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Wie komme ich am besten in die Welt der Großveranstaltungen

  • janos buttgereit
  • 20. August 2010 um 19:15
  • janos buttgereit
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    412
    • 20. August 2010 um 19:15
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich sehe mich als Schüler der in ca. einem Jahr sein Abi hat langsam in dem zwang mich ernsthaft mit allem was nach der Schule kommt auseinanderzusetzten. Ich bin mir sicher dass ich eine Beschäftigung in der Veranstaltungstechnikbranche anstrebe und hab da auch den Wunsch, im größeren Rahmen zu arbeiten und das Licht zu bedienen oder auch zu gestalten, dabei eher Industrie VA's als Rock'n Roll, evtl. auch Licht in einem Theater zu machen.

    Ich bin mir nur unsicher wie ich da 1. hinkomme und 2. welche Verschiedenen abgesteckte Berufsbilder es eigentlich in dem angestrebten Bereich gibt.

    Die Überlegung ging schon dahin mich um eine Ausbildung oder auch erstmal ein Praktikum in einer der großen Firmen zu bewerben. Da kann man wie ich mich bisher informiert habe, oft eine Ausbildung zum Veranstaltungstechniker machen. Aber führt einen die nachher "ans Pult" oder bin ich dann autorisiert zum Truss kloppen und Scheinwerfer verkabeln und mach erst mal nur das? Mir ist natürlich klar dass man nicht sofort die größten Produktionen leitet, aber so als Zukunftsperspektive möchte ich halt nicht mein Leben lang Bühnen auf und Abbauen.
    Andere Überlegung wär auch bei ner etwas kleineren Bude reinzukommen, weil man da halt schneller mal selbst am Pult sitzen kann. Aber vielleicht bleibt man dann da auch auf dem Level größerer Stadtfeste?
    Als Letztes ist halt die Theaterüberlegung da, ich kann mir gut vorstellen auf dauer da mit geregelteren Arbeitszeiten "sesshaft" zu werden. Nebenbei mach ich jetzt auch schon vorwiegend für kleinere Theaterveranstaltungen Licht, hab schon in Bochum am Schauspielhaus 2 Wochen ein Praktikum gemacht und es hat mir super gut gefallen. Trotzdem würde ich auch vorher gerne mal ein paar Erfahrungen " da draußen" sammeln. Auch die Lichttechnik hinter Fernsehshows und ähnlichem würde mich interessieren, kommt man damit vielleicht noch am ehesten in die Theatersparte rein?

    Ich fände es nett wenn einfach mal ein paar Leute die schon etwas länger in der Branche drin sind ihr Statement dazu abgeben könnten, was da bei meinen angestrebten Zielen realistisch ist, wie man da am besten hinkommt. Und wie die von mir skizzierten Beschäftigungsfelder eigentlich genannt werden und wo ich die möglichkeit finde sie wie zu realisieren (auch ein Studium ist auf dauer nicht ausgeschlossen).

    Gruß
    Janos

    Könnt ihr bitte leiser Spielen? Die Leute wollen sich doch während des Konzerts noch unterhalten können!
    (Zitat eines Musikschullehrers...)

  • test
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    • 20. August 2010 um 19:27
    • #2

    im grunde hängt das alles nur von deinen sozialen fähigkeiten und ein wenig von deinem technischen wissen ab. wenn du visualisieren kannst und die großen pulte bedienen, dann hast du schon mal die beiden wesentlichen vorrausetzungen erfüllt :)
    wenn du aber an das alter denkst, führt im grunde kein weg am ing vorbei. alternativ eine bude mal übernehmen.

    ansonsten mal gefragt: wenn du gutes geld damit verdienst, was spricht gegen stadtfeste oder so?

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
    Trussing, Line Arrays

  • janos buttgereit
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    • 20. August 2010 um 20:51
    • #3

    Ok, ich möchte mal behaupten soziale Fähigkeiten besitzte ich, technisches Wissen, Verständnis und vor allem auch der Drang dieses auszuweiten ist vorhanden.

    Du sagst es führt kein Weg am ingeneuer vorbei - Da stellt sich mir die Frage welche Fachrichtung?

