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Mikro's anpusten bzw. klopfen

  • yamaha4711
  • 29. Januar 2007 um 16:19
  • yamaha4711
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    • 29. Januar 2007 um 16:19
    • #1

    Tacho zusammen!

    Ich hätte da mal ein Problem und zwar folgendes:
    Ich denke viele von euch kennen es... der Soundcheck läuft oder noch besser die VA läuft und nicht jeder Akteur ist Bühnenerprobt. Die meisten dieser Kadidaten (mitunter auch Bühnenerprobte Personen) testen dann das Mikro (geht das denn schon?) indem sie reinpusten bzw. dagegenklopfen.

    Was haltet ihr von dieser Methode?
    Ich denke sie ist legitim, solange man nicht reinPUHHHHHSTET und dabei noch die Essensreste des Frühstückes im Mikrokorb landen. Leider stelle ich immer wieder fest, daß die Personen auf der Bühne meinen wie Ede Wolf bei den Schweinchen einen Orkan losbrechen zu lassen oder eben es tritt der beschriebene "worst case" ein.
    Dasselbe Probleme habe ich mit dem Klopfen gegen den Korb.... manche dieser Zeitgenossen versuchen das Mikro als Hammer umzufunktionieren.
    Manch gutes Bändchenmikro würde diese Tortur wohl nicht überleben und in anbetracht dessen, daß ein Mikrofon ein sehr empfindliches Teil darstellt bekomme ich immer wieder bauchweh dabei.
    Warum kann man nicht einfach das Mikro nehmen und es im Sinne dessen benutzen wofür es gebaut wurde: reinsprechen!?

    Wie seht ihr das bzw. geht damit um?

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • Mechwerkandi
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    • 29. Januar 2007 um 17:19
    • #2
    Zitat von "yamaha4711"


    ... in anbetracht dessen, daß ein Mikrofon ein sehr empfindliches Teil darstellt bekomme ich immer wieder bauchweh dabei.


    Mit einem für den Bühneneinsatz geegneten Mikro kann ich problemlos eine Reisszwecke in den Monitor schlagen, um damit die Playlist anzuheften.
    Geht das Mikro dabei kaputt, war es für den angestebten Zweck ungeeignet.
    Oder es war nicht der Monitor...


    Zitat von "yamaha4711"


    Warum kann man nicht einfach das Mikro nehmen und es im Sinne dessen benutzen wofür es gebaut wurde: reinsprechen!?


    Weil 'reinpusten und klopfen häufig mehr Aufmerksamkeit erregt als der Wortbeitrag.

    Zitat von "yamaha4711"


    Wie seht ihr das bzw. geht damit um?


    Ignorieren.
    Is halt so...

    Selbst wenn Du versuchst, es jemandem beizubringen, hat er es doch im Umdrehen wieder vergessen.

  • yamaha4711
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    • 29. Januar 2007 um 18:07
    • #3

    Daß die Akteure das recht schnell wieder vergessen ist klar. Aber lieber rede ich mir jedesmal den Mund fusselig, als daß nachher das Material kontaminiert oder im Eimer ist.

    Achso... falls ich mal was zum reinkloppen habe komme ich gerne auf dein Angebot zurück und leih mir bei dir Ersatzweise für'n Hammer ein Mikro.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • discodude
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    • 29. Januar 2007 um 18:19
    • #4

    Wie ich damit umgehe??

    In dem ich für den Gesang in der Regel nur SM58 verwende.

    1. klingt zwar bescheiden aber man kann bis zu 100er Nägel damit in die Monitore schlagen ohne das sie den geist aufgeben

    2. stell ich mir immer wieder die frage warum die Sänger/in sich nicht selber ein Geangsmikro anschaffen kann ( bei den Instrumenten weren ja auch unter umständen einige tausend Euro investiert )

    3. habe ich immer Handschuhe dabei, also komm ich mit essensresten nicht in berührung.


    Ach so. Das erste Sm58 ( ca. 12Jahre alt ) von mir ist in dem örtlichen Jugendclub nach wie vor im einsatz. Und das fast jedes WE bei Hardcore/Punkrock Shows.
    Hatte es letztens mit einem 3 Monate alten SM58 vergleich gehört, und siehe da. Es klingt eigentlich noch recht gut.

    Gruß von Steffen

    Einmal editiert, zuletzt von discodude (29. Januar 2007 um 18:29)

  • Multicore
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    219
    • 29. Januar 2007 um 18:27
    • #5

    auch nett und aus der gleichen Fraktion wie die Mikrofonklopfer- und Puster... Redner biegt sich sein vorher ausgerichtetes Headset (Superniere) noch mal schön vor den Mund...oder steckt sich den Anstecker noch mal um (am besten gleich unter den Kragen - da trägt er optisch am wenigsten auf). :D

    Lämpchen glimmt - Schaltung stimmt!
    Techniker rot - Schaltung tot!

