Zitat von "Christian Haugner"Interessant wären nun vor allem Empfehlungen für Mikros, da ich in der Hinsicht wirklich auf andere verlassen muss.
Grundsätzlich sind verteilte Kondensatormikrofone auf der Bühne eine gute Sache. Aber gerade Kondenser erzeugen auch viel Feedback, insofern wird es etwas schwierig, solche Mikros einzusetzen, wenn das Lautsprechersystem nicht optimal ist. Da Du aber ja wohl noch bereit bist, in Mikrofone zu "investieren", hier noch mal ein paar Tipps:
Für den Theatereinsatz sollen es dann natürlich, kleine unscheinbare Mikrokapseln sein, die man in die Requisiten einbauen kann oder die man von oben herab hängen kann
z.B: http://www.akg.com/site/products/…anguage,DE.html
Ansonsten bringen ein paar Grenzflächenmikrofone am Bühnenrand auch gute Ergebnisse.
Es hängt aber natürlich davon ab, was genau auf der Bühne passiert, wieviel Platz dort ist, wo die Schauspieler sprechen. Je mehr Mikros, desto homogener, aber auch komplizierter.
Als Tontechniker muss man natürlich dann genau mitregeln, welche der Mikrofone gebraucht werden. Einfach alle Mikros an klappt nicht, vor allem wenns recht viele sind, da pfeifts Dir um die Ohren...
Wenn es ein Theaterstück mit wenigen Akteuren ist, bleibt zu überlegen, ob sie nicht vielleicht doch alle mit Lavallier/Headsets auszurüsten sind. Man muss die Mikros ja nicht kaufen, vielleicht gibt es ja einen netten Vermieter, der Dir das für einen guten Preis überlässt (z.B. die Probentage umsonst etc.)
Evtl. wäre auch ein Mix Lavalliermikros für die Hauptdarsteller und eine normale Bühnenmikrofonierung für den Rest vorstellbar.
Zur Lautsprecheraufstellung wurde ja hier schon einiges gesagt. Vielleicht noch eins:
Schau mal, daß Du die Lautsprecher etwas nach unten geneigt bekommst. Also erstmal hoch hinauf und dann ins Publikum runter geneigt, so beschallst Du nicht nur genau die, die es hören wollen, sonder minimierst auch die Reflexionen von den Wänden.
Je nach zu bestuhlender Fläche würde ich dann lieber ein paar Delays mehr machen und dafür dann einen kleinerne Bereich direkt / geneigt beschallen.
Nach erfolgter Aufstellung dann schön einpfeifen und ein paar Feedbackfrequenzen ziehen, am besten pro Delayline einen eigenen EQ einplanen.
Ansonsten beim Abmischen die Moderation nicht zu laut machen, auch wenns angenehm klingt und nicht pfeift, aber das Verhältnis zur Theaterübertragung ist dann doch einfach zu extrem und das Publikum empfindet die Schauspieler als zu leise.
Wenn man beim Sprecher schon aufmerksam zuhören muss, dann fällts nicht mehr so auf, wenn auch die Schauspieler leiser sind...
Ansonsten viel Erfolg bei Deinem Vorhaben. Gut ist ja, daß Du schon bei den Proben dabei bist. Da kann man ja noch viel optimieren im Laufe der Tage.