    Und warum keine Stadtfeste: Es mag sich jetzt vielleicht seltsam anhören, aber das ist mir nicht "perfektionistisch" genug. Wenn ich jetzt ein Stadtfest mache muss es halbwegs adäquat bunt leuchten und alle sind zufrieden. Ich glaube dass ich das auch jetzt schon könnte. Ich fände es aber cool wenn es um Sachen geht, wo es dem Kunden wirklich auf das perfekte in szene Setzen seiner Veranstaltung, Produktpräsentation oder auch dem Regisseur um die bestmögliche Umsetzung seiner künstlerischen Intention durch entsprechende Beleuchtung auf der Bühne geht. Und da würde ich gerne erst mal lernen und dann das später auch selbst hinbekommen können. Aber vielleicht mach ich mir da auch irgendwelche Vorstellungen von einem Job, den es in der Praxis gar nicht gibt ?!?

    Könnt ihr bitte leiser Spielen? Die Leute wollen sich doch während des Konzerts noch unterhalten können!
    (Zitat eines Musikschullehrers...)

  • simonstpauli
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    • 20. August 2010 um 21:24
    • #4

    Es gibt im Licht Bereich 1 Phänomen zu beobachten (ich selbst bin ja hauptsächlich im Ton-Bereich unterwegs):

    - es gibt einen richtig großen Haufen von guten Lichtleuten

    Das bedeutet für Dich: Du musst irgendwo zeigen können was Du kannst und selbst das hilft Dir nur, wenn Du die richtigen Leute kennst und kennenlernst und die Dich auch persönlich mögen.

    So läuft oft das "Casting" für Lichtleute.

    Manchmal sind Künstler gesucht, öfter Handwerker, die auch ein größeres Stadtfest anständig über die Bühne bringen. Oder ein mittelgroßes Festival.

    Bei Industrie-Veranstaltungen gibt oft ein Regisseur / Creative Director das Lichtdesign vor, was dann vom Techniker / Operator (bei kleinen Baustellen auch in Personalunion) einfach nur handwerklich korrekt umgesetzt wird.

    Idee für Dich: mach mal 3 Jahre auf Stadtfesten mit wenig Material / minimalistisch gewartetem Material richtig gutes Licht. Dafür ist viel Selbstmotivation nötig, weil Du ständig mehr leistest als für die Zielgruppe nötig ist. Der Lerneffekt ist groß.
    Überlege danach, ob Du wirklich Licht machen willst.

    Bei Theaterproduktionen geht mehr in Richtung Design. Ich habe mal eine Zeit lang Sounddesign für Jung-Regisseure gemacht. Anfangs in Personalunion als Designer, Techniker, Operator. Am Ende nur noch Design. Das war eine interessante Erfahrung, Sounds so zu hören wie das Publikum. Wenn man selber die Show fährt fehlt Einiges an der Wahrnehmung.
    Hast Du eine Regie-Schule in der Nähe? Ein Theater mit "jungen" Produktionen, die keine eigenen Designer haben?

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • waldschrad99
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    • 20. August 2010 um 21:43
    • #5

    @ Themastarter:
    Was denkst Du - welche Generation z.B. in einer Großen Company an solchen Plätzen steht ??
    http://www.ratsound.com/cblog/uploads/2010_05_mix.jpg
    http://www.ratsound.com/cblog/uploads/2010_07_stage.jpg

    http://www.ratsound.com/cblog/uploads/2010_07_allan.jpg
    http://www.ratsound.com/cblog/uploads/…1_surf_crew.jpg

    Aber um Dich nicht zu entmutigen, sieh Dir die sehr gut erklärenden Workshop-Videos im Blogg dieser Company an. :wink:
    Habs erst vor 2 Tagen entdeckt und ärgere mich nun selbst über meine damalige schulische Freiheit (Faulheit) des Fremdsprachenunterichtes. :oops:

    Einmal editiert, zuletzt von waldschrad99 (20. August 2010 um 22:19)

  • gylo
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    • 20. August 2010 um 21:50
    • #6

    Ein weiterer Aspekt für dich:

    Auf den Stadtfesten, wo es nach bunt ja egal ist wie du sagst (was in gewissen Maße auch stimmt), kannst du viel ausprobieren. Dann ist es nicht so schlimm wenns schief geht, fällt ja keinem auf, Hauptsache es ist bunt. Wenns aber gut geht, hast du wieder was dazu gelernt.
    Das Ausprobieren bei den großen Jobs ist nicht mehr ganz so einfach möglich.
    Den Plan den du vorher gemacht hast oder vom vorgesetzen Regisseur/Lichtdesigner/whatever musst du umsetzen, spontane Änderungen sind dann nicht so leicht drin.

