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01V96 Sound Problem

  • klausa
  • 8. April 2006 um 12:09
  • wora
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    • 13. April 2006 um 00:39
    • #21

    für live reicht 48kHz aus, 96 muss hier nicht unbedingt sein.
    vor allem bei clubgigs kann die höhere auflösung ihre vorteile nicht ausspielen.
    dann doch lieber 4 effekte...

    aber es ist schon ein unterschied von 44,1 zu 48kHz. vor allem im oberen frequenzbereich klingt es dann etwas runder.
    ob die 44,1kHz auch mit einer verringerung der dynamik (16bit) einhergehen, weiss ich jetzt bei dem pult nicht.
    bei 48k sind es jedenfalls 24bit, die man live auch gut gebrauchen kann.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • WolfgangK
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    • 13. April 2006 um 20:20
    • #22

    Hallo Leute,

    jetzt geistern hier aber wieder die Ammenmärchen ... sorry, aber so stimmt das leider nicht.

    Nach Shanon muss die Abtastrate mindestens doppelt so hoch sein, wie die höchste wiederzugebende Frequenz. Mit 44k1Hz (CDA-Norm) können also (theoretisch) Frequenzen bis 22.050Hz richtig wiedergegeben werden. Theoretisch ist diese Frequenz deshalb, weil bei 22.051 eine Spiegelfrequenz jenseits der Abtastfrequenz entsteht, und sich diese Frequenz bei der Wiedergabe wie 2.049 Hz anhört. Deshalb benötigt man bei jeder AD-Wandlung sogenannte Anti-Aliasing-Filter. Das sind steilflankige Filter mit einer Grenzfrequenz knapp unter der Abtastfrequenz, um die Bildung von Spiegelfrequenzen zu verhindern.

    Da nun niemand mir bekanntes so hoch hören kann, ist das auch gar nicht so schlimm, wenn die AD-Wandler (hoffentlich) bei rund 20kHz begrenzt werden. Einziger Vorteil der 48kHz ist somit, dass der Anti-Aliasing-Filter nicht so steilflankig gebaut und damit etwas kostengünstiger hergestellt werden kann. Weder 48kHz noch 88k2Hz noch 96kHz führen grundsätzlich zu einem besseren Klang.

    Das einzige, was zu einer besseren Wandlung führen kann, sind hochwertigere, stabilere, ... Schaltungen. Und da liegt nun die Vermutung nahe, dass eine Schaltung, die 96kHz kann, stabiler sein muss, als eine Schaltung, die nur 44k1Hz kann. Eine nahe liegende Vermutung ist aber längst kein Beweis und besitzt somit keinesfalls Allgemeingültigkeit.

    Außerdem ist die "96kHz-Fähigkeit" beim 01V96 grundsätzlich gegeben. Somit sollten die Wandler bei 44k1Hz oder 48kHz nicht instabiler laufen, als bei 96kHz. Schließlich wird ja nicht die Schaltung gewechselt. Insofern ziehe ich mal die subjektiven Äußerungen über klangbeeinflussende Abtastrate massiv in Zweifel.

    So, jetzt habe ich mich mal wieder richtig :twisted: und kann mich wieder beruhigen :wink:

    Viele Grüße
    Wolfgang

    Ton: Neuman KM18x, Yamaha DM7, LAB-Gruppen IPX/PLM+, Kling&Freitag CA1215, Line212, SWx15E, ...

    Licht: GrandMA 3 compact, GLP X4, ...

  • niggles
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    • 14. April 2006 um 03:44
    • #23
    Zitat von "WolfgangK"

    Hallo Leute,

    jetzt geistern hier aber wieder die Ammenmärchen ... sorry, aber so stimmt das leider nicht.

    Nach Shanon muss die Abtastrate mindestens doppelt so hoch sein, wie die höchste wiederzugebende Frequenz. Mit 44k1Hz (CDA-Norm) können also (theoretisch) Frequenzen bis 22.050Hz richtig wiedergegeben werden. Theoretisch ist diese Frequenz deshalb, weil bei 22.051 eine Spiegelfrequenz jenseits der Abtastfrequenz entsteht, und sich diese Frequenz bei der Wiedergabe wie 2.049 Hz anhört. Deshalb benötigt man bei jeder AD-Wandlung sogenannte Anti-Aliasing-Filter. Das sind steilflankige Filter mit einer Grenzfrequenz knapp unter der Abtastfrequenz, um die Bildung von Spiegelfrequenzen zu verhindern.

    Da nun niemand mir bekanntes so hoch hören kann, ist das auch gar nicht so schlimm, wenn die AD-Wandler (hoffentlich) bei rund 20kHz begrenzt werden. Einziger Vorteil der 48kHz ist somit, dass der Anti-Aliasing-Filter nicht so steilflankig gebaut und damit etwas kostengünstiger hergestellt werden kann. Weder 48kHz noch 88k2Hz noch 96kHz führen grundsätzlich zu einem besseren Klang.

