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Berufsunfähigkeitsversicherung (nicht nur) Österreich

  • ThomasA
  • 11. Januar 2006 um 13:03
  • ThomasA
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    • 11. Januar 2006 um 13:03
    • #1

    Hallo Kollegen!

    Jetzt ist's passiert. Nach vielen Jahren hatte ich wieder mal einen Unfall der mich für ein paar Woche an die Couch fesselt oder wenigstens arbeitsuntauglich macht. (Nix Schlimmes, irgendeine Bändersache am Fuss)

    Nun mal abgesehen von Selbstbehalt im Krankenhaus usw. ist das natürlich auch durch entgangene Jobs eine finanzielle Belastung.

    Wer von euch hat Erfahrungen mit Zusatzversicherungen in Richtung Taggeld, Ersatz für Verdienstentgang,...? Auch vielleicht in Verbindung mit (der schon oft besprochenen) Betriebshaftpflicht als Paket?

    Besonders interessant wär für mich die Situation in Österreich. Ich frage eh schon bei ein paar Anbietern nach, eure Erfahrungsberichte sind aber natürlich eine wertvolle Entscheidungshilfe bei der Auswahl meines Versicherers.

    Danke schonmal,

    lg, el Gipsfuss

    "Klappe zu Gehirn! Sonst kriegst du eins mit dem Wattestäbchen."
    H. J. Simpson

    Thomas Albenberger
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  • skyper
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    • 11. Januar 2006 um 14:54
    • #2

    ohne sonstige Erfahrungen/Wertungen -
    - ein seriöser Berater wird Dir immer empfehlen, die BU und Betriebshaftpflicht zu trennen.
    Ich bin Versicherungsfuzzis gegenüber sehr skeptisch (hängt auch mit diversen Jobs für Leute aus ebendieser Branche zusammen...), daher würde ich zumindest empfehlen, Dich mal mit einem freien Makler zusammenzusetzen, der hat i.d.R. eine etwas objektivere Blickweise, als ein anbietergebundener (wie beispielsweise Banken).
    - es gibt BUs, bei denen eine nicht mehr mögliche Umschulungsmaßnahme nach einem Unfall notwendige Voraussetzung für eine Zahlung ist - auch ohne Beine und mit einem lahmen Arm kannst Du u.U. immernoch Telefonmarketing machen, bekommst also keine (oder weniger) Kohle. Steht gerne ziemlich weit unten im Kleingedruckten, auch da sollte man drauf achten, ist im Schadensfall wichtiger als ein paar Euro hin oder her bei den Beiträgen oder der (möglichen) Rückzahlung am Ende.

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  • test
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    • 11. Januar 2006 um 17:25
    • #3

    wenn du das geld für das taggegeld sinnvoll selbst anlegst, kommt das mittelfristig besser. eine versicherung ist ja nichts anderes als ne spardose. wenn du jeden monat 50-100 euro zurücklegst für dein tagegeld, so kommt da schnell ein hübsches sümmchen zusammen.

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  • mringhoff
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    • 12. Januar 2006 um 10:14
    • #4

    Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zahlt nur dann, wenn Du Deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst. Also nichts vorrübergehendes, sondern endgültig. Dabei sind Versicherungen naturgemäß bei der Beurteilung nicht immer einer Meinung wie der Versicherte. Z.B. könntest Du ja mit einem fehlenden Fuss o.ä. immer noch Dein Gewerbe vom Büro aus führen und Dir Freiberufler engagieren etc.

    Eine Arbeitsunfähigkeitsversicherung (AU) ist nicht ganz so teuer wie eine BU, hat aber zur Bedingung, daß Du gar nichts mehr arbeiten kannst (auch nichts branchenfremdes), kein Büro, kein Aushilfsjob etc. AU und BU zahlt Dir im Versicherungsfall ein vorher vereinbartes monatliches Entgelt, sozusagen als Lohnersatz.

    Eine Krankenhaustagegeldversicherung gehört zur Krankenversicherung dazu. Sie zahlt Dir einen bestimmten Betrag, wenn Du nach einer bestimmten Zeit (z.B. 40 Tage) immer noch im Krankenhaus liegst. (Aber wer liegt denn da schon so lang?)

    Eine Krankentagegeldversicherung (also ohne das "haus" in der Mitte) zahlt bei Krankheit pro Tag einen bestimmten Betrag ab einem Tag x. Je höher das Tagegeld und je früher das einsetzen soll, desto teurer auch die Versicherung. Für micht war das daher nicht mehr interessant, weil einfach zu teuer.

    Lieber also ein paar EUR auf die Seite, so daß man mal 2-3 Monate Verdienstausfall bzw. erhöhte Kosten für Freiberufler abdecken kann, das kommt billiger und im Falle der Gesundheit gehört das Geld auch noch Dir...

    Dann gibts ja da noch die Unfallversicherung: Sie zahlt bestimmte Summen, wenn bestimmte Schäden durch Unfall eintreten. Z.B. 10.000 EUR für einen Unterarm etc. Hört sich sehr sarkastisch an, ist aber so.

    Man kann sich also bei uns gegen und für alles gut versichern, aber gut versichert ist aber relativ teuer. Und da man nicht in die Zukunft sehen kann, was so passiert, muss sich das jeder selbst überlegen, was für einem sinnvoll ist und was zu teuer kommt...

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  • ThomasA
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    • 13. Januar 2006 um 13:44
    • #5

    Ja, danke Matthias für die Erklärungen.

    Ich bin trotzdem verwundert, dass unter den vielen Freiberuflern hier anscheinend niemand persönlich so eine Versicherung abgeschlossen hat.

