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Glimmlampen über Schutzleiter betreiben?

  • mycrobit
  • 11. April 2012 um 08:46
  • mycrobit
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    • 11. April 2012 um 08:46
    • #1

    Hallo zusammen,

    beim Bau von einem Bedienteil (Metall) mit beleuchteten Schalten (Wippenschalter) fehlt mir eine Ader in der Zuleitung um den N mit in das Gerät zu bekommen. Den brauche ich ja nicht wirklich weil ich ja nur 5 Schalter habe. Zur Beleuchtung der Schalter (eingebaute Glimmlampen) könnte ich ja auch den Schutzleiter verwenden. Da ja auch bei einer Glimmlampe ein Strom fließt nun meine Frage:

    Geht das zu machen oder bekomme ich da mit den FI Probleme?

    Gruß Gunter.

  • buzz
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    • 11. April 2012 um 09:20
    • #2

    Der Schutzleiter dient dem Schutz nicht zum Führen von jedweden Betriebsströmen!
    Im Übrigen wird diese Konstruktion sicherlich auch mit einem vorgelagerten Fehlerstromschutzschalter Probleme bereiten. Vielleicht nicht alleine auf Grund der Ströme der Glimmlampen, aber sicher aufaddiert mit den Ableitströmen anderer Geräte.

    Fazit: Der Schutzleiter ist und bleibt Schutzleiter und darf nicht für solche Basteleien missbraucht werden!

    Gruß aus Nürnberg,

    buzz

    Hier geht's weiter...

  • mycrobit
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    • 11. April 2012 um 09:36
    • #3

    Danke, hab schon gedacht, dass das in die Hose geht. Aber den Schutzleiter weglassen geht ja auch nicht (keine Schutzisolierung). Muss ich eben auf die Beleuchtung der Schalter verzichten.

    Danke und Gruß Gunter.

  • yamaha4711
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    • 11. April 2012 um 09:42
    • #4

    Tacho!

    Der Schutzleiter darf dazu nicht missbraucht werden. Dies würde auch einen vorhandenen RCD auslösen. Also nicht sonderlich clever.

    Ich verstehe auch nicht was das mit dem fehlenden N soll.
    Da es sich um ein Metallgehäuse handelt ist ein Schutzleiter für dieses zwingend notwendig, wenn dieses in irgendeiner Form in Verbindung mit einem Gerät steht, welches direkt mit dem Netz verbunden ist.

    Um das Glimmlämpchen zum Leuchten zu bewegen muss der N benutzt werden.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • mycrobit
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    • 11. April 2012 um 13:32
    • #5

    Ich hatte noch auf den Trick gehofft von dem ich nichts weiß. Bin halt mit den 7 Adern und dem Stecker mit auch nur 7 Anschlüssen festgenagelt. Es wird wie eine Art Fernbedienung für 5 Lampen die mit den Schaltern eingeschaltet werden. Gibt es eben keine Erleuchtung an den Schalter, muss man halt an der Schalterstellung erkennen ob eingeschaltet ist.

    Gruß Gunter

  • Audiowerk
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    • 11. April 2012 um 13:36
    • #6

    Nimmste Schalter mit aufgemalter Anzeige. Wippschalter mit roter Kennzeichnung, Schlafaugenschalter... da gibt es einige Möglichkeiten

  • madmax
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    • 11. April 2012 um 18:43
    • #7

    Tja der Einzige Trick mit 7 Drähten und 5 Schaltern wäre; wenn du mit den Wippschaltern nur eine Kleinspannung schaltest. Welche dann z.B. ein Relais, 0-10V Switcher etc. schaltet. Da brauchs keinen PE.
    Mußte nur die Glimmlampen auf die dann zu schaltende Spannung anpassen bzw. gegen passende LED tauschen. Die meisten Wippschalter gehen relativ einfach zu öffnen über das Kippscharnier.

    Eine vom Schalterboard externe Lastverteilung (wo dann z.B. deine 5 Schukos dran sind) benötigst du ja ohnehin, auch wenn du über deine Wippen 220V schalten würdest. Weil da brauch's ja denn eh den N.

    Never stop a running System

  • Mock
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    • 11. April 2012 um 20:12
    • #8

    Und warum schaltest du die Glimmlampen nicht parallel zu den Schaltkontakten? Die Signalisierung ist dann halt invertiert.