    Das einzige, was zu einer besseren Wandlung führen kann, sind hochwertigere, stabilere, ... Schaltungen. Und da liegt nun die Vermutung nahe, dass eine Schaltung, die 96kHz kann, stabiler sein muss, als eine Schaltung, die nur 44k1Hz kann. Eine nahe liegende Vermutung ist aber längst kein Beweis und besitzt somit keinesfalls Allgemeingültigkeit.

    Außerdem ist die "96kHz-Fähigkeit" beim 01V96 grundsätzlich gegeben. Somit sollten die Wandler bei 44k1Hz oder 48kHz nicht instabiler laufen, als bei 96kHz. Schließlich wird ja nicht die Schaltung gewechselt. Insofern ziehe ich mal die subjektiven Äußerungen über klangbeeinflussende Abtastrate massiv in Zweifel.

    So, jetzt habe ich mich mal wieder richtig :twisted: und kann mich wieder beruhigen :wink:

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    natürlich alles richtig, aber trotzdem klingen 01V96 und 02R96 bzw. DM1000/2000 in der Praxis besser wenn sie im 48kHz/24bit-Modus betrieben werden statt in 16/44,1. Intern arbeitet der DSP nämlich immer mit 24/96 (bzw. mit 32 Bit auf den Bussen), und das läßt sich aus 24/48 mit sehr geringem Rechenaufwand generieren. Im Gegensatz dazu müßte für ein wirklich verlustfreies Resampling eines Digitalsignals von 44,1kHz auf 48 kHz und umgekehrt auf über 7 MHz(!) hoch- und wieder runtergerechnet werden. Das passiert in der Praxis natürlich nicht, sondern es wird aus Mangel an Rechenkapazität gerundet...und das hört man einfach.
    Soweit so gut, nur: was fängt man in der Praxis mit einem 24bit/48kHz-Digitalsignal an? Entweder man wandelt es schon im Pult zurück auf analog und geht damit auf PA oder Sendeleitung oder man bleibt gleich digital auf 24/96, muß dann aber auf die Hälfte der internen Zumischeffekte verzichten, weil dem Pult einfach die Rechenkapazität ausgeht :evil:

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

    Einmal editiert, zuletzt von niggles (14. April 2006 um 03:48)

  • wora
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    • 14. April 2006 um 03:48
    • #24

    ich hab mich offenbar nicht korrekt ausgedrückt.

    44,1kHz ist meist auch mit 16Bit wortbreite verheitatet, und gegenüber 48kHz/24Bit gibt es sehr wohl praktische einschränkungen, vor allem im livebetrieb!

    der vorteil von 96kHz gegenüber 48kHz liegt in den besser funktionierenden filtern im höhenbereich. das ist auch messbar.
    aber für kleine gigs (für die das 01V ja auch gedacht ist) spielt das nur eine untergeordnete rolle.

    aus diesen erwägungen heraus empfehle ich 48Khz/24Bit.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • thieloliver
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    • 14. April 2006 um 11:44
    • #25

    So jetzt klick ich mich doch noch in den Digitalstammtisch ein
    .
    1. wo steht bitte, dass das Pult bei 44,1kHz nur noch mit 16Bit abtastet?

    2. Warum bitte sollte das Pult intern mit 96kHz arbeiten wenn die Taktfrequenz nach aussen nur 48 bzw 44,1 beträgt?
    wie erklärst Du Dir dann die Tatsache, dass Du bei der geringeren Samplingrate 4 Fx engines hast?
    Durch den Mehraufwand beim Umrechnen der Signale in 96kHz bestimmt nicht.

    3. warum soll eine Subgruppe einen anderen Summierungsalgorithmus haben als ein Auxweg oder der Master ?
    es sind alles Busse, sie haben alle die gleiche Ausstattung (EQ/Comp) und man kann alle auch direkt auf Omni Outs, ADAT Outs oder Slotouts routen.
    Und letztlich gibts (gerade im Studio) keinen Grund den einen oder anderen für mehr oder weniger wichtig zu halten und ihm deshalb weniger oder mehr Rechenleistung zu spendieren.

    was die Gainstruktur in den Kanälen und Bussen angeht stimme ich allerdings zu.
    Da sollte man vor allem nachm Komprimieren und EQen immer noch mal am Attenuator nachstellen. Auch in den Bussen.

