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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Hornhals

  • TheRogue
  • 6. März 2003 um 22:43
  • TheRogue
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    3.681
    • 6. März 2003 um 22:43
    • #1

    Hallo Leute,
    vor ein paar Monaten hatte ich das schonmal angesprochen, heute habe ich mir mal wieder die Frage nach Vor- und Nachteilen von verschiedenen Arten von Hornhälsen gestellt und was dabei für Vorkammern entstehen.

    1) Beck-Hörner, TBF/Hellmich-Kurzhörnchen ...
    Also direkt vor der Membran ein rechteckiger bzw. eher quadratischer Schallwandausschnitt (8-eckig oder rund wäre natürlich besser :) )
    Vorkammer natürlich das Konusvolumen. Wie sieht es da mit der Membranbelastung aus? Gerade im kritischen Bereich des Membranrandes müsste es da ganz schön zur Sache gehen, aber laut Hellmich soll das ja trotzdem ganz gut funktionieren.

    2) Selenium, BB15, Rog ...
    Membran schräg zu einer (meist) Aussenwand. Hier ist eine unsymmetrische Belastung der Membran, aber wie stark wirkt sich diese aus? Gibt es da im Laufe der Zeit eher eine mechanische Abnutzung/Ausleiern als bei 1) ?
    Die interessantere Frage: Wo setzt man die Halsfläche an? In der Membranmitte, am äußeren Rand der Membran in Richtung Hornausgang? Das was "hinter dieser Grenze" liegt, müsste man dann wohl als Vorkammer betrachten.

    3) Ich weiss von Fällen, in denen das Chassis ähnlich wie bei 2) angeordnet wurde, aber die "Wand" soweit vom Chassis weggesetzt wurde, dass man die Halsfläche "hinter" der Membran (in bezug auf das Horn) als Seitenfläche hatte. Der Weg über die Membran wurde mit zur Hornlänge gezählt, Vorkammer gab es meines Wissens nicht, Ergebnis war, dass die Simu fast 100 %ig mit der Messung übereinstimmte.

    Was bevorzugt ihr? Was gibt es dazu noch zu sagen und was habe ich vergessen? Absichtlich große Vorkammern bitte ausser Acht lassen, das interessiert mich gerade nicht!
    Gerade 3) finde ich persönlich ein Überlegung wert, man kriegt zusätzliche Hornlänge sozusagen und die Membranbelastung dürfte im Vergleich recht gering ausfallen.

    PS: wenn 3) nicht klar ist, mach ich mal eine Skizze, was gemeint ist.

    PPS: sorry für die etwas schwammige Ausdrucksweise!

  • TheRogue
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    • 7. März 2003 um 15:34
    • #2

    Keine Meinung dazu ... dann muss ich wohl warten, bis unsere Selbstbauabteilung aus ffm zurück ist, hätte ich mir aber auch denken können ;)

    Oder liegt es daran, dass ich kein Eminence Fan, dass ich keine Antworten bekomme :oops: Sorry für diesen kleinen Seitenhieb, aber ich konnte nicht anders...

  • Userkiller
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    666
    • 7. März 2003 um 16:06
    • #3

    wird schon noch ... :)

    https://www.facebook.com/userkiller | Verleih u.a. Föön F3 & F2, CO3, E920HL, E460HL, Martin Audio F2

  • aw-audio
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    • 7. März 2003 um 16:28
    • #4

    BB15 hals Variante ,damit hab ich die gute erfahrungen!
    aber den rest von dem horn find ich nicht so gut.
    eine einzige faltung und 97cm boxen tiefe ist viel besser.
    Um zu sehen wie das horn klingt muss man halt prtotypen bauen. Simulationen sind da nicht immer aussagekräftig.

    ***God save Eminence***

  • TheRogue
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    • 7. März 2003 um 16:42
    • #5

    Bäh... sorry, so eine Antwort wollte ich nicht!
    Keine Begründung, nichts! Was soll ich damit anfangen?

    Und: Über den geplanten Hornverlauf habe ich nichts gesagt, mir geht es nur um den Hals!

    PS: ist vielleicht ein bisschen hart ausgedrückt, aber ich hätte (wenn möglich) Praxiserfahrungen gehört, auch inwiefern man Simus dann noch anwenden kann...