    Gruß
    Mock

  • mycrobit
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    • 12. April 2012 um 07:59
    • #9

    Danke für die vielen guten Tipps. Werde wohl die Variante mit den Schlafaugen nehmen, muss nur noch sehen wo ich die passenden Schalter finde. Relais hatte ich auch schon gedacht, dafür ist der Aufwand zu hoch und der Platz wird mir zu knapp. Da könnte man sich die alten genullten Systeme wieder zurückwünschen :D

    Danke und Gruß Gunter.

  • ADMIN
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    • 17. April 2012 um 21:42
    • #10

    Das RCD (früher FI genannt) ist da noch gar nicht mehr das primäre Problem: Der schaltet im Zweifelsfall ab, dadurch entsteht keine Gefährdung.

    ABER: Sobald Dir der Schutzleiter unterbrochen wird (durch welchen blöden Fehler auch immer), liegt Phase auf Gehäuse (mit nur einer Glimmlampe dazwischen).

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • madmax
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    • 18. April 2012 um 20:45
    • #11

    Jaja; und dann kitzelts ganz häßlich in den Fingern...

    Never stop a running System

  • Chrille
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    • 23. April 2012 um 00:31
    • #12
    Zitat von "madmax"

    Tja der Einzige Trick mit 7 Drähten und 5 Schaltern wäre; wenn du mit den Wippschaltern nur eine Kleinspannung schaltest. Welche dann z.B. ein Relais, 0-10V Switcher etc. schaltet. Da brauchs keinen PE.
    Mußte nur die Glimmlampen auf die dann zu schaltende Spannung anpassen bzw. gegen passende LED tauschen. Die meisten Wippschalter gehen relativ einfach zu öffnen über das Kippscharnier.

    Eine vom Schalterboard externe Lastverteilung (wo dann z.B. deine 5 Schukos dran sind) benötigst du ja ohnehin, auch wenn du über deine Wippen 220V schalten würdest. Weil da brauch's ja denn eh den N.


    Da brauchts zwar keinen PE, aber die Adernfarbe grün-gelb darf nur für den PE verwendet werden! Ich kann ja viele Konstruktionen und Adernbelegungen nachvollziehen, aber grün-gelb mit Spannung zu Belegen geht nicht. egal wie klein!

    http://www.jaehners.de

  • Tobbes
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    • 2. Mai 2012 um 23:47
    • #13

    moin,

    was ist mit der möglichkeit, einfach hinter den schalter eine 230V 3W lampe oder so zu schalten (in Reihe)?
    Einziger Haken wär doch, dass wenn die kaputt geht, der Schalter nicht funktioniert.

    Alternativ würde ich hier wirklich mit kleiner Spannung an der Fernbedienung arbeiten (5V-12V oder so) und ein paar Relais in nen 19" Rack knalln, dahinter die einzelnen Schuko-Abgänge.
    Dann nimmste als Verbindungskabel CAT5 (Netzwerkkabel) und hast somit 8 Litzen + Schirm.

    Baust dir ne Platine mit vielleicht einem MASTER-Schalter mit Kontroll LED, der im Rack quasi die Zuleitung per Relais schaltet (in dem Maße aber wohl eher ein Schütz) und für die restlichen Lampen, die du schalten willst, je nach Bedarf Taster oder auch Schalter. Wenns Schalter sein sollen, da gibts sowas: http://www.more-electro.de/images/thumbs/IRS201-1C.gif . kennt man von ner Steckerleiste.

    Gruß, Tobbes :)

  • mycrobit
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    • 4. Mai 2012 um 07:46
    • #14

    Ich komme mir schon richtig schlecht vor, wie einer der ganze Völkerstämme ausgerottet hat, was den Schutzleiter angeht :oops:

    Aber danke für die vielen Vorschläge. Wie das immer so ist, du bekommst was in die Hand gedrückt - schau mal was ich da habe - mach mal was draus, aber es darf nichts kosten. Genau diese Schalter von Tobbes sind dort verbaut. Ich habe dem Kunden überzeugt, wenn er kein Geld ausgeben will, an der Schalterstellung zu erkennen ob eingeschaltet ist oder nicht. Funktioniert prima und Grün/Gelb hat auch die Aufgabe die diese Ader haben sollte :wink:

    Was aber das Verwenden der Ader Grün/Gelb angeht, da habe ich schon die tollsten Installationen gesehen und das teils von "Fachleuten" gemacht. :D

    Gruß Gunter

  • Audiowerk
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    • 4. Mai 2012 um 22:07
    • #15

    Ja klar. Wie viele Elektriker legen denn für einen entfernten Wechselschalter im Treppenhaus die ganz normale NYM3G1.5? Die ist doch auf dem Bau sowieso kilometerweise vorhanden, was soll man da extra vieradrige Leitung oder irgendeinen anderen Typ für besorgen gehen, nur damit die Mantelfarben stimmen? Man kann sich auch ein Brikett an den Schlips binden... Theorie und Praxis gehen da nunmal auseinander, aus pragmatischen Gründen.