  • wora
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    • 14. April 2006 um 16:35
    • #26

    ich erlaube mir mal auf die fragen von thieloliver ein bisschen einzugehen.

    zu 1.)
    niggles: im handbuch des pultes steht, das auch bei 44,1kHz die 24bit wortbreite angewendet wird.

    schade das für diese taktfrequenz keine dynamikwerte angegeben sind, bei 48 und 96kHz sind es 105dB. zumindest da wird also definitiv min. mit 20Bit gerechnet.

    zu der umrechnungsgeschichte muss ich niggles recht geben, das pult scheint ja primär auf 96kHz ausgelegt zu sein.
    wenn dann die maschine in 48kHz betrieben wird, fällt die umrechnung relativ einfach aus. die umrechnung auf 44,1kHz ist deutlich rechenintensiver.

    ich bleibe jedenfalls dabei:
    für dieses pult empfehle ich die 48kHz taktrate, das ist IMHO ein guter kompromiss.

    zu 2.)
    ob das pult tatsächlich intern immer mit 96kHz arbeitet?
    contra: dagegen spricht (wie thieloliver schon richtig anmerkte) die tatsache, das bei 48kHz doppelt so viele FX zur verfügung stehen.
    pro: dafür spricht, das das pult bei 48kHz die doppelte latenzzeit hat, da muss also irgendwo viel gerechnet werden...
    im handbuch habe ich dazu leider nix finden können.
    hmmmm...

    zu 3.)
    klausa hatte berichtet, das sich beim mixen von vielen signalen auf einen bus seiner meinung nach die soundqualität verschlechtert.
    dies ist eine beobachtung fernab von jeglicher diskussion um wortbreiten und der tatsache ob in den bussen EQs möglich sind oder nicht.
    welche ursache zu seiner beobachtung geführt hat ist leider immer noch nicht geklärt...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • WolfgangK
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    • 14. April 2006 um 16:48
    • #27

    Hallo,

    die Latenz ist (nicht nur aber immerhin auch) abhängig von der Taktfrequenz. Die Latenz muss mindestens 1 Sample lang sein. Häufig werden aber mehrere Samples parallel oder seriell verarbeitet, bevor das erste bearbeitete Sample am Ausgang anliegt.

    Bei gegebener Menge an Samples, die von einem Computer (und nichts anderes ist das 01V96) mit seiner im eingebauten Logik gleichzeitig verarbeitet werden, muss die Latenz somit bei halber Taktfrequenz doppelt so lang sein.

    Beim 01V96 wird eine Latenz von max. 1,6ms bei 48kHz und 0,8ms bei 96kHz angegeben. Da 1 Sample in diesen Fällen 20,8µs (48kHz) bzw. 10,4µs (06kHz) lang ist, können wir davon ausgehen, dass 77 Samples parallel oder seriel verarbeitet werden, bevor das erste wieder am Ausgang anliegt.

    Die Probe bei 96kHz bestätigt dieses: 77 Samples * 10,4µs = 800µs = 0,8ms.

    Viele Grüße
    Wolfgang

    Ton: Neuman KM18x, Yamaha DM7, LAB-Gruppen IPX/PLM+, Kling&Freitag CA1215, Line212, SWx15E, ...

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  • niggles
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    • 14. April 2006 um 18:23
    • #28
    Zitat von "wora"

    ich erlaube mir mal auf die fragen von thieloliver ein bisschen einzugehen.

    zu 1.)
    niggles: im handbuch des pultes steht, das auch bei 44,1kHz die 24bit wortbreite angewendet wird.

    ok, hatte ich nicht mehr im Kopf... Macht den Klang aber auch nicht besser, wenns digital mit S/PDIF (also in 16/44,1) auf die PA geht. Im Gegenteil, da muß gleich zweimal aufwendig und potentiell verlustbehaftet resampled werden, wenn das Pult (bzw. eigentlich nur dessen Wandler...) im 44,1 kHz-Betrieb läuft.
    Das ist von Yamaha nun mal suboptimal gelöst, daher bleibe ich bei meiner Empfehlung an den Threadersteller: Pult auf 48 oder noch besser 96 KHz, wenn man mit 2FX-Engines auskommt. Und dann entweder analog raus oder mit 24/96 oder zumindest im DAT-Format (16/48 ) digital auf den Controller.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • hwb
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    • 14. April 2006 um 19:02
    • #29

    Im 01V96 findet normalerweise keine Sampleratenkonvertierung statt. Bei Verwendung des digitalen 2TR Eingangs muss das Pult entweder als Slave arbeiten oder das andere Gerät separat mit einer WC versorgen. Ebenso läuft der 2TR out immer synchron zum Systemtakt des Pultes.
    SRC gibt's nur mit entsprechenden Erweiterungskarten (MY8-AE96S)

    Außerdem bedeutet S/PDIF nicht automatisch 16/44,1, auch wenn es ein Consumerformat ist.

  • audiobo
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    • 15. April 2006 um 14:11
    • #30

    Kenne jetzt leider das 01V96 nicht so richtig, aber von anderen Yamaha-Digi-Pulten weiss ich, dass die an den Digital-Ausgängen Dithering-Optionen zur Verfügung stellen. Die S/P-DIF-Schnittstelle ist übrigens für 24Bit ausgelegt, diese werden immer gesendet. Die Frage ist nur ob sie auch genutzt werden.

    Das mit der internen Samplerate von 96kHz sehe ich aufgrund der verschieden ausfallenden Rechnerleistung ebenfalls als Unsinn an, auch wenn ich´s in Bezug auf die EQ´s , Dynamics und NoiseShaping für sinnvoll halten würde.

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