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01V96 als Siderack

  • stronoff
  • 31. Oktober 2006 um 22:57
  • stronoff
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    • 31. Oktober 2006 um 22:57
    • #1

    Zu dem Gedanken muss ich jetzt leider ein bisschen ausholen, damit Ihr mich nicht gleich steinigt:

    Ich komme eigentlich aus der Studio – Ecke und bin daher ein Fan von „Total Recall“. Hierzu verwende ich unter anderem ein 01V96.

    Zur Verstärkung der Mic – Eingänge verwende ich zwei Tascam MA8 an einem Creamware A16 Ultra Wandler, so dass ich 16 zusätzlich Mic – Signale am 01V96 mischen kann.

    Vor zwei Jahren fragte eine „Nachwuchscover – Band“ bei mir an, ob ich nicht Live – Sound für sie machen möchte. Wir machten einen Auftritt zusammen und es läuft jetzt (erfreulicherweise) immer besser. Bisher mischte ich alle Auftritte mit meinem 01V96 was auch ganz gut klappte. Ergänzt habe ich die Effektsektion um ein TC D-TWO und ein M-ONE XL .

    In letzter Zeit gab es jetzt mehrere Auftritte bei denen wir mit unterschiedlichen PA – Verleihern arbeiteten. Dabei habe ich auf einigen größeren analogen Pulten mischen können (z. B. Soundcraft MH3). Seitdem bin ich absolut begeistert von den direkten Zugriffsmöglichkeiten auf EQ und AUX.

    Mein einziges Problem dabei ist die Tatsache, dass ich jedesmal ein anderes Siderack da stehen habe, welches selten die Anzahl der Gates / Compressoren zur Verfügung hat, wie ich das gerne hätte. Ganz abgesehen davon, ich die Teile oft nicht kenne, die mir da zur Verfügung gestellt werden.

    Da wir (noch) nicht in der Position sind, von einem Verleiher immer die gleiche Pult / Siderack – Kombination verlangen zu können, wollte ich mir ursprünglich ein M7CL32 oder LS9-32 zulegen. Allerdings vermisse ich jetzt dabei den direkten Zugriff auf die einzelnen Funktionen eines analogen Pults.

    Eine Alternative wäre für mich z. B. Das ALLEN&HEATH ML3000-832B (wegen der 8 VCA - Gruppen). Wäre preiswerter als die beiden genannten Digitalpulte.

    So, und jetzt zu meinem (vielleicht verrückten) Gedanken.

    Ich verwende mein 01V96 als Siderack an einem Analogpult. Gates / Kompressoren sind ja genügend vorhanden, 4 Effektgeräte auch. Und es ist recall – fähig.

    Ich würde die Inserts in das 01V96 über die Inputs am ADAT – Wandler einschleifen, in einen Eingangskanal patchen, danach durch Gate und Kompressor und dann über Direct Out, Post Fader, zurück an den ADAT-Wandler und ins Analogpult.

    Einige Fragen hierzu stellen sich mir:

    Wird es in in so einer Konstellation Latenzprobleme geben, wegen der A/D/A – Wandlung?
    Besteht ein großer qualitativer Verlust?
    Würdet Ihr jetzt noch ein „großes“ Analogpult kaufen?

    Bin über jede Meinung dankbar.

    So, und jetzt könnt' ihr mich wegen der kranken Idee (oder dem langen Posting) in der Luft zerreissen.

  • secluded
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    • 1. November 2006 um 00:15
    • #2

    Der Gedanke ist nicht schlecht.

    Vorab: Ich bin auch ein Freund und nutzer der digitalen Technik (sowohl im Studio, als auch Live).

    Das 01v96V2 hat eine Signalverzögerung (laut Angaben im Handbuch) von 1,6ms bei 48kHz und 0,8ms bei 96kHz.
    ...da Du von 4 Effekten tippst, gehe ich davon aus, daß Du das Pult mit 44,1kHz / 48kHz fährst (was für Live auch locker ausreichend ist in meinen Augen (Ohren).

    Das 01V96 als (so gehesehen) "Channelstrip" für Mics zu nutzen ist nicht neu. Habe so was schon mal gesehen... Da wurden Funkstrecken über das 01V96 (ebenfalls eingebaut ins Side-Rack) vorgemischt, mit Kompressor und evtl. Chann-Delays & Effekten versehen und dann über eine analgoe Karte die einzelnen Channels auf eine große analoge Konsole gegeben, in der so gesehen nur noch die Mute-Gruppen, Pegel und Routing auf die PA von nöten war.

    Praktischerweise (wie von Dir angesprochen) spart man sicherlich den doppelten Platz, wenn man für die Anzahl an Mics Kompressoren, Gates, Delays und weiteres, die Hardware durch ein 01V ersetzt.
    Gut - das Pult braucht auch locker 60cm Platz (mit Luft für Anschlüsse hinten, respektive oben dann), aber immer noch bedeutend weniger, wie Outboard-Equipment für jeweils 16 x Gate, Comp...etc

    Jedoch würde ich Dir (wie Du auch selber wohl schon im Kopf hast) mal dazu raten mit einem LS9-32 das ganze auszuprobieren, bevor Du eine Verkabelung von Mics zum 01V, dann weiter zu 'ner analogen Konsole und von dort aus evtl. zu einem weiteren Siderack planst.

