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Preiskampf durchbricht Schallmauer.....

  • stagecrew sasse
  • 12. August 2010 um 09:55
  • studi
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    • 10. November 2011 um 12:59
    • #81
    Zitat von "tobias kammerer"

    Hallo Leute, torz Eurer Argumentation, dass man ja nicht auf alles eingehen muss leidet die Branche massiv unter dem verbreiteten Hobbytum. Denn selbst was bei uns als amtliche Bezahlung gilt ist in anderen Branchen einfach nur lachhaft. Ein Verleih ist aus meiner Sicht am ehesten mit einer Autowerkstatt zu vergleichen. Man bekommt einen Materialmix+ Personal gestellt und zahlt dafür pro Mann und Nase 90,- Euro pro Stunde pro Mann, für Spezialsachen sogar mehr. Das würde heißen, selbst bei einer kleinen Veranstaltung, wo 2 All in One Kräfte (Licht/ Ton Aufbau Abbau) z.B. gemeinsam je 10 Stunden hinlegen, müßßte man nach dieser Rechung bereits 1800,- Euro netto abrechnen. Wo kann man das??
    Ein Normal qualifizierter VA Techniker wird mit 25,- bis 30,- Euro die Stunde abgerechnet. Welchen Maurer/ Heizungsbauer... kann man dafür bekommen? Ein Spezialist am Bau kostet auch mal 50,- Oder 60,- Euro die Stunde. Was kann dieser Spezialist (Seminar zum Energieberater) mehr als ein Tontechniker oder gut ausgebildeter Systech oder Lichttechniker?

    Da ist die Branche gesamt krank. Ich würde hier Berufsvorschriften und Vereinigungen sehr begrüßen
    Tobias Kammerer

    Die drei Stichworte sind wohl "Tontechniker", "gut ausgebildeter Systech", "Lichttechniker": Für diese Leute setzt man einen hohen Stundenlohn an, da sie ausgebildet sind. Die Frage ist aber: Wo brauche ich diese Leute und ihre Kenntnisse zwingend? Auf der Zeltparty für 400 Leute? Vlt., um die Sicherheitsvorschriften einzuhalten, die aber keiner kontrolliert, geschweige denn dass es den Gast juckt. Brutal: Ich brauche sie nicht, da die paar Kisten und Scheinwerfer auch von einem Engelernten gestellt werden können. Konsequent müsste man für den Bereich dieser Veranstaltungen eine LowBudget-Firma gründen, die entsprechendes Material und Personal ("Umzugshelfer") hat und strukturmäßig auch so aufgestellt ist. Aber selbst damit käme man nicht an die Kostenstruktur des HKS heran. Für die restlichen Veranstaltungen kann man dann geschultes Personal anstellen (besser freiberuflich beschäftigen). Ob man die LowBudget-Firma in die Firma für gehobene Veranstaltungen integriert oder nur als Kleingewerbe nebenbei laufen lässt, könnte man mal durchrechnen.

    Parallel sollte man an einer neuen Qualität in der Veranstaltungstechnik arbeiten, die sich als Gast auch erkennen lässt. Für ein neues Auto gibt man gerne ein paar Euro mehr aus, da es erkennbare Innovation liefert - z. B. Klimaanlage, mehr PS, tolle Innenausstattung, Navi und noch mehr Schnickschnack.
    Die Veranstaltungstechnik hat sich aus Sicht des Gastes kaum weiterentwickelt - Laut und Hell gab es früher auch schon (ok, es sind ein paar bewegte Lichter dazugekommen). Ob da nun ein Linearray oder Hörner stehen, interessiert den Gast nicht. Die Frage ist dann: Wo ist die nicht mit dem Künstler und der Location zusammenhängende, erkennbare Qualität der Veranstaltung, für die man als Gast auch gerne einen Euro mehr abdrückt? Das können m. E. nicht nur Klang und Licht sein.

    Was mich richtig interessieren würde: Wieso klappt es in anderen Branchen wie GaLaBau scheinbar trotzdem? Kann natürlich daran liegen, dass ich deren Klagen nicht mitbekomme. Könnte aber auch daran, dass es die Betriebe geschafft haben, sich irgendwie vom Hobbypflasterer abzuheben. Hinzu kommen natürlich die häufigeren Kontrollen durch den Zoll und ein niedriger Lohn.

  • skyworker
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    • 10. November 2011 um 14:29
    • #82

    Hier werden ja mal wieder mächtig Äpfel mit Birnen verglichen - Herr Kammerer, irgendwo warst du doch auch noch Verleiher, oder? Dann müsstest du doch den Unterschied zwischen dem Freien und dem Angestellten kennen? Klar zahlt der Kunde in der Autowerkstatt den Meistersatz oder den Facharbeitersatz auf der Rechnung - aber das kannst du so nicht mit dem gleichsetzen, was der Meister oder der Facharbeiter am Ende bekommt. Oder multiplizierst du die 90 Euro für eine KFZ-Meisterstunde mit 160 Monatsstunden - und das ist dann das Gehalt??? Abgesehen davon steckt in jeder Handwerksrechnung auch eine Maschinennutzung anteilig mit drin - also der Einsatz jeder Menge, teurere Werkzeuge, die ein Meister oder eine Fachkraft eben brauchen... Den Vergleich zum freien Automechaniker seh ich jetzt so nicht. Sorry - aber das Bild ist zu einfach.

