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Nebel & Morgentau vs. Amprack --> eure Ideen?

  • Tom Wantler
  • 19. Oktober 2020 um 11:05
  • Tom Wantler
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    • 19. Oktober 2020 um 11:05
    • #1

    Hallo in die Runde corn*

    da nach all den Absagen im Laufe des vergangenen Wochenendes wieder gaaaaaaanz viel Zeit im Lager besteht, bin ich dabei meine ToDo Liste abzuarbeiten:rolleyes:

    Daher gilt diese Frage nun den Outdoor-Bühne-Festival-Spezialisten:

    Ich möchte mal gerne wissen ob das Thema Nebel und Morgentau bei euren Veranstaltung eine Rolle spielte, Defekte aufgetreten sind oder Ihr von vorn herein dagegen vorgegangen seid?

    Wir haben hier eine Lokalität in einem Weinberg, welche noch vor Corona regelm. Afterwork Partys auf der Terrasse gegeben hat. Wenn die Luft zum Abend hin recht schnell abkühlte, passierte es sehr oft das Nebel oder Wolken mit weniger als 5m Sichtweite daran vorbei zogen. Aus Panik davor das die Verstärker diese mit Wasser übersättigte Luft ansaugen könnten, wurde das gesamte Rack im Indoorbereich abgestellt. Das zog nun einen spürbaren Mehrwaufwand hinsichtlich der Verlängerung der Kabel, Tunnel, usw. mit sich.

    Mir stellt sich nun die Frage ob es Sinn macht für solche Zwecke eine Kiste zu bauen, welche die Luft abfiltert und ob die ganze Panik völlig unbegründet ist?
    Wir wird das denn auf den großen Festivals üblicherweise gehandhabt?

  • marce
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    • 19. Oktober 2020 um 11:30
    • #2

    "Irgendwo" steht ja meist Amp- und Dimmer-City - entweder unter der Bühne oder beim Monitorler oder in irgendeinem Technik-Zelt / Container / Kabuff

    Da ist uns noch nie was wegen Feuchtigkeit hopps gegangen - Standard-Strategie bei Mehrtages-VA ist dann halt noch "über Nacht nichts ausschalten".

  • niggles
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    • 19. Oktober 2020 um 11:37
    • #3
    Zitat von Tom Wantler

    Wir wird das denn auf den großen Festivals üblicherweise gehandhabt?

    Durchgehend laufen lassen. So lange die Geräte deutlich wärmer als die Umgebung sind und die Luft im Inneren ständig umgewälzt wird schlagen sich da auch keine Tröpfchen nieder.

    In Festinstallationen gibt es für so was gelegentlich auch beheizte und belüftete Schränke. Die funktionieren nach den gleichen Prinzip: Luftbewegung + erhöhte Temperatur verhindert Betauung.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • secluded
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    • 19. Oktober 2020 um 11:54
    • #4

    Indoor hinstellen ist schon 'mal ganz gut - auch gegen Diebstahl besser gesichert, als irgendwo in 'nem Kistchen draußen (außer das Kistchen ist Stabil, vandalismussicher,wäre irgendwo verdübelt sowie abgeschlossen)

    ...die paar Meter mehr Kabel reißen's jetzt auch nicht raus.

    Ich habe hier auch sämtliches Amping im Technikhaus stehen, dann lange Kabel bis zu den Speakern. - Dimmer stehen indoor bei den dicken Anschlüssen mit langen LastMuCo bis in die Verteilerhäuschen rein.

    sec

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • Volker
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    • 20. Oktober 2020 um 12:34
    • #5

    ich habe Karneval auch schonmal nen Elektroheizpilz in den FOH gestellt und über Nacht laufen lassen...

  • wora
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    • 20. Oktober 2020 um 13:30
    • #6
    Zitat von Volker

    ich habe Karneval auch schonmal nen Elektroheizpilz in den FOH gestellt und über Nacht laufen lassen...

    da taucht natürlich die frage auf, ob das laufen lassen der FOH gerätschaften nicht doch etwas energiesparender gewesen wäre ;)

    was die ausgangsfrage angeht:

    professionelles equipment ist dafür gebaut, auch im winter aus dem kalten truck in die warme halle gefahren werden zu können, um nach einer relativ geringen aufwärmzeit eingeschaltet zu werden und dann auch zu funktionieren.

    im sommer lasse ich deshalb bei mehrtägigen veranstaltungen auch schon lange nicht mehr die technik über nacht laufen, sondern schalte sie aus.

    in sofern stellt sich die frage, ob ein bisschen luftfeuchtigkeit bei laufenden geräten überhaupt zu problemen führen darf. meiner meinung nach muss professionelles equipment das abkönnen.