    Preislich liegt ein LS9 (oder auch ein weiteres 01v, welches man kaskadiert) weit unter einer analogen Konsole + (!!) Siderack mit gleichwertigem in ähnlich nutzbarer Anzahl vorhandenem Outboard-Equipment, welches auch noch eine ähnliche Qualität hat.
    Ich weiß, ich weiß... Analog mit Digital sollte man nicht vergleichen (wäre dann der 2. in dem Thread, der gesteinigt werden würde)...
    ...jedoch bietet ein LS9-32 z.B. für den Preis (knapp 11.000.-€) unschlagbare Möglichkeiten, die man mit der gleichen Investitions-Summe analog NICHT hinbekommen kann (...außer man kauf Bääähringer oder bei Monacor und Konsorten). Der Platzbedarf spielt ja sicher auch eine Rolle...

    Wenn Du schon mit 'nem 01V umgehen kannst, dann wäre meine Meinung:
    Bleib bei Digital, schau nach entweder 'nem 2. 01v und kaskadier die oder (wenn's der Geldbeutel zuläßt) hol' Dir 'ne größere Digi-Konsole; von Yamaha ;) - die A&H kenn' ich ned, kann deswegen auch nix dazu sagen. Hab aber selber 4 Digitale von Yamaha, weil die mich einfach von Anfang an überzeugt haben (sowohl in der Qualität des Klanges, als auch in der Bedienung). An Pulte kann man sich gewöhnen, aber umgewöhnen fällt schwerer, wie ein ähnliches Prinzip auf eine neuere Konsole des gleichen Herstellers zu übernehmen.


    *auf steine wartend*


    sec

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

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  • raumklang
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    • 1. November 2006 um 00:59
    • #3
    Zitat von "stronoff"


    Dabei habe ich auf einigen größeren analogen Pulten mischen können (z. B. Soundcraft MH3). Seitdem bin ich absolut begeistert von den direkten Zugriffsmöglichkeiten auf EQ und AUX.

    Bei mir ist es genau umgekehrt: Ich komme vom analogen Pult und bekomme immer mehr digitale Kisten hingestellt.

    Die funktionieren zwar alle irgendwie, der Umstieg fällt aber nicht leicht (eben u.a. aus den von Dir genannten Gründen).

    Blöd z.B. am 01V96 finde ich die Layer-Geschichte. Im Studio absolut ok. Live habe ich aber oft das Problem, dass z.B. Vocals und Gitarren auf zwei verschiedenen Layern landen.

    Da ich zu den Leuten gehöre, die teilweise gleichzeitig an den Vocal-Effekten und am Gitarren-EQ drehen ist das im digitalen Feld einfach unpraktisch, zumal ich eh immer nur _einen_ Kanal gleichzeitig bearbeiten kann.


    Zitat von "stronoff"


    Würdet Ihr jetzt noch ein „großes“ Analogpult kaufen?

    Ein definitives "Ja". Für _mich_ sehe ich ab einer bestimmten Größenordnung/Qualitätsstufe noch keinen Raum für Digitalkisten.

    Es gibt einige Anwendungsfälle, bei denen ich gerne mit kleinen digitalen arbeite (Clubgigs mit wenig Platz, Konferenzen mit wenig Schrauberei...).
    Bei allen anderen Jobs, wo wenigstens Platz für ein 20HE Rack und eine GL ist, nehme ich das auch mit, weil ich damit nach wie vor besser, effektiver und schneller arbeiten kann.

    Bei den Club-Geschichten ist der Faktor Schlepperei und Aufbauzeit natürlich ein großer Faktor. Wenn man da seine Presets im Pültchen hat und kein Siderack mehr schleppen und anschließen muß, ist das natürlich nett.
    Kreatives und "aufmerksames" Mischen geht für mich aber nicht digital.

  • stronoff
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    • 1. November 2006 um 17:46
    • #4

    Erstmal vielen Dank für Eure Antworten und die "Nichtsteinigung".

    Zitat


    Jedoch würde ich Dir (wie Du auch selber wohl schon im Kopf hast) mal dazu raten mit einem LS9-32 das ganze auszuprobieren, bevor Du eine Verkabelung von Mics zum 01V, dann weiter zu 'ner analogen Konsole und von dort aus evtl. zu einem weiteren Siderack planst.

    Mein Plan war ja gerade kein weiteres Siderack zu verwenden, sondern einen 01V - Kanalzug wirklich nur über die vorhandene Inserts am Analogpult einzuschleifen.

    Ich weiss eben nicht, ob ich mich mit einem LS9 wirklich verbessere. Ich habe zwar statt 16 Fadern dann 32, aber weiterhin keinen direkten Zugriff auf die AUX - Wege.

    Aus meiner Sicht müsste ein Live - Digitalpult pro Kanalzug mindestens 2 Drehencoder für die Aux - Wege haben die dann halt paarweise umschaltbar sein müssten. Aber zwei Auxe im direkten Zugriff wären Live meiner Meinung nach schon erforderlich. Oder vermisst Ihr die nicht???

