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Semi-Parametrische Mitten Einstellungen

  • whynotpa
  • 24. Dezember 2005 um 09:11
  • whynotpa
    Beiträge
    7
    • 24. Dezember 2005 um 09:11
    • #1

    Moin,
    ich besitze ein Yamaha GA 24/12 Mixer und komme mit der Einstellung der parametrischen Mitten nicht klar. Der Frequenzbereich ist einstellbar von 80 Hz- 1,6 KHz und 400 Hz - 8 Khz. Am Mischpult sind nur die genannten Eckfrequenzen beschriftet. Da ich davon ausgehe, dass die Potis den Frequenzbereich nicht linear, sondern logarithmisch regeln, habe ich absolut keine Ahnung wie ich die zu stimmenden Frequenzen ermitteln bzw. einstellen kann. Kann mir da jemand weiterhelfen.

    Danke.

    Gruß
    Andreas

  • steffl
    Beiträge
    23
    • 24. Dezember 2005 um 10:13
    • #2

    Hi,

    da bei einigen Pulten die Beschriftung oftmals nichts mit der Realität zu tun hat würde ich Dir vorschlagen deine Ohren zu benutzen.
    Abgesehen davon macht es keinen Sinn sich an irgendwelche "Kochrezepte" zu halten, da jeder Raum, jedes Instrument, jeder Musiker und jede Situation anders ist.

    frohe weihnachten

    Steffl

  • dasich
    Profi
    Beiträge
    960
    • 24. Dezember 2005 um 10:46
    • #3

    Steffl hat recht.
    mir ist es völlig egal wo ich rausziehe, es soll ja klingen und nicht schön aussehen.
    Wie du selber sagst die Potis geben die Eckfrequenzen an, damit du ungefähr weißt an welchem du drehen sollst und dann heißt es hören.
    Ich finde es z.B. bei digitalen param. EQ´s oft schwieriger was einzustellen, da ich mich von der genauen graphischen Anzeige leicht verunsichern lasse, frei nach dem Motto: das sieht aber seltsam aus.
    Aber wie gesagt, wenn deine Ohren sagen das stimmt, dann gut.

    Es grüßt der Stephan

  • karel noon
    Verifiziert
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    1
    • 24. Dezember 2005 um 13:23
    • #4

    So sehe ich das auch, eine "meiner" bands hat auch das GA, und jetzt wo du es sagst, hast du recht da ist wirklich nur die unterste und oberste frequenz angegeben.
    macht also wirklich nicht viel aus, es gibt je den eq on/off schalter, zum vergleichen und wenn das EQte material besser klingt als das original steht der poti an der richtigen stelle :D

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • tomstull
    Beiträge
    129
    • 25. Dezember 2005 um 20:32
    • #5

    ich glaube sowieso, dass man gar nicht hinschauen sollte und sich davon täuschen lassen sollte was man eingestellt hat sondern nur nach gehör drehen.

    dh vertraut auf euer gehör und nicht auf die position des potis, dann mischt man auch viel bewusster!

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 25. Dezember 2005 um 20:49
    • #6
    Zitat von "WHYNOTPA"

    . Da ich davon ausgehe, dass die Potis den Frequenzbereich nicht linear, sondern logarithmisch regeln

    Es gibt 2 Sorten Potentiometer:

    logarithmische und lineare.
    In den EQs aller Konsolen sind grundsätzlich lineare Potis verbaut, Fader und Pegelregler sind logarithmisch.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • clemens
    Beiträge
    35
    • 27. Dezember 2005 um 23:26
    • #7

    Es kommt auch auf die Parametrik an.
    Ich tat mich anfangs mit 4 Band schwer.
    Aber zuerst mal zur dreiband.
    Normalerweise ist das HF und das LF band als Glockenfilter ausgelegt.
    also, je mehr ich im Plus oder im Minus tüttele, desto breiter wird das Band angehoben oder gesenkt.
    Dann gibt es da die Mitte, die meist parametrisch ausgelegt ist.
    Heißt: ich habe einen drehregler, der mir die Frequenz wählt, der andere hebt oder senkt dieselbe.
    Meist sind auch die so ausgelegt, daß am Ende der Regelmöglichkeit das Band am maximal breitesten ausgelegt ist.

