was passiert bei den PSE's denn?
    Hab auch einige baugleiche Stufen (wenns die sm serie ist), bin aber von klein Agregaten bis jetzt zum Glück verschont geblieben.

  • test
    Profi
    Reaktionen
    984
    Beiträge
    10.206
    Marktplatz Einträge
    4
    • 17. August 2005 um 19:44
    • #5

    außerdem was heißt hier laut? ich hatte letztens mit einem 4kw aggi zu tun. das war so laut wie ein schnurrendes kätzchen, bildhaft gesprochen. :D

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
    Trussing, Line Arrays

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 17. August 2005 um 19:45
    • #6

    Das reicht ja auch nur für den Fön von der Begleitung:D

    ein gesundes Aggi hat 65dB bei Vollast. (mit Schalldämmhaube)

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • DSH-Audio
    Beiträge
    1.176
    • 18. August 2005 um 08:39
    • #7

    Ich hatte letzte Woche ein Aggi mit 21KVA, das war kaum hörbar.

    Allerdings hab ich die Erfahrung gemacht, das konventionelle Endstufen am Aggi besser laufen. Schaltnetzteile ziehen einfach mehr Spitzen-Strom.

    Daher hab ich die VA nicht mit PSE SM und Crest pro200 sondern mit den alten Crown VZ.

    Gruss Dirk

  • garnier
    Beiträge
    21
    • 18. August 2005 um 16:55
    • #8

    danke für die ausführliche antwort.
    Also ich werde mal nachmessen vieviel der aggi denn bei volllast schwankt(ist nicht spannungsgeregelt), mir den dauerstromverbrauch meiner endstufen ansehen, und dann endscheiden, aber eigentlich muss sowieso fruher oder spähter ein neueu aggi her.

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 18. August 2005 um 18:04
    • #9

    Jemand hat mal eine goldene Regel für die Aggregat-Auswahl aufgestellt:
    Alles, was man noch alleine tragen kann, taugt nichts.

    Grössere Aggis machen nicht mehr Lärm als kleine. Jedenfalls nicht, wenn die Haube zu ist :)

    Das Aggregat muss nicht auf den Durchschnittsstrom, sondern auf die Spitzenlast ausgelegt werden.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • showdepot
    Reaktionen
    8
    Beiträge
    713
    • 19. August 2005 um 02:56
    • #10

    Pfuii... Aggregate habe mir schon oft den letzten Nerv geraubt und leider auch einige Tausend Euronen an Material.
    Dabei ging auch schon Material an GE Aggis verloren, und an Baumarkt Aggis lief es wunderbar.

    Die Welt ist schon wunderlich.

    Überspannungen ist nicht so sehr ein Problem.
    Eher Unterspannung und der Bereich unter 50Hz mögen einige Amps nicht so gern.
    Bei Amps mit Ring rauchen die Speaker schön säuberlich ab, wenn die Müllstrom bekommen.
    Für den Amp ist das jedoch nicht weiter tragisch.

    Wie groß ein Aggi nun min. sein sollte, hängt auch sehr von Aggi selbst ab.
    Größere haben weniger Probleme mit Impulslast, als kleine mit wenig Schwungmasse.
    Auch spielt die Verteilung eine große Rolle und was alles drauf sitzt, außer Ton etc.

    Wat mutt, dat mutt

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