Wie mixe ich ein Schlagzeug am besten?
Ich mein nicht erst wenn der Schlagzeuger
da ist sondern so ne grobe voreinstellung
die in etwa hinkommt.
Schlagzeug mixen
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Anonymous -
30. Dezember 2002 um 15:30
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Snare musss laut sein! Voll in die Fresse :wink:
(Rock'n'Roll)Der Rest nach Belieben...
Ich persönlich stehe auch auf fette Tom'sDie BD mit ein wenig Kick (Brillianz rein)!
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Hallo !
Hmm, um es einfach zu sagen: Das dürfte sehr schwierig werden. Denn jeder Schlagzeuger spielt anders, das heißt, schon am Gain fängt´s an zu hacken.
Zusätzlich klingt auch noch jedes Set anders.
Es gibt zwar EQ-Kurven, die als Ausgangsbasis dienen können, aber ne komplette Voreinstellung kriegt man damit nicht hin.Gruß
MarkusP.S. Überhaupt schonmal ein Schlagzeug gemixt ? Erfahrung gesammelt ?
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Dieses Thema wurde auch schon besprochen, bitte mal die Suche anwerfern und vielleicht einzeln nach BD, Snare etc. suchen. Da haben schon einige aus dem Nähkästchen geplaudert. Es gibt so viele Faktoren (Spielstil, Set, Mikro...), daß man da mit allgemeinen Tipps nur sehr vage weiterkommt.
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Am weitesten kommt ma mit einem gestimmten Schlagzeug, neuen Fellen und jemandem, der das Ding spielen kann. Aus Sch..... G... können wir alle nur begrenzt.
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Um etwas zu helfen möchte ich mal folgendes in den Raum stellen:
(Ich weiß, das man nicht nach Kochrezept vorgehen kann, aber wenn mich einer der noch nie Auto gefahren ist fragt wie man Abbiegt, dann liege ich, wenn ich ihm sage er solle es mal im 2. Gang und mit einer Lenkradumdrehung in die gewünschte Richtung versuchen ja erstmal nicht total daneben :wink:(Ist auch nur mein Geschmack und für einen "normalen" Sound gedacht und nichts ganz ausgefallenes)
Voraussetzung ist das das Kit gestimmt ist, und die PA schon von sich aus mal tut.
Bassdrum
(Micro nah ans Schlagfell, auf den Punkt wo der Schlegel (Beater) kommt, gerne Resonanzfell weglassen :wink:
Zuerst in dem Bereich von etwa 200/400Hz miteelprächtig bis einigermaßen heftig was rausziehen um den Booooom zu eliminieren.
Dann bei 3-4Khz den Attack zugebn (je nach geschmack nicht zu zimperlich)
Bei den Höhen je nachdem wie krass der Klick sein soll auch nochmal etwas bis ganz schön gut zugeben.
Im Bass nur wenig 2-3dB bis gar nicht bei so 60/80Hz anheben.Snare
(Mikro, gerne SM57, von oben ganz flach (fast schon waagrecht) Richtung Mitte des Fells zeigen lassen)
Bei der Snare mag ich den 100Hz Cut gedrückt
und bei 4kHz den Anschlag etwas angehoben damits richtig knallt. Manche mögen bei 120Hz eine kleine Anhebung, mir klingt das dann für eine Snare zu dick.Bei den Toms
Hier mag ich auch 100Hz cut, bei der Standtom kommst drauf an wie die tut.
Die Booom Frequenz suchen (meist in einem fast ähnlichen Bereich wie bei der Bassdrum nur je nach Tomgröße etwas höher oben)
Dazu die untere Mitten ordentlich Anheben und mit dem Frequenzpoti mal ordentlich durchstimmen. Da wos am allerübelsten klingt stehen lassen und dann statt anheben so weit rausziehen bis es erträglich ist.
Den Anschlag bei um die 4K anzuheben ist auch hier keine schlechte Idee.High Hat
Falls extra abgenommen (und nicht nur übers Snaremicro mit)
Kondenser Micro auf die Stelle zeigen lassen, wo er Draufschlägt und möglichst von der Snare und dem ganzen Rest weg (ich weiß ist leicht gesagt)
100Hz Cut und dann im Bass- und Grundtonbereich alles raus (für meinen Geschmack)
In den Mitten etwas stehen lassen, man muss den Holzanschlag der Sticks schon noch als solchen hören und nicht nur Höhen wie sie aus einem Hifi-Hochtöner herauskommen, aber auch nicht zu mittig. Mit dem Höhenregler sparsam umgehen, evtl. etwas "Glanz" aufsetzen. (Ja blöder Ausdruck)Bei den Overheads
ähnlich der Snare verfahren nur würde ich da die Mitten noch mehr herausziehen da mir sonst das ganze Kit zuviel über die Overheads reinkommt.Die Highhat und Overheads vom Gain her 6dB weniger aussteuern als den Rest, weil bei diesen Signalen die typischen Aussteuerungsanzeigen zu träge eingestellt sind und so "bescheissen"
(stereo Sachen auf 2 Einzelkanälen generell mit 6dB weniger aussteuern, damit sie zusammengenommen ebenso laut sind wie ein Einzelkanal der den Fader genausoweit offen hat)Komprimieren mag ich am Schlagzeug gar nichts, weil das für meinem Geschmack das "Livemäßige" und die Dynamik wegnimmt. (dafür mögen mich jetzt hier einige steinigen, aber ich mag das halt so)
Gates mag ich nur auf der Bassdrum und den Toms, auf der Snare (meiner, und ich glaube nicht nur meiner Meinung nach das wichtigste Teil am ganzen Set) nicht, weil dann wenn derSchlagzeuge schön dynamisch spielt (wer macht das schon mögen jetzt vielleicht welche einwenden), die leisen Sachen zu leicht weggegated werden.