    Nein - das macht es nicht besser, ich weiß. Wir arbeiten zu billig, aber wir tun das, weil - und da hat Kollege Kammerer durchaus recht - zu viele Discobuben unterwegs sind. Ein neuer Laser für 199 Euro ist ja auch deutlich cooler wie eine neue Rüttelplatte zum gleichen Preis - die kein Profi kaufen würde, weils fabrikneuer Schrott ist. Aber genau darum laufen so viele Leute durch die Branche, weils dank der umtriebigen Industrie eben möglich ist, sich für wenig Geld cooles Zeug in die Garage zu stellen - das man nicht mal kostendeckend vermieten muss. Der GaLa Bau Betrieb denkt da zwangsweise komplett anders - weil dessen Investitionen drastisch höher ausfallen.

    Aber - was tun? Faire Tagessätze wird der Kunde nicht bezahlen - weil immer eine billiger ist. Da, wo Personalkosten abstrakt bleiben, weil der (Industrie)Kunde ein Paket aus Material und Dienstleistung mietet, ist es wohl noch am einfachsten (hab ich mir sagen lassen), vernünftige Kurse zu bekommen, aber das kanns ja auch nicht sein.

    Ich denke, es geht am Ende nur über die Qualität – auch wenn das schon fast sowas wie Verzweiflung ausdrückt. Das kostet mitunter auch mal einen Job, aber der Kunde, der für seine Veranstaltung das Optimum möchte, der ist in der Regel auch bereit, das zu bezahlen. Sowohl für die Technik, als auch für die Dienstleistung. Vergleichbare Sätze zum Handwerk werden das dann wohl immer noch nicht sein – aber daran sind wir weiter selbst schuld.

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • Sam Razr
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    • 10. November 2011 um 15:37
    • #83

    Soll für eine kleine Dicso VA eine kleine Bühne bauen. Rest der Technik stellt eine andere Firma. Rig, 4 Macs, 2 6er Bars, 2 Atomics, 2 4lites, Nebel, zwei Laser mit LSB, PA und DJ-Kram.
    Die machen das für 350€ Brutto. :shock:
    Ich verstehe es nicht.

  • mringhoff
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    • 10. November 2011 um 16:21
    • #84
    Zitat von "skyworker"

    Wir arbeiten zu billig, aber wir tun das, weil - und da hat Kollege Kammerer durchaus recht - zu viele Discobuben unterwegs sind.


    So sehe ich das auch.
    Mag sein, daß das Beispiel mit dem Automechaniker nicht 100%ig richtig ist, aber im Prinzip versteht ja jeder was gemeint ist. Nicht wenige auf die Stunden umgerechneten Technikerpauschalen bewegen sich unter 10,- EUR in dem genannten Billigsektor.
    Das bekommt auch kein Geselle von der Autowerkstatt...

    Daß der Personalpreis (und auch oft der Mietpreis) so niedrig ist, liegt nicht nur an dem Billigequipment und dem Spassfaktor der Discobuben, sondern auch daran, daß die Branche aus 80% Selbständige besteht.

    Größere Firmen haben zumindest schon mal was von Kosten-Leistungsrechnung gehört und nicht wenige rechnen einfach mit, wenn sie Angebote machen.
    Einzelpersonen, die meist überhaupt kein betriebswirtschaftliches Basiswissen besitzen, sind - auf die Menge gesehen - einfach viel unvorsichtiger und emotioneller, was Preisangebote betrifft.

    In der Filmbranche ist das ähnlich. Diese Anbieterstruktur senkt einfach den Marktpreis.

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  • derautor
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    • 10. November 2011 um 19:25
    • #85
    Zitat

    Konsequent müsste man für den Bereich dieser Veranstaltungen eine LowBudget-Firma gründen, die entsprechendes Material und Personal ("Umzugshelfer") hat und strukturmäßig auch so aufgestellt ist.

    Konsequent müßte man das einfach sein lassen! :roll:


    Zitat

    Aber selbst damit käme man nicht an die Kostenstruktur des HKS heran.

    Ganz genau. Weswegen dann für minus lau sogar noch eine Firma/Abteilung gründen?


    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • treibsand
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    • 10. November 2011 um 22:57
    • #86

    Ah, wiedermal einer der Jammerthreads?!?

    Zitat von "Kracky"

    Wie viele Hobby Bäcker, Stuckateure und auch Baumeister kennst du? Es ist abgesehen von Schwarzarbeit die aber durch den Zoll bekämpft wird, nicht üblich das sich in diesen Bereichen viele Hobbyisten oder Nebengewerbliche großartig tummeln.

    In der Baubranche dürfte Schwarzarbeit und "Gewerkfremde Auftragsannahme" auch recht weit verbreitet sein... Der Zimmermann muss seine Firma aufbauen und macht zugleich Statik, Dachdecken und Trockenbau - alles in Überstunden zu Preisen, die der Bauherr angemessen findet - sonst macht es nämlich der Arbeitskollege vom Bauherrn unter der Hand...
    Ich persönlich kaufe Brötchen oft im Backshop - nicht beim Bäcker, nicht beim Gehilfen, der in Großbäckerein den gelernten Bäcker verdrängt hat, nicht in der Filiale wo die Fachverkäuferin während des Verkaufens im Ofen hinbter sich Teiglinge aufbackt, sondern im Backshop, wo 400,- € Kräfte den Job der "Fachverkäuferin" machen.
    Aber immerhin nicht im Discounter nebenan, wo die Kassiererin die Teiglinge aufbacken muss, während sie Ware einsortiert.

