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berufliche Chancen, Quereinstieg?

  • Marcel
  • 28. Januar 2006 um 12:03
  • Marcel
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    • 28. Januar 2006 um 12:03
    • #1

    Moin,
    Ein wenig Vorgeschichte:
    Ich bin jetzt am Ende meiner Lehre als Elektroinstallateur und bekomme am Montag meine Ergebnisse nach denen ich (hoffentlich - man weiss ja nie) bestanden hab. Netterweise habe ich vom Chef erst diese Woche nach etwas Ausquetschen erfahren, dass er mich nicht übernimmt - nichtmal 3 Monate.
    Mit Tontechnik beschäftige ich mich halt privat schon ein paar Jahre, hab also ein wenig theoretisches Grundwissen. Die Live-Erfahrung (Aufbau bis Mischen) fehlt halt komplett, weil mir dazu bisher einfach die Zeit fehlte um großartig was realisieren zu können.

    Da ich mir den Gang zum Arbeitsamt auf am besten jede erdenkliche Art und Weise sparen möchte hab ich bisher auch schon zig reine Elektrofirmen abgeklappert mit dem Ergebnis, dass diese natürlich zuerst ihre eigenen Lehrlinge übernehmen, oder eh gerade niemand einstellen - Bau und Frühjahr halt.

    Besteht nun also überhaupt für mich eine Chance in die VA-Branche zu rutschen? Ich bin jetzt 21, werd im Februar 22, Führerschein Kl. B und Auto sind vorhanden, sowie reges Interesse an Musik und der Technik bzw. das Drumherum. Das ganze könnte sich auch anfangs auf Praktikumsbasis abspielen, solange ich dann später bessere Chancen habe irgendwo einzusteigen oder gar übernommen zu werden. Wenn ein paar Euro dabei abspringen wär das natürlich toll, weil das Auto bezahlt sich auch nicht von alleine (oder auf 400Euro-Basis?).
    Gibt es eventuell sogar Möglichkeiten als Elektriker eingestellt zu werden im VA-Bereich, aber man hat dann trotzdem mit der Technik zu tun?
    Beim Aufbau etc. mit anzupacken und Boxen zu stapeln, damit habe ich keine Probleme um das mal direkt vorweg zu nehmen. Das gleiche gilt auch für die Arbeitszeiten.

    Also denn, wie sieht es für mich aus oder sucht gar jemand einen wie mich? Man liest ja hier öfters, dass Kenntnisse in Elektro wünschenswert sind ;)

    Grüße
    Marcel

    P.S.: Wohnhaft in Herten, habe also gute Verbindungen nach Recklinghausen, Gelsenkirchen, Marl, Dorsten....weitere Wege sollten sich auch lösen lassen denke ich.

  • markus f.
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    • 7. Februar 2006 um 12:30
    • #2

    Habe zwar mit der Branche nur als ex-Prakti und aktuell als Hand zu tun, aber ich schilder mal meine Sicht...

    Generell denkbar ist das sicherlich. Die Frage ist nur: willst du bei deinem Job (formal) bleiben oder umschulen/fortbilden?
    Der Haken ist eben, dass es ja seit einigen Jahren den Beruf des Veranstaltungstechnikers gibt und diese Qualifikation ab einer bestimmten Eventgröße auch vorgeschrieben ist. Die Ära der "wilden" Quereinstiege scheint mir jedenfalls so langsam vorbei zu sein.

    Dazu kommen sicher ein paar hundert fertige Azubis die ebenfalls eine Anstellung suchen, das ist harte Konkurrenz für dich.

    Von den Kenntnissen her stehst du sicherlich nicht schlecht da, den praktischen Nutzen müsstest du wirklich im konkreten Fall erfragen/ausprobieren.
    Versuchen kostet nix ;)

  • ADMIN
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    • 7. Februar 2006 um 14:41
    • #3
    Zitat von "Markus F."

    Der Haken ist eben, dass es ja seit einigen Jahren den Beruf des Veranstaltungstechnikers gibt und diese Qualifikation ab einer bestimmten Eventgröße auch vorgeschrieben ist.

