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Mischen von Musicals

  • JS-Sound
  • 26. November 2019 um 11:21
  • floger
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    • 16. Oktober 2023 um 11:00
    • #181
    Zitat von robert müller

    Den musst du aber erst mal haben für die entsprechende Anzahl an Inputs.

    Ist in Zeiten von Digitalpulten jetzt auch kein Totschlagargument mehr.

    Zitat von robert müller

    Außerdem zieht der auch jedes Husten oder lautes Räuspern mit hoch.

    Ich nutze den in Kombination mit deiner Methode. Das funktioniert eigentlich ganz gut. Meine Musicalerfahrung bezieht sich allerdings auf den Amateurbereich. (Kinderchor, Musikschule,...) Aber gerade da gibt's halt wenig Proben und viel unfreiwillige Improvisation.

  • robert müller
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    • 16. Oktober 2023 um 11:18
    • #182
    Zitat von floger

    Ist in Zeiten von Digitalpulten jetzt auch kein Totschlagargument mehr.

    Sicher nicht. Ist aber gerade im Amateurbereich ne Budgetfrage. Bei den mittlerweile älteren Yamahas, die ich dafür gerne genutzt habe (oft DM2000) muss er per Karte nachgerüstet werden, und die X32-Familie, die im No- und Low-Budget-Bereich mittlerweile oft eingesetzt wird, geht er nur auf Ch1-8.

    Ich glaube ab A&H SQ wird das Thema auch für die Kanalzahlen, die bei Musicals zu verwalten sind, interessant.

    Meine Erfahrungen sind halt auch schon ein paar Jahre her, da waren Automixer als Pultbestandteil noch nicht so gängig.

  • floger
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    • 16. Oktober 2023 um 11:32
    • #183
    Zitat von robert müller

    und die X32-Familie, die im No- und Low-Budget-Bereich mittlerweile oft eingesetzt wird, geht er nur auf Ch1-8.

    Tja... scham* Da wirst du auch selten mehr als acht Headsets haben.

    XR18 und Wing haben einen 16 Kanal-Automixer. Da ist im entsprechenden Budget-Bereich dann wirklich die Anzahl der möglichen Quellen das Limit.

  • audiobo
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    • 16. Oktober 2023 um 11:33
    • #184
    Zitat von kob1

    Ich bin zu weit weg vom Thema Musical, und dieser Kollege hat sicherlich gute Gründe warum er die Show so fährt wie ers tut. Ich würde ihn aber gerne fragen ob das wirklich so notwendig ist, also in jeder Textzeile Fader zu schieben. Warum nicht Mutes benutzen, warum kein Automix, warum überhaupt muten? Und wie genau trifft er wirklich die Levels/Faderpositionen wenns mal heiß hergeht in den Dialogen?

    Gerade erst gesehen:

    - das Ausblenden der gerade nicht besprochenen/besungenen Mikrofone scheint vom Musical Director/Regisseur/… vorgegeben zu sein

    - kein Automix aus den schon genannten Gründen (Wirkungsweise falls ein Darsteller einen Fehler macht, Dynamikbremse)

    - kein Mutebutton, weil Überblenden natürlicher klingt und man noch ein klitzekleines bisschen Zeit hat auf technische Fehler (bruzzelnde Funkstrecke o.ä.) zu reagieren, ohne das schon mit vollem Pegel rauszugeben.

    - Übung

  • floger
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    • 16. Oktober 2023 um 11:36
    • #185
    Zitat von audiobo

    Dynamikbremse

    Weil du es jetzt mehrfach erwähnt hast: Kannst du das erklären? Welche Dynamik wird da wann begrenzt.

  • robert müller
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    • 16. Oktober 2023 um 11:44
    • #186

    Der Automixer arbeitet doch auf das Ziel NOM=1 hin. Das bedeutet doch am Ende, die einzelnen Mics im Automixer drücken sich gegenseitig runter, sobald mehr als einer gleichzeitig singt oder Geräusche macht.

  • floger
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    • 16. Oktober 2023 um 12:05
    • #187

    Deshalb würde ich den beim Gesang ja abschalten. Und dass mehrere gleichzeitig sprechen ist jetzt auch eher selten. Kommt natürlich auf das Stück an.

