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Digico SD8 vs. Soundcraft VI4

  • WoMü
  • 13. Oktober 2009 um 23:43
  • WoMü
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    • 13. Oktober 2009 um 23:43
    • #1

    Hallo,

    bin zur Zeit auf der Suche nach einem neuen Pult. Zur Auswahl stehen die DIGICo SD-8 und die Soundcraft Vi4. Habe beide Pulte auch schon ausprobiert.

    Folgendes habe ich bis jetzt festgestellt (alles subjektiv, manches aber auch ganz objektiv):

    Preislich: fast kein Unterschied
    Klang: auch kaum ein Unterschied - im Gegensatz zu den (in meinen Ohren) etwas steril klingenden Teilen aus Japan
    Übersichtlichkeit: klares Plus bei Vi4 (beschriftete Fader und Potis, 4 Screens)
    Effekte: klaresPlus für Vi4
    Erweiterbarkeit des Stageracks: scheint mir die Vi4 ein klein wenig die Nase vorne zu haben - auch was die Ein- und Ausgänge in den Localracks betrifft. 16x In, 16x Out, 8x AES/EBU In/Out, 3x Mik In, 1x Talkback In bei der Vi4 (ist etwas mehr als bei der SD8)
    Effekte: klares Plus für die Vi4 (8x Lexicon in PCM Qualität)
    Anzahl und Qualität der EQ's: klares Plus für die Vi4 (zusätzlich zu den parametrischen EQ's 27x 30 Band EQ's in BSS 960 Qualität in den Ausgängen)

    Noch ein kleiner Gimmick bei der VI - vertikales Pairing (hilft dir die Oberfläche besser auszunutzen - bei Stereo-IP's)

    und immer beachten: preislich liegen beiden Pulte absolut ähnlich

    So, jetzt Feuer frei, was habe ich übersehen - oder andersrum - welches Pult würdet ihr kaufen. Die M7CL von Yamaha spielt in meinen Augen in einer ganz anderen Klasse.

  • oton
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    • 13. Oktober 2009 um 23:53
    • #2
    Zitat

    o, jetzt Feuer frei, was habe ich übersehen - oder andersrum - welches Pult würdet ihr kaufen.

    ein VI4, was denn sonst .. :wink: ... allerdings würde ich diese Posts vielleicht in einen separaten Thread packen, und nicht hier im SD8 Thread diskutieren. Ich habe das SD8 jetzt 1x benützt, und war ausser der fürchterlichen und imho auch unübersichtlichen Farbgebung/Design wirklich angetan von dem Pult, aber was die Bedienung/Übersichtlichkeit angeht ist die VI Serie im Augenblick auch wohl kaum zu schlagen.

    MODERATOR ... 1x Solothread bitte ... :D

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • fabio hermann
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    • 14. Oktober 2009 um 02:33
    • #3

    Ich habe mir am Montag im Rahmen des User Trainings in Düsseldorf die SD8 zeigen und erklären lassen und war sehr angetan von dem Pult.
    Wichtig ist zu erwähnen, dass ich das Pult mit Overdrive kenne, falls du nach dem Update noch nicht am Pult standest Wolfgang empfehle ich dir dich damit zu beschäftigen, da schon einige gravierende Verbesserungen eingeflossen sind.

    Das VI4 kenne ich bisher nur vom Papier, deswegen kann ich zu dem Pult nicht sonderlich viel sagen, wobei mir das Madi-System bei der SD8 weniger zusagt als die Verbindung von Pult und Rack als beim VI4, wobei das als rein subjektiv zu betrachten ist.

    http://www.sound-light-bonn.net/

  • Mister.Lange
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    • 14. Oktober 2009 um 09:13
    • #4

    Sind die wirklich preislich gleichauf? Wie sind denn die empf. VK Preise?

  • guma
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    • 14. Oktober 2009 um 11:28
    • #5

    @ oton

    Ich finde vergleichende Absicht dieses Threads nicht verkehrt.

    Ich freue mich, zu lesen, dass ich nicht der einzige bin, der die Bedienoberfläche des SD8 trotz meiner Vorliebe für den Digico-Touchscreen für wenig intuitiv halte. Die Anodnung, Farbgebung, Gestaltung des Knöppe-Layouts ist nicht gerade Benutzerführend. Schade.

  • WoMü
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    • 14. Oktober 2009 um 12:04
    • #6

    Was den Preis angeht, so liegen mir zwei Angebote der deutschen Vertriebe vor, die sich nicht viel unterscheiden.