    Was die VStättVo fordert, ist Betreiberpflicht, nicht die Pflicht des technischen Dienstleisters.

    Auf der anderen Seite: Wenn man die BGV A3 wörtlich nimmt, darf man noch nicht mal ein Mikrofon an sein Kabel stecken, ohne dass eine Elektrofachkraft das zumindest beaufsichtigt. Solange das wirklich in der Liga "Mikrofon" bleibt, interessiert das zwar überhaupt keinen, aber bei mittleren Veranstaltungen werden dann doch schon etwas größere elektrotechnische Anlagen errichtet, und da fehlt derzeit noch vielen Betrieben entsprechend qualifiziertes Personal.

    Der langen Rede kurzer Sinn: Wenn Du die Prüfung bestanden hast, dann kontaktiere mal alle VT-Betriebe in der Umgebung und weise deutlich auf die Qualifikation als Elektrofachkraft hin. Dann uneingeschränkt gute Arbeit leisten, dann wird das schon...

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Marcel
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    • 7. Februar 2006 um 21:46
    • #4
    Zitat von "ADMIN"


    Der langen Rede kurzer Sinn: Wenn Du die Prüfung bestanden hast, dann kontaktiere mal alle VT-Betriebe in der Umgebung und weise deutlich auf die Qualifikation als Elektrofachkraft hin. Dann uneingeschränkt gute Arbeit leisten, dann wird das schon...

    Joa, habe die Prüfung bestanden. An der "Kontaktierung" arbeite ich gerade. Habe diesbezüglich auch eine nette PN erhalten (Danke dafür ;)) und werde auch dort mal vorbeischneien.
    Als reiner E-Installateur sieht es anscheinend grad übel aus, ich warte noch auf einige Telefonanrufe von Chefs die sich kurzfristig melden wollten :roll:
    Danke schonmal soweit :)

  • Marcel
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    • 19. Oktober 2025 um 15:50
    • #5

    Moinsen zusammen,

    bald 20 Jahre später ist mir gestern Nacht eingefallen, dass ich hier mal diesen Beitrag erstellt hatte. Warum ich den nun ausgrabe? Weil ich gerade wieder an einer Kreuzung der beruflichen Veränderung stehe und noch nicht genau weiss wie es weitergehen wird. Was macht man daher? Sich in einem öffentlichen Internetforum ausheulen :D 8o

    Um oben an zu schließen: Wie Einige wahrscheinlich mitbekommen haben, ist aus der VA-Technik hauptberuflich nichts geworden. Ich brauchte damals Geld und bin dann nach Abschluss der Elektroinstallateur Lehre abgedriftet in die BK / Kabelfernsehtechnik (also Koaxkabel) und habe dort überwiegend Störungen beseitigt von der kleinen Hausanlage bis zur Großanlage die einen ganzen Stadtteil versorgt (Netzebene 4). Da habe ich ein paar Jahre gearbeitet, bis ich mich in dem Bereich selbstständig gemacht habe. Irgendwann kam dann auch noch die Straßenverkabelung (Netzebene 3) hinzu. Und seit mittlerweile >7 Jahren überwiegend Glasfaser. Selbstständig bin ich immernoch...noch.

    Ich hatte bis Anfang dieses Jahres einen Hauptauftraggeber und damit das Finanzamt nicht knöttert von wegen Scheinselbstständigkeit halt hier und da mal Kleinzeug für andere Firmen. Mein Hauptauftraggeber hat dann im Frühjahr Insolvenz angemeldet. Nun bin ich auf der Suche...seit März :rolleyes:

    Hier kommen wir dann wieder zum Thema was wir schon ein paar Mal im IDN hatten: Kommunikation! Ich habe gefühlt schon bald alle Firmen in Niedersachsen und NRW angeschrieben die ich kenne. So über die Jahre kennt man ja auch zig Personen, Bauleiter usw. Aber egal ob ich anrufe, Emails schicke, vorbei fahre.... Das übliche Gesabbel: Ja das klingt super, schick unbedingt mal deine Firmendaten bla blub. Und? Genau...nichts mehr. Auch auf Nachhaken nicht. Für einige Firmen bin ich anscheinend überqualifiziert, die wollen lieber Jemand aus dem Ausland den sie mit Mindestlohn (oder 10€ auf die Hand) 12 Std. am Tag 6 Tage die Woche knechten können usw. Mit solchen Firmen und Geschäftspraktiken möchte ich auch gar nicht arbeiten.