  • JS-Sound
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    • 16. Oktober 2023 um 12:12
    • #188
    Zitat von robert müller

    Jedenfalls entspricht das genau meiner Beobachtung. Ich hatte in dieser "Klasse" noch nie eine Produktion, bei der man Line by Line Mixing hätte machen können, selbst wenn ich dafür genügend Proben gehabt hätte.

    Hm, ich arbeite auch immer in Amateurproduktionen, aber dennoch mische ich immer Line by Line.

    In diesen Stellen versuche ich immer nur ein offenes Mikrofon zu haben, bei Gruppeneinwürfen sind die auf "Chor" geroutet und liegen damit auch auf einem Fader.

    In "chaotischen" Stellen (mehrere Zwischenrufe, bzw. nach Absprache mit dem Regisseur) gibts mal mehrere offene Mikros, aber dann auch geplant.

    Sonst wird darauf während deren Vorbereitung schon wert gelegt, da sie direkt eingetrichtert bekommen dass sie ev. nicht zu hören sind.

    Je nach Szene habe ich am Pult dann aber ja die relevanten Headsets unter den Fingern, und wenn ich merke es hakt etwas im Text oder irgendwas stimmt nicht schiebe ich halt kurz diese Fader etwas höher.

    Im Textbuch (iPad mit Fußschalter zum Weiterblättern) markiere ich mir jede Zeile mit Nummern, farbig gekennzeichnet. Headsetnummer, alles was links steht ist Solo, farbig ob gesprochen oder gesungen. Rechts stehen alle Choreinsätze mit allen Headsetnummern in dann in der Chorgruppe zusammengefasst sind.

  • robert müller
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    • 16. Oktober 2023 um 12:18
    • #189

    Hi,

    ich weiß ja, welche Truppe Du betreust und kenne ein paar Leute, die bei Euch mitspielen. Da geht's ja schon so zu, dass die Produktion mit Originalsounds etc, gespielt wird, inklusive aller Underscorings etc. pp. Da glaub ich dir gern, dass das da so geordnet abläuft, dass du das so mischen kannst.

    "Meine" Produktionen haben oft die Stücke gekürzt und auch oft Theaterszenen ohne Underscoring eingebaut. Da war dann öfters mal freieres Spielen wie halt im Theater zwischendurch angesagt. Da trifft man die Lines nicht sauber.

    Wenn dann die Musikstücke kamen, war das natürlich wieder einfacher. Da hab ich das oft so gemacht, ohne zu wissen, dass die Technik einen Namen hat. Ich hab aber die Fader nie ganz auf 0 gezogen. Ein bisschen waren sie immer drauf - außer es musste sowieso ein Mikro komplett raus, wie beim berühmt-berüchtigten Duett der Liebenden.

  • audiobo
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    • 16. Oktober 2023 um 12:27
    • #190
    Zitat von JS-Sound

    iPad mit Fußschalter zum Weiterblättern

    was genau verwendest du da?

  • guma
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    • 16. Oktober 2023 um 12:28
    • #191
    Zitat von JS-Sound

    Im Textbuch (iPad mit Fußschalter zum Weiterblättern)

    Revolutionär!

    1994 (!) habe ich mir schon hooklines aus dem Script in die Textfenster meiner Showtime Mute-Szenen-Automation geschrieben und es gab sogar ein Vorschaufenster NEXT SCENE! ;)

    Am Anfang der Proben habe das Script gebraucht später immer weniger. “Kind krank” gabs einfach nicht.

    “Ringbuch” ist aber sicher besser als Steinfibeln legen.

  • audiobo
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    • 16. Oktober 2023 um 12:33
    • #192
    Zitat von guma

    1994 (!) habe ich mir schon hooklines aus dem Script in die Textfenster meiner Showtime Mute-Szenen-Automation geschrieben und es gab sogar ein Vorschaufenster NEXT SCENE! ;)

    Da war der Röhrenbildschirm aber noch so schwer wie heute ein ganzes Mischpult :D

  • guma
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    • 16. Oktober 2023 um 13:28
    • #193

    Ja, aber das Pult wog im Case auch schlappe 250kg, also die Verhältnismäßigkeit blieb gewahrt. ;)

  • JS-Sound
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    • 16. Oktober 2023 um 13:29
    • #194
    Zitat von audiobo

    was genau verwendest du da?

