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Festivalpulte analog oder digital 2008

  • tufkaklto
  • 12. Juni 2008 um 15:59
  • simonstpauli
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    • 16. Juni 2008 um 14:40
    • #41

    Gerade heute habe ich eine Geschichte von einem Kollegen gehört:

    Er kam mit Band auf ein Festival, M7CL als Monitorpult mit vergebenem Admin-Passwort welches nicht bekannt war, Routing (auch Input) gesperrt!
    Der Verleih-Chef war natürlich nicht nicht erreichbar.

    Es wird langsam Zeit, daß die FOH- und Monitorplatz-Betreuung genau so profesionell wird wie im Analog-Bereich, weil gerade bei digital solche Unzulänglichkeiten richtig nach hinten losgehen.

    Folgender Vorschlag:
    - das Grundsetup wird rechtzeitig an alle Band-Techniker verschickt
    - alle Band-Techs entwickeln auf dieser Basis ihre Setups und schicken diese zurück
    - der Support-Techniker erstellt mit diesen Daten ein Setup, welches alle Band-Setups beinhaltet

    Analog macht man sich doch auch vorher Gedanken über Patch, Outboard und dergleichen.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • djvomght
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    • 16. Juni 2008 um 15:59
    • #42
    Zitat von "simonstpauli"

    Gerade heute habe ich eine Geschichte von einem Kollegen gehört:

    Er kam mit Band auf ein Festival, M7CL als Monitorpult mit vergebenem Admin-Passwort welches nicht bekannt war, Routing (auch Input) gesperrt!
    Der Verleih-Chef war natürlich nicht nicht erreichbar.

    Ärgerlich. Aber in einem solchen Fall hätte ich keine Skrupel vor einem Factory Reset :twisted:

    Zitat von "simonstpauli"

    Es wird langsam Zeit, daß die FOH- und Monitorplatz-Betreuung genau so profesionell wird wie im Analog-Bereich, weil gerade bei digital solche Unzulänglichkeiten richtig nach hinten losgehen.

    Folgender Vorschlag:
    - das Grundsetup wird rechtzeitig an alle Band-Techniker verschickt
    - alle Band-Techs entwickeln auf dieser Basis ihre Setups und schicken diese zurück
    - der Support-Techniker erstellt mit diesen Daten ein Setup, welches alle Band-Setups beinhaltet

    Analog macht man sich doch auch vorher Gedanken über Patch, Outboard und dergleichen.

    Mit den Yammis sollte das kein Problem sein: PC mit Editor daneben stellen, mitgebrachten Stick mit dem Pultfile an den Rechner stecken, File öffnen, benötigte Szenen ins Pult schieben, weiter zum nächsten Stick...

    Gruß Jörg

  • billbo
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    • 16. Juni 2008 um 18:11
    • #43

    Bemerkenswert ist doch, dass sich (abgesehen von ein paar 'So-gut-wie Rentnern') vor allem eine ganz bestimmte Gilde mit Händen und Füßen gegen die Realität sträubt. Die will ich mal die 'mittlere Coverbandliga' nennen (ich mische selbst oft auch Coverbands und kann daher mitreden :D). Leute, die in ihrem Bereich einigermaßen beschäftigt sind und auch einigermaßen was drauf haben, denen aber mangels (vielleicht auch internationaler) Erfahrung der Überblick über das fehlt, was in sehr verschiedenen Szenen und auf Baustellen sehr unterschiedlicher Größenordnung zur Zeit vor sich geht. Und die deswegen ihre eigene Bedeutung mitunter nicht so ganz korrekt einzuschätzen vermögen.
    Ein sinngemäßes Zitat dazu aus der (sehr nett geschriebenen und äußerst lesenswerten) Rubrik 'The Old Soundman' des englischsprachigen ProSoundWeb: „Boy, ich war in ausverkauften 10000er Konzerthallen der veranwortliche Tonmann. Und glaub' mir, ich hatte dort letztendlich weniger zu melden als der Pförtner.“ :D