    Jungs, wenn ihr jammern wollt, dann sucht euch doch einen Beruf, wo die Auftraggeber auch genau wissen, was sie wollen/brauchen - weil sie ihren Beruf von der Pike erlernt haben.
    Wenn ständig Quereinsteiger / DIY-Verunstalter und Diskobübchen die Aufträge verteilen, muss man sich denen und deren Preisstruktur anpassen und damit leben.
    Die alternative dazu sind immernoch die "lukrativen" Industriejobs oder grössere Veranstaltungen, die die Rental-Butze ums Eck nicht machen kann.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • WoMü
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    • 11. November 2011 um 09:25
    • #87

    Genau, ein Jammerthread!!!

    Alles Jammern nützt doch nichts. Es gibt genug, sogar strafbewehrte, Gesetze und Regeln (nenne hier beispielhaft nur mal den §15 der GUV bzw. BGV C1 oder die §§39 ff der VStättVO), die genau definieren, wer in unserem Metier welche Qualifikation haben muss. Das Blöde ist nur, dass sich niemand daran hält und es auch niemand überwacht. Selbst bei Unfällen versucht man ganz schnell den Mantel des Schweigens darüber zu decken.

    Auch wenn sich mehrere Einzelunternehmer ohne Angestellte zusammentun, die dann ja auch nicht von der BG und ihren Vorschriften erfasst sind, so gibt es für diese immer noch die Thematik SiGeKo, aber darum kümmert sich auch keiner.

    Wie gering die Lobby für unsere Berufsgruppe ist, hat man doch bei der jüngsten Versteigerung der Funkfrequenzen gesehen. Und Verbände wie die DTHG oder der VPLT sind gute Ansätze, aber auch nicht mehr. Auch die neugegründete Zertifizierungsgesellschaft nutzt da nichts und ist meines Erachtens bei dieser Ausgangslage herausgeworfenes Geld, da sich im Grunde 99% der Veranstalter gar nicht dafür interessieren.

    Was uns fehlt ist, wie in anderen Berufsgruppen auch, eine funktionierende Innung, die auch mal (zusammen mit den BG's oder Unfallkassen oder auch mit den LAfA's) juristisch gegen die schwarzen Schafe tätig wird. Von den am Markt aktiv tätigen Firmen kann es sich, es sei denn er hat keine Lust mehr mit dieser Tätigkeit seinen Lebensunterhalt zu verdienen, niemand auch nur im Entferntesten leisten entsprechende Anzeigen bei den zuständigen Behörden zu erstatten.

    Jeder ist am jammern, aber keiner will einen Schritt zur Änderung der Verhältnisse machen (würde ja Zeit und Geld kosten).

    Also weiter so.

  • mringhoff
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    • 11. November 2011 um 10:12
    • #88
    Zitat von "WoMü"

    Genau, ein Jammerthread!!!

    das klingt zu abwertend. Die Preis- und Qualitätsstruktur ist in unserem Sektor einfach ein Problem. Wenn wir nicht darüber reden, bleibt alles wie es ist. Man kann natürlich sagen: "bringt doch sowieso nichts". Aber einfach alles Hinnehmen kann ja auch nicht die Lösung sein oder?
    Und ein bisschen seinem Ärger Luft machen, darf man ja noch hoffentlich....

    Zitat von "WoMü"

    Das Blöde ist nur, dass sich niemand daran hält und es auch niemand überwacht. Selbst bei Unfällen versucht man ganz schnell den Mantel des Schweigens darüber zu decken.

    Darin sehe ich zum Beispiel einen Ansatzpunkt.
    Wenn es keine Kontrollen gibt, werden Regeln weniger eingehalten. Wenn man genau weiß, daß niemand in der S-Bahn eine Fahrkarte sehen will, wieviele Leute würde auf Dauer noch Fahrkarten kaufen? Der Anteil der Schwarzfahrer würde vermutlich auf 50% ansteigen.

    Wenn es bei öffentlichen Veranstaltungen stichpunktartige, behördliche Kontrollen gäbe, die bei Mängeln auch die Veranstaltung untersagen dürften, da würde sich ganz schnell ein anderes Denken einstellen und zwar sowohl bei den Dienstleistern, als auch bei den Veranstaltern.

    Welcher Veranstalter kann es sich dann noch erlauben, eine unterqualifizierte Hobbybude zu engagieren, wenn dann eventuell der Abbruch der Veranstaltung droht?


    Zitat von "WoMü"

    Wie gering die Lobby für unsere Berufsgruppe ist, hat man doch bei der jüngsten Versteigerung der Funkfrequenzen gesehen. Und Verbände wie die DTHG oder der VPLT sind gute Ansätze, aber auch nicht mehr. Auch die neugegründete Zertifizierungsgesellschaft nutzt da nichts und ist meines Erachtens bei dieser Ausgangslage herausgeworfenes Geld, da sich im Grunde 99% der Veranstalter gar nicht dafür interessieren.
    Was uns fehlt ist, wie in anderen Berufsgruppen auch, eine funktionierende Innung, die auch mal (zusammen mit den BG's oder Unfallkassen oder auch mit den LAfA's) juristisch gegen die schwarzen Schafe tätig wird.