    Ich frag' mich wie die M7CL Live - Mischer damit klar kommen. OK, die haben dann für den Selected Channel alle Auxe im Zugriff, aber halt auch nur für den einen Kanal. Die LS9 - User haben einen Aux für den selektierten Kanal im Zugriff.

    Also, ich denk' echt über ein neues Analogpult nach...

  • secluded
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    • 1. November 2006 um 18:00
    • #5
    Zitat von "stronoff"

    Aus meiner Sicht müsste ein Live - Digitalpult pro Kanalzug mindestens 2 Drehencoder für die Aux - Wege haben die dann halt paarweise umschaltbar sein müssten. Aber zwei Auxe im direkten Zugriff wären Live meiner Meinung nach schon erforderlich. Oder vermisst Ihr die nicht???


    Das stimmt schon. Wäre etwas, an das die Entwickler und Hersteller von Live-Pulten mal nachdenken sollten.
    Jedoch gibt's beim 01V ja die Möglichkeit am Display die Auxe komplett anzeigen zu lassen und daraufhin auch mit den Cursors und dem Drehrad zu verstellen.
    Mit 'nem Touch-Screen wäre das sicherlich auch einfacher und schneller zu bewerkstelligen. An einem M7CL hatte ich leider noch nicht die Freude arbeiten zu können, stelle mir das aber sicherlich viel einfacher vor, wenn man im Channel-View auf das tippt, was man direkt ändern möchte.

    sec

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  • raumklang
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    • 1. November 2006 um 18:35
    • #6
    Zitat von "secluded"


    Mit 'nem Touch-Screen wäre das sicherlich auch einfacher und schneller zu bewerkstelligen. An einem M7CL hatte ich leider noch nicht die Freude arbeiten zu können, stelle mir das aber sicherlich viel einfacher vor, wenn man im Channel-View auf das tippt, was man direkt ändern möchte.

    Hallo? Das geht bei _jedem_ billigsten Analogpult bedeutend schneller und besser.
    Die Entwicklung einer funktionierenden Benutzeroberfläche, die mich so arbeiten lässt, wie ich es für richtig halte ist schon reichlich alt.
    Wie gesagt - kann jedes Analogpult.
    Wo ist das Problem, in die Digi-Gurken ein paar gammelige Encoder zu schrauben, die für die Auxe und einige andere Funktionen zuständig sind.

    Bezogen auf die M7CL: Wozu die ganzen Fader gut sein sollen, weiß kein Mensch. Man hätte die Kiste bei _der_ Oberfläche (Centralogic, Touchscreen) ca. 1/3 so groß bauen können, ohne das es _noch_ unpraktischer geworden wäre hätte man die Kanalfader weggelassen.

    Sinnvoll aus meiner Sicht wäre:
    - Direkter Zugriff auf alle Auxe von _jedem_ Kanalzug aus per Encoder (kann nicht die Welt kosten)

    - FX, EQ, Compressor, Gate und sonstige Spielereien, an denen ich nur alle 300 Jahre während der Show schrauben muß an _einer_ definierten Stelle (z.B. wie bei Allen & Heath am oberen Rand) untergebracht. Auswahl über Select-Taster.

    Macht die Kiste nicht größer, aber deutlich besser bedienbar.
    Komischerweise kriegen unsere japanesischen Freunde das nicht auf die Reihe. Ist aber auch kein Wunder, wenn man sich OSDs von asiatischen TV-Geräten anschaut.

    Weiterhin fände ich es sinnvoll, einen Touchscreen ausschließlich für virtuellen Outboard-Kram zu haben. Z.B. die grafischen in den Auxen, FX etc.
    Statt sich durch 123 Menüs zu wühlen, um "mal eben" ein Feedback auf Aux 3 zu beheben, wäre das mit _einem_, maximal zwei Klicks auf den Touchscreen getan. Und zwar aus _jeder_ Betriebssituation heraus.

    Bis das mal irgendein Hersteller kapiert hat, arbeite ich weiterhin lieber analog.

  • oton
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    • 1. November 2006 um 20:03
    • #7
    Zitat von "RaumKlang"


    Die Entwicklung einer funktionierenden Benutzeroberfläche, die mich so arbeiten lässt, wie ich es für richtig halte ist schon reichlich alt.
    Wie gesagt - kann jedes Analogpult.
    Wo ist das Problem, in die Digi-Gurken ein paar gammelige Encoder zu schrauben, die für die Auxe und einige andere Funktionen zuständig sind.

    Also, erstens sind an Analogpulten die Oberflächen auch oft anders und teilweise auch durchaus mal verwirrend (Yamaha PM 3500, Mackie 8-Bus), und zweitens sind "gammlige" Encoder für EQ/AUX etc. an den meisten Digitalpulten zur Genüge vorhanden. Deine Aussagen klingen irgendwie als wäre ein Yamaha Promix 01 dein letztes Pult gewesen, sorry ...

    Zitat von "RaumKlang"

    Bezogen auf die M7CL: Wozu die ganzen Fader gut sein sollen, weiß kein Mensch. Man hätte die Kiste bei _der_ Oberfläche (Centralogic, Touchscreen) ca. 1/3 so groß bauen können, ohne das es _noch_ unpraktischer geworden wäre hätte man die Kanalfader weggelassen.

