Zu dem Gedanken muss ich jetzt leider ein bisschen ausholen, damit Ihr mich nicht gleich steinigt:
Ich komme eigentlich aus der Studio – Ecke und bin daher ein Fan von „Total Recall“. Hierzu verwende ich unter anderem ein 01V96.
Zur Verstärkung der Mic – Eingänge verwende ich zwei Tascam MA8 an einem Creamware A16 Ultra Wandler, so dass ich 16 zusätzlich Mic – Signale am 01V96 mischen kann.
Vor zwei Jahren fragte eine „Nachwuchscover – Band“ bei mir an, ob ich nicht Live – Sound für sie machen möchte. Wir machten einen Auftritt zusammen und es läuft jetzt (erfreulicherweise) immer besser. Bisher mischte ich alle Auftritte mit meinem 01V96 was auch ganz gut klappte. Ergänzt habe ich die Effektsektion um ein TC D-TWO und ein M-ONE XL .
In letzter Zeit gab es jetzt mehrere Auftritte bei denen wir mit unterschiedlichen PA – Verleihern arbeiteten. Dabei habe ich auf einigen größeren analogen Pulten mischen können (z. B. Soundcraft MH3). Seitdem bin ich absolut begeistert von den direkten Zugriffsmöglichkeiten auf EQ und AUX.
Mein einziges Problem dabei ist die Tatsache, dass ich jedesmal ein anderes Siderack da stehen habe, welches selten die Anzahl der Gates / Compressoren zur Verfügung hat, wie ich das gerne hätte. Ganz abgesehen davon, ich die Teile oft nicht kenne, die mir da zur Verfügung gestellt werden.
Da wir (noch) nicht in der Position sind, von einem Verleiher immer die gleiche Pult / Siderack – Kombination verlangen zu können, wollte ich mir ursprünglich ein M7CL32 oder LS9-32 zulegen. Allerdings vermisse ich jetzt dabei den direkten Zugriff auf die einzelnen Funktionen eines analogen Pults.
Eine Alternative wäre für mich z. B. Das ALLEN&HEATH ML3000-832B (wegen der 8 VCA - Gruppen). Wäre preiswerter als die beiden genannten Digitalpulte.
So, und jetzt zu meinem (vielleicht verrückten) Gedanken.
Ich verwende mein 01V96 als Siderack an einem Analogpult. Gates / Kompressoren sind ja genügend vorhanden, 4 Effektgeräte auch. Und es ist recall – fähig.
Ich würde die Inserts in das 01V96 über die Inputs am ADAT – Wandler einschleifen, in einen Eingangskanal patchen, danach durch Gate und Kompressor und dann über Direct Out, Post Fader, zurück an den ADAT-Wandler und ins Analogpult.
Einige Fragen hierzu stellen sich mir:
Wird es in in so einer Konstellation Latenzprobleme geben, wegen der A/D/A – Wandlung?
Besteht ein großer qualitativer Verlust?
Würdet Ihr jetzt noch ein „großes“ Analogpult kaufen?
Bin über jede Meinung dankbar.
So, und jetzt könnt' ihr mich wegen der kranken Idee (oder dem langen Posting) in der Luft zerreissen.