    Nundenn, der Bogen wieder zum PA-Forum. Eine Person aus dem engeren Freundeskreis ist auch der Gitarrist in 2 Bands die ich "betreue". Mit dem arbeite ich jetzt seit 2008 oder 2009 zusammen. Die ersten Jahre nur im Proberaum / Studio wo ich dann deren IEM gemixt sowie Mitschnitte von den Proben / beim Songwriting gemacht habe. So die letzten 6...7 Jahre bin ich aber überwiegend draussen bei meinen kleinen Gigs mit den Jungs unterwegs. Das sind so ein bis zwei Hände voll Gigs im Jahr mit 3 verschiedenen Bands. Also der Gitarrist zu mir: Mach doch endlich mal was mit VA-Technik, das kannst du doch auch und das war doch immer dein Wunsch.

    Daher mal die Frage in die Runde wie ihr heute darüber denkt ob ich da eine Chance hätte: Aus Zeitgründen kenne ich mich halt fast nur in meiner kleinen Beschallungswelt aus. Mit Licht oder Rigging usw. hatte ich so gut wie noch nie was zu tun. Interesse ist nach wie vor da, Bock habe ich auch immernoch auf sowas, egal ob jetzt ein Stadion beschallt wird, eine Ruine beleuchtet, ein Messestand aufgebaut oder eine Jazzkombo im Club beschallt wird. Gerade die Abwechselung finde ich cool.

    Was ich bieten kann: Bin nach wie vor ungebunden was Familie angeht. Ich bin jetzt seit 15 Jahren selbstständig und dauerhaft auf Montage und wohne dabei im Auto 4 bis 5 Tage die Woche, hab also mein Bett sowie Werkzeug immer dabei und bin daher sehr flexibel einsetzbar. Aktuell habe ich noch einen Sprinter der auch dringend ausgetauscht werden muss, kann damit aber auch einen 2,8t Hänger mitnehmen. Führerschein ist mittlerweile sogar CE vorhanden, allerdings bislang noch ohne Berufkraftfahrerqualifikation. Aber solange ich die Cases auch ausladen und aufbauen und nicht nur rumfahren darf, geht das ja. Mir ist schon klar, dass ich anfangs wahrscheinlich eher Helfer bin, als hinter einem Mischpult zu landen - das macht aber nichts. Bin da eigentlich für fast Alles offen und mir auch nicht zu schade dafür.

    Aktuell gehen mir gerade so langsam die Optionen aus. Im Glasfaserbereich sucht angeblich fast jede Firma Leute, Rückmeldung aber gleich Null. Und dabei ist es jetzt egal ob ich mich da als Firma oder Angestellter bewerbe :cursing: Bin kurz davor meine Selbstständigkeit ein zu stampfen, aber dann? Vielleicht hat ja noch Jemand eine Idee oder kennt Einen der Einen kennt und Jemand wie mich sucht....keine Ahnung.

    Danke fürs Lesen ;)

  • Online
    Herr Nink
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    • 19. Oktober 2025 um 17:36
    • #6

    Kannst du dich nicht einfach einer großen oder mittelgroßen Vermietfirma in deiner Gegend anschließen und sei es Anfangs nur als Freelancer?