  • SRAM
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    • 7. März 2003 um 19:19
    • #6

    TheRogue:

    - RCF L15P200 Low im Klipsch-Horn: Vorkammer durch Konus + Zugabe 1mal 21 mm Distanzplatte, Kompression 3 (würde heute so nicht mehr bauen) --> speaker hat es überlebt (aber das sagt wohl wenig, denn das Chassis überlebt wohl so ziemlich alles), Klang o.k.

    - Isophon 385 (? das Teil das vor kurzem mal diskutiert wurde) in Altec-Voice-Nachbau: Kammer auch hier Konus mit Distanzscheibe 21 mm, Öffnung quadratisch mit Seitenlänge = einbeschriebenes Quadrat in den Membrandurchmesser --> keine Probleme, aber bei dem geringen Kompressionsverhältnis und dem kurzen Horn nicht zu erwarten.

    - 2 X 12" Isophon in geradem (!) 2m Horn f_g = 30 Hz: Druckkammer wie bei der Altec, davor Keile bis Querschnitt = Hornhals --> auch hier keine Probleme, kam weit und tief, ist jetzt leider Brennholz :cry: (nix Transport)

    2 X 2 X 12" im symmetrischen gefalteten Horn mit f_gr = 60 Hz, Querschnitt ähnlich wie Strassacker-Horn bzw. Eliminator: keine Druckkammer, speaker strahlt gegen Keil. Auch hier keine Probleme, Klang wie bei vielen Kurzhörnern sehr knackig.

    Die Belastung ist übrigens deutlich geringer wie mann gefühlsmäßig denkt: bei hart aufgehängten speakern und geringem backvolumen geht die meiste Kraft in Aufhängung und die Kompression der Lautsprecherkammer.

    Grob gerechnet: wenn ein (sehr gutes und leider auch sehr großes) Horn so um die 40% Wirkungsgrad erreicht, dann geht immer noch mehr als 50% der von der Schwingspule aufgebrachten Kraft in die (symmetrischen !) Belastungen durch Beschleunigung der Membran, Längen der Aufhängung und Kompression des Luftvolumens in der Rückkammer.

    Das relativiert auch die unsymmetrische Belastung bei Variante 2.

    Variante 3 ist für mich eine Variante 2 mit größerer "Vorkammer", also gerade der Fall, den Du ausgeschlossen hast :wink: .

    Gruß SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
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  • Hannes
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    • 7. März 2003 um 19:30
    • #7

    Was ist eingentlich die Kompression? Ist das Sd/St?

  • SRAM
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    • 7. März 2003 um 19:37
    • #8

    Hannes:

    den genauen terminus technicus kenn ich nicht: für mich halt die wirksame Membranfläche durch die Halsfläche des Horns.

    Gruß SRAM

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  • TheRogue
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    • 7. März 2003 um 20:00
    • #9

    @ SRAM
    insgeheim habe ich auf ein Post deinerseits gewartet nach deinem Selenium-Link ;)

    Ich habe noch keine Variante ausgeschlossen, aber ich muss mich mal wieder entscheiden, wird ein Kurzhörnchen werden (mit 15PL40).
    Bisher habe ich Variante 1), aber mit Rechteck mit 1,5 m Länge, hat aber zu wenig Mundfläche, weil ich es kompakt halten wollte.

    Variante 2 ist von den Abmessungen und dem Gewicht her wohl erste Wahl, aber nicht ganz leicht abzuschätzen/simulieren. Da gehen wieder Protos drauf.
    Ich warte jetzt auf martin's Rückkehr aus ffm, er hat Variante 3 ohne VK simuliert (und Hornweg mit Weg an der Membran vorbei) und unter Vollast fast genau das gemessen, was die Simu gesagt hat.
    Man könnte vermuten, dass der Weg über die Membran ähnlich wie beim ESX mit zum Hornweg gehört(ich bleibe dabei, es ist ein BL-Horn), auch wenn unter etwas anderen Bedingungen. Bei Variante 2) geht das IMHO nicht, weil einfach kein Volumen da ist, wo eine "Hornwirkung" eintreten könnte.

    Ich habe Variante 1) doch schon irgendwie ausgeschlossen, da verschenkte ich Volumen, kriege einige Kilos mehr und brauche doppelt so lange zum bauen.