    und in der tat habe ich in den letzten jahrzehnten schon den ein oder anderen sommerlichen regenguss openair bei laufender musik erlebt, da ist noch nie etwas passiert.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

    2 Mal editiert, zuletzt von wora (20. Oktober 2020 um 13:41)

  • TasteBerlin
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    • 20. Oktober 2020 um 13:55
    • #7

    Da nicht jedes Festivalgelände perfekt bewacht wird, lasse ich einiges an (z.B. den Großteil des FOH-Platzes), denn dass jemand in ein laufendes System eingreift, um sich was rauszuklauen, ist schon recht unwahrscheinlich. Damit ist Morgentau auch kein Problem, wir haben ihn dann eher außen am geschlossenen FOH-Zelt erlebt.

    Mitunter lassen wir ganz leise Musik laufen über die PA.

  • wora
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    • 20. Oktober 2020 um 14:41
    • #8
    Zitat von TasteBerlin

    Mitunter lassen wir ganz leise Musik laufen über die PA.

    das ist ein probates mittel bei veranstaltungen im winter ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Dodi
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    • 20. Oktober 2020 um 22:09
    • #9

    Es gab damals (vor langer Zeit) beim Neuerscheinen der Crest 9001, wie man erst nach einige Zeit feststellte, genau dieses Problem. Die Dinger sind in untypich grosser Anzahl im Betrieb Feuer spuckender weise ausgefallen, nachdem sie zunächst Problemlos liefen. Der Unterschied bestand darin, daß sie am Angfang nur Indoor in Betrieb und auch unter diesen Umständen im Labor getestet worden waren.

    Die Ausfälle begannen mit Beginn der Outdoor Saison. Diesen Zusammenhang mußte man damals (ca Anfang der 90er Jahre) aber erst einmal erkennen.

    Nachdem die Ursache erkannt war, wurden sie modifiziert und dasThema hatte sich erledigt.

  • Thomas S
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    • 20. Oktober 2020 um 23:55
    • #10

    Ich denke, das Thema Wartung und Reinigung spielt in feuchten Umgebungen eine maßgebende Rolle. Im inneren staubfreies Equipment wird hoche Luftfeuchtigkeit und Kondesation besser abkönnen als wenn es im Inneren wie in einem Staubsaugerbeutel aussieht.

  • ThoSchu
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    • 20. Oktober 2020 um 23:57
    • #11

    Mein drastisches Erlebnis in Sachen Klima war ein Prodigy Konzert in Katowice.

    Der Truck tiefgekühlt bei -22°, die Halle gut im Plus bei gefühlten 24°

    Also über 40° Grad Unterschied auf 20m.

    Amps (Siemens/Crest 7001/8001) haben das ohne Probleme überstanden, nur die 25m Flugkabel in 8 gelegt in 6x 4mm waren spontan nicht lang genug,

  • wora
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    • 21. Oktober 2020 um 00:04
    • #12
    Zitat von TS Sound

    Ich denke, das Thema Wartung und Reinigung spielt in feuchten Umgebungen eine maßgebende Rolle. Im inneren staubfreies Equipment wird hoche Luftfeuchtigkeit und Kondesation besser abkönnen als wenn es im Inneren wie in einem Staubsaugerbeutel aussieht.

    das ist definitiv richtig. viel staub bindet auch viel feuchtigkeit und kann dann in extremfällen auch zu unbeabschtigten und unangenehmen stromflüssen führen.

    klar, man geht aber immer erstmal von ordentlicher pflege aus. wir sind ja schliesslich profis ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

    Einmal editiert, zuletzt von wora (21. Oktober 2020 um 00:17)

  • Volker
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    • 21. Oktober 2020 um 08:47
    • #13

    besser (der Veranstalter hat) 3 Euro in Strom investiert als zu erklären dass irgendwas defekt ist, weil man 3 Euro sparen wollte... Ich rede ja von Minustemperaturen über Nacht und morgens um 8 muss alles direkt spielen. Sicher ist sicher und meines Erachtens ist die Energie da sinnvoll eingesetzt und nicht verschwendet.

    Der Wachmann hat es mir auch gedankt und sich nen Stuhl daneben gestellt ;)

  • Online
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    • 21. Oktober 2020 um 11:03
    • #14

    Zusätzlich macht es Sinn die Treiber per Grundrauschen vor dem Festfrieren zu bewahren,
    die MSL10 von Meyer hat aus diesen Gründen sogar eine integrierte Lüftung und Heizung in der Box :)

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

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