  • Campfire
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    • 29. Januar 2007 um 19:51
    • #6

    die meisten machens nur sehr sanft und kurz wenn man den Monitor prophylaktisch schon recht laut und das Mikro frühzeitig entmutet hat....

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • tufkaklto
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    • 29. Januar 2007 um 20:17
    • #7

    Ich hab kein Problem damit.
    Ist eher für die Vortragenden peinlich, wenn sie so agieren.
    Manche machen das aber absichtlich, auch wenn man es ihnen vorher sagt, um damit die nötige Aufmerksamkeit zu erregen.
    ( wenn Sie es schon sonst nicht schaffen :D )

    Da hab ich eher Haß, bei denen, die mir die Rednerpultmics verdrehen, weil sie glauben, diese mußten ganz eng beisammen sein. :twisted: :twisted:

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • chris216
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    • 29. Januar 2007 um 20:38
    • #8

    Pusten halte ich für recht gefährlich, weil der dabei entstehende Druck doch wesentlich größer ist als der Schalldruck eines gewöhnlichen Nutzsignals. Die wenigsten Menschen freuen sich, wenn man ihnen ins Ohr pustet, und dieser Vergleich ist recht hilfreich. Gehört zu meinem Standard-Repertoire an "Wie sag ichs dem Nicht-Techniker". Genau wie der Vergleich von Mikro und Taschenlampe, um die Richtcharakteristik zu verdeutlichen...

    Gruß,
    Christoph Holdinghausen

  • mario stoll
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    • 29. Januar 2007 um 20:46
    • #9

    Hallo

    Ich benutze für solche Sachen gerne den TrippleC (Multibandkompressor). Ratio recht hoch, ev Low-Band absenken. Und natürlich LowCut. Das funktioniert auch bei "zu stark poppenden Rednern..." mit Kleinmembran-Kondensator gut!
    Gruss
    Mario

  • yamaha4711
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    • 29. Januar 2007 um 22:22
    • #10

    Ein SM58 ist ein SM58 und bleibt ein SM58, auch wenn man es aus 2m Höhe auf den Boden fallen läßt. Reinpusten macht dem Teil auch nichts aus... alles recht und schön. Aber es gibt auch noch andere Mikro's neben dem SM58 und das lustige dabei ist, daß genau diese Leute dann reinpusten, die sagen "bitte kein SM58".
    Doch wie chris216 erwähnt: wer mag es denn wohl, wenn man einem ins Ohr pustet oder draufklopft?
    Daß sich der Akteur damit selbst bloßstellt ist ein anderes Thema; soll er doch. Aber bitte dabei das Material in Frieden lassen.

    Nett ist auch, wenn die Musiker die Monitorbox mit einem Fußabtreter verwechseln. Sieht mördercool aus aber leider läßt sich dadurch die musikalische Qualität nicht steigern.

    Danke mal für eure Antworten.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • timotimo
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    • 29. Januar 2007 um 22:34
    • #11

    Ich sehe das auch gelassen: es ist unangenehm, nervig, mehr nicht. Und ein Mikrofon ist nur ein Mikrofon und nicht meine Liebste :) Wenn der Akteur zu mir Vertrauen hat, dann weiss er auch, daß er hörbar ist, wenn er ans Mikrofon tritt, und nicht dran klopfen muss.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, daß große Verleiher viel cooler auf eine oberflächliche Behandlung ihres Materials reagieren, als kleine. Sie können sich besser von "ihrem" Material und dem Umgang damit distanzieren. Vorausgesetzt der Job ist gut bezahlt. (Ausnahmen bestätigen die Regel)

    So gibt es Verleiher, die auf von der Truss runtertropfende Moving Heads, die der Pyromensch mit seinen Flammenwerfern abgefackelt hat, cool reagierten.... (die Versicherung hat`s ersetzt) :D

  • karel noon
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    • 29. Januar 2007 um 23:30
    • #12

    ein wenig bauchweh habe ich auch immer bei den "pustern", das klopfen macht mir weniger sorgen.
    es hat auch nicht immer was mit distanzieren zu tun, aber ich möchte eben sdo selten wie möglich auf das spare mikro zurückgreifen.
    nicht das mir wirklich schon mal durch pusten eins kaputt gegangen ist, aber erleben möchte ich das eben nicht.
    deswegen mache ich die leute dezent darauf aufmerksam, zeige ihnen vielleicht noch wie man es am besten macht (meiner meinung nach leichtes antippen des korbes mit einem finger) wenn sie sich dann besser fühlen.

    aber es ist eben nur ein kleines ärgerniss am rande, da regen mich andere musikergepflogenheiten doch wesentlich mehr auf... ( zum beispiel nach dem reinpusten beim versuch zu singen keine wirklich schöneren laute von sich geben :D -grööhhl- )

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • Stan Crown
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    • 30. Januar 2007 um 12:06
    • #13

    Gerade bei Leuten, die nicht jeden Tag vor Publikum sprechen ist das wahrscheinlich eine Handlung aus dem Unterbewusstsein.