    Soundcheck mache ich so:
    erst mittels Analyzer oder Test CD den Summen EQ einstellen.

    Das muß man gezeigt bekommen (behaupte ich), es ist schwer zu erklären, um was es geht.
    Ideal ist, daß rosa Rauschen gut klingt bzw. eine einigermaßen gleichmäßig (frequenzmäßig) aufgenommene CD gut klingt (Lautsprecheraufstellung mal außen vor, das ist ein anderes Thema)

    Dann stelle ich erst einmal den Gain ein (nach dem Motto: Röhr mal los, plus ein bißchen Headroom zurück regeln)
    Dann kommt der Grundsound in den Höhen und Tiefen.
    Die Mitte ist eigentlich das, wo was passiert.
    Bei dreiband EQ suche ich mir die Frequenz, indem ich Level mittelmäßig Gas gebe und dann meine Lieblingsfrequenz suche. Also: wo klingt das Instrument hauptsächlich bzw. was macht den Klang des Instrumentes aus.

    Dann stelle ich das Mittenband in der Lautstärke so ein, daß der Grundsound des Instrumentes rüberkommt, aber nicht "nervt"

    Bei vier Bändern bzw. vollparametrischen Mitten (is ja auch gelogen, es gibt EQ's, bei denen man den Q Faktor frei einstellen kann bzw. wenigstens zwischen verschiedenen Modis wählen kann) suche ich mir eine "super kling" Frequenz, die ich dann pushe
    und eine "super nerv Frequenz" die ich absenke.

    Problematisch wird das Ganze beim Soundcheck einer großen Band.
    Mich bat ein TI mal, ob ich den Bass besser hinbekomme.
    Theoretisch hätte ich andere Frequenzen abgesenkt und gepusht, als ich es live tat.
    Wenn Keyboard Layer Sounds ausspuckt (ganz breite Wabersounds) und die BD kicken soll, dann muß man für den Bass halt Frequenzen suchen, in denen er rüber kommt. Ich habe dann eher im LM Bereich Gas gegeben und LF gedämmt, da hier die BD lag und habe etwas Brillianz in der Höhe gegeben und mit dem zweiten Mid Filter Resonanzfrequenzen rausgedreht.
    Schon hat man den Bass vorne.

    meiner Meinung nach lernt man viel auf drei Band Parametrik und lernt dann vier Band Parametrik zum Unterdrücken oder zum pushen einer zweiten "geilen" Frequenz schätzen.
    Am Anfang sind da sooo viele Regler und ... in einem Radio Projekt nutze ich digi vierband mit einstellbarem Q Faktor etc. .... man muß sich "reinhören", nicht reinsehen.
    Und das braucht Zeit.
    Und Ohren und Hände.
    Augen sind für was anderes ...
    Grins
    Der Clemens

    Von meinem Beitrag distanziere ich mich nachdrücklich, da er nicht meine Gedanken widerspiegelt und nicht konform mit meiner Weltanschauung ist. Ich schließe jede Haftung aus für mögliche Folgerungen, die meine Worte im Kopfe des Lesers erzeugen mögen!

  • BlackTriplet
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    11
    • 29. Dezember 2005 um 09:50
    • #8
    Zitat von "Manuela"

    [...]Fader und Pegelregler sind logarithmisch.

    kleine Anmerkung: grade bei günstigeren Pulten hat man ab und an auch lineare Fader. Sowas kann für einen Anfänger ganz schön verwirrend sein, wenn er dann umsteigt (ich sprech' da aus eigener Erfahrung :roll: )

    Es gibt immer noch etwas zu tun...

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 29. Dezember 2005 um 09:55
    • #9

    Hab ich nie gesehn oder besessen. Umbestücken auf log. wäre da ratsam.
    Im Thema gehts allerdings um EQ, und die sind IMMER lin, da dürften auch die Billigschüsseln keine Ausnahme machen.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • MarkusZ
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    • 29. Dezember 2005 um 12:20
    • #10
    Zitat von "Manuela"

    Im Thema gehts allerdings um EQ, und die sind IMMER lin, da dürften auch die Billigschüsseln keine Ausnahme machen.