    Es ist eine Sache, ob ich als „nur“ Bandmischer von irgendjemandem irgendetwas einfordere – in diesem Fall den bequemen, angenehmsten, weil mir seit langem vertrauten persönlichen Kurzzeitarbeitsplatz. Es ist ein völlig anderes Ding, wenn ich bei einer Firma/ Unternehmung/ Arbeitsgemeinschaft/ einem Projekt o.ä. in direkter wirtschaftlicher Verantwortung stehe und entscheiden muss, was der ökonomisch sinnvollste und daher am Ende einzig gangbare Lösungsweg ist. Da MÜSSEN mir die persönlichen Vorlieben (die ich vielleicht sogar teilen mag) des einen oder anderen mir im Regelfall unbekannten Tontechnikers im Zweifel völlig egal sein, sofern sie mit unnötigen Kosten einher gehen. Sonst bin ich früher oder später pleite.

    Wenn ich heute als Tontechniker ernsthaft darauf beharre, eine 24Kanal Coverband in einer Standardsituation nicht mit einem M7 oder LS9 angemessen bedienen zu können, bewege ich mich beruflich auf äußerst dünnem Eis. Veranstalter wissen heutzutage, dass das damit geht!
    Und die reden gegebenenfalls Klartext mit ihren Vertragspartnern. So sieht's technisch bei uns aus; wenn das (für Euren Tonmann) ein unlösbares Problem darstellt, sehe ich folgende Möglichkeiten:
    - er lernt bis dahin, damit zu arbeiten,
    - ich besorge den Analogplatz, und ziehe Dir die Kosten von der Gage ab,
    - Du lässt Deinen Tonmann zuhause. Vom eingesparten Betrag zahle ich meinem Technikprovider einen Hunni zusätzlich; dafür kriegt der das bisschen ABBA - oder 80s – Mucke Mischen auch allein hin,
    - ich mache die Sache mit einer anderen Band. (Veranstalter, die für regelmäßiges, korrektes und nachhaltiges Arbeiten bekannt sind, verfügen über ein unerschöpfliches Reservoir an unaufgefordert erhaltenen Künstlerinfos. Es gibt viele da draußen, die alle gerne mitspielen möchten).

    WIR müssen uns der technischen Entwicklung stellen; die wartet nicht auf uns und schert sich auch nicht um unsere persönlichen Vorlieben oder Vorbehalte. Unseren Enkeln dürfen wir später mit leuchtenden Augen von sagenhaften Erlebnissen mit 1000 Kilo XL4 – Frontplätzen erzählen. So, wie Opa immer von seinen Fahrten auf der Dampflok Baureihe 01 geschwärmt hat. E-Loks sind dagegen alle neumodischer Mist.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Seven
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    • 16. Juni 2008 um 20:01
    • #44
    Zitat von "BillBo"

    Wenn ich heute als Tontechniker ernsthaft darauf beharre, eine 24Kanal Coverband in einer Standardsituation nicht mit einem M7 oder LS9 angemessen bedienen zu können, bewege ich mich beruflich auf äußerst dünnem Eis. Veranstalter wissen heutzutage, dass das damit geht!
    Und die reden gegebenenfalls Klartext mit ihren Vertragspartnern. So sieht's technisch bei uns aus; wenn das (für Euren Tonmann) ein unlösbares Problem darstellt, sehe ich folgende Möglichkeiten:
    - er lernt bis dahin, damit zu arbeiten,
    - ich besorge den Analogplatz, und ziehe Dir die Kosten von der Gage ab,
    - Du lässt Deinen Tonmann zuhause. Vom eingesparten Betrag zahle ich meinem Technikprovider einen Hunni zusätzlich; dafür kriegt der das bisschen ABBA - oder 80s – Mucke Mischen auch allein hin,
    - ich mache die Sache mit einer anderen Band. (Veranstalter, die für regelmäßiges, korrektes und nachhaltiges Arbeiten bekannt sind, verfügen über ein unerschöpfliches Reservoir an unaufgefordert erhaltenen Künstlerinfos. Es gibt viele da draußen, die alle gerne mitspielen möchten).