    Erstmal die "Angst" davor, dass einen gleich jeder hört und man sehr laut "spricht". Damit testet der Redner erstmal, wie laut das denn gleich werden könnte.

    Stell mal irgendwen zum Soundcheck auf die Bühne um die Mikros zu testen, der vorher noch nie (oder selten) mit einem Mikro in Kontakt gekommen ist. Selbst wenn nur nen paar Aufbauer und Personal im Saal ist, werden manche schon rot und trauen sich außer einem leisen "1..2..3"..."pust"..."klopfklopf" nicht viel rauszubringen.

    Also vielleicht resultiert das "klopfen und Pusten" aus einer Art Urangst vor dem Blamieren durch die unbekannte Reaktion auf die eigene Stimme. (Man hört sich ja dann auch ganz anders!) Dass man sich durch Pusten, Klopfen oder geflüsterte Sachen wie "ist das Mikro an...?" peinlicher macht, als wenn die ersten 2 Worte zu laut oder leise sind, weiß ja nicht jeder. Und das dort jemand am anderen Ende des Saals an einem lustigen Pult mit Knöpfchen steht, der das Ganze so hinbiegt, dass man verstanden wird...daran denkt ein (ängstlicher) Glegenheitsredner eh nicht...

  • werkstattfreak
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    • 30. Januar 2007 um 16:20
    • #14

    Leicht am Korb kratzen :wink:

  • Georg_Koeln
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    • 31. Januar 2007 um 23:37
    • #15
    Zitat von "mediennutte"

    beim versuch zu singen keine wirklich schöneren laute von sich geben :D -grööhhl- )


    Das nennt sich dann "künstlerische Freiheit" und hat u.a. mit dem SISO-Prinzip zu tun. Da sind wir als Schallereignisverwalter dann auch machtlos. :roll:

    We're on a mission from God. - Elwood Blues

  • wora
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    • 1. Februar 2007 um 23:29
    • #16

    also ich hab es schon lange aufgegeben mich drüber aufzuregen. ich schau dann höchstens weg und zucke die achseln wenn mal wieder einer reinpustet.

    gegen die negative beeinflussung der leute durch fernsehserien und filme in denen ständig auf mikros geklopft oder reingeblasen wird können wir nämlich gar nix ausrichten.
    es wird immer wieder vorkommen das redner vor dem ersten wort erstmal auf die kapsel klopfen. sie habens halt so gelernt...

    ah, da hab ich übrigens was nettes zum thema ;)

    http://www.youtube.com/watch?v=6Z-97jtqi38

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Jobsti
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    • 2. Februar 2007 um 06:11
    • #17

    Wie geil! :D

    Wie war das doch gleich mit Blondienen?

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
    http://www.audiofotos.eu | Kostenfreier Bilderhoster für eure Forenbilder
    Nützliche Tools | Limiter berechnen, Schaltungen usw.

  • Volker Holtmeyer
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    • 14. Februar 2007 um 22:49
    • #18

    "Sehr" lustig auch der Anfangs-Gag jedes zweiten Büttenredners dieses Jahr:

    Büttenredner: *pust, pust* "Könnt Ihr hinten hören?!"

    Publikum: "Jahaa!"

    Büttenredner: *Griff ans Gesäß* "Komisch, ich kann hinten nichts hören!"

    tädä, tädä, tädäää :lol:

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • andy006
    Verifiziert
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    • 18. Februar 2007 um 18:58
    • #19

    Es gibt sehr viele Redner die Angst vor der eigenen Stimme haben. Ich hatte mir einen mal gegriffen und habs mit ihm geübt den dieser Mensch sollte die Produktion moderieren. Erst hat er sich gesträubt aber als ich ihm klar gesagt habe das Dies so nicht funktioniert und das er und ich mich lächerlich machen wurde er wach und war mit einer Probestunde einverstanden. Also rauf auf die Bühne und ne Stunde mit Ihm geübt. Anweisung über Monitor und das ging soweit das der Mensch glücklich war als er seine klare feste Stimme weit über den Platz trug und er ein Lächeln auf den Lippen hatte als die Stimme sich 400m weiter an den Häusern reflektiert. Dafür ist er mir heut noch dankbar. Ansonst gibt eine radikale Methode Brummelstimmen ans Mikrofon zu holen -- vor der drohenden Rückkopplung einfach den Kanal langsam schließen. Da merken die Redner auf einmal wozu ein Mikro da ist. Funktioniert aber nur wenn vorher eine richtige Druckstimme zeigt was die PA taugt :wink:
    - Ansonst kratzen mit dem Nagel auf dem Korb, wie bereits erwähnt-

    Wer Augen hat der höre ------- besser?

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