    Zitat


    2 X 12" Isophon in geradem (!) 2m Horn f_g = 30 Hz


    Das klingt gut :)

    Zitat


    Die Belastung ist übrigens deutlich geringer wie mann gefühlsmäßig denkt: bei hart aufgehängten speakern und geringem backvolumen geht die meiste Kraft in Aufhängung und die Kompression der Lautsprecherkammer.


    Nehmen wir aber mal ein schönes 8-er Stack, dann wirken im Zeichen des erhöhten Strahlungswiderstandes und der massiven Hubminderung wirkt doch schon einige Kraft auf die Membran.
    Ich hab gerade keine Zeit mehr, ich rechne und melde mich heute Nacht nochmal...

    Bis dahin.

    CU

  • SRAM
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    • 7. März 2003 um 20:22
    • #10

    Vorsicht ! in´s unreine !

    Leistung = Kraft X Weg / Zeit

    in unserem Falle:

    Kraft --> prop. Strahlungswiderstand X Membranfläche
    Weg --> Hub

    Fehlanpassung bei:

    a) Kraft sehr klein: der normale Fall, Strahlungswiderstand sehr klein, Membran findet keinen "Angriffspunkt"

    b) Weg sehr klein: entweder Chassis mit geringem Hub (trivial) oder
    Kraft zu groß :o , der nicht so triviale Fall (mann stelle sich vor, die Membran versucht eine Betonmauer wegzuschieben, dann ist der Widerstand zwar sehr groß aber dennoch wird mangels weg keine Leistung abgegeben !)

    Beste Anpassung wenn Produkt aus Kraft X Weg maximal wird, d.h. mann kann auch in die falsche Richtung fehlanpassen (rate mal bei welcher der Boxen das vermutlich der Fall ist :wink: und dann auch noch mit größeren Verzerrungen bestraft wird :oops: ).

    Gruß SRAM

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  • Ansch
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    • 7. März 2003 um 22:16
    • #11

    Hallo TheRogue,

    ohne jetzt auf SRAM's Antwort eingehen zu wollen - die muß ich mir erst mal durch den Kopf gehen lassen - kann ich nichts Gehaltvolles beitragen (nich gleich hauen deswegen), da ich mir genau diese Fragen wie Du auch stelle, jedoch beschlossen habe, erstmal einen ungefalteten Prototypen zu bauen, der es ermöglicht, diverse Einschallungen zu untersuchen. Dieses Vorhaben ist jedoch aufgeschoben, da ich im Augenblick einfach nicht dazu komme.
    Wenn es jedoch so weit ist, werde ich mit Sicherheit darüber berichten.

    Auch wenn ich nicht besonders hilfreich war,

    viel Spass mit Deinem Projekt


    André

  • Adam Selene
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    2.271
    • 7. März 2003 um 22:41
    • #12

    Bei allen Fragen wie "Wie wirkt sich das auf die Membranbelastung aus?" gibt´s dasselbe Problem: Wie soll man das beurteilen?
    Nur weil eine kleine Zahl an Treibern überlebt hat ("Bei mir hat´s gehalten!")? Bei der nächsten Chassischarge (oder beim nächsten User) kann das anders sein.
    Oder weil die Kleinsignalmessung des ak. Outputs mit der Kleinsignalsimulation über einstimmt? Zugegeben, das spricht dafür, das bestimmte Aspekte des verwendeten Modells sehr nah an der Wirklichkeit sind - aber halt auch nur bestimmte Aspekte.
    Nicht umsonst nimmt ein Materialwissenschaftler teilweise 100te (sehr gleicher) Proben, um etwas zu beurteilen. Statistik halt.
    Wenn ich einen zweiten von meinen Abstandssensoren hätte, dann könnte ich zumindest in solchen Fällen das Taumeln der Membran messen. Habe ich aber leider nicht. Ich wüsste dann auch endlich mal, wie gut der Rand einer Pappe wirklich dem VC folgt.
    Aber manche Leute hier haben ja so viele Hochgeschwindigkeitskameras, dass sie gar nicht so richtig wissen, welche sie grade nehmen sollen. Vieleicht können die ja helfen 8)

    Adam

    "Dave...my mind is going...I can feel it...I can feel it."

  • Ansch
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    • 8. März 2003 um 00:17
    • #13
    Zitat von "Adam Selene"

    Bei allen Fragen wie "Wie wirkt sich das auf die Membranbelastung aus?" gibt´s dasselbe Problem: Wie soll man das beurteilen?
    Nur weil eine kleine Zahl an Treibern überlebt hat ("Bei mir hat´s gehalten!")? Bei der nächsten Chassischarge (oder beim nächsten User) kann das anders sein.