    Lustig, genau das Feature loben die meisten "Analogen" und verfluchen jedes Layer, z.B. am PM 5 D ... so von wegen Übersicht und so ...


    Zitat von "RaumKlang"

    FX, EQ, Compressor, Gate und sonstige Spielereien, an denen ich nur alle 300 Jahre während der Show schrauben muß an _einer_ definierten Stelle (z.B. wie bei Allen & Heath am oberen Rand) untergebracht. Auswahl über Select-Taster.

    Also, ich schraube an diesen "Spielereien" ständig während einer Show herum, und sie sind bei 99% der Digitalpulte ja auch "an _einer_ definierten Stelle". Auch hier keine Ahnung was du eigentlich bemängelst.

    @Threadstarter:

    Ich würde bei Digital bleiben, da die Verstrickung des 01V96 als Siderack jetzt nicht umbedingt die Übersichtlichkeit und Bedienung vereinfacht, ausserdem hast du dann wieder die Kabellei und die vielen Wandler ... macht nicht wirklich Sinn.
    Wenn du es übersichtlicher brauchst nimm ein übersichtlicheres Digitalpult mit mehr Encodern, wie z.B. M7CL/LS9 etc.

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • raumklang
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    • 1. November 2006 um 20:15
    • #8
    Zitat von "oTon"


    Also, erstens sind an Analogpulten die Oberflächen auch oft anders und teilweise auch durchaus mal verwirrend (Yamaha PM 3500, Mackie 8-Bus),

    Was das angeht, gebe ich Dir durchaus recht. Allerdings haben alle eins gemeinsam: Direkten Zugriff auf AUX, EQ, Gain, Pan. Und zwar, wenn ich will und genügend Hände frei habe, an 1...n Kanälen gleichzeitig, ohne ersxt Gnöbbsche zu drügge.

    Zitat von "oTon"


    und zweitens sind "gammlige" Encoder für EQ/AUX etc. an den meisten Digitalpulten zur Genüge vorhanden. Deine Aussagen klingen irgendwie als wäre ein Yamaha Promix 01 dein letztes Pult gewesen, sorry ...

    Mein letztes digitales war ein M7CL.
    Zeig mir bitte, wo da an _jedem_ Kanal, für den auch hardwareseitig ein Fader vorhanden ist, Encoder für _jeden_ Auxweg, für EQ und Pan sind.
    Da greifst Du nämlich ins leere.

    Zitat von "oTon"


    Lustig, genau das Feature loben die meisten "Analogen" und verfluchen jedes Layer, z.B. am PM 5 D ... so von wegen Übersicht und so ...

    Sorry, wenn Du mich nicht verstehst: An jedem analogen Pult gibt es Auxregler in _jedem_ Kanal, so dass ich z.B. gleichzeitig zwei Kanäle bearbeiten kann. (wenn ich es denn will).
    Bei eienr M7 muß ich den Kanal auswählen, regeln, den nächsten auswählen usw. usf.
    Gleiches gilt für EQs. Da finde ich analog deutlich intuitiver.
    Layer gehen schon mal garnicht, zumindest live.


    Zitat von "oTon"


    Also, ich schraube an diesen "Spielereien" ständig während einer Show herum, und sie sind bei 99% der Digitalpulte ja auch "an _einer_ definierten Stelle". Auch hier keine Ahnung was du eigentlich bemängelst.

    Ich bemängle ganz einfach, dass ich mich erstmal durch 20 Bildschirmseiten wühlen muß, um dahin zu kommen, wo ich eigentlich hin will.
    Aus dem gleichen Grund kommt jetzt wieder ein analoges Pult ins Studio.
    Will ich am Delay schrauben, greife ich zum D-TWO, zickt ein Gate, habe ich es in Hardware direkt vor mir.

    Ok, wenn ich EQ mache, geht das auch per M7 relativ fix, wenn ich 3 Kanäle nacheinander bearbeiten will. Möchte ich aber in einem Kanal den EQ, im anderen das Gate und im nächsten das Delay bearbeiten, geht die Klickerei los.

  • secluded
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    • 1. November 2006 um 21:55
    • #9
    Zitat von "RaumKlang"

    Hallo? Das geht bei _jedem_ billigsten Analogpult bedeutend schneller und besser.

    DAS ist mir bekannt ;)
    Meines Erachtens ging es jetzt um ein Digitales Pult... (wohl falsch aufgefasst)

    Zitat von "RaumKlang"

    Ok, wenn ich EQ mache, geht das auch per M7 relativ fix, wenn ich 3 Kanäle nacheinander bearbeiten will. Möchte ich aber in einem Kanal den EQ, im anderen das Gate und im nächsten das Delay bearbeiten, geht die Klickerei los.


    Das stimmt...
    Selbst bei meinem 01V96 Live nutze ich teilweise noch externe Kompressoren, da sich im Laufe einer 2-3 Stunden Theateraufführung die Stimme doch ziemlich verändern kann, welches neue Einstellungen am Kompressor benötigen. Würde auch im 01V96 ebenso schnell gehen, jedoch bin ich in der Hinsicht ein echter Zwitter, was die benutzung von analoger und digitaler Technik beanlangt.