    Und ich würde mal behaupten, ohne bei kleinen Sachen gutes Licht gemacht zu haben, wird dich bei den großen Geschichten niemand ans Pult lassen.
    Lieber klein anfangen und dann hocharbeiten, das gilt für Tontechnik übrigens genauso.

    Ich würde dir auch die Ausbildung anraten, Meister machen, studieren, Ing. machen oder so kannst du danach immer noch. Auf jeden Fall kriegst du durch die Ausbildung eine gehörige Portion Praxis-Erfahrung. Und hier ist mein Tipp: Lieber eine kleine Firma suchen und mehr machen dürfen, statt in einer großen als Kabelträger zu versauern. Zum Theaterbereich kann ich nichts sagen, ich denke hier gibts wie bei den "mobilen Firmen" auch sowohl Häuser die ihre Azubis mal ranlassen als auch welche wo der Azubi nur billige Hilfskraft ist.

    gruß
    gylo

    ... kann man da nich was löten ? ;)

  • skyworker
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    • 20. August 2010 um 23:58
    • #7

    N´Abend Janos - hatten wir hier nicht schon mal lange Diskussionen? Ich glaube schon ^^ Ich fürchte, dein Ansatz ist ein wenig an der Realität vorbei, denn du willst oben anfangen. Nicht unten.

    Zu deiner Frage: bitte begeh nicht den einen großen Fehler, mit Funktionstheorie anfangen zu wollen, bevor du das kleine Einmaleins gelernt hast. Will sagen, es mag sicher sein, dass du Talent und Willen hast - aber du hast ganz sicher nicht die Routine und Erfahrung, um gleich mit den großen mitzuspielen. Also - auch wenn du das nicht gerne hörst - geh den Weg, den alle gehen und lerne von der Pike auf. Das ist durchaus sinnvoll, denn es gibt sehr viel zu lernen. Ob du in einer großen Company eine Lehre anstrebst (dort hast du den Vorteil, mehr Material zu sehen, mehr Jobs mitzumachen, mehr Eindrücke zu sammeln) oder ein einer kleinen Company anfängst (wo es oftmals kreativer zugeht, wo du vielleicht mehr Freiheiten hast und früher an eigene Projekte kommst), musst du entscheiden. Beides hat so seine Vorteile. Ich warne aber gerne vor Firmen, die sehr eng auf einen Markt ausgerichtet sind - weil dann oft die Möglichkeit fehlt, das ganze Spektrum anzubieten (eine Konferenzbude kann dir zwar Video und Sprachbeschallung beibringen - aber was ist mit dem Rest?).
    Vom Studium direkt nach der Schule halte ich nichts, ganz gleich, wie praxisnah man mittlerweile lehrt, es fördert das Fachidiotentum. Meine Meinung, klingt hart, muss auch niemand teilen.
    Weil hier der Meister genannt wurde, als Fortbildung, bitte beachten: nichts ist unkreativer als der Meister VT. Dieses Vorurteil höre ich ganz oft, aber der Meister hat in diesem Gewerbe rein Garnichts mit kreativer Arbeit zu tun. Im Gegenteil!
    Ob du nun nach einer Ausbildung nur zum Trusskloppen und Kabelputzen autorisiert bist – das hängt ganz alleine davon ab, wie gut du deinen Job tatsächlich machst, ob du Kontakte geknüpft hast und ob du etwas anderes machen willst, als Truss zu klopfen oder Kabel zu putzen. Ich kenne Azubis, die genau das tun und in einem Lager versauern – und ich kenne Azubis, die sich zu gut gebuchten Spezialisten entwickelt haben. Nicht vergessen: du bekommst in den drei Jahren Ausbildung einen Werkzeugkasten – mit dem Werkzeug darin umzugehen lernt man in aller Regel erst in der Zeit danach. Also nicht stehenbleiben, sondern weiterlernen.
    Zum Schluss noch was zu Stadtfesten. Können zeigt sich meiner bescheidenen Meinung nach nicht dadurch, dass man einen Himmel voller Lampen hängt, sondern dadurch, dass man mit wenig Material eine abwechslungsreiche Show umsetzt. Zudem finde ich eine engagierte Arbeitsweise bei einem „kleinen Job“ wesentlich lobenswerter als eine uninspirierte Arbeitsweise bei einem „Sahnejob“. Nicht vergessen – das Tagesgeschäft ist bei 90% der Firmen klein und unscheinbar. Das glamouröse Leben mit riesen Shows und dicken Stars macht nur einen ganz kleinen Teil des Geschäftes aus.