Das ist jetzt keine allgemein gültige Anleitung, oder das allein seligmachende, sondern nur ein Vorschlag, wies mir gefällt und das sollte für einigermaßen "normale Rockmusik" von AC/DC bis Punk/Hardcore zumindest ein gangbarer Weg sein.
Also nochmal:
Man muß das nicht so machen, aber es funktioniert so zumindest für mich (und für ein paar andere auch, glaube ich)
und vielleich hilft es dir ja. -
Das wichtigste:
1) Ein gut gestimmtes Set
2) Ein Drummer der auch spielen kann (so anschlägt das es eben KLINGT)Mit den Mic Positionen kannst du experimentieren, bzw musst es einfach manchmal tun. Ausrichtung in Richtung des Anschlagpunktes mag ich nicht, da mehr der Sound zu sehr den Kick betont und du kaum Kessel hast und das Ding einfach net rund klingt. Ausrichtung "recht" nahe am Schlagfell und Richtung Kesselrand finde ich oft besser. In letzter Zeit habe ich das Mikro nur wenig in der Bassdrum drin (wenn nicht sowieso Grenzfläche) und richte es von dort aus Richtung Anschlagspunkt. So klingen gut gestimmte Bassdrums auch ohne Gate sehr ausgewogen. Wenn die Bassdrum allerdings schlecht gestimmt ist, dann hast du ein Gewummer, dann hilft dir zwar ein Gate recht gut, aber zuerst würde ich bissi am Mikro rumspielen, bzw die Ursachen bekämpfen und dem Drummer mal zeigen wie so was gestimmt wird....
gruß
Seven -
Leider Gottes sind die gut gestimmten Kits irgendwie in der Minderzahl...:sad:
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Was ich eigentlich auch noch loswerden wollte:
Für meinen Geschmack sollte die Snare schon das lauteste Ding sein und nicht die Bassdrum. -
Und vor allem sollte man alle die Dinge, von denen hier gesprochen wurde, auch hören. dann geht das wie von selbst.
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noch zwei Anmerkungen:
nicht jedes BD Mikro ist in jeder Position gut. Ich z.B. setzte mein Beta 52 meistens in etwa beim Resonanzfell ein.insbesondere bei zu kleinen PAs muß man oft die Snare um den Gesang 'rumbauen, damit der Sänger auch noch eine Chance hat
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danke für die hinweise, für einen, der damit nicht so viel am hut hat, war das sehr verständlich!
lg und guten rutsch in neue Jahr, alex
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Keine Ursache, gern geschehen!
Wenn es dadurch wieder ein paar Veranstaltungen mehr gibt wo ich mich vom Sound nicht mit Grausen abwenden muß schreib ich mir gerne die Finger wund mit meinem 2-Finger-Adler-Suchsystem :wink:Einen guten Rutsch und viele Grüsse!
Fux -
hallo fux,
... 2-Finger-Adler-Suchsystem...kommt mir verdammt bekannt vor...
gute "bedienungsanleitung" da oben -
Sowas (nur halt nich ganz so flapsig geschrieben) sollte eigentlich bei jedem Pult auf dem Beipackzettel draufstehen.
und nicht: "Wir beglückwünschen Sie zum Kauf unseres supertollen Produkts mit dem sie den allerletzten Stand der Technik erworben haben. Sie müssen nix versthen, allein unser hyper innovatives 0815-Produkt macht alles gut!" -
Zitat
Fux schrieb am 2002-12-31 15:32 :
Sowas (nur halt nich ganz so flapsig geschrieben) sollte eigentlich bei jedem Pult auf dem Beipackzettel draufstehen.Hey, bei meinem kleinen Spirit SX20 ist sogar ne Anleitung dabei. :grin: Zwar etwas grober als du es hier beschrieben hast, aber zumindest werden die Grundlagen erklärt, sowohl im Live als auch im Recordingbereich.
Danke übrigens auch von mir an deine Erklärungen :smile:
Edit: Nur wäre vielleicht ne deutsche Version davon nicht übel, weil mit dem techn. Englisch kommt auch nicht jeder sofort klar.
<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Marcel am 2002-12-31 16:04 ]</font>
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Wenn du mir sagst wo's hakt, spiel ich gernenochmal den Übersetzter, aber ich hab mich eh schon bemüht und gehofft das wäre klar.
Aber frag nur, macht nix! -
moin.
eigentlich is da nix wirklich unverstaendlich (auch nich in sachen englisch). nur sind halt die einzelnen funktionen mit ihren englischen namen betitelt (ich schreib auch lieber "100hz cut" statt "100 hz hochpassfilter" - mal abgesehen davon, dass ich im englischen weiss, welcher filter welcher is, im deutschen aber leider nich :smile: ).
diese namen sollte eigentlich jeder mal lernen, wenn er mit dem kram zutun hat. (haut mich bidde fuer meine meinung).und jetz rutscht gut.
henrik -
heißt du nur so, oder kennst du dich da wirklich aus :wink:
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Fux: Ich hab damit keine Probleme. Kann zwar nicht besonders gut Englisch, aber hab mir vorher schon bisserl was an Grundwissen angelesen hier und in anderen Foren, Büchern etc. :wink: Das Soundcraftheftchen ist zudem auch noch ziemlich einfach gefasst find ich.
Nur wenn dann mal ein etwas weniger Vorgebildeter da reinschaut muss er erst nachhaken um das zu kapieren was da steht. Und das mein ich, da könnte Soundcraft das doch recht nützliche Heftchen auch mal in einer deutschen Version rausbringen :smile:Frohes Neues Jahr übrigens noch.
CU Marcel
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