    Bei 'nem Konzert isses auch verständlich, wenn man schnell und zügig auf viele verschiedene Werte (AUX, EQ, Kompressor-Einstellung, Gate-Wert.....) zugreifen muß, und dies auch kann. Da kann analog nicht wirklich mithalten, was die Geschwindigkeit des Bedienens beanlagt.

    Der Einsatz eines analogen oder digitalen Pultes hängt in meinen Augen (und sicher in vielen anderen auch) immer davon ab, für welchen Einsatzzweck man ein Pult benötigt.

    btt:
    das 01V96 als Kompressor/Gate/EQ-Rack zu verwenden ist eine recht nette Einsatzmöglichkeit.


    sec

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  • stronoff
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    • 1. November 2006 um 22:52
    • #10

    Wie würdet ihr die Qualität des Gates / Kompressors im 01V96 im Vergleich zu den üblicherweise verwendeten BBS / DBX - Teilen beurteilen?

    Werden in den Digitalpulten von Yamaha die gleichen Algorithmen verwendet?

  • werkstattfreak
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    • 1. November 2006 um 23:21
    • #11

    Keine schlechte Idee. Wegen der Latenzzeiten würde ich mir keine Sorgen machen und mit einer zusätzlichen MY16-AT hast Du insgesamt 24 In / Outputs, zusätzlich zu den Analogen Anschlüssen.
    Ich kenne jemand (sehr gut), dessen Frontplatz besteht aus dem 01V und einem 3 HE Rack mit Wandlern für zusätzliche Inputs. Ist der Laptop mit dabei, macht er damit 20 Inputs von der Bühne und 20 - Spur HD - Recording. Beides klingt immer gut und passt in jeden Kofferraum.

    Zitat von "stronoff"

    Würdet Ihr jetzt noch ein „großes“ Analogpult kaufen?

    In der Company, für die ich jetzt arbeite, definitiv nicht. Im Gegenteil, wir versuchen, die grossen Analogen zu verkaufen, bis auf das H 3000, speziell als Monitorkonsole.
    Für`s Rock `Roll Business: Ein gut erhaltenes gebrauchts macht noch Sinn, ein neues lohnt sich kaum noch.

    Zitat von "RaumKlang"

    Ein definitives "Ja". Für _mich_ sehe ich ab einer bestimmten Größenordnung/Qualitätsstufe noch keinen Raum für Digitalkisten.

    Jain !!! Als Festival - Monitorkonsole ist z.B. das H 3000 immer noch unverzichtbar für uns. Aber:

    Beispiel 1: PM5D

    Du hast alle Fader vor Dir, drückst "Select" und hast Zugriff auf alle Funktionen, wie bei einem grossen Analogpult. Noch ein Vorteil: Ich hatte das Pult noch nie vor mir, habe es ausgepackt, angeschlossen, und eine Minute später kam der Ton da raus, wo ich es haben wollte. "RTFM" ghört damit dem digitalen Mittelalter an.

    Beispiel 2: Digico D5

    Eigentlich ohne Worte, sowohl klanglich als auch die Vielseitigkeit betreffend. Da kann einfach kein Analogpult mehr mithalten. Wir benutzen es u.A. für Liveübertragunger der WRD - Rundfunksymphonieorchesters, also auf Edelbaustellen.

    Thomas

  • raumklang
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    • 2. November 2006 um 00:04
    • #12
    Zitat von "Werkstattfreak"

    Jain !!! Als Festival - Monitorkonsole ist z.B. das H 3000 immer noch unverzichtbar für uns.

    Hatte ich erwähnt, dass ich (leider) selten in der H3000-Liga zu tun habe?
    Arbeiten darf ich damit schon mal, für ein eigenes kostet der Tisch einfach ein paar Cent zu viel.

    Die meisten Jobs, die hier anfallen, bestehen aus der typischen Top-40, Zelt und Karnevalsnummer.

    Sicherlich eine Budgetfrage. Aber ganz ehrlich: Eine H3000 zahlt Dir hier auf dem Land _kein_ Kunde.
    Eine M7 wäre sicherlich vom Preis her interessant. Da sich aber 99% aller Jobs analog bewältigen lassen, sehe ich keinen Grund dafür, so ein Baby anzuschaffen.

    Vielleicht ändert sich das, wenn ich mal die iLive unter den Fingern hatte, die finde ich vom Konzept her bis jetzt ganz gelungen, nicht zuletzt auf Grund des digitalen Cores und einiger Detaillösungen.
    Wenn sich die Bedienung so gestalten sollte, wie ich das bisher erwarte und der Preis sich im Rahmen einer ML-5000 einpegelt, sicherlich von Interesse.

  • werkstattfreak
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    • 2. November 2006 um 01:26
    • #13

    O.k.und sorry, ich wollte Dir bestimmt nicht zu nahe treten.

    Zitat von "Raunklang"

    Aber ganz ehrlich: Eine H3000 zahlt Dir hier auf dem Land _kein_ Kunde.

    Dafür machen wir kaum noch Rock `n Roll, weil wir dafür zu teuer sind. Schade, aber solange der Markt einigermaßen gerecht verteilt ist und nicht weiter ein Riese versucht, alle anderen vom Markt zu verdrängen...