    Hier spielt wieder die Tatsache eine Rolle, daß unsere Branche großteils aus Selbständigen besteht. Da kann man schlecht eine Organisation darüberstülpen, die alle vertritt. Der VPLT ist ja das beste Beispiel: die größte Interessensvertretung auf unserem Gebiet und dennoch bei vielen aus unterschiedlichen Gründen umstritten oder nicht beachtet.

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  • WoMü
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    • 11. November 2011 um 11:12
    • #89
    Zitat von "mringhoff"

    Darin sehe ich zum Beispiel einen Ansatzpunkt.
    Wenn es keine Kontrollen gibt, werden Regeln weniger eingehalten. Wenn man genau weiß, daß niemand in der S-Bahn eine Fahrkarte sehen will, wieviele Leute würde auf Dauer noch Fahrkarten kaufen? Der Anteil der Schwarzfahrer würde vermutlich auf 50% ansteigen.

    Wenn es bei öffentlichen Veranstaltungen stichpunktartige, behördliche Kontrollen gäbe, die bei Mängeln auch die Veranstaltung untersagen dürften, da würde sich ganz schnell ein anderes Denken einstellen und zwar sowohl bei den Dienstleistern, als auch bei den Veranstaltern.

    Welcher Veranstalter kann es sich dann noch erlauben, eine unterqualifizierte Hobbybude zu engagieren, wenn dann eventuell der Abbruch der Veranstaltung droht?

    Du triffst es auf den Punkt. Dieser Abbruch droht doch schon, lies mal den § 47 Punkt 14 der VStättV. Und trotzdem hält sich niemand daran. Weil zwischen Freitag 18.00 h und Montag 08.00 h sich keine Behörde ......

    Auch fehlt es diesen Behörden an der entsprechenden Fachkompetenz und an Personal überhaupt. Damit sie tätig werden musst du ihnen schon eine ganz konkrete Anzeige im Vorfeld erstatten. Und wer macht das? (siehe unten)

    Zitat von "mringhoff"

    Hier spielt wieder die Tatsache eine Rolle, daß unsere Branche großteils aus Selbständigen besteht. Da kann man schlecht eine Organisation darüberstülpen, die alle vertritt. Der VPLT ist ja das beste Beispiel: die größte Interessensvertretung auf unserem Gebiet und dennoch bei vielen aus unterschiedlichen Gründen umstritten oder nicht beachtet.


    Und warum machen die Verbände dann nichts? Fürchten die Vorstandsmitglieder und Sponsoren um das Gros ihrer Kunden?

    Denn eins ist doch klar, wenn die Gesetze durchgesetzt werden schliessen einige dieser kleineren Buden. Damit schrumpft auch der potentielle Absatzmarkt der Vertriebe, also haben doch auch diese meiner Meinung nach kein ernsthaftes Interesse an der Durchsetzung der Vorschriften. Und wer finanziert diese Verbände? Beitragszahler und Sponsoren - und wer zahlt da wohl am meisten?

    Wenn ich als Inhaber einer Firma mit ein paar Angestellten beim LAfA anrufe und denen sage, wo etwas gewaltig im Argen liegt, dann kann ich meine Bude gleich zumachen, weil ich keine öffentlichen Aufträge mehr bekomme.

    Antwort eines Landtagmitgliedes auf die Frage, wer die Einhaltung der C1 und VStättVO überwacht:

    "... Die Durchsetzung dieser Vorschriften ist politisch nicht gewollt und wenn du noch weiter öffentliche Aufträge haben willst, dann hältst du jetzt am besten die Füsse still ... ."

    Also bitte schön, wer unternimmt den ersten Schritt ohne seine Existenz zu gefährden? Dies kann nur eine unabhängige übergeordnete Institution, und die kann man, wie du sagst ja schlecht jemandem überstülpen. Also wie beenden wir das Dilemma? Vielleicht ein Sachkundiger, der schon in Rente ist und nichts mehr zu verlieren hat und sich als Hobby dieser Aufgabe annimmt.

    Unsere Branche besteht vielleicht zum Großteil aus Selbständigen (viele ohne jegliche Qualifikation, die sie ja auch nicht brauchen, so lange die Firma für die sie tätig werden entsprechend qualifiziertes Personal vorhält) aber auch für die gelten Gesetze, welche sie nur zum großen Teil ebenfalls nicht einhalten. SiGeKo etc..

    Diese Hobby-Jungs haben in ihrem Gewerbeschein als Geschäftszweck ja meistens nur Verkauf und Vermietung von Licht- u. Tontechnik angegeben. Was sie aber machen sind temporäre Installationen und das ist ein gewaltiger Unterschied. Der Autovermieter darf ja auch nicht ohne weitere Qualifikation der Mitarbeiter einen Chauffeurservice nebenbei anbieten.

    Ich behaupte einfach mal, dass, wenn man die bestehenden Gesetze durchsetzen würde, 50% der jetzigen Gewerbescheininhaber in dieser Form nicht mehr am Markt tätig wären und der Rest mehr Geld verdienen würde.