    Ein AirTurn mit 2 Tastern. Allerdings eine ältere Version, bei der man auch den Drückpunkt noch spürt.

    Das nutze ich am Piano zum (Musical ;) )-begleiten auch, mit passender Software wie ForScore.


    Zitat von guma

    1994 (!) habe ich mir schon hooklines aus dem Script in die Textfenster meiner Showtime Mute-Szenen-Automation geschrieben und es gab sogar ein Vorschaufenster NEXT SCENE!

    Wow, zu meiner Grundschulzeit habe ich mir 94 noch weniger Gedanken dazu gemacht. 8)

  • secluded
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    • 16. Oktober 2023 um 20:24
    • #195
    Zitat von audiobo

    Gewagte These. Passt leider GAR NICHT zur Vorstellungskraft mancher Regisseure/Produktionsverantwortlichen. Ausschliesslich Handgekritzeltes im gedruckten Klavierauszug ist da die einzige, wahrhaft taugliche Lösung 😉

    genau so :thumbup:

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • wora
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    • 16. Oktober 2023 um 21:55
    • #196
    Zitat von floger

    Line-by-Line-Mixing,

    darf ich nachfragen, was das bedeutet?

    das hab ich wirklich noch nie gehört/gelesen

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • robert müller
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    • 16. Oktober 2023 um 22:18
    • #197
    Zitat von wora

    darf ich nachfragen, was das bedeutet?

    das hab ich wirklich noch nie gehört/gelesen

    Das ist genau das, was der Typ im Video erklärt.

    Schauspieler sagt was -> Fader hoch

    Schauspieler ist fertig mt reden -> Fader runter

    Halt Zeile für Zeile.

  • robert müller
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    • 16. Oktober 2023 um 22:22
    • #198

    Nachtrag: Hier mal ein Video von Line by Line Mixing "in action".

    Wird hauptsächlich mit VCAs bzw. auf digitalen Pulten mit DCAs gemacht. Die Szenenautomation ordnet im Grunde die einzelnen benötigten Vocal Channels einzelnen DCAs zu, und man mischt quasi die ganze Show in der DCA-Sektion des Pults.

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  • wora
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    • 16. Oktober 2023 um 23:15
    • #199
    Zitat von robert müller

    Das ist genau das, was der Typ im Video erklärt.

    mein englisch ist leider stark verbesserungswürdig, deshalb helfen mir solche videos leider oft nicht wirklich weiter... aber vielen dank für die kurze erklärung!


    Zitat von robert müller

    Wird hauptsächlich mit VCAs bzw. auf digitalen Pulten mit DCAs gemacht. Die Szenenautomation ordnet im Grunde die einzelnen benötigten Vocal Channels einzelnen DCAs zu, und man mischt quasi die ganze Show in der DCA-Sektion des Pults.

    das verstehe ich jetzt allerdings auch nicht so ganz:

    wenn ich ohnehin pro DCA nur einen kanal steuere, dann kann ich doch auch die fader dieser kanäle direkt bewegen? dann habe ich im zweifelsfall ja auch schnelleren zugriff auf die kanaleinstellungen.

    das was der typ da im video macht - also quasi jeden einzelnen gesprochenen satz mit den zugehörigen fadern aufzuziehen - will ich gar nie können ;)
    das bedeutet nämlich, dass man dieses stück extrem verinnerlicht hat... und das heißst, dass man für lange zeit überhaupt nichts anderes macht als das. für mich wäre das eine schreckliche vorstellung. was bin ich froh, dass ich mit musical nix zu tun habe.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • audiobo
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    • 16. Oktober 2023 um 23:56
    • #200
    Zitat von wora

    mein englisch ist leider stark verbesserungswürdig, deshalb helfen mir solche videos leider oft nicht wirklich weiter... aber vielen dank für die kurze erklärung!

    ;)

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