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Pegelverluste bei Signalsplitting mit mehreren Endstufen

  • Chris Bangala
  • 19. November 2017 um 23:32
  • Chris Bangala
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    • 19. November 2017 um 23:32
    • #1

    Hallo zusammen,

    für einen Weihnachtsmark soll die Innenstadt eines kleinen Dorfs mit Hintergrundmusik beschallt werden.

    Dabei kommen ca. 26 Lautsprecher und 7 Endstufen an verschiedenen Standorten zum Einsatz.

    Dabei soll an einem Standort die Signalquelle (CD Player bzw. Mixerausgang) stehen und das Monosignal über den Mixerausgang L/R mit XLR-Leitungen in zwei verschiedene Richtungen verteilt werden. An den jeweiligen Endstufen wird dann das Signal durch ein Y-Kabel auf beide Amp-Kanäle verteilt und über einen der parallelen Signalausgänge wieder zum nächsten Amp weitergeführt usw. (siehe Skizze)
    So entstehen Kabellängen von ca. 200m auf beiden Seiten und ich mache mir etwas Sorgen um den Pegel des Signals. Bei der ganzen Aufsplittung und Leitungsdämpfung bleibt da noch genügend Pegel für die letzte Endstufe übrig? Habt ihr Erfahrungen mit ähnlichen Kabellängen? Gibt es alternative Lösungen außer Funk?

    Das ganze soll erstmal mit handelsüblichen XLR-Leitungen mit einem Leitungsquerschnitt von 2x 0,2 mm² durchgeführt werden, alternativ müssen Leitungen mit höheren Querschnitten verwendet werden?!

    Danke und Grüße

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    • 19. November 2017 um 23:39
    • #2

    Da würde ich mir nicht so die großen Gedanken machen.

    Zeitgenössisches Material sollte damit arbeiten können. Viele Endstufen lassen sich mit einem kleinen Schalterchen parallel und Mono betreiben.

    Das könnte dir das Y-Dingens ersparen. Auch die Eingangsbuchsen haben ja oft noch einen Link-Out. Ansonsten sind an Verstärkern meist auch Pegelsteller dran - damit könntest du eventuelle Pegelunterschiede ja angleichen. Was schwer abzuschätzen ist sind Brumm-Problematiken wegen unterschiedlicher Stromversorgungen der einzelnen Amps...

    Ich fordere eine Kennzeichnungspflicht für Ironie im Internet!

    _____________________
    PM2 Veranstaltungstechnik
    Blankenauer Straße 61
    D-09113 Chemnitz

    Fon. 0371.5212820
    Fax. 0371.5612536

  • yamaha4711
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    • 19. November 2017 um 23:44
    • #3

    Sollte funktionieren. 200m in symetrische ist jetzt nicht wirklich die Welle, eine gute Leitung mal vorausgesetzt und die Endstufen sollten über Groundlift verfügen (oder diesen eben per Adapter mit einbinden) von wegen erwähnter Brummproblematik.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • billbo
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    • 19. November 2017 um 23:51
    • #4

    Mache dich kundig über die Bedeutung des Begriffs 'Spannungsanpassung'. Dann kannst du alle deine Fragen selbst beantworten. ;)

    (Das gehört im Übrigen zum allerallerkleinsten Einmaleins eines jeden 'Technikers', der auch nur im entferntesten Sinne jemals irgendetwas mit Signalführung/ - verteilung zu tun hat... )

    Mit freundlichem Gruß

    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Chris Bangala
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    • 20. November 2017 um 01:05
    • #5

    Danke für die Antworten. Spannungsanpassung ist mir natürlich ein Begriff und auch die Hintergründe davon. Hab es mir dann doch etwas zu einfach gemacht, statt erstmal nachzudenken :S:D

  • e-on
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    • 20. November 2017 um 01:41
    • #6

    Wichtig ist, dass du am Mixer mit möglichst hohem Pegel raus gehst und die Hintergrundlautstärke an den Endstufen machst. (Umgekehrt hättest du mehr Rauschen als Musik.) Allerdings kann es dabei sein, dass du dann Durchsagen nicht laut genug bekommst.