  • Marcel
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    • 19. Oktober 2025 um 18:03
    • #7

    Das ist halt die Frage, ob mich eine Firma überhaupt nehmen würde. Und 3 Firmen zu denen ich über einen anderen Musiker Kontakt bekommen habe, bekomme ich z.B. seit einer Woche erst gar nicht ans Telefon. Und da ich ja beruflich ein Querschläger bin, würde ich das ganz gerne persönlich (oder zumindest telefonisch) klären ob da für mich ne Chance besteht, statt meterlange Texte zu verfassen was ich alles kann oder schon gemacht habe. Daher hab ich von Email erstmal Abstand genommen - die ja (so meine Erfahrung bislang) dann auch wieder kein Mensch liest.

  • Online
    Herr Nink
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    • 19. Oktober 2025 um 19:30
    • #8

    Da hast du recht. Das geht nur persönlich. Nachdem ich ja auch so ein "Querschläger" bin (damals gab´s noch keine Ausbildung), hättest du die finanziellen Resourcen um 3 bzw. 3,5 Jahre Ausbildung mit niedrigem Lohn durchtauchen zu können?

  • ulf klüpfel
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    • 19. Oktober 2025 um 19:48
    • #9
    Zitat von Herr Nink

    3 bzw. 3,5 Jahre Ausbildung

    Mit der bereits bestandenen Gesellenprüfung als Elektriker währen das auch "nur" 2 Jahre.

    Nur zwei Dinge sind unendlich, das Weltall und die Dummheit der Menschen, beim Weltall bin ich mir jedoch nicht sicher. (Albert Einstein)

  • Marcel
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    • 19. Oktober 2025 um 19:49
    • #10

    Aktuell geht das nicht - also 2 oder 3 Jahre Ausbildung zu machen.

    Das war ja damals das blöde an der Geschichte. Ich war glaube ich gerade im 2. Lehrjahr meiner Elektriker Lehre, dann wurde die Ausbildung VA-Technik eingeführt. Ehrlich gesagt hab ich mich damals auch viel zu viel belabern lassen von allen Seiten. Erst wollte ich eigentlich Radio- / Fernsehtechniker machen da hiess es nur "braucht kein Mensch mehr heute" - hätte ich direkt bei meiner Koaxkabelgeschichte schon sehr gut gebrauchen können - im Gegensatz zum Elektriker der davon quasi keine Ahnung hat was mich am Anfang auch ne Menge Lehrgeld gekostet hat. Und ich habe während meiner Lehre ernsthaft darüber nachgedacht die Elektriker Lehre ab zu brechen und zu wechseln in die VA-Technik. Davon hat man mir auch abgeraten...das ärgert mich bis heute, dass ich damals darauf gehört habe. Aber es ist wie es ist. Ich vermute mal ohne "Scheine", Ausbildung usw. werde ich im Bereich VA-Technik wohl keinen Fuß auf den Boden kriegen, selbst wenn ich mich damit auskennen würde?! Das war - wenn auch umständlich formuliert nach mehreren Beiträgen - wohl meine eigentlich Frage. Ich darf ja trotz Führerschein nichtmal ziwschendurch irgendwo LKW fahren gehen bei ner Spedition ohne die beknackte Berufskraftfahrerquali X/

  • Online
    Herr Nink
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    • 19. Oktober 2025 um 21:12
    • #11

    Nur nicht die Flinte ins Korn werfen... Mehr Bands auftreiben. Mehr Gigs mischen. Rigging usw. den anderen auf der Baustelle überlassen... Auch das ist ein Weg (wenn du wirklich willst - der Weg ist zugegebenermaßen steinig)

    Ich wünsche dir zumindest alles Gute - du wirst schon eine "richtige" Entscheidung treffen.

  • Finelight
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    • 19. Oktober 2025 um 22:12
    • #12

    Marcel in meinem Umfeld werden immer wieder Tonkollegen - auch kurzfristig gesucht.

    Wo hast du denn deine Homebase? Wo siehst du deine Stärken? Welche Pulte kannst du bedienen? Gibt es Dinge die du auf keinen Fall machen möchtest (Industrie, Schlager, Hip Hop - who knows)?