    In seinem privaten Bereich kann jeder Veranstalter machen was er will, da kann er meinetwegen auch die unqualifizierte Hobby-Butze engagieren, aber sobald es in den öffentlichen Bereich hineingeht hört der Spass auf und dann zählt meiner Meinung nach zur Wahrung der Sicherheit nur noch die erforderliche Qualifikation.

    Wir drehen uns also immer wieder im Kreis und sind permanent am jammern..... aber anscheinend geht es dabei uns allen noch so gut, dass wir die Notwendigkeit des konkreten Handelns noch nicht sehen.

  • tobias kammerer
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    • 11. November 2011 um 12:02
    • #90

    Hallo,

    möchte mal zusammenfassen:
    Der Autowerkstattvergleich war genannt um zu zeigen, wie dem ENdkunden gegenüber eine Abrechnung einer Fachkraft aussehen müßte. Das hat nichts mit dem Gehalt der Fachkraft zu tun. Der Vergleich wurde in der FOlge dann ja offenbar auch so verstanden.

    Natürlich jammern wir hier, aber eben weil es was zu Jammern gibt und zwar im Vergleich zu vielen anderen Branchen. Das wird ja an einigen Beispielen deutlich.

    Und es geht eben fast niemandem richtig gut in dieser Branche, wir haben uns nur an unterdurchschnitt gewöhnt.
    Wer kann zu allen folgenden Punkten ja sagen:

    - Ich arbeite regelmäßig pro Woche nicht mehr als 40 Stunden
    - Ich habe ein eigenes Haus oder Wohnung (Wohneigentum)
    - Ich mache 28 Tage Urlaub pro Jahr
    - Mein Privates Auto ist nicht älter als 5 Jahre und liegt in der Golf-Klasse oder höher
    - Ich habe eine intakte Familie+ Kinder
    - Ich fahre/ fliege jedes Jahr für mindestens 2 Wochen mit der gesamten Familie in den Fernurlaub

    Wer zusätzlich Betriebsleiter ist sollte zusätzlich mit Ja beantworten können:
    - Mein Auto liegt in der BMW 5er Klasse oder höher und ist maximal 3 Jahre alt
    - Ich gönne mir regelmäßig nicht ganz günstige Freizeitakitvitäten

    Das ist bei einem Handwerker völlig normal!
    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • mringhoff
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    • 11. November 2011 um 12:07
    • #91
    Zitat von "WoMü"


    Und warum machen die Verbände dann nichts? Fürchten die Vorstandsmitglieder und Sponsoren um das Gros ihrer Kunden?


    Ich glaub nicht, daß dies so sehr im Mittelpunkt steht. Einmal gibt es nur ganz wenige Großhändler, die nur auf Billigequipment setzen und zweitens dürften dann die verbliebenen Firmen etwas mehr Geld für weitere Investitionen haben, wenn die Ertragsituation sich verbessert. Die kleinen Buden sind sicher nicht im Focus der Vertriebsabteilungen.

    Ich denke eher, daß sich viele durch den ein oder anderen Verband nicht vertreten fühlen oder durch die Gebührenzahlung ohne vermeintliche Gegenleistung abgeschreckt werden. Auch ein Verein, bei dem seit Jahren immer die gleiche Clique im Vorstand sitzt oder man den Verdacht nicht loswird, daß ein Verein vorwiegend als Marketingsprachrohr für das vereinseigene Fortbildungsinstitut dient, kann nicht von allen Leuten in der Branche Vertrauen gewinnen. Oder der Verband, der nur den großen Firmen als Hauptmitgliedern Stimmrecht gewährt. Somit bleibt diese Interessensvertretung immer nur ein Tummelplatz von ein paar wenigen, auch wenn vieles gut gemeint ist.


    Zitat von "WoMü"


    Antwort eines Landtagmitgliedes auf die Frage, wer die Einhaltung der C1 und VStättVO überwacht:
    "... Die Durchsetzung dieser Vorschriften ist politisch nicht gewollt und wenn du noch weiter öffentliche Aufträge haben willst, dann hältst du jetzt am besten die Füsse still ... ."


    Die C1 ist ja eine Berufsgenossenschaftliche Verordnung, also kein Gesetz. Also kann es auch nicht von Behörden eingefordert werden. Man richtet sich dann nur später im Schadensfall nach diesen Vorschriften, um den Schuldigen zu finden. Aber dann ist ja das Kind schon in den Brunnen gefallen.

    Die VStättV wird schon überwacht, meist im Rahmen von genehmigungspflichtigen Bauten (Zelte) oder die spätere Kontrolle von Auflagen bei einer Veranstaltungsgenehmigung.
    Allerdings interessiert das den VT-Dienstleister kaum, hier gehts eher um Fluchtwege und andere Sicherheitsregeln für das Publikum.

    Zudem kommt ja hinzu, daß man in den letzten Jahren dazu übergegangen ist, mehr Verantwortung auf den Bürger zu übertragen, was ja grundsätzlich nicht verkehrt ist. Die Gesetze geben also nicht konkrete Regeln vor, was zu machen ist, sondern sagen sinngemäß "arbeite nach den anerkannten Regeln der Technik". Die Behörden sind erstmal aus der Verantwortung und nebenbei wird Personal auch für Kommunen, die bei uns in D großteils kein Geld mehr haben, zu einem teuren Luxus. Kontrollen kosten erstmal Geld. Und solange keine großen Unfälle passieren, sieht man politisch auch noch keine Veranlassung, an dieser Regelung viel zu ändern.