    Klar ist auch bei uns die Auslastung der Pulte in der mittleren Preisklasse bedeutend höher als bei den "ganz Großen" aber auch die bringen Ihr Geld.

    Die "DM" bzw "96" - Serie von Yamaha hat zwar immer noch kleine Macken in der Bedienung, sind aber durchaus livetauglich, wenn man ein bisschen Übung hat. Ein DM 2000 steht regelmäßig als Monitorkonsole bei der WRD Big Band. Allerdings würde sich das auch nicht jeder unserer Techniker trauen ;)

  • raumklang
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    • 2. November 2006 um 02:20
    • #14
    Zitat von "Werkstattfreak"

    O.k.und sorry, ich wollte Dir bestimmt nicht zu nahe treten.

    Kein Thema, lass uns die Tage einfach mal nen Kaffee trinken :)
    (Rest per PN)


    Zitat von "Werkstattfreak"


    Dafür machen wir kaum noch Rock `n Roll, weil wir dafür zu teuer sind. Schade, aber solange der Markt einigermaßen gerecht verteilt ist und nicht weiter ein Riese versucht, alle anderen vom Markt zu verdrängen...

    Ich sehe da in den Verdrängungstaktiken einiger richtig großer Companies eher kein Problem für die vielen vielen kleinen (wie uns z.B.).
    Die Jobs, die Ihr macht (gerade erst aufgefallen, wer's ist...*g*), bzw. deren Größenordnung kann und will ich nicht machen.

    Meine Kundschaft ist zufrieden, finanziert mir regelmäßig meinen Kaffee und meine Brötchen zum Frühstück - und das soll auch so bleiben.

    Zugegeben, es gibt natürlich in meiner Größenordnung das Problem, dass ich z.B. nicht für jeden Job das exakt passende Pult hinstellen kann.

    Showtec, um mal bei Dir im Laden zu bleiben, hat eben alles vom MX12 bis zur H3000. Wenn die große dann mal einen Tag im Lager steht, tut das nicht weiter weh.
    Ich bin froh, wenn meine Tischlein ausgelastet sind und überlege eben 3 mal, ob es sich lohnt, vielleicht doch eine 01V96 anzuschaffen, weil eben 4 Jobs im Jahr für das Ding da wären (dafür kann ich auch zumieten).

    Es kommt aber auch durchaus mal vor, dass eine GL 3 Wochen unangetastet rumsteh - was in meiner Größenordnung schon nicht mehr so schön ist :)

  • audiobo
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    • 2. November 2006 um 16:04
    • #15

    - Offtopic -

    werkstattfreak:

    Wie hat sich eigentlich das Soundcraft-Digi-Ding so im Test bei euch geschlagen?

    Btw.: Hattet ihr nach Mannheim Ende September noch mal die ART-Trenntrafos überprüft, ist da eine Erkenntnis zutage getreten? Ich überlege mir noch, 2-3 von den Dingern zu holen.

    - Offtopic/Ende -


    - ToTopic -

    Nette Idee mit dem "Digitalen Siderack", zumal sich bei Bedarf natürlich auch das komplette Pult als solches nutzen lässt. Eigentlich wär da auch mal eine faderlose Version recht interessant, ohne gleich das Geld für eine DME hinlegen zu müssen - ist warscheinlich wieder zu unwirtschaftlich für Yamaha aufgrund der Stückzahlen.

  • Michel
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    • 2. November 2006 um 19:20
    • #16

    Ein, zumindest für mich wichtiger Punkt ist bei der ganzen digital vs analog Diskussion bislang nie so recht zur Sprache gekommen und betrifft auch die Idee mit dem o1v: Ich meine die visuelle Kontrolle.

    Beispiel: an einem Analogen Frontplatz, fast egal welcher Größe, kann ich dank der vielen LEDs mit einem kurzen(!) Rundblick über Pult und Siderack sehr viele und wichtige Informationen über den Gesamtzustandes des Systems/des Mixes erhalten. Man sieht sofort ob man gerade einen Monitor EQ ins Clipping treibt, ein Kompressor im vernünftigen Rahmen arbeitet oder die Inputs gut aussehen. Bei bislang keinem Digitalsystem hab ich bislang diese gewohnte Kontrolle wiedergefunden. Das erzeugt bei mir immer ein gewisses Unbehagen wenn ich an einem Digitaltisch stehe. Ich bin irgendwie immer am Seiten blättern um mir all die Informationen zusammenzusammeln die ich bislang immer mit einem Blick vor Augen hatte. Dadurch kann ich für mich sagen das ich analog (noch) definitv entspannter und dadurch evtl. sogar besser arbeite. Vor allem bei vielen Inputs.