  • Marcel
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    • 20. Oktober 2025 um 00:39
    • #13

    Herr Nink Flinte ins Korn werfen ist bei mir eh nicht, dafür bin ich nicht der Typ. Klar hat Jeder mal irgendwo einen Durchhänger. Aber ich bin da eher das Steh-auf-Männchen. Danke trotzdem. Dein aufgezeichneter Weg ist natürlich eine Alternative die ich bislang eher so halbherzig verfolgt habe und die auch irgendwo neben dem Hauptjob ins Zeitkonzept passen musste. Jetzt hätte ich gerade mehr Zeit...dafür fehlt dann die Kohle. Mal gucken ob ich da über meine Musiker noch irgendwo tiefer einsteigen kann.

    Finelight Meine Hütte wohnt in Norden - die Stadt, nicht nur die Himmelsrichtung. Gebürtig aber aus dem Ruhrgebiet. Bin auch immer wieder dort, wegen meiner Schwester, Kollegen usw. Wie gesagt, vom Einsatzort her bin ich da sehr flexibel. Meine letzten Einsatzgebiete waren Leverkusen / Köln, Krefeld, Münster, Sauerland in NRW quer Beet, Weißenfels (bei Leipzig), Wiesbaden, Viernheim (bei Heidelberg) usw,.... natürlich wäre es nett, wenn ich mal näher an zu Hause arbeiten könnte - das muss aber nicht.

    Meine Stärken...ist vielleicht auch gleichzeitig mein Problem. Über die Jahre habe ich Vieles gemacht, dürfte es aber offiziell wahrscheinlich nicht...oder mir fehlt mal wieder ein Schein, Zertifikat, Ausbildung oder sonstwas dafür.

    Was ich aber anbieten kann: In meiner Karre habe ich z.B. ein recht großes Maschinen und Werkzeugsortiment, kann auch ne 230V Versorgung bereit stellen inkl. Flutlich zum Arbeiten, rangieren, laden etc. Ich könnte die BK-Koaxtechnik, ich habe einen Großteil der Glasfasergeschichte schon gemacht. Spleissen & messen natürlich auch. Eventuell mal was fetten, reparieren, absperren, überdachen (kleines Zelt oder Schirm) geht auch. Da ich schon länger den BE Führerschein und jetzt auch den CE habe, habe ich mich oft um den Transport und die Anhänger gekümmert inkl. Wartung...obwohl es größtenteils nicht Meine waren. Ich könnte auch Minibagger fahren...oder Radlader. Oder Doku für Glasfaser die ich meist abends noch gemacht und hochgeladen habe. Also so ein bisserl Mädchen für Alles.

    Zur VA-Technik auf die du wahrscheinlich eigentlich hinaus wolltest: Da gehts dann schon los. Ich kenne im Grunde genau 2 Pulte die ich auch selbst besitze: Mein altes Yamaha DM 1000 und die SQ-6. Gut SQ-5 und 7 dann halt auch. Das war es dann auch. Generell hab ich noch nie mit fremdem Material gearbeitet außer vor langen Jahren mit der Band im Proberaum / Studio da stand dann ein Tascam DM4800 vom Gitarristen. Ich habe halt meine festen Bands die zwar ab und an auch mal ne Vorband mitbringen, aber ich mache dann halt den Ton mit meinem Geraffel.

    Wo ich mich sehen würde in der VA-Technik? Anfangs wahrscheinlich auch als Mädchen für Alles. Das kann nun der Transport und Ausladen sein, sowie mithelfen beim Auf- und Abbau. Irgendwelche Technik bedienen...müsste man gucken. Hier habe ich halt zum Teil große Lücken was wie gesagt z.B. Licht und Rigging angeht, aber auch z.B. die Funkmikros. Ich kenne von meinen Bands nur alte Technik, da ist nix mit Überwachung, PC Zugriff usw. Das stellen die einfach hin, ich stecke die Kabelpeitsche an meine Stagebox und los gehts. Mir ist bewusst, dass ich hier nicht gerade mit viel Wissen auftrumpfen kann, aber lerne sehr gerne dazu.