    Ich bin der Meinung, dass die allerwenigsten hier sich Gedanken um Chassi Streuungen machen müssen, da ja nur eine "Kleinserie" produziert wird. Das gilt natürlich nur, wenn alle Chassie zur gleichen Zeit gekauft werden. Allerdings sollten die Parameter ja weitgehend konstant sein.
    IMHO sind ja bei unsymmetrischer Einschallung, welche ja den Lautsprecher extrem belasten kann, nur Membraneinspannung, also Zentrierung und Membranaufhängung, ausschlaggebend für die Belastung der Membran.
    Blöd ausgedrückt, natürlich wirkt auch die Luftlast auf die Membran, wenn man diese jedoch gedanklich in einen konstanten Anteil aufgrund Horn und variablen Anteil wegen der Einschallung aufspaltet, wird klar was ich meine, hoffe ich.
    So dass man weiterhin denken dürfte, dass die Hersteller ja an der Aufhängung während der Produktlaufzeit nicht viel ändern dürften, zumindest nicht so viel, dass das immensen Einfluss auf die Belastung des Treibers im Horn haben dürfte, sprich: wenn auf einmal der VC Durchmesser ein anderer ist, dann wirds arg, wenn jedoch die Membran heut mal 5g schwerer ausgefallen ist, hat das eher geringen Einfluss auf die Membranbelastung.

    Zitat von "Adam Selene"

    Oder weil die Kleinsignalmessung des ak. Outputs mit der Kleinsignalsimulation über einstimmt? Zugegeben, das spricht dafür, das bestimmte Aspekte des verwendeten Modells sehr nah an der Wirklichkeit sind - aber halt auch nur bestimmte Aspekte.
    Nicht umsonst nimmt ein Materialwissenschaftler teilweise 100te (sehr gleicher) Proben, um etwas zu beurteilen. Statistik halt.
    Wenn ich einen zweiten von meinen Abstandssensoren hätte, dann könnte ich zumindest in solchen Fällen das Taumeln der Membran messen. Habe ich aber leider nicht. Ich wüsste dann auch endlich mal, wie gut der Rand einer Pappe wirklich dem VC folgt.
    Aber manche Leute hier haben ja so viele Hochgeschwindigkeitskameras, dass sie gar nicht so richtig wissen, welche sie grade nehmen sollen. Vieleicht können die ja helfen 8)

    Adam

    Über TSP's und deren beschränkte Tauglichkeit im Großsignalbereich wurde hier ja bereits disskutiert, ggf. dort nachschauen.
    Natürlich sitzt ein jeder einem Irrglauben auf, wenn er meint dass die SimProg Ergebnisse die Wahrheit darstellen, soviel dazu.
    Zur Messung der Taumelbewegung der Membran bzw. der Membranauslenkung überhaupt soviel, ist es nicht möglich, die Membranauslenkung irgendwie berührungsfrei und günstig zu messen, was weiss ich, vielleicht mit Fototransistoren, in allen vier Quadranten der Membran? Sowas sollte auch im Heimbereich möglich sein.
    Übrigens würde ich wenn ich dann schon am Messen bin, auch gerne den Einfluss diverser Faltungen auf die Übertragungsfunktion des Hornes untersuchen. Doch wie gesagt hab ich im Augenblick noch zu viel anderes, (für mich wichtigeres) zu tun.

    Achso: Werkstoffwissenschaftler waren mir schon immer irgendwie suspekt, wer 100 mal die gleiche Probe durchprobiert muss ein' an der Waffel haben ;) (an alle Werkstoffwissenschaftler: bitte nicht ernst nehmen!)

    André

  • TheRogue
    Verifiziert
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    3.681
    • 8. März 2003 um 00:20
    • #14

    Hi Leute,

    @ Ansch
    wenn es soweit ist, sag Bescheid!

    @ SRAM

    Zitat


    Kraft zu groß , der nicht so triviale Fall (mann stelle sich vor, die Membran versucht eine Betonmauer wegzuschieben, dann ist der Widerstand zwar sehr groß aber dennoch wird mangels weg keine Leistung abgegeben !)