    Best

    Uli

    Kein Applaus für Scheiße!

  • slaytalix
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    • 21. August 2010 um 07:17
    • #8

    Natürlich gibt es einen Rahmenlehrplan als Azubi Fachkraft VAT, wenn die Firmen natürlich auf Licht spezialisert sind, gibt es dann dort deren Schwerpunkt. Theater bilden auch aus. So wohl auch unser Stadttheater in Bielefeld. Eignungstest. Es kann nicht schaden, sich mal das Testtrainingsbuch in der Stadtbibliothek auszuleihen für Ausbildungsplatzbewerber von Hesse-Schrader

    Apollo Audio & E-Bike Rental.

    https://apolloaudioandebike.jimdo.com

    https://apollo-audioservice.jimdofree.com/

  • Tobias Zw.
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    • 21. August 2010 um 09:13
    • #9

    Hi Janos,

    bei Deiner Frage habe ich mich doch gerade an meinem Gutenmorgengrünentee verschluckt...

    Ich schließe mich meinen Vorrednern an. Der Weg führt von leicht nach schwer, von unten nach oben, und alle, die die von Dir angestrebten "Großen Veranstaltungen" mitgestalten (dürfen) haben schon vorher vorneweg 10, 15 Jahre an Erfahrung bei allen möglichen und unmöglichen Arten von Veranstaltungen sammeln können.

    Ein Beispiel: In einem früheren Leben (c) hatte ich mal bei einem Studentenfest eine Bühne mit lokalen Bands zu betreuen, die Lichtanlage belief sich auf vier Sechserbars und eine Nebelmaschine. An diesem Tag war personalmäßig die Kuh am fliegen, und als Lichtler für meine Bühne war ein Kollege aus der großen Stadt (TM) gebucht, der seit zwanzig Jahren in der unabhängigen Hochkultur und für internationale Großproduktionen tätig ist. Beim Aufbauen fiel mir auf, dass er die ganze Zeit vor sich hin kicherte... und nach der ersten Band sprach er folgenden Monolog:

    "Das ist geil... das ist mein erster 24 kW-Job!!! <Pause> Ich hatte schon weniger Lampen, und normal habe ich mehr Lampen, aber das ist mein erster 24 kW-Job! <Pause> So schnell war ich noch nie fertig! <Pause> Das ist geil!"

    Und dann machte er den ganzen Abend über Licht wie ein Besessener, mit 24 bunten Parkannen, und freute sich einen Keks.

    Und wenn Du Deinen Perfektionismus ausleben willst und mit Material um Dich schmeißen, dann musst Du die Messestände großer Automobilkonzerne beleuchten. Da muss man aber noch mehr drauf haben als für den großen Rock'n'Roll - und das ist auch nix, wovon man sein Leben lang leben kann.

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

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  • tufkaklto
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    • 21. August 2010 um 09:54
    • #10

    Hallo

    Auch ich schließe mich meinen Vorredner an.
    Du mußt Dich hinaufarbeiten.

    Nur wenn Du den Weg konsequent verfolgst, wirst Du ans Ziel kommen.
    OK, es gibt schon Wege, schnell zu einer großen Veranstaltung zu kommen.
    Wenn Du das geschafft hast und Dein Know How usw da nicht mithalten, dann bist Du raus und hast die Tür hinter Dir zugemacht.

    Nur mit Geduld kommst Du weiter.
    Einen Stein ( An Erfahrung sammeln ) auf den anderen bauen.

    Und glaub mir, die Leute, die dabei sind, bei den großen Jobs, sind alle langsam dort hingekommen.

    Einzig mögliche Ausnahme, die mir auf die schnelle einfällt, Azubi sein bei den richtigen Firmen!!

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  • guma
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    • 21. August 2010 um 10:24
    • #11

    .... oder es treffen 5 Dinge gleichzeitig zu:

    Du machst 1. einige Jahre einen exzellenten Job für verschiedene Verleihfirmen, knüpfst 2. parallel dazu exzellente Kontakte zu Kunden und Agenturen, studierst 3. parallel dazu Betriebswirtschaft oder machst ein fachbezogenes Ingenieurstudium z.B. E-technik, besitzt 4. angeborene Führungsqualitäten und einen eisernen Willen und hast 5. am Ende Deines Studiums das Nötige geerbt um eine eigene Firma aufzumachen oder eine Firma der Arbeitgeber während Deines Studiums zu übernehmen.