    Was ich nicht machen möchte....puh keine Ahnung. Meine Kapellen bewegen sich alle im Bereich Rock und Metal, auch wenn schonmal ein paar "unplugged" Gigs dabei waren. Hip Hop wäre jetzt was, womit ich privat nix anfangen kann, würde mich dem aber nicht komplett verwehren. Letztlich lernt man dadurch ja auch dazu. Auf irgendwas Folkiges hätte ich mal richtig Bock.

    Grundsätzlich bin ich da wie gesagt für Vieles offen. Industrie / Reden usw. habe ich noch nie gemacht. Auch den Automixer habe ich bislang noch nie benutzt. Hier wäre also definitiv auch noch Lernbedarf angesagt. Daher sag ich ja: Wenn überhaupt wahrscheinlich erstmal als Helferlein und dann "hocharbeiten". So das denn ohne Ausbildung überhaupt möglich ist.

  • test
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    • 20. Oktober 2025 um 01:30
    • #14

    irgndwer muß ja den job deines auftraggebers übernehmen. gib es denn da nichts in aussicht?

    ich würde einfach bei einem verleiher vorbei fahren. allerdings würde ich dir klar von der selbständikeit heute abraten. es ist schon eine menge glück nötig, das das mit der selbständikeit heute klappt in der va technik.

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
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  • maccaldres
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    • 20. Oktober 2025 um 08:19
    • #15

    Welche Pulte du kannst ist für 99% aller Jobs egal, solange du theoretisch weißt wie ein Mischpult funktioniert (Signalfluss etc...), denn es stehen eh meist die üblichen verdächtigen rum ABER im klassichen VT Bereich seh ich es schwierig für dich, denn du kannst ja eigentlich "nur" mischen, davon gibt es aber mehr als genug.

    Wie wäre es mit "Service"-Techniker in der Werkstatt von größeren Buden oder wenn du handwerklich geschickt bist, im Messebaubereich?

    Meister für Veranstaltungstechnik

    AUDIODEMON - Audioengineering & Tourservice

  • Marcel
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    • 20. Oktober 2025 um 13:34
    • #16
    Zitat von test

    irgndwer muß ja den job deines auftraggebers übernehmen. gib es denn da nichts in aussicht?

    ich würde einfach bei einem verleiher vorbei fahren. allerdings würde ich dir klar von der selbständikeit heute abraten. es ist schon eine menge glück nötig, das das mit der selbständikeit heute klappt in der va technik.

    Der Job vom alten Auftraggeber steht seit einem halben Jahr still und ist auch mit ein Grund für die Insolvenz. Also nö, das möchte ich mir auch gar nicht antun.

    Die Selbstständigkeit würde bei mir im VA-Bereich auch eher so aussehen, dass ich in erster Linie mich ausleihe :D Material vermieten und so habe ich eigentlich nicht vor. Klar habe ich ein bisserl was, das kann ich für kleine Gigs natürlich auch mitbringen. Oder halt mit eigenem Pult anreisen was mir eh am liebsten wäre.


    Zitat von maccaldres

    Welche Pulte du kannst ist für 99% aller Jobs egal, solange du theoretisch weißt wie ein Mischpult funktioniert (Signalfluss etc...), denn es stehen eh meist die üblichen verdächtigen rum ABER im klassichen VT Bereich seh ich es schwierig für dich, denn du kannst ja eigentlich "nur" mischen, davon gibt es aber mehr als genug.

    Wie wäre es mit "Service"-Techniker in der Werkstatt von größeren Buden oder wenn du handwerklich geschickt bist, im Messebaubereich?

    Grundsätzlich gebe ich dir da recht was die Pulte angeht. Einen Ton würde ich da mit Sicherheit rauskriegen. Mit einer QL1 hab ich vor Jahren mal im Musikladen rumgespielt, das würde ich wohl auch hinkriegen denke ich. Schöner wärs halt wenn man die Kiste besser kennt.

    Das mit dem "nur mischen" war eigentlich auch so mein Gedankengang, mein Kollege Gitarrist meinte aber "das wird schon". Ich denke die Praxis sieht da etwas anders aus. Handwerklich geschickt würde ich schon sagen. Na mal gucken, werde mir wohl mal paar große Buden raussuchen und einfach mal fragen. Mehr wie schief gehen kann es ja auch nicht.

