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Bauprojekt: Ministage, das variable Podest.

  • Eliminator
  • 12. Juli 2006 um 19:06
  • Eliminator
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    3.105
    • 12. Juli 2006 um 19:06
    • #1

    Hi,

    bei mir startet momentan das Ministage-Projekt, nachdem ich sowas ähnliches bei einem Kunden als Drumpodest gesehen habe.

    Stückliste (für ein Ministage):

    1 Paletten-Aufsatzrahmen

    Dieses Bild zeigt 4 Stück davon auf einer Palette.


    1 Siebdruckplatte 1200x800x9mm

    1 Vierkantrohr 30x60x750mm

    2 Vierkantrohre mit Innenweite von 20-23mm, 100mm lang

    1 Dose Warnex


    Beschreibung:

    Der Palettenrahmen wird herumgedreht, so dass die Zentrier-Blechecken nach oben zeigen. Von den beiden kurzen Vierkantrohren wird eine "Wand" abgeschnitten, so dass aus dem Rest ein U entsteht. Man könnte stattdessen auch passendes U-Material nehmen, was jedoch dann keine gerundeten Kanten besitzt.

    Die beiden U-Stücke werden je auf einem Ende des langen Vierkantrohres angeschweißt. Das entstehende Teil wird von oben mittig auf den Palettenrahmen gesetzt und dient so als Versteifung.

    Auf dieses Gebilde wird die Siebdruckplatte zwischen die Blechecken gelegt, welche als Zentrierung dienen.


    So viel zur Funktionsweise. Mittels Zwischenstücken können dann mehrere Ministages unverrückbar miteinander verbunden werden. Anstelle der Siebdruckplatten kann man auch Gitterroste verwenden (um z.B. einen Gitarristen von unten unsichtbar mit Licht, Luftstrom und Nebel zu versorgen). In die Siebdruckplatten kommen noch Radmulden (passend zu meinem FOH-Rack), damit ich das Rack unverrückbar draufstellen kann.

    Genauso können mehrere Rahmen (ich empfehle für "Personenriser" max. 2) übereinander gestellt und damit ein höheres Podest verwirklicht werden.

    Momentaner Stand: Habe die Rahmen geholt und die Versteifungen angefertigt. Morgen kaufe ich die 2 Siebdruckplatten. Frage ist noch die Art der Lackierung: Soll ich dafür (auch für die Siebdruckplatte) Warnex nehmen oder soll ich die Standfläche mit Teppich beziehen?

    Fotos folgen...

    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • Online
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    4
    • 12. Juli 2006 um 19:57
    • #2

    warnex wir auf der platte nicht halten. was kostet die konstruktion wenn wir pro arbeitstunde inkl. konstruktion 20e zugrunde legen?
    gibt es mieter für das system?

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
    Trussing, Line Arrays

  • manuela
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    • 12. Juli 2006 um 20:43
    • #3

    wie heißen diese Platten die Layher für die Gerüste nimmt ?
    Das dürfte es sein, rotbraune Farbe hats schon.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Fischback
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    • 12. Juli 2006 um 20:45
    • #4

    das sind mpx platten mit Phenolharzbeschichtung.

    Schreibfehler sind absicht und dienen der allgemeinen Brettunterhaltung

    mfg maTze

  • manuela
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    • 12. Juli 2006 um 20:47
    • #5

    danke :)

    also das schlag ich vor. Lack wird abgerockt, geht nicht.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Eliminator
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    • 12. Juli 2006 um 23:40
    • #6

    Gut, also Warnex nur außenrum. Morgen werde ich mal zum Zuschnitt fahren und die Preise checken.

    Kosten:

    Palettenrahmen: Von 18Euro (flammneu) bis zu 0Euro (beim Chef lieb fragen bzw. im Holzschrott finden).

    Vierkantrohr: pro Podest ca. 5 Euro

    Preise für den Phenolzuschnitt habe ich morgen.

    Zeit:

    Holzrahmen aufklappen: 5 Sekunden

    Vierkantrohr abschneiden und schweißen: 20min.

    Phenolharzplatte am besten vom Zuschnitt, am saubersten und am schnellsten.

    Weiß jetzt nur noch nicht, woher Warnex und was es kostet.

    Hier das erste Foto vom "Rohmaterial"

    Rahmen mit Vierkantrohrstrebe


    FOH = Holz vor der Hütte!