    Neudeutsch: WORD

  • tufkaklto
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    • 16. Juni 2008 um 20:37
    • #45

    Danke @ BillBo

    Du hast auf Deine Humorige Weise das vermittelt, was ich schon immer gerne ausdrücken wollte.

    In der Liga der Bekannten Bandtecis der Oberklasse oder auch bei älteren Technikern sind die Berührungsängste witzigerweise kaum vorhanden.

    Ich habe gerade dieses Wochenende wieder konkret erlebt:
    Bandtech einer bekannten deutschen Nachwuchsband, die gerade tourt:
    Auf dem Rider stand ein PM5D
    Er war Substitut und diskutierte Vollgas, das das PM5D so scheisse ist und Musik klingt wie ein MP3 File.
    Die selbe Band hatte als bandeigenes Pult für Monitor on Tour ein : LS9 (!!!!)
    Ratet mal, wie lange die Diskussion gut geht,m wo doch die Band mit dem LS9 einen guten Sound bekommt ?
    Wie glaubwürdig sind dann diese Aussagen ???

    Und noch was:
    Ich will niemanden bekehren, jeder kann selber entscheiden, was er will.
    Ich möchte nur oft Argumente ausräumen, die ich persönlich als nicht richtig erachte.
    Denn es wird sehr oft schnell was gesagt, was Meinungsbildend ist, aber nicht stimmt.
    Und das wird dann von vielen nachgeplappert.
    Und das stört mich.

    Nachtrag zu BillBo's Erzählungen:
    Es geht auch um das, was die Veranstalter schon wissen, was geht.

    Bei mir bekannten (größeren bis großen ) Festivals läuft das so, das das Material nach den Anforderungen der Headliner gebucht wird.
    Und wenn dann eine Band kommt, und was extra will ( bzw haztte ich in der Anfangszeit noch die Digipultdiskussionen ) dann stellt der Veranstalter gerne das angeforderte Material zur Verfügung.
    Natürlich kostet dies extra und ist auch von der Band als Zusatzwunsch zu bezahlen.
    Sonst gibt es das nicht.

    Es stellt sich halt auch hier die Frage, wie lange ein Bandtechniker die von ihm verursachten Kosten argumentieren kann, bevor er ausgetauscht wird.
    Und zwar aus dem Grund, weil da auch wer sitzt und Abrechnungen macht.
    Und irgendwann reduziert sich alles mal auf die Buchhaltung.
    Und wenn unterm Strich die Zahlen nicht passen, wird reagiert.

    Und eigentlich auch richtig so.
    Wir Tecis hätten alle gerne immer nur das Beste.
    Damit würde man aber richtig Pleite gehen und das wollen wir ja auch nicht.
    man braucht einfach auch jemanden, der die Zahlen nüchtern sieht.
    Ob es uns gefällt oder nicht.

    Und deswegen versuche ich das für mich als Chance zu sehen und auch rechtzeitig meine Brötchen ins Sichere zu bringen.
    Ich steh dazu :D

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  • christopher hafer
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    • 16. Juni 2008 um 22:57
    • #46

    Die beiden letzten Beiträge mögen ja irgendwo ein "realitätsnahes" Bild (und umso traurigeres Bild) zeichnen, unterstellen aber erneut einen Umstand, der nur Bedingt bzw. gar nicht richtig ist: Digital sei billiger.

    Solange dies in der Szene wieder und wieder auch gegenüber den Veranstaltern so vorgeschwatzt wird, sollte man sich nicht wundern, wenn diese dann weniger als je zuvor zahlen wollen. Damit hackt man sich schnell den Baum ab auf dem man sitzt, nachdem ja schon alle Vorzüge der Analogpult-Technik leichtfertig und für immer wegdiskutiert wurden ("Analog ist tot").

    Ich vermisse immer noch seriöse Argumente, die sich von der üblichen "billiger" / "alles wird digital" -Schiene lösen! Auch Vergleiche wie "Vinyl-CD" sind absolut lächerlich.
    Was für einen Vorteil hat denn bitte ein Digi-Pult auf einem LineCheck-Festival, außer dass man sich mit entsprechend unbezahlter (!) Mehrarbeit vorher ein Setup basteln kann, was hinterher evt. nur sehr bedingt funktioniert - wenn es sich denn überhaupt laden lässt...?