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  • mringhoff
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    • 11. November 2011 um 12:24
    • #92
    Zitat von "tobias kammerer"


    Wer kann zu allen folgenden Punkten ja sagen:


    kenne aber auch genügend Handwerker und andere Selbständige, die hier ebenfalls nicht überall ja sagen können (vor allem nicht bei Punkt 1 :) )
    Wie überall gibt es Firmen/Selbständige, die nicht gut kalkulieren können, die schlecht sind oder die anderweitige Probleme haben, die Firma lukrativ zu führen.

    Eine Firma zu führen ist ein Risiko, birgt aber auch höhere Chancen. Die Punkte, die Du da genannt hast, entsprechen eher dem Leben von Angestellten in einem normal bezahltem Job.
    Natürlich sollte man sich als Selbständiger immer Gedanken machen, ob sich das noch alles lohnt. Deine Liste sollte Motivation sein, hier mal nachzudenken.

    Viele Gewerbetreibende, vor allem junge mit Engagement, haben natürlich noch viel vor und träumen von größeren Dingen. Sicher auch zurecht, wer was erreichen will, braucht Ziele und Hoffnungen. Für diese Ziele arbeiten manche erstmal nach ganz anderen Kriterien.
    Leider schaffen es nicht alle Leute, diese zu erreichen und sind nach Jahren solche Kandidaten, die auf jede Deiner Fragen ein "Nein" antworten müssen.

    Fairerweise sollte man aber noch eine Frage dazu aufführen:
    - Macht Dir Deine Arbeit Spaß?

    Da würden einige Angestellte Schwierigkeiten haben "Ja" zu sagen, hingegen bin ich mir sicher, daß in unserer Branche viele Leute hier dennoch mit Ja antworten würden.

    Aber, daß wir uns in unserer Branche an Unterdurchschnitt gewöhnt haben, sehe ich auch so.

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  • WoMü
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    • 11. November 2011 um 12:28
    • #93
    Zitat von "mringhoff"

    Die VStättV wird schon überwacht, meist im Rahmen von genehmigungspflichtigen Bauten (Zelte) oder die spätere Kontrolle von Auflagen bei einer Veranstaltungsgenehmigung.
    Allerdings interessiert das den VT-Dienstleister kaum, hier gehts eher um Fluchtwege und andere Sicherheitsregeln für das Publikum.


    Zelte -> VStättV ??? wie wäre es mit der FlBauRL

    VStättV -> Anwesenheitspflicht von Fachpersonal und das interessiert den Dienstleister nicht???

    Du meinst, wenn der Veranstalter eine Fachkraft vorhält ist der Vorschrift genüge getan?

    Eine mit gesundem Menschenverstand denkende, nicht zu deinem Unternehmen gehörende, Fachkraft wird keine Verantwortung für das von dir in die Versammlungsstätte eingebrachte und verbaute Material, von dem damit eine potentielle Gefahr für die dort anwesenden Menschen (Publikum und Mitarbeiter) ausgeht, übernehmen. Vielleicht, wenn du ihr mit einem ausreichenden zeitlichen Vorlauf genügend Unterlagen und Berechnungen zur Verfügung stellst.

  • mringhoff
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    • 11. November 2011 um 12:45
    • #94
    Zitat von "WoMü"


    VStättV -> Anwesenheitspflicht von Fachpersonal und das interessiert den Dienstleister nicht???


    Die VStättV schreibt vor, daß der Betreiber der Location dieses Fachpersonal stellen muss. Er darf es natürlich übertragen und im Rahmen seiner Umsatzsteigerung interessiert es den Dienstleister dann doch wieder.
    Aber wenn es ein Problem damit gibt, ist primär der Betreiber der Versammlungsstätte verantwortlich. Hat dieser eine Discobude engagiert, bei dem kein Fachpersonal zu finden ist, darf er sich jemand anderen suchen, dem er die Verantwortung übertragen kann. Er kann aber nicht die Schuld auf die Discobude schieben.
    Aber das interessiert im Vorfeld leider kaum jemanden, nur wenn etwas passiert ist...

    Nebenbei würde ich mich nicht einfach so als "Verantwortlicher für VT" für eine mir nicht bekannte Location zur Verfügung stellen.

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  • falcocgn
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    • 11. November 2011 um 15:14
    • #95

    Hallo liebe Kollegen. Hier muss ich mal ein paar Äußerungen über den VPLT grade rücken. Ich selber bin aktiv tätig und 1. einer der drei Sprecher der angeschlossenen Mitglieder (AM - natürliche Personen) und 2. der Leiter des Arbeitskreises Rental. Es ist nicht richtig, dass die AM kein Stimmrecht haben. Wir haben in der Jahreshauptversammlung zwei Stimmen. Dort berichten wir der gesamten Mitgliedschaft über unsere Aktivitäten. In den Treffen die wir regelmäßig abhalten, werden Dinge angeschoben und Anträge an den Vorstand gestellt. Wir werden hören zu und werden gehört und konnten einiges auf den Weg bringen.

