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Raum "Abdichten"

  • SaarLightandSound
  • 3. Januar 2006 um 18:51
  • SaarLightandSound
    Beiträge
    42
    • 3. Januar 2006 um 18:51
    • #1

    Hallo zusammen,
    ich stehe gerade vor einem kleinen Problem.
    Folgende Situation:

    Ein kleiner Club mit ca. 350m² bestehent aus einem Stahlbeton Mauerwerk und Decke, muss nach Auflagen der Unteren Bauaufsichtsbehörde "Schalldicht" Gemacht werden.
    Die möchten das durch die Isolierung und die wende bereits 70db geschluckt werden.
    So, was tun ?!
    Klar ist ja mal das alle Wände, Decken, Böden, Söulen in der mitte des Raums isoliert werden müssen.

    Nun habe ich ein paarFragen an euch, in der Hoffnung das ihr mir etwas helfen könnt.

    Frage 1. Die kann ich eine Traverse am besten entkoppelt aufhängen ? Was gibts denn da ?

    Frage 2. Welches MAterial eigener sich am besten zum dämmen ? Ich dachte zuersta daran einen Vorbau auf GipsKarton PLatten davorzusetzen und dahinter mit dickem Noppenschaum zu isolieren. meint ihr das reicht ?

    Frage 3. Was könnte ich als Unterkonstruktion für den Bass machen damit dieser nicht so enorm die Schwingungen überträgt. (Der Boden bekommt schon Trittdämmung)

    Frage 4. Um den Lärmpegel zu senken wurden mit "Notch Filter" empfohlen, was genau bewirken und kosten die ?


    Ich glaube ich hätte noch tausend Fragen. Aber ich das wären Dinge die mich brennen interessieren. Wenn sich jemand damit schon Erfahrung hat, so wäre ich auch sehr um ein Telefonat dankbar... Einfach PN mit mir Nummer und gewünschten Zeitpunkt an mich ?

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen und dem Ziel, einen schönen Club, trotz bescheuerter Auflage, zu schaffen.

    Vielen Dank und schöne Grüße
    Dennis

  • Online
    Wurst Werner
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    • 3. Januar 2006 um 19:20
    • #2

    Hallo Dennis,

    du musst schon die Auflagen komplett hier einstellen, damit man überhaupt eine "grob fahrlässige" Anwort geben kann. Das heißt, welche Pegel müssen wo vorherschen und wie und bei welchen Frequenzen wird gemessen?

    Nur eines vorweg: Ein schalldichter Raum ist zugleich auch luftdicht! Das heißt neben einer Top-Schalldämmung muss eine Top Be-und Entlüftung her, die wiederrum selbst entkoppelt werden muss. 350qm ist der Club groß? Das wird teuer...sehr teuer...

    Grüße
    WW

    CEO @ SoundSurface

    Consultant Pro Audio @ IAD-Pro / WharfedalePro

    Waves Soft- & Hardware Dealer

  • skyworker
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    • 3. Januar 2006 um 19:58
    • #3

    Hallo Dennis - da ich hier vor Ort ab und an in eine seit kurzen fertiggestellten "Lautraum" (ich liebe Beamtendeutsch) zu tun habe und auch die Bauphase mitbekommen habe, kann ich dir sagen, dass dir da einiges an Ungemach "ins House" steht. Insbesondere, was die Aufhängung von Traversen etc. angeht, haben die Damen und Herren von der Bauaufsicht da interessante Vorstellungen! Aber auch die "Zwangsbelüftung" ist ein echtes Problem. Solltest (und das wirst du wohl) auch die Wände isolieren müssen - mein aufrichtiges Beileid! Die dafür akustisch sinnvollen Konstruktionen "überzeugen" vor allem durch minimale, mechanische Stabilität - soll heißen, Löcher im Schallschutz sind vorprogrammiert.
    Mein Tip - wende dich an ein Ingenieurbüro, das sich auf sowas spezialisiert hat! Kostet Bordellpreise, ist aber später bei der Abnahme pflegeleichter....

    Viel Erfolg wünscht der SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • mathematiker
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    • 3. Januar 2006 um 21:04
    • #4

    Hallo,

    es stehen Dir anscheinend umfangreiche bauliche Massnahmen ins Haus. Wie gut daemmen die Waende denn bisher?
    Auch ich wuerde Dir unbedingt raten, ein spezialisiertes Ingenieursbuero zu kontaktieren. Du benoetigst ein Gesamtkonzept. So bisschen selber mit Aufhaengungen herumspielen wird mit Sicherheit nichts.
    Eine Kombination aus Gipskartonplatten und Noppenschaumstoff daemmt wahrscheinlich viel zu wenig - die Werte der Massen und der Elastizitaet sind dabei viel zu wenig auseinander. Bei Studiobauten mit Raum-in-Raum-Konzept (was sich fuer Tanzflaechen aber verbietet) denkt man eher an Kombinationen aus Stahlplatten/Bleiplatten und Gummielementen...Das kann dann bald ins Gewicht gehen und braucht statische Berechnungen. Noch dazu fuer einen Club - wenn die Leute tanzen sollen, sollen sie ja nicht die Resonanzfrequenzen der Bauten anregen...
    Es gibt hierbei schlicht so vieles, was zu beruecksichtigen waere. Daher ist umfangreiche fachliche Beratung sowohl in Akustik als auch in Statik notwedig.

    Gruss,

    Mathematiker

    Die Wurfweite der Boxen ist abhaengig vom Wurfwinkel.
    Der Einfluss des Gewichts der Boxen kann durch Muskelkraft der Hands ausreichend kompensiert werden.