    Also nimm dir genug Zeit fürs Einstellen mit.

    Wenn du Muffe hast wegen der 200m, dann nimm dir einen Behringer Kopfhörerverstärker als Treiber mit.

    :?:

  • TomyN
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    • 20. November 2017 um 08:09
    • #7

    Genau. Wir 'pumpen' einmal im Jahr mit einem Powerplay Signal problemlos über ca. 1km.
    Ich würde mir auch eher über das Thema Brummen Gedanken machen und ein paar Lineübertragerboxen einpacken.

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • simonstpauli
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    • 20. November 2017 um 12:57
    • #8

    Grundsätzlich kann man das so machen, ich empfehle Folgendes:

    - hoher Ausgangspegel am Einspeisepunkt.

    - möglichst wenig Steckverbindungen auf den Strecken, auf 50m ist z.B. eine 100m-Kabeltrommel besser, als 5x 10m Einzelkabel.

    - Strom entweder parallel führen, oder halbwegs anständige Trenntrafos einplanen.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • guma
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    • 20. November 2017 um 13:13
    • #9
    Zitat von TomyN

    Ich würde mir auch eher über das Thema Brummen Gedanken machen und ein paar Lineübertragerboxen einpacken.

    Ich auch.

    Zitat von simonstpauli

    - Strom entweder parallel führen ...

    Ist ebenfalls eine sehr gute Idee!

  • Online
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    • 20. November 2017 um 13:20
    • #10

    Wenn wir die Amps von unten rechts nach oben rechts im Uhrzeigersinn durchnummerieren...

    ...könnte man auch die Verteilung kürzer gestalten. Start beim Amp1

    Amp 1 -> Amp 2 -> Amp 3

    Amp 1 -> Amp 6 -> Amp 7

    Amp 1 -> Amp 6 -> Amp 5 -> Amp 4

    Damit hättest du weniger Amps in Reihe und somit im dümmsten Fall weniger Ausfall, wenn da mal eine Leitung beschädigt würde oder dergleichen. Fragt sich halt, ob das mit den Gegebenheiten vor Ort umsetzen lässt.

    Der Ton macht die Musik.

  • e-on
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    • 20. November 2017 um 13:50
    • #11

    Ich benutze die LSP-102. manchmal hilft auch einfach nur den Schirm am Eingang der Endstufe zu trennen. Der weiterführende muss aber dranbleiben.

    :?:

  • djvomght
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    • 20. November 2017 um 14:53
    • #12

    Sowas ist eigentlich ein klarer Fall für 100V- Technik.

  • josefbecker
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    • 20. November 2017 um 15:13
    • #13
    Zitat von djvomght

    Sowas ist eigentlich ein klarer Fall für 100V- Technik.

    Ja, dann wäre bei 26 Lautsprechern in 100 V-Technik, bei 30 W-Abgriff/St. nur ein einziger Verstärker 2x500 W/100 V nötig. Spart Geld und Zeit und benötigt simple Leitungen.

  • Online
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    • 20. November 2017 um 15:15
    • #14

    ...wenn man das Zeug rumliegen hat - why not? Aber nur für sowas 100V-Zeug kaufen macht auch keinen Sinn. Ausserdem ist die Betriebssicherheit mit mehreren Endstufen deutlich höher.

    Ich persönlich benutze für sowas am liebsten Aktivboxen.

    Der Ton macht die Musik.

  • MRspeaker
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    • 20. November 2017 um 16:44
    • #15

    Ein 4-Kanal Amp mit je 16 Boxen, ein Rudel 4x4² 20-30m Leitungen und fertig....

    Machen wir auch so...

    Spart noch mehr Geld weil Material eh da, kein Ela-Bose Sound. g*

    Wenn die Verstärker dezentral positioniert sind, wie erwähnt Ground liften um böse Überraschungen zu verhindern.