    Im AK Rental behandeln wir Themen wie Funkfrequenzen, Scheinselbständigkeit und Geld. Auch hier werden Anträge gestellt und manche Dinge laufen auch ohne dieses Prozedere auf direktem Weg.

    Die Teilung der Mitgleidschaft findet ihr auch in der DTHG, dort darf ich als persönliches Mitglied noch nicht mal Werbung auf der Homepage schalten. Auch die Verknüpfung der Vorstandsmitglieder mit der Industrie ist dieselbe. Diese Ordentlichen (VPLT) oder Firmenmitglieder (DTHG) zahlen immerhin 90 % der Beiträge...

    Ich verstehe immer weniger, wie so manche Kollegen immer nur lamentieren, "man müsste" oder "jemand müsste"... Wir sind diejenigen und ich behaupte, hätten wir oder die anderen Verbände alle diese Lamentierer auch als Mitglied, hätten wir auch die personelle Macht/Repräsentanz, die die Politik so gut findet.

    Nochmal. Für alle Fragen zur Mitgliedschaft und zu der Arbeitsweise des VPLT und der AM dort stehe ich gerne zur Verfügung.

    - DAS Fachbuch für die Veranstaltungstechnik https://www.europa-lehrmittel.de/Fachkunde-Vera…technik/60877-1

  • WoMü
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    • 11. November 2011 um 16:18
    • #96

    Hallo Falco,

    es geht hier nicht um den VPLT oder den DTHG. Beide Verbände machen ihre Arbeit. Dem ist nichts hinzuzufügen. Das dort jede vertretene Gruppierung u.a. auch ihre eigenen Interessen verfolgt ist auch legitim.

    Fakt ist aber auch, dass seitens der staatlichen Organe, aus welchen Gründen auch immer, keine Kontrollen von laufenden Veranstaltungen stattfinden.

    Hierbei geht es nicht um die große Veranstaltungen, sondern viel mehr um die Masse der Veranstaltungen im Bereich zwischen 400 und 2000 Besuchern. Und genau dort liegt das Problem. Tina Turner in der TUI-Arena in Hannover macht keine Discobutze. Aber die kleineren Sachen werden verstärkt von den Hobby-Jungs gemacht und dort liegt das Problem.

    Alle lamentieren, aber niemand macht etwas. Genau wie du es sagst. Jeder wartet, dass der andere den Finger hebt und tätig wird, sich dabei den Mund verbrennt und dabei möglichst für ihn die Probleme noch mit löst.

    Solange jeder an sich selbst denkt ist zwar an jeden gedacht, aber wir kommen der Lösung des Problems noch keinen Schritt näher.

  • WoMü
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    • 11. November 2011 um 16:24
    • #97

    mringhoff

    Ist klar, der Betreiber der Halle hat einen Verantwortlichen für VT zu stellen. Dieser kümmert sich um eventuelle Evakuierungen, Notausgänge, BMA und alles was damit zu tun hat.

    Aber: Wer ist denn deiner Meinung nach für die von der Technikfirma eingebrachte Technik und deren Installation verantwortlich?

  • Online
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    • 11. November 2011 um 16:26
    • #98

    sicher kann man lamentieren. sicher ist vieles von dem was auf den kleinen vas läuft nicht ok. ich behaupte aber mal,
    das auf den kleinen baustellen nicht soviel passiert wie es könnte. man sollte da auch den kosten nutzen aspekt nicht vergessen.
    wie viele leute bauen an ihrer hauselektrik rum? bei wie vielen passiert was?
    eben, bei den wenigsten.
    ich z. b. würde es sinnvoll finden wenn man den männlichen autofahreren bis 26 ein leistungsgewicht !! von max 50ps pro tonne gestattet. das sind nämlich meist die, die sich angetrunken von der disse auf den heimweg machen und sich dann um den baum wickeln.

    wollen wir mal die kirche im dorf lassen !!

    http://www.crystal-hannover.de
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  • yamaha4711
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    • 11. November 2011 um 17:04
    • #99

    Tacho!

    Ich möchte mal eine Frage in den Raum stellen: Wieviele der hier im Thread mitdiskutierenden können von sich behaupten, dass sie in der oberen Liga mitspielen und mind. einmal im Monat eine VA in der Größenordnung TUI Arena oder Olympiastadion München mit Acts der Güte Tina Turner, Rollings Stones, Brayn Adams haben?
    Wieviele der hier im Thread mitdiskutierenden machen 10 VA's im Monat in der Größenordnung 1500-4000 PAX?
    Und wieviele der hier im Thread mitdiskutierenden machen 10 VA's in der Größenordnung 150-800 PAX?

    Hand auf's Herz: viele von uns hier sind im unteren bis höchstens mittleren Segment zu sehen. Hier ist der Konkurrenzdruck und damit der Preiskampf am härtesten, da wir uns tag täglich mit Privatleuten, Städten, Gemeinden und max. mittelständischen Unternehmen herumschlagen müssen, die eben auch jeden Pfennig fünf mal herumdrehen.
    Bei dieser Klientel kommt es auf den Preis an und nicht auf die Qualität. Diese Klientel ist der Meinung, dass das eh niemand hört.

    Wohl dem, der sich eine Stammkundschaft aufgebaut hat, die immer wieder gerne kommt und auch gerne den entsprechenden Preis bezahlt, anstatt zu einem anderen, billigeren Dienstleister zu gehen.