  • wora
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    • 3. Januar 2006 um 21:56
    • #5

    ich schliesse mich den vorrednern uneingeschränkt an.

    da es sich hier um eine wirklich "amtliche" aufgabenstellung handelt, sollte da mit fundiertem wissen zur bauakustik herangegangen werden.

    und da kann eigentlich nur ein bauingenieur entsprechende vorberechnungen durchführen.

    alles andere wäre "try and error", was möglicherweise sogar noch höhere kosten mit sich bringt wenn dein club trotzdem keine abnahme seitens der behörde bekommt.

    eines kann ich dir schon mal versichern:
    gegen durch wände dringende tiefe frequenzen hilft nur eines wirklich sicher:
    gewicht.
    du brauchst also möglicherweise ne richtig dicke wand...

    was die angesprochenen notchfilter angeht:
    damit könnte man resonanzfrequenzen, die sich im bauwerk aufschaukeln, ein bisschen in den griff bekommen. davon darf man aber nicht ausgehen, denn das muss nicht unbedingt klappen. sowas kostet aber nicht so viel, das kann eigentlich jeder parametrische EQ...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • utzr
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    • 3. Januar 2006 um 22:43
    • #6

    Tipp:
    Einer der es kann und nicht wie oben erwähnt "Bordellpreise" nimmt:

    Peter Karsten aus Braunschweig
    http://www.akustik-analyse.de/

    Nimm doch mal mit ihm Kontakt auf.

  • Arieba
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    • 12. Februar 2007 um 17:54
    • #7

    ...oder frag einfach mich ;o)

    Ich arbeite mittlerweile bei einem hersteller für schwingungsdämpfer. wir isolieren sowohl maschinen, ganze fundamente oder auch schallschutzkabinen. das thema ist, wie meine vorredner schon beschrieben haben, nicht ganz soi einfach. einfach nen doppelten boden mit glaswolle einziehen bringt nämlich überhaupt nichts. da die sache nicht zu pauschalisieren ist, melde dich doch einfach mal bei mir zu den üblichen zeiten von 8-21 uhr unter 07152-30 91 22 (Michael Rieber), unsere produkte kann man unter http://www.bilz.ag anschauen...

    viele grüsse

    arieba

    ... und W-Bins sind doch lauter als der Rest!

  • niggles
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    • 12. Februar 2007 um 19:02
    • #8
    Zitat von "SaarLightandSound"


    Die möchten das durch die Isolierung und die wende bereits 70db geschluckt werden.

    Steht das wirklich so in der Auflage? Dann vergiß es, mach den Laden woanders auf. In einem bestehenden Gebäude eine solche Dämpfung herzustellen und gleichzeitig die üblichen Sicherheitsanforderungen (Lüftung, Notausgänge) zu gewährleisten sprengt den Rahmen der Finanzierbarkeit eines 350m²-Clubs völlig. Hör dich mal ein wenig genauer um, in der Regel stecken hinter solchen überzogenen Auflagen Anwohner mit guten Beziehungen zum OA. Den Kampf kannst du nur verlieren...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • soundworx
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    • 13. Februar 2007 um 09:50
    • #9
    Zitat von "niggles"

    Steht das wirklich so in der Auflage? Dann vergiß es, mach den Laden woanders auf. In einem bestehenden Gebäude eine solche Dämpfung herzustellen und gleichzeitig die üblichen Sicherheitsanforderungen (Lüftung, Notausgänge) zu gewährleisten sprengt den Rahmen der Finanzierbarkeit eines 350m²-Clubs völlig. Hör dich mal ein wenig genauer um, in der Regel stecken hinter solchen überzogenen Auflagen Anwohner mit guten Beziehungen zum OA. Den Kampf kannst du nur verlieren...

    Bin da vollkommen Deiner Meinung!

    Bei diesen heftigen Forderungen von 70 dB hört es sich gefährlich nach Wohngebiet an, man unterstellt Euch z.B. 105 dB und will draussen nicht mehr als 35 dB haben, was ein typischer Wert für ein Wohngebiet (nachts) wäre.

    Selbst wenn Du die Isolierung schaffst, machen Dir dann hinterher die Anwohner wegen des Lärms der an- und abfahrenden Gäste Terror.

    Ihr lauft da Gefahr, viel Geld für viel Ärger zu versenken.

    Gruß
    Marcus

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist, daß es in der Theorie keinen Unterschied gibt...

  • hink
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    383
    • 13. Februar 2007 um 13:40
    • #10

    Meint Ihr nach 13 Monaten wird da nicht so lamgsam ein Entscheidung gefallen sein?

    :roll:

  • soundworx
    Profi
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    • 13. Februar 2007 um 16:36
    • #11

    So ein Blödsinn aber auch, habe gar nicht gesehen, daß hier jemand einen uralt Thread wieder ausgegraben hat... :oops:

    Marcus

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist, daß es in der Theorie keinen Unterschied gibt...

  • wora
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    • 13. Februar 2007 um 16:46
    • #12

    SaarLightandSound:

    was ist denn jetzt dabei rausgekommen?

    ich gehe davon aus, das sich die sache wegen zu hoher anforderungen von selbst erledigt hat...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Micromann
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    • 13. Februar 2007 um 18:37
    • #13

    typisch Pa-Forum, das Uralte-threats wieder ausgegraben werden.

    btw. ich denlke auch das sich das ganze in Luft aufgelöst hat.

    Oder es läuft wie im Logo und Flop, bis Mitternacht Konzert danach Schicht im Schacht.


    Man kann nicht nicht kommunizieren :D

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