  • wora
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    • 14. Oktober 2009 um 14:33
    • #7

    ich habe an beiden pulten jeweils einmal gearbeitet und würde aufgrund dieser erfahrungen die Vi4 bevorzugen.
    die bedienung der SD8 konnte mich leider nicht wirklich begeistern, das display ist echt überfrachtet.
    aber wenn man selbst an den pulten steht und sich gründlich einarbeiten kann, ist das wahrscheinlich nicht ganz so wichtig.

    kleine nebenfrage:
    ist denn das iLive aussen vor?
    hier bekommt man den gleichen sound für deutlich weniger geld und die bedienung ist noch einfacher.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • audiobo
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    • 14. Oktober 2009 um 14:41
    • #8

    Mal ein paar Punkte:

    Stereokanäle: Bei der SD8 ist kein vertikales Pairing nötig, da es "echte" Stereokanäle gibt. Diese haben dann sogar einen Regler für die Stereo-Basisbreite. Allerdings fällt dann der "Alternative Input" weg.

    Effekte: Ist jede Menge hinzugekommen mit dem Overdrive-Update - sowohl im FX-Rack wie auch DynamicEQs und Multibandkompressoren für die Kanäle. Ich denke qualitativ werden die auch in Ordnung sein.

    EQs: gibt es jetzt 24, das sollte reichen.

    Matrix: Ist bei der Vi glaube ich grösser, mehr Inputs...

    Gruppen/Auxe: kann man bei der Vi im laufenden Betrieb umstellen, bei der SD wird dafür die interne Busstruktur verändert, was einen 2-3 sekündigen Audio-Dropout mit sich zieht.

    Local I/Os: Hat die Vi4 mehr, allerdings hat die SD8 direkt einen 2. Madi-Anschluss, welcher in dem aktuellen Vi4-Angebot (zumind. hier) nicht mit drin ist (aber nachrüstbar)

    Übersichtlichkeit/Haptik: Ist bei der Vi genauso genial wie schwer zu beschreiben - wenn man davor steht rafft man es einfach, what you see is what you get. Es lädt direkt zum spielen ein. Bei der SD8 muss man etwas mehr "wissen", damit man sich keine faulen Eier legt. Ganz grosser Vorteil der Vi: Man kann durch die Multiscreens mit 2 Leuten gleichzeitig daran arbeiten. Und die Copy/Paste Funktion ist genial gelöst.
    SD8 kann jetzt User Layers, bei der Vi wohl ab dem Update ca. November.

    Szenenspeicher: Habe ich mich bei der Vi noch nicht so mit beschäftigt, aber bei der SD8 geht jetzt nach dem Update praktisch alles - z.B. in einer Szene nur den EQ von Kanal 13 - Auto-Update ist auch eine schöne Funktion beim Programmieren

    Verarbeitung/sonstiges: Gefällt mir streckenweise bei der SD besser, z.B. sind dort die Netzteile Hotplug-fähig (ausser am MadiRack), die Vi muss man wohl dafür aufschrauben.
    Das Stagerack ist bei der Vi4 voll modular, bei der SD8 (MadiRack) sind die 48 Inputs auf ein Blech geschraubt - es sei denn man nimmt das andere Rack, welches aber teurer ist.
    Der Punkt Truckspace geht ganz klar ans Digico - immerhin ist ein Rack weniger zu transportieren, auch das Aufstellen geht etwas zügiger.
    Das Vi wird im Betrieb schon recht warm (ungefähr auf Temperatur eines grösseren analogen Pultes), während das SD8 nach ca. 5 oder 6 Stunden gerade ganz leicht über Raumtemperatur lag, obwohl der Prozessor dort mit drin sitzt.
    Die Talkbackmöglichkeiten sind bei Vi enorm, ich glaube 5 seperat anwählbare Wege. Dafür kann aber z.Z. wohl kein Rechner parallel angeschlossen werden, braucht man aber eigentlich auch nicht.
    Der Editor der SD8 ist riesig, am besten holt man sich 2 Full-HD Bildschirme, dann kann man sich auch die Fader-Layer komfortabel zusammenbasteln. :D Auf meinem kleinen 1024x768 Bildschirm hier am Tablet jedenfalls ist das echt mühselig.

    So genug gelistet :D

    ich finde die Vi-Serie ist tendenziell ein Top-Festival-Pult, auf dem sich nach ganz kurzer Zeit jeder wie bei analog (mehr sogar noch) zuhause fühlt, wo am FoH dank der massigen I/Os noch viel Siderackgeraffel mal eben angeschlossen werden kann und auch schnelle Änderungen über kurze Wege möglich sind. Vor allem da der Babysitter nicht nur daneben stehen, sondern im nächsten 8er-Block aktiv mit anpacken kann, wenn es schnell gehen muss.
    Die SD8 ist eher eine etwas kompakteres, enorm leistungsfähiges Pult, zu dem man sich aber bezügl. Busstruktur etc. eher vorher ein paar Gedanken sollte, also m.M.n. eher für Tour, Theater, bestimmte Shows usw. geeignet. Wobei ich es aber auch für die einfachen R&R-Sachen nicht komplizierter finde als ein M7, wenn da ein vernünftiges Grundsetup drin steckt.

  • WoMü
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    • 14. Oktober 2009 um 16:23
    • #9

    wora:

    Ja, das iLive ist leider aussen vor. In Puncto Ridertauglichkeit ist dieses Pult noch nicht ganz so weit, wie es sich manche gerne wünschen.