    Danke euch.

  • Walgesang
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    • 20. Oktober 2025 um 14:11
    • #17

    Mit der Qualifikation und Vorgeschichte würde ich auch im Bereich Broadcast Service schauen.

    Die haben viel Glasfaser, sind ewig lange unterwegs und machen von allem ein bisschen, inkl. Logistik.

    Erster Ansprechpartner wäre die Firma Riedel in Wuppertal, ansonsten könnte NEP auch gut sein, die sitzen in München aber sind global unterwegs.

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    MuellerSound
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    • 20. Oktober 2025 um 19:58
    • #18

    Hellas Marcel,

    habe Deine Beiträge und den Thread mit Interesse gelesen.

    Zunächst mag ich mich den anderen die das schon schrieben anschließen - frag Dich rum, geh als Schweizer Taschenmesser mit bauen, helfen, Probleme lösen und mal Ton machen, wenn ne Bude Bedarf hat.

    So bin ich vor einigen Jahren über die Band eines Freundes auch mal an deren kleine Technikfirma gekommen, wo ich als Hand, Aushilfslichtler, Taschenmesser und später mal Toni für Kleinkram auf der Zweitbaustelle reinwuchs.

    Inzwischen mache ich als Sub allein für diesen Laden ca. 40-50 Jobs im Jahr, meist von Laden am Lager über die komplette VA vom Geburtstag bis zur Stadtfestbühne bis zurückräumen. Herumgesprochen hat sich das auch bei anderen Bands und Buden, so dass ich nebenher oft schon sortieren muss, dass ich net zuviel annehme (mit Familie und Hauptjob im Büro). Ich komme nichtmal aus dem Handwerk, sondern bin (handwerklich halbwegs geschickter und technikaffiner) Beamter :D

    Mithin, als Elektriker(..) hast Du in vielen Belangen für Technikfirmen einen enormen Mehrwert, gerade mit Deinem Hintergrund und Werdegang.

    Nur zu, ich drücke Dir die Daumen.

    Zur Fahrerlaubnis und dem BKF-Gedöns gibt es leider ein seeeeehr weites und unübersichtliches rechtliches Feld...

    Spoiler anzeigen

    Schwieriges Feld, vereinzelt gab es auch mal Beiträge zum Thema hier. Leider ist es auch für "Wissende" schwer, dort Dinge sauber abzugrenzen. Dennoch ein klein bisschen was dazu; ohne Anspruch auf Vollständigkeit an der Stelle, das braucht eher n Roman ;)

    Da ich vor ein paar Jahren auch etliche Jobs im Bereich Musical/Tournee gemacht habe, musste ich mich auf den Tipp eines lieben Kollegen damit mal intensiver befassen, um nicht nachts die schwer gebührenpflichtige Nachhilfe der BAG in Anspruch zu nehmen. Selbst ein Dozent der Modulreihe, der als Verkehrsrechtler bei der Polizei ist, tat sich schwer mit der Einordnung und sagte nach der Mittagspause zu mir, dass ich nach seiner Recherche eigentlich das sei, wo man nur vor warnen kann, weil es nicht safe einzuordnen ist und daher etwas unklar sei, welche Regeln wie gelten.

    Umstände: Ich war dort als Sub unterwegs, als Bühnenhelfer, Backstagemanager und zweiter Tech. Da ich mal Klasse 3 erworben hatte, konnte ich ja auch 7,5 to fahren - dachte ich. Hier kommt eben heute die BKF "95" zum tragen. In der og Konstellation fahre ich als externe Firma sein Auto mit seinem Material als BKF durch die Gegend. Klar baue ich das auch auf und bediene es - AAABER solange nicht absolut klar gesagt werden kann, dass das Fahren eine absolut untergeordnete Tätigkeit ist, ist es eine Kraftfahrertätigkeit zur Beförderung von Gütern im Auftrag des Kunden. Anders verhielte sich das, wenn ich die Kiste als sein Angestellter bewege, gleiches Auto, gleiches Zeug wohlgemerkt. Dann isses plötzlich Werkverkehr (in gewissen Grenzen) und braucht keine Module.

