Moin,
@ Sabbelbacke: eine Lanze für BR brechen? Welche Lanze?? "zwingend" ?, die wirklich zwingenden Argumente bleiben bisher unberücksichtigt. Ich setze mal einen geduldigen Gesichtsausdruck auf und hoffe Du verstehst warum ich nicht locker lasse.
Vorneweg: mir ist völlig wurscht ob irgendwer mit einer Konstruktion, deren Klang ich für grundsätzlich unerträglich halte glücklich ist. Aber wer diese Konstruktion dann mit windigen Erklärungen, unvollständigen realitätsfernen Simulationen (z.B. unter Außerachtlassung des DC- Offset) und zuguterletzt mit schlichten Behauptungen stützt, macht mich unruhig...
Deine Impulsantworten scheinen Sprungantworten zu sein. Was sollen die mir erzählen. Ich kenne den Frequenzgang, das "Entzerrungsziel" nicht. Weder bei den Hubangaben, noch bei der Sprungantwort. Das ermöglicht so nichteinmal eine Diskussion über die Theorie. Hier im Forum habe ich immer wieder Beweisführungen gelesen, daß eine Entzerrung auf identischen Frequenzgang auch identische weitere Eigenschaften zur Folge hat. Also, daß sich ein URPS, eine CB, und eine BR nicht unterscheiden, solange der Frequenzgang auf das gleiche Ziel entzerrt wird. Ich weiß daß es nicht so ist und auch warum das nicht so ist, die Quizfrage... . Stattdessen wird immer wieder behauptet: theoretisch klingt alles gleich, wenn das in der Praxis nicht stimmt ist die Box nicht ideal gebaut.
Völlig übersehen wird dabei, daß es schlicht nicht möglich ist derart vereinfachende Modelle in die Praxis umzusetzen, und unsere Wahrnehmung sehr fein ist. Zu fein, als daß ich den unvollständigen Simulationen irgendeinen Wert bei der Entscheidung für ein Konstruktionsprinzip zugestehen könnte.
Also nochmal:
eine Simulation, welche das DC- Offset nicht berücksichtigt ist für den Großsignalbetrieb völlig wertlos. (ein PA- Forum ist ein Großsignal- Forum
:wink: )
Keine BR ist im Großsignalbetrieb ohne Lowcut zu betreiben, wer allerdings behauptet ein Lowcut mache für CB einen Sinn, den muß ich mit Spott übergießen, und der Erfahrungslosigkeit bezichtigen. Ja, sogar Spaßfeind würde ich ihn nennen. Wenn da Content ist, dann wird der von CB wiedergegeben. Eine bis 0 dBFS ausgesteuerte MUSIK- Aufnahme KANN kein Signal enthalten, das im Infrabereich eine CB vor Hubprobleme stellen würde.
Baut Boxen, schaut Euch die Hübe an, und fuchtelt nicht mit Computeranalysen herum.
Übrigens, ein linkwitzentzerrter URPS ist peinlich... genauso wie eine auf BR entzerrte CB... Lowcut :roll:
@ Martin: eine CB, die kalt den Hub nicht überschreitet tut das auch warm nicht. Wer programmiert eigentlich die Simulationen? Fische? Maulwürfe?
Welche Wahlmöglichkeiten hast Du denn? Mit 70 Hz BR wirst Du nur in Simulationen etwas Gewinn/Hubreduktion bei 120 Hz sehen, in der Praxis: Lärm. Dann kannst Du entzerren, das braucht Leistung, die erwärmt die Schwingspule, und dann wird die Box wieder leiser, sowohl im entzerrten Bereich als auch darüber. Oder Du bemühst Thiele und Small, und setzt die Einbauresonanz an die geplante Trennfrequenz. Bei warmer Schwingspule wird die Box in den Mitten leiser, doch bei der Resonanzfrequenz bleibt sie so laut wie sie kalt war. Letzteres kann ich über den Hub zweier real existierender CBs mit Q(kalt) von etwa 0,5 und 0,7 praktisch nachweisen.
Content bei 0 Hz
naja, etwa 50 dB unter "normal 0" :lol: , warum stellt das Programm die Skalierung nicht gleich in Brüchen dar, würde die Ablesbarkeit nochmal steigern. :grin: :oops:
Ok, ok, wenn mans weiß... Bei 10 bis 40 Hz zeigt sich, warum eine Bass-CB niemals einen Lowcut braucht. :wink:
@ Peerless: wie Dus auch drehst, bei einer so kleinen Direktstrahlenden Box ist der Hub der limitierende Faktor, und selbst BR nicht sinnvoll möglich, da das Frequenzband, welches den Boost braucht viel zu breit ist. Da kommst Du nur mit Hubmonstern näher ans denkbare Maximum. Und weil das Membranegewicht die Mitteltoneigenschaften begrenzt, hilft wohl nur Entzerrung.
Gruß