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

  • wora
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    • 20. November 2017 um 18:07
    • #16
    Zitat von MRspeaker

    kein Ela-Bose Sound

    ich möchte an der stelle mal wieder darauf hinweisen, dass "ELA" nicht zwingend "schlecht klingend" bedeutet.

    nur weil irgend eine elektrikerfirma die beschallungsanlage des nächstliegenden einkaufszentrum verbrochen hat (weil in der ausschreibung mal wieder nix von "professioneller tonmann zum einrichten" stand), darf man nicht annehmen dass diese technik zwangsläufig immer und überall nach blechdose klingen muss.

    es gibt durchaus sehr gut funktionierende und auch gut klingende ELA beschallungen - wenn ein profi am start war.

    und jetzt wieder zurück zum thema ;)

    das größte problem bei der verkabelung mit den 7 amps ist eindeutig das thema "brummschleife".

    da würde ich ebenfalls von vorne herein an jeder position einen lineübertrager vorsehen, das kann überhaupt nicht schaden.


    und mit einer 100V verteilung kann man dieses problem sehr elegant umgehen. :)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Chris Bangala
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    • 20. November 2017 um 20:48
    • #17

    Danke für die Hinweise, ich nehme an Funktion eines Ground-Lift-Schalters am Amp sollte die Gleiche sein wie wenn ich einen Line-Übertrager vorschalte?!

    In Sachen ELA habe ich leider keine Erfahrung und auch kein Material, aber vielleicht im nächsten Jahr, dann hat man auch mehr Zeit sich in die Thematik einzulesen :)

    Bzgl. Stromversorgung sind die Amps alle an den festen Stromkästen der Gemeinde angeschlossen, ich hoffe sie sind technisch einwandfrei :)

  • floger
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    • 20. November 2017 um 20:51
    • #18
    Zitat von Chris Bangala

    Ground-Lift-Schalters am Amp sollte die Gleiche sein wie wenn ich einen Line-Übertrager vorschalte?!

    Theoretisch ja. Praktisch :/

    Zitat von Chris Bangala

    Bzgl. Stromversorgung sind die Amps alle an den festen Stromkästen der Gemeinde angeschlossen, ich hoffe sie sind technisch einwandfrei

    Das verhindert aber keine Brumschleife.

  • Chris Bangala
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    • 20. November 2017 um 21:29
    • #19

    Natürlich verhindert das keine Brummschleifen, aber ich denke ich bin so besser dran als wenn ich mich an verschiedene, mobilen Verteiler anschließe an denen unzählige Waffeleisen, Kocher oder sonstwas hängt...

    Ob es nun eine Brummschleife geben wird oder nicht kann man ja vorher sowieso nie wissen, theoretisch ist die Fläche groß genug für eine, weshalb ich mich einfach mit ein paar Übertrager bewaffne bzw. den Ground-Schalter am Amp mal ausprobiere um zu sehen ob es Abhilfe schafft.

  • wora
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    • 20. November 2017 um 21:52
    • #20
    Zitat von Chris Bangala

    Ob es nun eine Brummschleife geben wird oder nicht kann man ja vorher sowieso nie wissen, theoretisch ist die Fläche groß genug für eine, weshalb ich mich einfach mit ein paar Übertrager bewaffne bzw. den Ground-Schalter am Amp mal ausprobiere um zu sehen ob es Abhilfe schafft.

    eben, das auftreten von brummproblemen kann man in so einer situation überhaupt nicht vorhersehen.

    oder vielleicht doch: denn ohne geeignete maßnahmen wird es hier garantiert irgendwo zu brummproblemen kommen :)

    und zur frage, ob ein groundlift das gleiche macht wie ein lineübertrager:

    nein.

    der groundlift trennt lediglich die masse des schirmes ab.

    ein lineübertrager kann zusätzlich noch das komplette signal galvanisch trennen, was gerade bei dieser unklaren sintuation ein entscheidender vorteil sein kann!

    dein ansatz ist also durchaus richtig.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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