    Das ist dann aber ein anderer Widerstand, nämlich nicht mehr der Strahlungswiderstand, sondern Widerstände in der Aufhängung/Einspannung der Membran ---> Cms, Rms
    Zumindest bei zu hoher Kraft kann der Strahlungswiderstand dies nicht verursachen...wäre ein Widerspruch in sich.

    Zitat


    Beste Anpassung wenn Produkt aus Kraft X Weg maximal wird, d.h. mann kann auch in die falsche Richtung fehlanpassen (rate mal bei welcher der Boxen das vermutlich der Fall ist und dann auch noch mit größeren Verzerrungen bestraft wird ).


    So, das muss ich erstmal verdauen...
    Welche Kraft? Nur die, die auch in akustische Leistung umgesetzt wird, die Verlustleistung (Membranbeschleunigung, Cms, Rms) sollte dabei möglichst gering sein, der Wirkungsgrad also möglichst maximal.

    Das was in Klammern steht hat mein Verdauungstrakt nicht geschafft?!

    Was ich eigentlich in meinen Überlegungen vergessen hatte, wurde oben mal ganz kurz erwähnt, die Kompression.
    Bei der Annahme Ah/Sd werden IMHO das dazwischenliegende Volumen und die bei einem bestimmten Hub möglichen Druckänderungen nicht berücksichtigt, obwohl sie eigentlich v.a. bei großen Hüben einen gewissen Einfluss darauf haben müssten.

    Wenn 1 bis 3 die gleiche Ah haben, hat 1 die größte und 3 die kleineste Kompression (beim Martin eigentlich gar keine). Das Prinzip von 3 wird mir gerade wieder suspekter :-?

    Zitat


    Aber manche Leute hier haben ja so viele Hochgeschwindigkeitskameras, dass sie gar nicht so richtig wissen, welche sie grade nehmen sollen. Vieleicht können die ja helfen


    Irgendwo habe ich in einem Forum mal gelesen, dass jemand mit einem Endoskop? in einem Horn mal die Membran betrachtet hat und derjenige nicht schlecht gestaunt hat, wie wenig sich der Randbereich im Vergleich zur Mitte mitbewegt hat :) Sch.... Nawi halt :wink:

  • Adam Selene
    Profi
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    2.271
    • 8. März 2003 um 00:54
    • #15
    Zitat von "Ansch"

    Ich bin der Meinung, dass die allerwenigsten hier sich Gedanken um Chassi Streuungen machen müssen, da ja nur eine "Kleinserie" produziert wird. Das gilt natürlich nur, wenn alle Chassie zur gleichen Zeit gekauft werden.


    Das denke ich nicht. Von manchen (auch höchstwertigen) Chassis gab es im Laufe der Zeit etliche anhand der Parameter klar unterscheidbare Versionen, ohne dass das Datenblatt je geändert wurde. Wer es dann noch aus "Ehrgefühl" oder weshalb auch immer ablehnt, TSPs zu messen, kann nur raten. Und gerade bei Haltbarkeitsfragen, zu denen es keinen zerstörungsfreien Test gibt: Wenn ich von 6 Chassis 6 einem zerstörerischen Test unterwerfe, dann habe ich keins mehr zum Verbauen.

    Zitat

    IMHO sind ja bei unsymmetrischer Einschallung, welche ja den Lautsprecher extrem belasten kann, nur Membraneinspannung, also Zentrierung und Membranaufhängung, ausschlaggebend für die Belastung der Membran.
    Blöd ausgedrückt, natürlich wirkt auch die Luftlast auf die Membran, wenn man diese jedoch gedanklich in einen konstanten Anteil aufgrund Horn und variablen Anteil wegen der Einschallung aufspaltet, wird klar was ich meine, hoffe ich..


    In erster Näherung schon. Der magnetische Kreis z.B. kann aber - abhängig von Frequenz, Anregung und Hub - ebenfalls Energie speichern und abgeben. eine mehr oder weniger verspannte Aufhängung tut ihr Übriges.

    Zitat

    So dass man weiterhin denken dürfte, dass die Hersteller ja an der Aufhängung während der Produktlaufzeit nicht viel ändern dürften


    HAH! Was würdest Du denn als Hersteller machen, wenn Du merkst, dass ein best. Chassis eine (zu) hohe mechanische Ausfallquote hat? Das geht ins Geld ... jeden Tag ...