    Dann geht es etwas schneller als die Kollegen es richtigerweise beschrieben haben. Es kann Dir dann allerdings leicht passieren, dass Du gar keine Zeit mehr hast, die Jobs selbst durchzuführen, die Du dann zu erledigen hast. :wink:

    Ich schätze, dass die Zeiten, in denen es nur mit Abitur und eisernem Willen ging, wie es die Erfolgreichen der Branche in meinem Alter geschafft haben, definitiv vorbei sind.

  • test
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    • 21. August 2010 um 11:24
    • #12

    du kannst natürlich versuchen in die nähe der 'großen' zu kommen. wenn du dann was kannst werden die auf dich aufmerksam und ziehen dich mit :)

    http://www.crystal-hannover.de
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  • skyper
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    • 21. August 2010 um 11:36
    • #13

    @Janos:

    für die "großen" Jobs gibt es meiner bescheidenen Meinung nach etwa 5 bis 5000 Schlüsselqulifikationen...

    1.) Fachwissen. Hinter Deinem Rücken wird immer geredet. Punkt. Dampfplapperer gibt es genügend, wirklich gute Leute nicht ganz so viele. Gute Arbeit wird nicht offen honoriert, schlechte dagegen spricht sich schnell rum.

    2.) Erfahrung.
    Wenn es irgendwo klemmt trennt sich automatisch die Spreu vom Weizen.
    Auch in der Planung, Logistik und Umgang mit politisch heiklen Situationen.

    3.) Teamfähigkeit.
    Wenn Dich die Crew nicht mag, bist Du raus. Es gibt auch "Crewtouristen", die machen zwar ganz viele tolle Jobs,
    aber alle nur 1x für eine Company, danach sind sie raus, oder werden für Kollegen zum Ausschlusskriterium
    auf eine VA mitzufahren. Ab einem Verhältnis von 1:1 bist dann nämlich Du raus.

    4.) Arbeitswillen und Spaß am Job.
    Wurscht in welcher Situation, wurscht wie schlimm am Abend vorher gesoffen, wurscht wie unfähig die Kollegen -
    mach Deinen Job. Meutern und der Crew/dem TL in den Rücken fallen schießt Dich raus. Ist leider das große Manko der Branche mit dem uns alle am Arsc* haben - aber zusammenhalten und durchbeißen ist mein Verständnis dieses Jobs.
    C reatives
    R eagieren auf
    E rwartungsgemäße
    W idrigkeiten

    5.) das persönliche irgendwas.
    Wen Dich die Branche haben will, zeigt Sie Dir das auch. Wenn sie dich nicht haben will nutzt sie Dich
    nur als billige Arbeitskraft. Du kommst nur auf die Knüppel-Baustellen, Du erfährst nicht
    in welchem Zimmer die Crewparty steigt, niemand ruft an wenn Du verpennt hast etc.
    Auf Job werden durchaus auch persönliche Probleme diskutiert oder aufgedeckt.
    Aber nicht bei jedem. Ohne dieses "dazugehören" ist der Job aber sinnlos,
    weil er zu einem erheblichen Teil Dein Privatleben ersetzen wird.

    .
    .
    .


    4999.) persönliche Reife. Meine Lieblings-Kollegen/TLs/PLs sind alle knapp 40 oder älter, und schlagen mir notfalls mit der Pipe ins Gesicht wenn ich irgendwo den Knall nicht gehört habe,
    oder wieder irgendwie Blödsinn gelabert habe. (nicht technisch, sondern politisch)
    Dieses "dazupassen" ist dann die Summe aus persönlicher und fachlicher Kompetenz.

    5000.) Glück
    Entweder klingelt das Telefon und Du hast Zeit, oder eben nicht.
    Ich stehe bei einigen Companies seit Jahren auf der "Liste", und habe trotz wiederholter Nachfrage keinen einzigen Job dort gemacht.
    Ich habe aufgrund eines Hinweises vom Kollegen schon mir unbekannte Leute angerufen und damit einen seit Jahren treuen Auftraggeber und wirklich dicke Baustellen geangelt.
    Bin aufgrund einer Kleinanzeige in irgendeinem Forum und bedenkenreichen Nächten per Mail auf meine erste wirklich große Baustelle gekommen -
    und habe festgestellt dass meine Bedenken mich zu blamieren oder den Anforderungen
    nicht zu entsprechen völlig unbegründet waren, eher im Gegenteil.