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • Campfire
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    • 16. Juni 2008 um 23:06
    • #47

    finanzielles Argument pro Analog:
    zumindest bisher noch längere Standzeit (zumindest subjektiv), und das outboard hält (und behält seine akzeptanz) meistens noch deutlich länger als das Pult....
    (da ja beim Analog/Digital meistens ja der Preis des analogen outboards miteingerechnet wird....)

    (das Finanziell auch viel für Digital spricht will ich nicht bestreiten...)

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • oton
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    • 16. Juni 2008 um 23:36
    • #48
    Zitat von "Christopher Hafer"

    D
    Ich vermisse immer noch seriöse Argumente, die sich von der üblichen "billiger" / "alles wird digital" -Schiene lösen! Auch Vergleiche wie "Vinyl-CD" sind absolut lächerlich.
    Was für einen Vorteil hat denn bitte ein Digi-Pult auf einem LineCheck-Festival, außer dass man sich mit entsprechend unbezahlter (!) Mehrarbeit vorher ein Setup basteln kann, was hinterher evt. nur sehr bedingt funktioniert - wenn es sich denn überhaupt laden lässt...?

    Ich habe für die meisten Bands die ich betreue ein festes File für M7CL/PM5D, das immer wieder leicht verfeinert wird, aber ansonsten nur einmal Arbeit gemacht hat. Dauert ca. 1-2 Minuten zu laden, funktioniert einwandfrei und lässt sich leicht anpassen. Alle Feinheiten sind drin, incl. Effekten & Kompressor & Gate Einstellungen.

    Dagegen brauche ich, um z.B. bei grösseren Festivals auf dem "Linecheck H3000" eine schnelle Einstellung hinzuschrauben, incl. Compressoren & Outboard, ca. 10-15 Minuten, WENN das Pult nicht schon verkurbelt ist. Und dann noch die ersten 2-3 Songs, um wirklich ungefähr da zu sein wo ich hin will.

    Mir ist also ein PM5D um einiges lieber, und das steht inzwischen auch auf vielen Baustellen, und zwar oft als einziges Pult. Und ich würde behaupten, auch ohne File wäre ich nicht langsamer als auf dem Analogpult, das ist imho eine reine Übungssache.

    Ich betreue ein Mal im Jahr ein grössere Veranstaltung, wo "traditionsgemäß" ein H3000 in der Front steht, für 3-4 Bands. Die meisten Mischer von jüngeren aufstrebenden Bands brauchen an diesem Pult genau so einen Babysitter wie an einem grossen Digitalpult, und ich werde dieses Jahr ernsthaft vorschlagen, dort eher ein M7CL hinzustellen, da es den Mischern eher entgegenkommt. Groß & Lila macht weder besseren Sound noch einfachere Bedienung ....

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • simonstpauli
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    • 16. Juni 2008 um 23:57
    • #49

    am Samstag erlebte ich wie eine Band ad hoc auf die Bühne kommt und direkt losspielt.

    (Am Bandbus war ein Reifen defekt und ich bin froh, daß es allen gut geht.)

    Also Band kommt mit viel Verspätung an, es sind genug Helfer für die Backline und den zerfetzten Reifen da (ich bestand darauf, ihn als Zeugnis vor die Bühne zu legen), Backline-Aufbau, Mischer lädt sein Setup in das LS9 und:

    Go!

    Wer das mit einem Analogpult schafft bekommt von mir ... irgendwas ... (keine Ahnung, mir fällt gerade nichts ein).

    Das Beispiel betrifft zwar kein Festival aber das ist schon meine Vision, wie es laufen könnte.