    Zitat

    Über TSP's und deren beschränkte Tauglichkeit im Großsignalbereich wurde hier ja bereits disskutiert, ggf. dort nachschauen.
    Natürlich sitzt ein jeder einem Irrglauben auf, wenn er meint dass die SimProg Ergebnisse die Wahrheit darstellen, soviel dazu.


    Das meinte ich nicht. Mir ist auch Klippel ein Begriff. Aber das SimProg hat ja in diesem Fall den Schalldruck korrekt vorhergesagt. Aber taugt das verwendete Modell auch für die auf die Membran wirkenden Kräfte? Vieleicht. Inklusive elastischer Verformungen? Unwahrscheinlich. Auch bei asymmetrischer Belastung? Mit Sicherheit nicht.

    Zitat

    Zur Messung der Taumelbewegung der Membran bzw. der Membranauslenkung überhaupt soviel, ist es nicht möglich, die Membranauslenkung irgendwie berührungsfrei und günstig zu messen, was weiss ich, vielleicht mit Fototransistoren, in allen vier Quadranten der Membran?


    Nun ja, preiswert kann man ein "Schätzeisen" bauen. Wenn man wirklich messen im Sinne von Messen möchte ist man pro Sensor mit ca. 3kEuro dabei. Der Trick ist bei solchen Sensoren, dass die (erheblichen) Abweichungen von Sensor zu Sensor über ein in einem Eprom in der Auswerteelektronik abgelegtes, individuelles CAL-File zurückgerechnet werden.

    Adam

    "Dave...my mind is going...I can feel it...I can feel it."

  • TheRogue
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    • 8. März 2003 um 09:59
    • #16

    Morgen,

    Zitat


    Das meinte ich nicht. Mir ist auch Klippel ein Begriff. Aber das SimProg hat ja in diesem Fall den Schalldruck korrekt vorhergesagt. Aber taugt das verwendete Modell auch für die auf die Membran wirkenden Kräfte? Vieleicht. Inklusive elastischer Verformungen? Unwahrscheinlich. Auch bei asymmetrischer Belastung? Mit Sicherheit nicht.

    @ Adam & Ansch
    Es ist natürlich klar, dass man mit einer Simulation nicht hunderprozentig verherbestimmen kann, was bei Vollast passiert, v.a. bei irgendwelchen unsymmetrischen Membranbelastungen. Aber immerhin kann man dadurch einen sinnvollen Ansatz bekommen, auf den man dann weiter aufbauen kann.

    Bei B&C rechnet man immerhin von vornherein mit geklippelten TSPs (zumindest einige) bei fast Vollauslenkung. Ich möchte gar nicht wissen, mit was ich bei manch anderem Hersteller so rechne...

    Gut... naja auf jeden Fall habe ich den Thread erstellt, weil mich die Frage, wie groß diese Belastungen tatsächlich sind, interessiert hat.

    Zitat


    IMHO sind ja bei unsymmetrischer Einschallung, welche ja den Lautsprecher extrem belasten kann, nur Membraneinspannung, also Zentrierung und Membranaufhängung, ausschlaggebend für die Belastung der Membran.


    Könnte man mit 1) umgehen... mit 3) auch, wir haben ja hier keine weichaufgehängten Car-Hifi-Chassis ;)

  • Hannes
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    • 8. März 2003 um 12:48
    • #17

    Unsimetrische Belastung: Wird ein Speaker, wenn es so wie in einer BB15 eingebaut wird, überhaubt unsymetrisch belastet? Die Masse sind ja alle unter der Wellenlänge.

  • SRAM
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    • 8. März 2003 um 13:00
    • #18

    Zur Belastung (bzw. unsymmetrischen Belastung) des Treibers:

    Betrachten wir mal eines der kompromisslosesten Hörner: das LabHorn (lang, Mundfläche sehr groß, großes Verhältnis Hals- zur Mundfläche), kompromissloser (weil auch noch ungefaltet) sind eigentlich nur alte Altec-PA.

    Daten siehe: http://www.prosoundweb.com/lsp/press-imp-xmax.jpeg, es lohnt sich auch die anderen Daten anzuschauen.

    In der Nähe des Wirkungsgradmaximums werden am Hornhals ca. 160 dB erreicht.

    Da das Horn keine wesentliche Kompression am Hals, bzw keine wesentliche Druckkammer aufweist, ist das auch der Schalldruck, den ein Chassis sieht.