    Aber: ein schlauer Mensch hat einmal gesagt: Glück ist die Folge von viel Arbeit.


    Überlege Dir was Du haben willst, setze Dir Ziele und arbeite kontinuierlich
    den Weg von unten nach oben.
    Von meinen drei großen Zielen habe ich zumindest eines erreicht, die anderen zwei bleieben meine Motivation.

    Studium ist sicher nicht der falsche Ansatz - und muss auch mit VA nix zu tun haben.
    Irgendwelche Zettel kannst Du auch irgendwann dazu machen, im großen Kino fragt aber niemend nach der Platzkarte, sondern nach der Einladung.


    Viel Glück!

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

  • test
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    • 21. August 2010 um 12:13
    • #14

    wunderbar formuliert skyper

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  • janos buttgereit
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    • 21. August 2010 um 14:01
    • #15

    Danke für die vielen guten Beiträge.
    skyworker: Du sagst ich will oben anfangen, nicht unten. Da hast du mich missverstanden. Mir ist klar dass man nich in ein paar Jahren zu den Top-Leuten der Branche gehört. Mir ist klar dass man unten anfangen muss, was ich auch gerne tun will. Ich möchte nur perspektivisch irgendwann in höhere Ligen aufsteigen, vielleicht nicht direkt neben Dave Rat, aber schon auf Produktionen mit hochwertigem Material und einem Gewissen "Anspruch". Sprich dass es halt meinem Auftraggeber nicht egal ist wie genau das Aussieht, hauptsache die Coverband hat ein wenig bunt leuchtendes Licht, sondern an Stellen wo Licht als gestalterisches Mittel genutzt wird.

    Und deswegen frage ich wo man Unten einsteigen sollte, um die Möglichkeit zu haben, auf Dauer höher zu rutschen. Ich habe nur so die Vorstellung, dass wenn man ne Ausbildung in irgendeiner kleinen Bude macht, die es ja wie Sand am Meer gibt, dass man dann da bleibt, weil man gar nicht die Möglichkeit bekommt sich entsprechende Referenzen zu erarbeiten und den echten Profis über die Schulter schauen kann. Andererseits kann ich mir vorstellen dass man in den großen Firmen nur zum Kabelputzen abgestellt wird und noch weniger die Möglichkeit bekommt mal zu lernen wie eigentlich das Pult programmiert wird. Und wenn man jetzt ein E-Technik Studium macht, lernt man zwar ne ganze Menge, aber was davon ist für den angestrebten Job praxisrelevant? Und wird man dann als Theoretiker abgestempelt und ist auch nicht weiter?

    Das sind so die gedankengänge die mir durch den Kopf gehen, jedoch bin ich unsicher ob meine Gedanken so viel mit der Realität zu tun haben.

    Bisher könnte ich mir noch am besten vorstellen, erstmal eine Ausbildung bei einer mittelgroßen Company mit professioneller Ausrichtung zu machen und danach evtl. noch ein Studium nachzuschieben (wenn man dann dafür noch die Motivation aufbringen kann...) um halt sich weder einen Mangel an Praxiserfahrung, noch an theoretischem Hintergrundwissen nachsagen lassen zu können, aber geht das so auf?

    Fragen über Fragen... ich danke euch für eure ehrliche Meinung, denn ihr kennt wohl größtenteils die Branche besser und länger als ich.

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  • skyworker
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    • 21. August 2010 um 14:46
    • #16

    Morgen Janos - das

    Zitat

    Ich habe nur so die Vorstellung, dass wenn man ne Ausbildung in irgendeiner kleinen Bude macht, die es ja wie Sand am Meer gibt, dass man dann da bleibt, weil man gar nicht die Möglichkeit bekommt sich entsprechende Referenzen zu erarbeiten und den echten Profis über die Schulter schauen kann.

    hat genau einer in der Hand: nämlich du! Ich kenne Leute, die haben vor 10 Jahren ihre Ausbildung in einer mittleren Bude gemacht - und sind jetzt europaweit mit den großen Jungs unterwegs. Glaub mir mal, einer von denen hat jetzt nach 24 Monaten nur Industrie und Gala (mit hohen Ansprüchen) regelrecht gebettelt, irgendwo mal wieder Rock´n Roll machen zu dürfen - und hat dann auf Tour drei Monate lang Lampen gehängt. Nix Design, nix Kreativität, einfach machen und rocken. Es gibt aber auch Kollegen, die sind heute noch bei ihrer Firma und (tschuldigung) versauern dort irgendwie im Lager.