  • Mechwerkandi
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    • 13. Juli 2006 um 09:01
    • #7

    Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie erinnert mich das ganze Konstrukt an ein Praktikabel...

  • Tobias Zw.
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    • 13. Juli 2006 um 09:17
    • #8

    Na, dann will ich Euch mal ärgern:

    Das sieht wirklich wie ein Praktikabel nach DIN 15920 Teil 1, Form KP, aus...

    :D

    Wie weist Du denn die erforderlichen Mindestverkehrslasten (2,5 kN/m² lt. DIN 15920 Teil 11) bzw. die Schwerentflammbarkeit nach DIN 4102 nach?

    :D

    Bah, ein böser Mensch kann einem auch wirklich alles vermiesen...

    :wink:

    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • manuela
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    • 13. Juli 2006 um 10:11
    • #9
    Zitat von "Tobias Zw."

    Das sieht wirklich wie ein Praktikabel nach DIN 15920 Teil 1, Form KP, aus...

    Eisenhäuser Platt :D

    was ist ein Praktikabel ?

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Tobias Zw.
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    • 13. Juli 2006 um 10:18
    • #10

    Als Praktikabel werden seit Jahrzehnten die in Theatern verwendeten Podeste bezeichnet, die aus einem faltbaren Rahmen und daraufgelegter Platte bestehen. Und weil es sie so lange schon gibt, sind sie in der DIN 15920 Teil 1 bis 15 genormt (incl. Schrägen, Eckpodesten usw...).

    MfG Tobias Zw.
    - nicht aus Eisenhausen! -

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • manuela
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    • 13. Juli 2006 um 10:23
    • #11

    danke Tobias.

    Eliminator nun würde ich mir an deiner Stelle Gedanken über einen evtl. vorhandenen Patent- oder Gebrauchsmusterschutz von "Praktikabel" machen. Vermutlich gibts den..

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Tobias Zw.
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    • 13. Juli 2006 um 10:31
    • #12
    Zitat von "Manuela"

    Eliminator nun würde ich mir an deiner Stelle Gedanken über einen evtl. vorhandenen Patent- oder Gebrauchsmusterschutz von "Praktikabel" machen. Vermutlich gibts den..

    Nö. Die Praktikabel wurden früher von den jeweiligen theatereigenen Handwerkern gebaut; deswegen gibt's auch heute noch alte Theater mit Praktikabeln in den abenteuerlichsten Maßen (180cm x 90cm, 200cm x 100cm, ...).

    @ Eliminator: Wie würdest Du denn Deine Podeste gegen Auseinandergleiten sichern?

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • ADMIN
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    • 13. Juli 2006 um 10:57
    • #13
    Zitat von "Tobias Zw."

    Nö. Die Praktikabel wurden früher von den jeweiligen theatereigenen Handwerkern gebaut; deswegen gibt's auch heute noch alte Theater mit Praktikabeln in den abenteuerlichsten Maßen (180cm x 90cm, 200cm x 100cm, ...).

    Eigentlich gibt's da 'ne Norm, und zwar die DIN 15920. Die würde auch die Größen regeln.

    Am Rande: Teil 11 dieser Norm regelt die sicherheitstechnischen Festlegungen, und die Erläuterungen zur BGV C1 verweisen auch explizit auf diese Norm.

    Zitat

    @ Eliminator: Wie würdest Du denn Deine Podeste gegen Auseinandergleiten sichern?

    @ Eliminator: Nach DIN 15920 ist eine Plattendicke von 30 mm vorgesehen, das hat auch sicher seine Gründe. Hast Du denn für Deine 9 mm einen statischen Nachweis?

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Tobias Zw.
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    • 13. Juli 2006 um 13:40
    • #14

    :D:D:D

    Aaaah, PA-Forum at it's best!

    :D:D:D

    @ Micha: Ich habe doch oben auf die Norm verwiesen... aber deswegen darf man doch in anderen Größen bauen. Z. B. 120cm x 80cm Palettengröße.