    Und wer behauptet eigentlich, daß Vorarbeit nicht bezahlt wird? Bands und deren Kostenträger schätzen es sehr, wenn ein Techniker vorbereitet ist und honorieren das mit anständigen Tagessätzen und langfristigen Engagements, das lohnt sich schon ab dem zweiten Gig (meiner Meinung nach). Frag mal einen Handwerker, was es extra kostet, daß er mit anständigem Werkzeug auf die Baustelle kommt. Meiner Erfahrung nach wird auch diese Vorarbeit in die Stundensätze eingearbeitet, das ist also nicht wirklich ungewöhnlich.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • wora
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    • 17. Juni 2008 um 00:49
    • #50

    leute, leute.

    hier bestreitete doch niemand, das analoge pulte immer seltener werden.
    und ich denke es ist zumindest den professionell arbeitenden leuten klar, das sich alles in richtung digital bewegt.

    aber es muss doch auch erlaubt sein, das es techniker gibt, die auch mal auf durchaus positive eigenschaften analoger tische hinweisen, ohne dafür gleich als dinosaurier ohne zukunftaussichten abgestempelt zu werden!?
    diese reaktion halte ich wirklich für reichlich überzogen!

    und es hinterlässt bei mir den eindruck, das die verleiher vor allem deswegen digitalpulte einsetzen, weil sie auch mal wieder selbst eine band mischen möchten... 8)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • g.sanner
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    • 17. Juni 2008 um 08:22
    • #51

    Also ich finde das argument Total Recall ist mehr wert als jeder gute Roehrencompressor.
    Nen vollen Analogplatz mit sagen wir mal 12 Inserts und 40 Kanaelen dazu 3 Effekten kriegt man bei einem Job nie so gut hingedreht das sich evtl klangliche Vorteile bemerkbar machen wuerden.

    Man muss natuerlich davon ausgehen koennen das man fuer das Festivalpult nen File hat.
    Wenn man aber nicht weiss was es fuer Material gibt, oder der Verleih was anderes hinstellt als geplant arbeitet man fuer die falsche Band und sollte den Booker feuern.

    Mehr hab ich jetzt hierzu auch nicht zu sagen da die Disskusion einfach Albern ist.
    Auf dem Bau entscheide ich ja auch nicht wie ich das Haus baue 8)

  • dasich
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    960
    • 17. Juni 2008 um 08:55
    • #52
    Zitat von "Christopher Hafer"


    Ich vermisse immer noch seriöse Argumente, die sich von der üblichen "billiger" / "alles wird digital" -Schiene lösen! Auch Vergleiche wie "Vinyl-CD" sind absolut lächerlich.
    Was für einen Vorteil hat denn bitte ein Digi-Pult auf einem LineCheck-Festival, außer dass man sich mit entsprechend unbezahlter (!) Mehrarbeit vorher ein Setup basteln kann, was hinterher evt. nur sehr bedingt funktioniert - wenn es sich denn überhaupt laden lässt...?

    Aber was für Argumente willst du denn noch?
    Also: Setup viel preiswerter, Anbindung an digitale Multicoresysteme gegeben, FoH Turm kann kleiner werden, weniger Transport, preiswertere Versicherung, schnelleres Setup (bedarf ein wenig Vorarbeit, aber das macht der Techniker halt mal und gut ist), Geräte die man evtl. zusätzlich braucht sind da. (OK, wir brauchen noch ein Delay, im Videowagen soll noch eine Abhöre hin, ect.), weniger Crew beim Aufbau, weil alles halb so schwer,
    das sind doch mehr als genug Pro Argumente, oder anders gesagt welche Contras bleiben denn übrig? Klingt nicht? damit braucht doch keiner mehr kommen.
    Klar sind die ganzen Argumente nicht zwingend ein Pro für den Techniker, aber wie gesagt, der Entscheidet doch wirklich so ziemlich als letzter.

    Ich als faule Sau mache es doch auf meinen Baustellen nicht anders.
    Sagen wir mal kleines Besteck, 28 Wege, 4 Monitore.
    Wenn ich alles einladen, transportieren, ausladen, aufbauen, verkabeln, bedienen, abbauen, einladen, transportieren und ausladen muss und im Lager stehen Cases mit:
    1. 32 Analog Konsole
    2. Case 12 HE mit Outboard
    3. Case 12 HE mit EQs
    4. Schwein mit Schuko, Verteilern und Patch-Kabel
    oder 1 Case mit LS9-32
    was nehm ich da wohl mit?