    Ich für meinen Teil kann auf Laufkundschaft, die einmal für billig Geld etwas mietet und dannach mit hoher Wahrscheinlichkeit auch noch das Material verdreckt oder gar kaputt wiederbringt (wenn überhaupt) verzichten. Genau dafür sind die Billiganbieter da, die dann mittelfristig einsehen werden, dass man so kein Geld verdienen kann bzw. davon nicht leben kann. Das kann ich für meinen Teil im übrigen auch nicht, deswegen mache ich das auch nebenberuflich.

    Ich habe meinen Kurs und wenn es jemand erheblich billiger macht, dann bitte. Die Zeiten, dass ich mich darüber aufrege, sind vorbei.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • skyper
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    • 11. November 2011 um 22:00
    • #100

    a) mag jemand das Statement von Yamaha4711 bitte mal ganz oben festpinnen?

    b) sehe ich das Problem der Dumperei ehrlich gesagt nur teilweise auf der organisatorischen Seite -
    mindestens ebenso gewichtig dürfte die Kombination aus geringem notwendigen Grundkapital,
    ständig wachsendes Materialvolumen bei oft nur geringem technischem "Wertverlust"
    und ungehinderter Ausbildungs/beutungsfreude in deutschen Landen sein.

    - Für eine Autovermietung muss ich als Mindestkapital mal den Gegenwert "1 PKW" auf den Tisch legen,
    der Elektriker braucht mal einen halben Bus voller Werkzeug,
    der Schreiner kommt zumindest ohne Werkbank, Kreissäge und Schleifpapier nicht allzuweit.
    Vier LED-Floors, ein Pult und die Verkabelung kann ich hingegen mit einer einzigen Banknote bar bezahlen.
    Und wenn ich wieder einen Fuffi gespart habe kommt wieder eine Kanne oder ein Mirofon oder was auch immer dazu.

    - Dazu kommt dass in unserer Branche das Material großenteils seine Funktionalität
    bei oft geringem Wartungsaufwand extrem lange behält.
    (das Thema Video lasse ich mal außen vor, da sind die Produktzyklen ja teilweise etwas sportlicher,
    während eine Stufenlinse oder eine Monitorbox über viele Jahre hinweg ihren Zweck zu 100% erfüllen kann)
    Natürlich gibt es technischen Fortschritt und diverse Vorteile daraus,
    aber in weiten Grenzen ist es dem Kunden doch egal wie man sein Problem löst,
    letztlich muss sich nur das Ergebnis mit seinen Erwartungen decken.
    [Das gilt natürlich nur bis in eine gewisse Größenordnung, wenn es dann mal in den Umfang einer Ausschreibung fällt
    sieht das dann ggf. mit der systemtechnische Gestaltungsfreiheit anders aus]
    Solange jeder was hört, es nicht zu laut war und vor allem nicht gepfiffen hat ist es dem Auftraggeber
    imho schnurzpips ob da nun eine konventionelle Box, oder eine mini-Banane hängt.
    Und der Unterschied Eisenschwein zu Digitalamp ist dem Kunden schon drei mal egal.
    Auch der analoge Floorspot in 158 hinter dem Buffet und an den Säulen im Foyer
    wird noch eine lange Zeit sein Dasein fristen, auch wenn die LED weniger Strom braucht, nicht warm wird etc.


    - Wenn man das Pferd andersherum aufzäumt - ist es nicht so, dass gerade weil alle dem modernen Zeug nachspringen
    am anderen Ende (vor allem im Tonbereich) tonnenweise gebrauchtes Equipment zum Schleuderpreis anfällt,
    welches für viele Anwendungen eben noch durchaus gut genug ist.
    (in einem anderen Faden ging es gerade um gebrauchte analoge Tische - bin ja fast vom Glauben abgefallen
    wie billig beispielsweise ein gebrauchtes Schlachtross wie das XL200 inzwischen zu bekommen ist.
    Selbiges gibt für PA - ein gerauchtes KF750 Top kostet heute vermutlich weniger
    als damals das Hochtonhorn mit Treiber als Sparepart gekostet hat.)
    Oder aber das Zeug ist nahezu verschleißfrei zeitlos - Kabel, Stromverteiler, Cases, Traversen, Riggingmaterial -
    einmal gekauft ist es eher geklaut/verloren bevor es nichtmehr zu verwenden ist wenn man ein wenig aufpasst.

    - Darüberhinaus macht sich die Branche ja selber die Preise durch eine F(l)achkräfteschwemme kaputt.
    Wenn auf ein festes Volumen an verkäuflichen Tagewerken eine zunehmende Zahl an
    verfügbaren Arbeitern kommt, dann entsteht nunmal ein gewisser Preisdruck.
    Insbesondere da man sich eben der preisgünstigen Variante "Azubi" bemächtigen kann,
    und dafür auch noch die Vorbildrolle eines ausbildenden Betriebes auf der Fahne stehen hat
    bleiben doch kaum Fragen offen...
    Wobei die Ausbildung ja ironischerweise oft in Firmen erfolgt, die selbst keine Meister o.Ä. beschäftigen,
    sondern nur rechtzeitig bei der IHK oder sonstwo den Finger gehoben haben mit der Message:
    "wir wollen auch ausbilden dürfen..."

    Nur meine bescheidene, aber eigene Meinung.

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

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