    Natürlich ist das hier extrem verkürzt und trifft damit auch längst nicht alle Aspekte, die bei abschließender Beurteilung wichtig sind. Mir ist primär der Hinweis wichtig, dass man sich bei dem Thema flott in die Nesseln setzen kann.

    Krass Kurz und krumm:

    Angestellter der Firma, kurze Wege vor der Haustür und ohne Grenzübertritt: oft als Werkverkehr idR kein echtes Problem.

    Subunternehmer, Radius um den Sitz mehr als (iirc 100 km, andere Quellen auch 50) oder Fahrt ins Ausland: Problem ohne Kennzahl 95. Nachhilfe zu Lasten Fahrer und Halter (sowie ggf und Auftraggeber) gebührenpflichtig mit mind 4stelligen Beträgen pro Beteiligtem.

    Viele Grüße

    Andy

  • Marcel
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    • 21. Oktober 2025 um 00:46
    • #19

    MuellerSound Besten Dank soweit. Die Sache mit der Berufskraftfahrerquali ist mir sehr gut bekannt. Einerseits durch meinen Vater der sein ganzes Leben auf dem Bock verbracht hat und andererseits auch durch die Fahrschule wo ich den CE nachgeholt habe. Hier habe ich mich ebenfalls recht intensiv mit den Leuten vor Ort unterhalten - die machen dort auch die Ausbildung.

    Wie du schon sagtest, ist man hier oft in einer Grauzone und soweit ich das als selbstständiger Handwerker bislang feststellen konnte, oft auch der Willkür der Leute vor Ort ausgesetzt die ihre eigenen Vorschriften nicht oder ungenügend kennen oder falsch auslegen. Ich habe das Thema und auch meine damalige Konstellation aus 3,5t Sprinter mit LKW Zulassung mit und ohne Anhänger als Handwerker schon in mehreren Fahrschulen diskutiert, mit der BAG, mit einem Verkehrsmeister.....letztendlich bekommt man von 5 Leuten 8 verschiedene Antworten oder so ähnlich. Besonders für meinen Spezialfall "rollende Wohnung" mit Werkzeug an Bord.

    Wie dem auch sei: Ich bin mir dem Moloch wohl bewusst. Wenn ich die Kohle dafür übrig habe, werde ich mich vielleicht auch nochmal einen Monat in die Fahrschule hocken, nochmal >4000€ auf den Tisch legen und diese olle Quali machen...dann könnte ich auch theoretisch "nebenbei" mal irgendwo LKW fahren gehen in einer Spedition wenn gerade mal wieder nix los ist Auftragsmäßig. Die Ausbildung selbst ist übrigens wie der Führerschein CE auch mindestens zur Hälfte ein Witz. Theorie und Praxis mal wieder :rolleyes: Aber genug davon.

    Für die Handwerkerregelung gilt übrigens 100km Luftlinie um den Standort. Und die Kennzahlen gibts auch nicht mehr, jetzt hat man noch eine zusätzliche Karte für die Quali / Module...neben der Fahrerkarte und der Unternehmerkarte die ich brauche um meinen Fahrtenschreiber auslesen zu können. Jeeeede Menge Plastik in der Geldbörse 8o

  • coach200
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    • 21. Oktober 2025 um 08:26
    • #20

    Moin,

    Ich bin etwas irritiert wegen der Kosten zur BerufskraftfahrerQ.

    Die muss ich auch alle 5 Jahre machen. Das sind 5 (Sams)Tage und kosten nicht die Welt. Deutlich unter 1000 €. Oder sollst Du da eine neuen/anderen Führerschein machen?

    Ggf Frage in einer anderen Fahrschule nach.

    Nicht weit von dort, wo WERDER spielt!!

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Mittwoch, 23. September 2026 – Freitag, 25. September 2026
  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

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