    Zum eigentlichen Thema:
    Die Idee finde ich gut, sehe aber zwei Problemchen:

    1. Siehe oben
    2. Wenn man nur einen Teil der Inputs mit den digitalinserts bearbeitet vierschiebt sich dadurch auch das Timing der Signale untereinander. Zwar wenig aber denoch spürbar. (Latenz)
    Wenn man also BD übers o1V gatet und die HH ohne Inserts daherkommt
    verändert man den Groove. Und da spielen dann auch 1ms eine Rolle.
    Beim 01V als Multieffekt in den Auxen ist das natürlich egal

    Denoch, ausbaufähige Idee

    Gruß, Michel

  • wora
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    • 5. November 2006 um 23:32
    • #17
    Zitat von "RaumKlang"

    ...
    Mein letztes digitales war ein M7CL.
    Zeig mir bitte, wo da an _jedem_ Kanal, für den auch hardwareseitig ein Fader vorhanden ist, Encoder für _jeden_ Auxweg, für EQ und Pan sind.
    Da greifst Du nämlich ins leere.
    ...


    man selektiert den entsprechenden kanal (beim M7 muss man dazu keine layer umschalten, alle inputs sind auf einer oberfläche!) und hat dann links vom touchscreen die entsprechenden encoder.

    alternativ gibt es eine nette funktion, die für einen ausgewählten auxweg alle faderstellungen anzeigt (sends on fader). damit kann man erstens sehr feinfühlig arbeiten und zweitens bekommt man eine nahezu perfekte übersicht über die zum aux gesendeten inputs. das geht mit analog wiederum nicht...
    wie oft ist es dir schon passiert, das du beim analogen pult aus versehen am falschen aux-regler gedreht hast? na? sei ehrlich. vor allem bei großen analogen konsolen kann man sich in der hektik eines soundchecks unter zeitdruck schon mal "vergreifen".
    allerdings teile ich deine meinung, das man an den digitalen sicherlich noch einiges verbessern kann - und muss.
    __________________________________________
    stronoff:
    zur ursprünglichen frage:
    die idee ist grundsätzlich nicht doof.
    allerdings verstehe ich den einwand, das man gerade am schlagzeug probleme bekommen könnte wenn man kanäle mit latenz (übers 01V) mit solchen ohne zeitverzögerung (unbearbeitet) mischen sollte.
    allerdings könnte ich mir vorstellen, das dies nicht für alle drummer gilt ;)

    noch eine anmerkung:
    du hast erwähnt, das der verleiher nicht genügend dynamics in sein analoges siderack gepackt hatte.
    da du diesbezüglich ja verwöhnt zu sein scheinst (klar, wenn man immer die möglichkeit hatte gate und comp. pro kanal zu aktivieren), möchte ich dich mal bitten einfach mal testweise mit weniger kompressoren und gates zu arbeiten. wirklich nötig sind die ja nicht überall, bessere mikrofone und mikrofonierung bringen hier eindeutig mehr klanglichen zugewinn und vor allem mehr feedbackfreiheit 8)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • raumklang
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    • 6. November 2006 um 01:56
    • #18
    Zitat von "wora"


    man selektiert den entsprechenden kanal (beim M7 muss man dazu keine layer umschalten, alle inputs sind auf einer oberfläche!) und hat dann links vom touchscreen die entsprechenden encoder.

    Das ist wohl bekannt :)

    Allerdings hat das nichts mit meiner Forderung nach entsprechenden hardwareseitig vorhandenen Beidnelementen zu tun: Sprich: Aufbau des Channelstrips wie bei einer analogen Kiste.

    Was mich halt stört, ist der Umstand, dass ich erst einen Kanal auswählen muß, um ihn dann an zentraler Stelle bearbeiten zu können.
    Im Gegensatz dazu greife ich bei einer analogen einfach an den passenden Knopp im entsprechenden Kanal und gut.


    Zitat von "wora"


    alternativ gibt es eine nette funktion, die für einen ausgewählten auxweg alle faderstellungen anzeigt (sends on fader). damit kann man erstens sehr feinfühlig arbeiten und zweitens bekommt man eine nahezu perfekte übersicht über die zum aux gesendeten inputs. das geht mit analog wiederum nicht...

    Ich habe ja auch nicht behauptet, dass digital keine Vorteile hätte.

    Mit Auxen ist das auch alles noch zu händeln, anaolg bin ich bisher aber trotzdem noch schneller, wenn irgendwo ein Feedback auftritt.
    Bevor ich da in digital das passende gefunden habe, dauert es oft deutlich länger.


    Zitat von "wora"


    wie oft ist es dir schon passiert, das du beim analogen pult aus versehen am falschen aux-regler gedreht hast? na? sei ehrlich. vor allem bei großen analogen konsolen kann man sich in der hektik eines soundchecks unter zeitdruck schon mal "vergreifen".

    Passiert, keine Frage.
    Viel häufiger passiert es mir aber, dass ich gerade "mal" eben an einem Gate oder Compressor drehen möchte und mich dann erstmal durchklicken muß.
    Da sehe ich wiederum Vorteile in analogen Sideracks.


    Zitat von "wora"


    du hast erwähnt, das der verleiher nicht genügend dynamics in sein analoges siderack gepackt hatte.
    da du diesbezüglich ja verwöhnt zu sein scheinst (klar, wenn man immer die möglichkeit hatte gate und comp. pro kanal zu aktivieren), möchte ich dich mal bitten einfach mal testweise mit weniger kompressoren und gates zu arbeiten. wirklich nötig sind die ja nicht überall, bessere mikrofone und mikrofonierung bringen hier eindeutig mehr klanglichen zugewinn und vor allem mehr feedbackfreiheit 8)

    Gates an Toms spare ich mir z.B. in den meisten Fällen (gestimmte Trommeln, nicht all zu laute Bühne, gut mikrofoniert).
    Einzelkompression kommt auch eher bei sehr grenzwertigen Signalen zum Einsatz.