    Ja, ich kenne die Vorschrift mit dem gr/ge. Aber die Praxis sieht anders aus. Das kann man verurteilen, aber es ist so. In Afrika verhungern auch Kinder, und keiner tut was.

  • marcoboy
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    • 5. Mai 2012 um 09:30
    • #16
    Zitat von "ADMIN"

    Das RCD (früher FI genannt) ist da noch gar nicht mehr das primäre Problem: Der schaltet im Zweifelsfall ab, dadurch entsteht keine Gefährdung.

    ABER: Sobald Dir der Schutzleiter unterbrochen wird (durch welchen blöden Fehler auch immer), liegt Phase auf Gehäuse (mit nur einer Glimmlampe dazwischen).


    Das ist nicht richtig im Falle einer Glimmlampe, dann müsstest du ja auch eine geballert bekommen wenn du diesen verboten Prüfstift in die Steckdose hält. Sie benötigt erst eine Gewisse Spannung bis sie Leuchtet, der Strom sollte dann Begrenzt werden. Man kann diesen so weit begrenzen das er Ungefährlich ist und als normal zulässiger Ableitstrom bezeichnet werden kann. Die Isolation ist so hoch der Glimmlampe das beim Anfassen diese wie beim Stromprüfer leuchtet wenn der Schutz fehlt.

    Die Glimmlampe kann auch als Schutzleiter vorhanden Anzeige benutzt werden. Ob das heute noch Zulässig ist kann ich nicht sagen. Früher war das aber durchaus üblich.

  • tobias kammerer
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    • 5. Mai 2012 um 10:05
    • #17

    Gibt es eigentlich keine 400 V taugliche Glimmlampe. Es geht doch um Drehstrom, oder habe ich da was überlesen? Ich vermute das wegen der ANzahl der Drähte. Wenn nicht, dann ist diese Frage natürlich überflüssig. Die Schieflast wäre ja verschmerzbar.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • andi.bt
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    • 5. Mai 2012 um 12:50
    • #18

    klar gibt's sowas - wird aber eher im Installationsbereich (Notausschalter Heizung und sowas) verwendet und findet man glaub ich ganz schwer um kleine Kippschalter mit auszustatten.. Kenn sie selber auch nur vom Schalterprogramm von Jung

  • mycrobit
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    • 5. Mai 2012 um 18:25
    • #19

    Kein Drehstrom, nur eine Art Fernbedienung mit der über 5 Schalter 5 Lampen geschaltet werden. Leider hat das Kabel aber nur 7 Adern was zu folgender Verteilung führt:

    1 - Phase
    2 - Schalter 1
    3 - Schalter 2
    4 - Schalter 3
    5 - Schalter 4
    6 - Schalter 5
    7 - Schutzleiter

    Da die Schalter eingebaute Glimmlampen haben wollte ich diese im eingeschalteten Zustand leuchten lassen. Nun bin ich auf die Idee mit dem Schutzleiter gekommen, weil ich ja den Phasenprüfer (mit Glimmlampe) einfach so gegen den Schutzleiter und Phase halten kann ohne den FI zu wecken. War mir schon klar, dass das nicht die feine Elektriker-Art ist.

    Gruß Gunter

  • franz45
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    72
    • 10. Mai 2012 um 00:44
    • #20

    Was spricht überhaupt dagegen eine größere Leitung mit mehr Adern oder halt 2 sieben adrige Leitungen zu verwenden .Genauso könntest du die Netzzuleitung separat zu deinem Schaltpult zuführen . .Es ist halt Fakt das der Schutzleiter nicht benutzt werden darf ,da nützt die ganze Diskussion nichts .Alles andere ist lebensgefährlicher Pfusch .Für mich hört sich das ganze schon stark nach Hobbykeller an .

    mfg franz45

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