    Die 160 dB entsprechen 20 mbar (milli nicht mikro). Damit wirkt auf die Membran eine Kraft von 102 Newton oder (kann ich mir einfach besser vorstellen) 10.2 kp, oder noch anschaulicher stelle mann sich eine Plastiktüte mit 10 Litern Wasser gefüllt und auf die Membran gelegt vor.

    Um diesen Schalldruck aber zu erreichen macht das Chassis ziemlich genau 25 mm Hub (soweit zu "Langhubchassis haben im Basshorn nichts zu suchen" --> Blödsinn).

    Hat die backkammer des Treibers 20 Liter (Schätzung, kennt wer den genauen Wert ?), so erzeugt dieser in der backkammer einen Druckhub von ca. 64 mbar oder so um die 170 dB.

    Das aber wirkt auf die Membran mit einer Kraft von etwa 320 Newton ein, d.h. grob das Dreifache !

    Bei nicht so kompromisslosen Hörnern ist das Verhältnis Halsschalldruck / backkammer(schall)druck noch viel kleiner, deshalb die Aussage, daß dies kaum zu einseitiger Abnutzung oder so führen kann.

    Da heißt nicht, daß die Membran nicht durch einseitige Belastung zu Taumelbewegungen oder verwindungen angeregt werden kann, insbesondere in der Nähe der Resonanzfrequenzen der Membraneigenmoden oder ganzzahligen Teilen derselben ist ein einseitiges "Antippen" der Membran schädlich.

    Deshalb gefallen mir ja auch Hörner mit symmetrischem Beginn, wie z.B. die Eliminator besser als solche mit unsymmetriescher, nicht wohldefinierter "Druckkammer".

    Gruß SRAM

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  • TheRogue
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    • 8. März 2003 um 13:02
    • #19

    Das hat IMHO gar nichts mit der Wellenkänge sondern einfach nur mit dem sich durch den Hub aufbauen Druck zu tun!

  • SRAM
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    • 8. März 2003 um 13:25
    • #20

    Nachtrag zur Druckkammer bzw. Kompression:

    ein Horn ohne Druckkammer kann den Strahlungswiderstand am Treiber nur bis zum Maximalwert im Halbraum anheben (ja, ich weis, nicht ganz exakt).

    Bei einem Horn mit einem Kompressionsverhältnis am Hornhals von 2 ist es immerhin der doppelte Wert, bei einem Kompressionsverhältnis von 4 der vierfache etc.

    Das bezahlt mann aber mit einer drastischen Erhöhung der Verzerrungen, da dann insbesondere unter Vollast die Schalldrücke in der Druckkammer leicht in Regionen kommen, wo die Druckwelle in Luft nicht mehr symetrisch ist (d.h. der Druckhub nähert sich dem Mitteldruck).

    Garstig nichtlinear wirds insbesondere dann, wenn sehr kleine Druckkammervolumen gewählt wurden, und das Chassis mit hoher Leistung auch noch ordentlich Hub macht und damit das Volumen der Kammer auch noch stark ändert (Hub nach Vorne --> Kammervolumen nimmt ab; Hub nach hinten --> Kammervolumen nimmt zu).

    Und zu allem Überdruß gibt´s dann als Zugabe auch noch Strömungsgeräusche am Ausgang der Druckkammer.

    Am besten orientiert mann sich an der Maximalen Strömungsgeschwindigkeit von Bassreflexöffnungen, was die zulässige Geschwindigkeit der Luft im Hornhals betrifft (auch hier wieder: das ist von der maximalen Last abhängig --> was für ein Horn fürs Wohnzimmer durchaus noch mit HiFi-Qualität möglich und in Bezug auf maximalen Wirkungsgrad sehr erwünscht ist, kann bei entsprechendem Pegel und Treiber im PA-Bereich zu selbst dort nicht mehr tolerierbaren Verzerrungen führen !)

    Das minimale Volumen der Druckkammer sollte mindestens dem zehnfachen des Verdrängungsvolumens des Chassis bei der geplanten Höchstlast und der niedrigsten gewünschten Frequenz entsprechen.
    Faustformel: V > Membranfläche X X_max X 10. Für Hohe Qualität mehr.

    Gruß SRAM

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Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Mittwoch, 23. September 2026 – Freitag, 25. September 2026
  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
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