    Auch das SD8 ist dort noch nicht so verbreitet. Habe in letzter Zeit vermehrt Rider mit DIGICo D5, Yamaha PM5D und Soundcraft Vi6 bzw. Vi4 als Anforderung.

    Wie audiobo bemerkte: Die Vi sind Top-Festival-Konsolen und ich denke, dass sie sich bei dem aktuellen Preis auch schnell ihren Platz am Markt erobern werden.

    audiobo:

    Das ist auch ganz meine Meinung. Bei den Effekten finde ich die Vi etwas besser, aber das ist Geschmackssache. Was mich vor allem überzeugt ist die Möglichkeit bis zu 72 Kanäle mit dem Pult (Vi4) abzuarbeiten. Braucht man zwar selten, aber immerhin besteht die Möglichkeit.

    Was noch hinzukommt ist die Mögllichkeit des Zugriff von 2 Pulten auf ein Stagerack und das bei voller Redundanz (bei Nutzung der 2. MADI-Karte). Wenn man die Gains vernünftig einstellt geht das ganz problemlos unter Nutzung des digitalen Trims (+/- 10 db). Auch kann man die Outputs des Stagerack dann noch vom FOH aus nutzen (als Tie-Line, etc.), was bei der SD8 so ohne weiteres nicht möglich ist (wenn überhaupt).

    Truckspace ist ein Argument, die Betriebs-Temperatur nicht.

    Werde mich wohl für eine Vi entscheiden.

  • 4Art
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    • 14. Oktober 2009 um 17:09
    • #10

    Wird das VI nun in Potters Bar oder in China produziert? Mein letzter Kenntnisstand war, dass die Studer-Produktion nach England verlegt wurde und offensichtlich einige Produktelinien - auch Oberklassige - nach China.

    Falls dem so wäre gäb's den klitzekleinen Unterschied: Digico Made in UK, VI4 Made in China. Aber vielleicht ist seit Frühjahr diesen Jahres ja wieder alles ganz anders... Hier in der Schweiz war der Aufschrei der Gewerkschaften ziemlich massiv, als die Produktion von Studer nach England verlegt wurde.

  • audiobo
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    • 15. Oktober 2009 um 01:35
    • #11
    Zitat von "wolfgang klein"

    Was mich vor allem überzeugt ist die Möglichkeit bis zu 72 Kanäle mit dem Pult (Vi4) abzuarbeiten. Braucht man zwar selten, aber immerhin besteht die Möglichkeit.


    Bei vielen Stereokanälen ist die SD8 wieder vorne, da sie 60 Kanäle kann, unabhängig davon, ob diese in Mono oder Stereo sind (d.h. 60x Stereo = 120 Inputs). Durch Basisbreitenregelung und Balance kann man so auch noch Mono-Inputs zusammenführen, die eh genau gleich weiter verarbeitet werden (z.B. bei Streicherabnahme im Orchester, identische Mikros vorausgesetzt)

    Zitat von "wolfgang klein"

    Was noch hinzukommt ist die Mögllichkeit des Zugriff von 2 Pulten auf ein Stagerack und das bei voller Redundanz (bei Nutzung der 2. MADI-Karte). Wenn man die Gains vernünftig einstellt geht das ganz problemlos unter Nutzung des digitalen Trims (+/- 10 db).


    Das ist bei Digico aber auch möglich, bei 2 Digicos kann sogar der analoge Gain mithilfe des Gaintrackings eingestellt werden. Btw. der Trim bei der Vi reicht laut Editor von -36dB bis +18dB.

    Zitat von "wolfgang klein"

    Auch kann man die Outputs des Stagerack dann noch vom FOH aus nutzen (als Tie-Line, etc.), was bei der SD8 so ohne weiteres nicht möglich ist (wenn überhaupt).


    Stimmt, das hab ich wohl vergessen, auch eine schönes (vor allem im Handling) Feature.

  • maiolo massimo
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    • 23. Oktober 2009 um 15:33
    • #12

    Hallo,

    Auch ein klares ja. für Vi4. Wir hatten letzte Woche bei uns im Geschäft ein Demo Tag mit der Vi4 Konsole. Desk, Lokalrack und Stagerack überzeugen in allen Punkte. Ich habe noch ein Pult so schnell Konfigurieren können wie dieses, man braucht nie mehr als zwei Arbeitsschritte um zu etwas zu gelangen. Auch die Lexicon und BSS Effekte sprechen für sich. Cool ist das jeder Ausgangsbus direkt mit einem 31 Band GEQ ausgestalten ist. Weiter ist die Monitor Funktion mit der Umschaltung EIM und Wedge auch eine feine Sache. Es gibt natürlich viele Punkte die noch für die Vi4 sprechen.

    Im punkto SD8 kann ich leider nicht so viel sagen, ausser das ich bei ein bisschen snuppern an der Plasa... vom Vertrieb warte ich heute noch bis jemand bei mir meldet...

    Freundliche grüsse

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