    Aber wenn ich dann die Angebote verschiedener Versicherungen erhalten habe versteh ich das dann vielleicht auch besser...

    Trotzdem, wenn noch jemand Erfahrungen mit diversen Versicherungen und Versicherern (vor allem für Österreich) in diesem Bereich hat dann bitte ich um Kommentare.

    lg, Thomas

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    Thomas Albenberger
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  • mringhoff
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    • 13. Januar 2006 um 14:15
    • #6
    Zitat von "ThomasA"


    Ich bin trotzdem verwundert, dass unter den vielen Freiberuflern hier anscheinend niemand persönlich so eine Versicherung abgeschlossen hat.

    Ich kann mir nur zwei Antworten vorstellen:

    1. Der Freelancer ist einfach so reingerutscht ins freie Arbeiten, bzw. hat das schon immer so gemacht. Also ohne großen "Businessplan", Vorsorgeüberlegungen etc. Die wichtigsten Versicherungen werden abgeschlossen: Haftpflicht, Krankenversicherung. An den Rest wird nicht dran gedacht, oder auf später verschoben, wenn der Rubel besser rollt. Und so vergehen die Jahre...

    2. Der Gewerbetreibende macht sich Gedanken und denkt weiter. Er sollte eine Diebstahl/Elektronikversicherung abschliessen, die ihm sein Gewerbekapital, von dem er nun leben muss, versichert. Dann sollte evtl. auch mal an die Rente gedacht und eine Lebensversicherung mit Rentenauszahlung abgeschlossen werden, dann eine Arbeits-/Berufunfähigkeitsversicherung für den Fall, daß er eines Tages mal nicht mehr arbeiten kann, evtl. noch eine Risikolebensversicherung für die Familie, eine Unfallversicherung, damit man sich Anschaffungen/Umbauten etc. leisten kann, wenn ein schwerer Unfall querschnittsgelähmt macht. Und irgendwann zahlt man für die Versicherungen im Monat mehrere Hunderte Euros, Jahr für Jahr gehen mehrere tausende EUR an Versicherungen. Irgendwo zieht dann jeder seine individuelle Grenze und verzichtet auf manche Versicherungen...

    Das Leben besteht immer aus Risiken, ein Gewerbe auszuführen ebenso, man muss also entscheiden, wie risikobereit man ist. Alles zu versichern ist einfach viel zu teuer. Preiswertere Versicherungen decken dann wieder zuwenig ab. Was nützt mir ein Tagegeld von 30,- EUR ab dem 20. Krankheitstag? In den Versicherungsbedingungen stehen (leider) die interessanteren Dinge drin und nicht im Angebot. Und bis man die alle gelesen hat, das dauert.... :(

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  • tufkaklto
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    • 12. Februar 2006 um 14:27
    • #7

    Hallo

    Ich hatte nach einem Motorradunfall mit 3 Monaten Gips auch die Erfahrung gemacht, das ich das so nicht mehr will.
    Habe eine Betriebsunterbrechungsversicherung abgeschlossen.
    Diese kostet mich im Monat ca 58 €.
    eine Woche ist Karenz, ab dann wird gezahlt ( bestätigung vom Arzt )
    Egal ob unfall oder einfach nur Krank.
    In meinem Fall bekomme ich ca 600 € pro Woche.
    Dies kann man auch anders berechnen lassen, dann ändern sich die
    Prämien.
    Gemacht habe ich das über die Niederösterr. Versicherung und der Donau.
    Kann man aber auch direkt bei Donau machen.
    Und es gibt sicher noch andere Versicherungen bei uns, die das auch haben

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • GETEC
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    • 13. Februar 2006 um 07:58
    • #8

    ich sehe das auch so, dass gewisse versicherungen einfach nötig sind.

    dazu gehörte lange eine betriebsunterbrechungsversicherung, als wir noch keine mitartbeiter hatten die fähig wären die Firma weiterzuleiten, wenn mir was passiert, eine Firmanhaftpflichtversicherung ( die eigentlich verpflichtend sein müsste, weil Rigging doch irgendwie gefährlicher sein kann als Autofahren *g*) und eine Art Taggeldversicherung die mir bei längeren Krankenhausaufenthalten ein Einkommen sichert.
    Krankenzusatzversicherung ist in Ö eher unwichtig, im gegensatz zu D hat man weit weniger Vorteile, und man bekommt als SVA ( gewerbliche Versicherung) versicherter sowieso fast überall Sonderbehandlung, einfach weil die Versicherung deutlich besser an Ärzte zahlt als die GKK ( KV der Arbeiter/Angestellten)

    Abraten kann ich in diesem Zusammenhang eindeutig von der Grazer Wechselseitigen, die zwar ordentlich kassiert, aber ...................
    ( ich hab keine Lust verklagt zu werden wenn die das lesen, ich rate einfach ab *g*)

    getec

  • Reini
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    • 14. Februar 2006 um 12:09
    • #9
    Zitat von "mringhoff"

    Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zahlt nur dann, wenn Du Deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst. Also nichts vorrübergehendes, sondern endgültig.


    Die Aussage ist so nicht ganz Richtig :!:
    Es ist Abhängig vom Vertrag und seinen Inhalten.
    Eine BU beinhaltet auch eine Zahlung bis zu wiederherstellung der vollen Arbeitskraft.

    Um hier absolut genau auf das Vertragswesen einzugehen würde den Rahmen sprengen.
    Wer genaue Info's möchte kann gezielte Fragen per PN an mich stellen.

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

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