    Wir wollen es mal nicht hoffen. Ein Frequenzregler mit linearer Teilung wäre weitgehendst unbrauchbar. Ich hätte auf einem Mischpult auch noch nie einen solchen gesehen und behaupte mal, dass es ihn auch nirgends gibt. Gegenbeispiel?

    Zitat von "BlackTriplet"

    kleine Anmerkung: grade bei günstigeren Pulten hat man ab und an auch lineare Fader.


    Das wäre noch viel unsinniger und existiert deshalb genausowenig. Vermutlich meinst du eine gleichmässige/ungleichmässige Skalenteilung; logarithmisch ist sie aber in jedem Falle!

    Zur Ursprungsfrage: Obschon es naheliegend ist, EQs nach Gehör und nicht nach Zahlen einzustellen, ist es oftmals doch ganz nützlich, zu wissen, bei welcher Reglerstellung welche f sitzt.

    Zitat von "WHYNOTPA"

    Der Frequenzbereich ist einstellbar von 80 Hz- 1,6 KHz und 400 Hz - 8 Khz. Am Mischpult sind nur die genannten Eckfrequenzen beschriftet.


    Bei Frequenzpotis darf man guten Glaubens annehmen, dass sie nach einem Logarithmus zur Basis 2 geteilt sind (alles andere wäre recht ungewöhnlich). Es ergeben sich dann ca. die folgenden Mittenfrequenzen:

    80 (8 Uhr)
    170 (10 Uhr)
    360 (12 Uhr)
    800 (14 Uhr)
    1,6k (16 Uhr)

    bzw.

    400 (8 Uhr)
    850 (10 Uhr)
    1,8k (12 Uhr)
    3,8k (14 Uhr)
    8k (16 Uhr)

    Markus Zehner

    http://www.zehner.ch/

  • dasich
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    • 29. Dezember 2005 um 13:27
    • #11
    Zitat von "MarkusZ"

    Das wäre noch viel unsinniger und existiert deshalb genausowenig. Vermutlich meinst du eine gleichmässige/ungleichmässige Skalenteilung; logarithmisch ist sie aber in jedem Falle!

    Motormix:


    zwar nur ne Midi Fernbedienung aber Fader sind linear

    Es grüßt der Stephan

  • MarkusZ
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    • 29. Dezember 2005 um 13:55
    • #12
    Zitat von "DasIch"

    zwar nur ne Midi Fernbedienung aber Fader sind linear


    Meinst du nicht, das Besipiel geht etwas am Thema vorbei? Bei einer MIDI-Remote hängt die Funktion des Faders doch wohl von der im "Empfänger" implementierten Skalierung der Werte ab, die theoretisch beliebig sein kann. Somit kann man auch nicht von linearen oder nicht-linearen Fadern sprechen.

    Markus Zehner

    http://www.zehner.ch/

  • Hubert Barth
    Profi
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    1.416
    • 29. Dezember 2005 um 20:44
    • #13

    Vor allem da eine Skalierung fehlt. Daß die Striche im gleichen Abstand sind sagt nichts aus.

  • Steffen
    Profi
    Beiträge
    1.817
    • 30. Dezember 2005 um 10:19
    • #14

    Um mal bitte nochmal zum Thema zurück zu kommen: Ich weiß für mich in etwa was ich machen will (Anhebung, Absenkung), stelle die dann in etwa ein und bewege dann den Frequenzregler in Abhängigkeit meiner akustisch-humanoiden Messinstrumente (gelegentlich OHREN genannt) bis es meiner Meinung nach so klingt, wie ichs gern hätte (zumindest in etwa, den rest besorgt das Finetuning auch bei Anhgebung/Absenkung).

    Wenn mich irgendwas furchtbar nervt (z.B. ne eklige Resonanz bei Toms, n Feedback bei nem Konferenzmikro etc.), dann fahr ich erstmal ne "brutale" Anhebung und dreh an der Frequenz, bis mich das Nervtötende in die F... schlägt, dann da massiv absenken.

    Und IMHO ist das die Methode, wie eigentlich die meisten arbeiten, mit den Augen gucken, wo man einstellt, bringt nix.

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