    Die Norm gibt vor:

    Als Standardlängen 50cm, 100cm, 150cm, 200cm;
    als Standardbreiten 50cm und 100cm;
    als Höhe für Bühnenaufbauten 16,7cm, 33,3cm, 50cm, 66,7cm, 83,3cm, 100cm, 150cm, 200cm, 216,7cm, 233,3cm, 250cm und 300cm;
    als Höhe für Studioaufbauten 12,5cm, 16,7cm, 25cm, 33,3cm, 50cm, 75cm, 83,3cm, 100cm, 150cm, 300cm, 216,7cm, 233,3cm, 250cm und 300cm.

    Also wäre noch zu klären, ob die Praktikabel im Studio oder auf der Bühne verwendet werden... -> bestimmungsgemäßen Gebrauch beachten!

    Am Besten finde ich dann allerdings DIN 15920 Teil 11 Punkt 8:
    "An gut sichtbarer Stelle sind dauerhaft anzugeben:
    Gewichtskraft in kN
    Kurzbezeichnung nach DIN 15920 Teil 1 oder 2
    Brandverhalten nach DIN 4102 Teil 1
    Verkehrslast in kN/m²"

    Woah, woah, woah... der arme Eliminator! So schnell hat man hier im Forum eine Grundsatzdiskussion losgetreten...

    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • Eliminator
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    • 13. Juli 2006 um 13:55
    • #15

    Naja, ist immer gut, wenn man nochwas dazulernen kann.

    Ich habe bislang weder eins gebaut noch verkauft oder vermietet. Wobei ich dies auch nicht vorhatte, sondern die Teile nur für den eigenen Gebrauch benutzen wollte.

    Daher bleibt mir noch die Möglichkeit, das Teil (bis auf die äußeren Abmaße) noch halbwegs normgerecht zu machen.

    Wieso darf aber dann eigentlich ein Bütec eine dünnere Platte haben?

    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • Tobias Zw.
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    • 13. Juli 2006 um 14:04
    • #16

    Hi Klaus,

    das ist hier ja auch alles mit sehr viel Augenzwinkern geschrieben.

    Zitat von "Eliminator"

    Wieso darf aber dann eigentlich ein Bütec eine dünnere Platte haben?

    Weil's nachgerechnet wurde, daß es hält. Das ist auch kein großes Hexenwerk, wenn Du die Festigkeitswerte der Platte hast. Eine Platte auf Durchbiegung zu berechnen, ist eine Sache von ein paar Zeilen.

    Mit freundlichen Grüßen vom gelangweilten, weil krankgeschrieben zu Hause liegenden und DIN-Bücher schmökernden

    Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • Eliminator
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    • 13. Juli 2006 um 14:15
    • #17

    Oh, dann mal gute Besserung!

    Das mit den 9mm war auch nur so eine Idee, weil der Kunde sowas in der Richtung auf seinen Podesten hatte. Werde gleich mal zu meinem Holzdealer fahren, vielleicht kann der mir ja sogar anhand seiner Unterlagen Angaben über die Festigkeit machen. Diese werde ich mir dann kopieren und abheften.

    Bin nämlich eigentlich genau so ein Sicherheitsfanatiker wie Ihr :)

    Zum Abschluß wird das Teil als praktischer Nachweis mit 200kg belastet und einen Tag lang im Lager stehen lassen.

    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

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    TomyN
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    • 13. Juli 2006 um 14:59
    • #18

    Hi,

    ich würde lieber 3*80kg HipHopper hüpfen lassen.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • Tobias Zw.
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    • 13. Juli 2006 um 17:29
    • #19

    Oder einen 240kg-Hiphopper. Erinnert sich eigentlich noch irgendjemand an Sir Mix-a-lot oder die Fat Boys?!?

    MfG Tobias Zw.
    - 110kg purer Rock'n'Roll -

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • buzz
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    • 13. Juli 2006 um 17:39
    • #20
    Zitat von "Tobias Zw."

    Erinnert sich eigentlich noch irgendjemand an Sir Mix-a-lot oder die Fat Boys?!?

    Na klar, das waren Zeiten... Haben die Fat Boys nicht auch mal in sonem Klamaukstreifen mitgespielt..?

    Edit: Die Weather Girls sollen ja auch schon mehr als ein Bütec "zertanzt" haben, wenn ich dem Kollegen glauben darf, der die Tour seinerzeit begleitet hat... Das Modul sah jedenfalls nimmer gut aus...

    Gruß aus Nürnberg,

    Buzz (auch so gute 110kg, aber nicht purer R'n'R...)

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