    Es grüßt der Stephan

  • ADMIN
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    • 17. Juni 2008 um 09:06
    • #53
    Zitat von "G.Sanner"

    Also ich finde das argument Total Recall ist mehr wert als jeder gute Roehrencompressor.

    Es ist ohnehin die Frage, wer das hört, ob der Kompressor gut ist oder nicht.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • QSC Audio
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    • 17. Juni 2008 um 09:41
    • #54

    Kollege DasIch hat da noch etwas Wichtiges angesprochen: Wenn man allgemein vom Preis für etwas spricht, ist das ja nicht nur der Anschaffungspreis sondern auch Aufwand beim Transport, Auf- und Abbau, Lagerung sowie Platzbedarf bei der Veranstaltung (wichtig für den Veranstalter!).

    Noch eine andere Betrachtungsweise: Dass Digitalpulte der Trend sind bestreitet wohl niemand mehr. Lassen wir mal die grossen Rental Companies Aussen vor: im der mittleren PA Rental Firma will oder muss man diesem Trend aus verschiedensten Gründen ebenfalls folgen.

    Die Analogpulte wurden evtl. verkauft oder haben sich zumindest schon bezahlt gemacht und jetzt stehen die digitalen Pulte halt da und müssen Geld verdienen. Ob dann bei 10 von 100 Gigs der alte Analogplatz vielleicht die bessere Wahl gewesen wäre spielt jetzt keine Rolle mehr.

    Letztendlich ist der Weg zum Digitalpult aber wohl unausweichlich, wenn nicht heute dann in wenigen Jahren.

    Gruß
    Marcus

    Kontakt bitte über qscaudio.de

  • tufkaklto
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    • 17. Juni 2008 um 13:09
    • #55

    Ich betreue seit 2004 diverseste Festivals mit einem PM5D am Monitorplatz.

    Davon sind viele kleine Festivals dabei mit so ca 2000 - 10.000 Personen, und ca 10 im Jahr für diverse Companies mit 10.000 -100.000 Personen.

    Auf den Festivals war es im 21. Jahr doch noch etwas Diskussion, aber ich konnte fast jeden Techniker davon überzeugen, das es geht.
    Voraussetzung natürlich, ich war da, hab Vorarbeit gemacht und bin den Technikern unterstützend zur Seite gestanden.
    Das mache ich auch heute noch.


    Inzwischen kommen wirklich viele Bands mit einem eigenem Setup, welches ( wenn überhaupt ) maximal kurz in den Patches adaptiert werden muß.
    Das mache ich dann schnell, während noch die Bands davor spielen, am Laptop offline und lade dann rein.
    Im Notfall mache ich das auch im Changeover.
    Dauert max 2 Minuten.

    Und die Techniker sind froh, wenn sie 90 % ihrer Show bei Linecheckbeginn fertig haben.

    Wenn niemand ein File mithat, dann auch kein Problem.
    Ich habe zwischenzeitlich so viele passende Files vorbereitet, die ich für die entsprechenden Situationen nur mehr reinladen muß.
    ( In ear setups, Monitoring, Ohne Kanal EQ, mit KanalEQ, Ohne auxen offen, mit offenen Auxen usw )
    Dann mit dem Techniker noch gemeinsam hingearbeitet und hatte eigentlich nie ein wirkliches Prroblem.

    Wwenn wirklich Probleme aufgetreten sind, hattze dies in den letzten Jahren ausnamslos den Grund, das die jeweiligen Techniker vom Kopf und von ihrer Arbeitsweise her gar nicht Monitortechniker waren.

    Durch die eben falsche Herangehensweise hätten sie auch auf Analogtischen das Problem gehabt.

    Meistens geht es nach meiner Erfahrung darum, das manche Techniker etwas besorgt sind, weil Sie damit noch nicht gearbeitet haben, dann ist es die Pflicht der Babysitter, durch entsprechende Betreuung die Angst zu nehmen, oder es gibt auch manche, die wollen nicht.
    Dagegen kann man nichts tun.