    Will sagen: wenn du den Job machen willst, dann such einen Ausbildungsplatz (wo du übrgens auch Kabel wirst putzen müssen), mach die Ausbildung gut und geh danach als einer von viel zu vielen Freelancern auf den Markt. Wenn du gut bist, dann hast du schon drei Jahre lang Kontakte geknüpft und man ist sicher hi und das auf dich aufmerksam geworden. Und das unterscheidet dich dann von den vielen Anderen. Aber beweisen musst du das jedesmal aufs Neue. Die Amis sagen "You are only as good as your next job".

    Sprechen wir uns in 15 Jahren noch mal ^^

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • tufkaklto
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    • 21. August 2010 um 15:11
    • #17

    Ich trau mich wetten, das die meisten der Kollegen, die heute viel unterwegs sind, bei kleineren >Firmen angefangen haben.

    Was dann kommt, ist der Drang, nicht stehenzubleiben und wieder was Neues zu probieren.

    So kommst Du weiter.

    man muß unten anfangen und sich langsam nach oben arbeiten.

    Es gibt aber immerwieder welche, die fangen oben an und arbeiten sich schnell nach unten. :D

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  • david anhäuser
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    • 21. August 2010 um 15:36
    • #18

    Merke: Es ist noch kein Meister vom himmel gefallen!

    geb da Klauston völlig recht!

    Ich würde in einer kleinen Firma die Ausbildung machen nebenbei ein paar Kurse zbs. G-MA, IPC usw damit du nicht nur auf kleinen Pulten ( 12-2, GLP, haste nicht gesehen )fit bist.
    dann nach der Ausbildung vielleicht 1-2 Jahre Tour oder eine Festanstellung bei einer etwas größeren Firma um die Lücken aufzufüllen an Erfahrung. :wink:

    Scheiß Arbeit Kabelputzen, oder Truck laden muss bzw. musste jeder mal machen

    Angenehmes We noch mein Grill Ruft

    Gruß

    David

  • madmax
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    • 21. August 2010 um 18:46
    • #19

    Naja generell gehört auch bissel Glück dazu, an die richtigen Leute zu geraten.
    Prinzipiell is immer was faul, wenn (Industrie,Handwerk...) Firmen ständig Personal suchen, ohne das Wachstum erkennbar ist. Hier zum Beispiel sucht 'ne Pizzakette dauernd Fahrer.

    Ein guter Mentor merkt schnell, ob du was drauf hast und wird dein Talent nich im Kabelgulag versauern lassen. Falls in der Firma grade weniger Möglichkeiten sind, kennt er Kollegen in der Branche und kann dir so weiterhelfen.
    Und wenn dann ein Notruf eingeht für 'ne sich auftuende weitere Baustelle, sitzt du manchmal schneller am Pult, als dir lieb ist.
    Blinddärme und Ehefrauen sind gnadenlos... :D

    Ach so; da "Licht" mit Kreativität zu tun hat, ist es letztlich wie mit dem malen und singen...

    Never stop a running System

  • rossberger
    Verifiziert
    Beiträge
    19
    • 22. August 2010 um 10:54
    • #20

    Ach so; da "Licht" mit Kreativität zu tun hat, ist es letztlich wie mit dem malen und singen...

    Das unterschreibe ich und ist auch beim Ton genauso. Letztlich ist lernen aber eine Holschuld,wer nicht fragt und Interesse zeigt, der verläuft sich im System unbemerkt und unerkannt.Mit der Zeit findet jeder seinen persönlichen Stil und den soll man auch pflegen. Niemals jemanden kopieren versuchen, denn lieber ein kleines, gutes Original als eine große Kopie.
    Letztlich ist nur bei den "Großen" zu finden, wer das Kleine aus dem FF beherrscht und dadurch die Gelassenheit und Routine für deren Spleens aufbringt. Wünsche Dir Durchhaltevermögen und das Quäntchen Glück, das jeder braucht. :wink:

    Freundliche Grüße vom Heinz
    Das ist ein Mischpult, keine Kläranlage

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