    Mein Standardsetup sieht eine Gruppenkompression der Trommelei vor, das gleiche für die Vocals (wobei da je nach Job auch schon mal einzelne Comps zum Einsatz kommen).

    Vorteilhaft ist dabei das unkomprimierte Monitorsignal.

    So gut wie alles andere bleibt unkomprimiert.
    Eventuell mal ein bischen Compressor am Bass oder an sehr grenzwertigen Gitarren - bei guten Bands kann man sich das meist trotzdem sparen :)

  • wora
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    • 6. November 2006 um 12:24
    • #19

    die sache mit den gates und kompressoren war nicht an dich gerichtet sondern an den thread-ersteller.
    _________________________
    der einzige wirklich nennenswerte vorteil von digitalpulten ist die einfache speicherbarkeit von szenen. das ist unbestreitbar in einigen situationen ein grosser vorteil, z.b. wenn mehrere bands nachmittags ihren soundcheck machen...
    über alles andere kann man sich natürlich streiten.

    ich gebe zu das ich nach wie vor auch lieber an analogen kisten arbeite, die haben definitiv die schnelleren zugriffsmöglichkeiten. wer das abstreitet wird von mir nicht ernst genommen.

    aber leider sieht es schwer danach aus, das die technikverliebte verleiherfraktion fast nur noch in digitalpulte investiert, folglich müssen wir uns als bandmischer damit arranggieren.
    und von den digitalen liegt mir die bedienphilosophie des M7 bisher am ehesten. es ist ja nicht ausgeschlossen, das es irgendwann mal besser bedienbare digitalpulte geben wird, aber im moment ist mir persönlich das M7 am liebsten. das LS9 wird es sicher nicht ablösen können, da hier die bedienung schon wieder deutlich komplizierter ist.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • raumklang
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    • 6. November 2006 um 12:43
    • #20
    Zitat von "wora"


    die sache mit den gates und kompressoren war nicht an dich gerichtet sondern an den thread-ersteller.

    Auch das war mir klar.
    Ich wollte nur Deinen Denkanstoß unterstützen :)

    Zitat von "wora"


    der einzige wirklich nennenswerte vorteil von digitalpulten ist die einfache speicherbarkeit von szenen. das ist unbestreitbar in einigen situationen ein grosser vorteil, z.b. wenn mehrere bands nachmittags ihren soundcheck machen...

    _Das_ ist allerdings ein großer Vorteil.
    Keine unübersichtlichen Cue-Sheets mehr.
    Das finde ich auch an digitalen Studioumgebungen sehr angenehm: Ich kann an 5 Projekten gleichzeitig arbeiten, ohne meine Einstellungen zu verlieren.

    In der Praxis sehen viele Baustellen zwar einen Vorab-Check aller Künstler vor, der findet dann meist aber doch eher "on the fly" direkt vor Auftritt statt. Und _dabei_ bin ich analog dann doch wieder besser dran.
    Wie mans macht - macht mans verkehrt.


    Zitat von "wora"


    aber leider sieht es schwer danach aus, das die technikverliebte verleiherfraktion fast nur noch in digitalpulte investiert, folglich müssen wir uns als bandmischer damit arranggieren.

    Ich kann die "Großen" in der Hinsicht durchaus verstehen.
    Eine M7 kann so gut wie jeden Job mehr oder weniger gut machen.
    Weniger Truckspace durch gespartes Siderack, weniger Verkabelei.
    Keine Diskussionen, was im Rack vorhanden sein muß - friß das, was drin ist oder stirb...

    Von der Kostenseite her lohnt sich die Kiste also sicherlich ab einer bestimmten Größenordnung, weil damit einfach viele Jobs gehen, für die man vorher mehr (und teureres) Zeugs durch die Gegend schleppen mußte.

    Ich persönlich denke über die Anschaffung einer kleinen Digitalen nach, um gewisse Jobs zu vereinfachen und zur Not per PKW(!) fahren zu können.

    Trotzdem bleiben die analogen Tische - eigentlich steht spätestens 2007 auch die Neuanschaffung einer 32er an.


    Zitat von "wora"


    und von den digitalen liegt mir die bedienphilosophie des M7 bisher am ehesten. es ist ja nicht ausgeschlossen, das es irgendwann mal besser bedienbare digitalpulte geben wird, aber im moment ist mir persönlich das M7 am liebsten. das LS9 wird es sicher nicht ablösen können, da hier die bedienung schon wieder deutlich komplizierter ist.

    Wie gesagt: Ich bin sehr auf die iLive gespannt.
    DSPs in der "Stagebox", Cat5 als Multicore, zumindest optisch ansprechende Bedienung. Wenn das Ding das kann, was ich erwarte und das zu dem gemunkelten Preis, wäre es für mich bei den Digitischen die erste Wahl.

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