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  • foh
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    287
    • 17. Juni 2008 um 13:56
    • #56

    Ja !

    ein wahres wort !

    Keine MUSS aber es wird wohl "unsere" Zukunft sein :)

    Haubssach der sound bassd

    P I A N O M A N N

    Music Management
    Jürgen Hauke
    0172 81 96 236
    Info@Pianomann-Music.de

    Zur Zeit tätig bei: http://www.BOM.tohttp://www.Moskitos.com

  • simonstpauli
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    • 17. Juni 2008 um 14:03
    • #57

    @klauston: Du bist ja nun ein leuchtendes Beispiel für Support am Arbeitsplatz. Gib bitte auch Unterricht für Kollegen, die diese Arbeitsweise noch nicht so kennen ;)

    Ich habe tatsächlich eine Band, bei der ich in den Rider geschrieben habe "no digital if possible". Das heißt natürlich im Gegenschluß, wenn da eine Digi-Konsole steht, daß ich auf dieser arbeite.

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  • billbo
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    • 17. Juni 2008 um 14:21
    • #58
    Zitat

    Es ist ohnehin die Frage, wer das hört, ob der Kompressor gut ist oder nicht.


    So lange zumindest mal der hoch dekorierte Operator bemerkt, ob der Insertschalter gedrückt ist oder nicht, befinden wir uns da noch im dunkelgrünen Bereich.

    Zitat

    Mehr hab ich jetzt hierzu auch nicht zu sagen da die Disskusion einfach Albern ist.


    Sie beschäftigt aber immer noch sehr viele direkt Betroffene, und ganz offensichtlich besteht deswegen allenthalben immer wieder auch noch erheblicher Diskussionsbedarf. Wo ginge das besser, als in einem solchen Forum?

    @ C. Hafer: ich habe noch vor gar nicht allzu langer Zeit so argumentiert wie Du. Und ich verstehe dein Unbehagen über „immer billiger, immer rationeller“. Was ich nicht verstehe, ist die dabei durchscheinende Larmoyanz. Denn was wäre die Alternative?
    Das erinnert so ein wenig an alte Diskussionen über den bösen Kapitalismus mit seinem unmenschlichen Wettbewerb und die hehren Ideale der sozialistischen Internationale. Deren Realität war der real existierenden Sozialismus der 70er und 80er; praktizierter Staatssubventionismus. Dort würdest Du vermutlich noch heute mit 'Vermona Musikerverstärker' arbeiten müssen. Mit diskreten Klangstellern für Diskant und Bass in jedem der 6 Mikrofoneingänge. Sowie Schalter für Echo ('voll', 'halb', 'aus') im Ausgangsteil.
    Ich hatte dann ein paar unschöne, weil unerwartete Kontakte mit der digitalen Wirklichkeit. Und musste feststellen, dass es tatsächlich ein unbehagliches Gefühl sein kann, als bezahlter Experte vor einer neuen Technologie zu stehen, von der man keine Ahnung hat. Da ich aber noch ein paar Jahre von meiner Arbeit leben will und muss, blieb und bleibt mir gar nichts anderes übrig, als mich da rein zu arbeiten.

    Und siehe da – seither fallen mir täglich neue, ganz praxisorientierte Argumente für die anfangs abgelehnte 'künstliche' Welt der digitalen Bedienoberflächen ein:

    - ich finde es toll, dass mein Arbeitsgerät jetzt in den Twingo – Kofferraum passt, statt wie früher in den Kleintransporter (oder in den Kleintransporter, statt wie früher in den 7halber)
    - ich finde es toll, dass ich alle Funktionen meines Arbeitsplatzes (inclusive des Intro – Abspielgerätes) im Radius von 50 Zentimetern direkt unter meinen Fingern habe, statt wie früher im Dunklen nach dem Inhalt schlecht beleuchteter, in Kniehöhe aufgestellter Kisten forschen zu müssen (sofern es den in gewünschter Form überhaupt gab)
    - ich finde es toll, mit der Gewissheit zu mischen, dass zwischen dem Mikro und meinem Ausgangssignal keine 10.000 Schalt – und Schleifkontakte, Insertbuchsen, Patchfelder, Bussstecker, u.Ä. mehr lauern. Von denen selbst neu aus dem Karton immer ein paar Ärger machten; geschweige denn dann, wenn die Kisten ein paar Jahre auf dem Buckel hatten
    - ich finde es toll, wenn die mindestens 2x jährlich fällige Generalreinigung einer XL3 – oder PM4000 – Oberfläche demnächst ausfällt. Das bedeutete, wenn man es ordentlich machen wollte, bisher immer tagelange Arbeit. Da ist mir Files schreiben schon lieber
    - ich finde es toll, wenn mein Frontplatz beim Disco – Changeover innerhalb von 2 Minuten abgebaut ist, statt wie früher im dunklen Getümmel nach Stagehands brüllend 100-Kilo-Deckel über 250-Kilo-Kisten stülpen zu müssen. Und weg war er dann noch lange nicht...
    - ich finde es (im Fall Yamaha) toll, gleich mindestens 4 SPXe standardmäßig zur Verfügung zu haben. Das waren schon immer meine R&R – Lieblingswerkzeuge
    - ich finde es toll, dass ich meinen Arbeitsplatz im bestuhlten Theater problemlos dort installieren kann, wo ich es für richtig halte. Ohne mit Veranstaltern und Hausmeistern über den Ausbau ganzer Stuhlreihen diskutieren zu müssen; mein Bedarf nach Schreierei während des Aufbaus war nämlich schon vor 15 Jahren hinreichend gedeckt
    - ich finde es toll, mal ein ganzes Konzert mischen zu können, ohne auch nur ein einziges Mal den Rücken von der Lehne des Chefsessels lösen zu müssen :cool:

    Soll ich weitermachen :roll:?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • tufkaklto
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    • 17. Juni 2008 um 14:43
    • #59
    Zitat

    Soll ich weitermachen ?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    JA :P

    Ich war auch mal dagegen.
    So von wegen" braucht kein Mensch" und " wird sich nie durchsetzen "

    Ich kann auch die Kollegen echt verstehen.

    Aber ein Praxisbeispiel:
    Passierte vor 2 tagen.
    Sänger einer Band, das Funkmic fällt aus ( kann passieren )
    In einem Act kurzer Verzweiflung nimmt er nicht das Sparemic, sondern irgendeines. ( in dem Fall das des Keyboarders )
    ich hab nur kurz folgendes gemacht:
    ch select> copy > ch select > paste > ">" gedrückt und dann enter.

    Das ganze hat 5 sec gedauert und das Mic war 1 zu 1 im Mix ( und zwar in Allen ) wie vorher das andere Mic.
    Schneller gehts schon nicht mehr.

    Für mich einer der vielen Vorteile.

    Und ja, ich hab anfangs auch mal versehentlich ein File überspeichert :oops:

    Uih, das passiert dann nimmer so schnell.

    Und warum ich den Support gebe:
    Ganz einfach:
    Zum einen, ich bin eine faule Sau und zum Anderen, ich will Spaß haben und keinen Ärger.
    Beides funktioniert nur, wenn ich den Gasttechniker bestmöglichst bediene und ihm helfe.
    Wenn alles gut funktioniert, ist dieser glücklich und ich hab keinen Stress und keinen Ärger.
    Es ist so einfach.
    Und was ich kann, kann auch jeder Andere schon lange.
    Ich bin nämlich gar nicht so gut. Sondern einfach nur bemüht.
    Und alleine das macht das Leben und Arbeiten schon sehr einfach. 8)

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • foh
    Verifiziert
    Beiträge
    287
    • 17. Juni 2008 um 14:54
    • #60

    Klauston -> ich mag dich auch mal als Babysitter :)

    Haubssach der sound bassd

    P I A N O M A N N

    Music Management
    Jürgen Hauke
    0172 81 96 236
    Info@Pianomann-Music.de

    Zur Zeit tätig bei: http://www.BOM.tohttp://www.Moskitos.com

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