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Fehlersuche: Festgebackener Subwoofer

  • ewok
  • 10. August 2023 um 11:52
  • ewok
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    • 10. August 2023 um 11:52
    • #1

    Hallo zusammen,

    Es ist mal wieder passiert: es hat in der Vermietung einen meiner Subwoofer erwischt. (Aktueller Stand: 5 defekte Treiber in 25 Jahren; ich denke das ist bei ~40 Lautsprechern im Bestand ein guter Schnitt :) )

    Zum Setup: Ein AD Systems SPM 2400 Systemverstärker (1x Sub 1200W/4 + 2x Top 600W/8) im Subwoofer mit einem 18Sound 15ND930 (also nur 8 Ohm am Sub-Amp, folglich 600W Output) + 2 12"/1" Topteile. Davor ein Behringer NOX 1010 Pult u.a. mit Bluetooth-Empfänger.

    Der Amp ist komplett Analog, also Ringkerntrafo, analoge Weiche, analoger Limiter, analoger Amp. Die Regler der Amp-Kanäle waren voll aufgedreht. Also solide Technik, moderat konservative Leistungsauslegung spielt seit ewigen Zeiten stressfrei auf hunderten Veranstaltungen incl. Karnevalswagen & Co. Das ganze lief an einem 2kW Inverter-Aggregat.

    Jetzt kommt die Anlage zurück: Im 15ND930 ist die Spule festgebacken und durchgebrannt. Der Amp selbst funktioniert einwandfrei und liefert ganz normal Signal auf allen 3 Kanälen.

    Der Kunde sagt natürlich, dass er nie Vollgas gefahren hat und immer persönlich dabei war wenn die Anlage lief.

    Für mich sieht das völlig eindeutig nach massiver Überlast über einen längeren Zeitraum aus. Gibt es irgend ein denkbares Szenario wie dieser Schaden auf andere Weise hätte entstehen können? Angesichts der Tatsache, dass der Amp noch komplett intakt ist sehe ich da wenige alternative Fehlerursachen (zB durchgegangene Endstufentransistoren, die DC durchlassen und die Spule geräuschlos grillen) oder liege ich da falsch? :/


    Tom

    http://www.partyontour.de

  • Freakpedda
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    • 10. August 2023 um 12:44
    • #2

    Mir ist das vor zig Jahren mal mit nem Rudel EAW La 400 passiert. Problem war das die ganze Zeit Mörderpegel war ( DMX Amyrapper ) und am Ende der Show direkt Ruhe war. Also keine Hintergrundmugge oder ähnliches. Die Spulen waren so heiß das sie festgebacken waren nachdem plötzlich kein Signal mehr anlag. Seitdem immer noch ein bißchen Lala am Ende damit sich alles abkühlen kann bevor man ausmacht.

    Über eigene Fehler zu lachen, kann das Leben verlängern. Über die Fehler anderer zu lachen, kann es verkürzen.

    Cullen Hightower

  • Dr.Bass
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    • 10. August 2023 um 13:38
    • #3

    Backen die Spulen fest, war die durchschnittliche Dauerleistung einfach zu hoch - Punkt.

    Da hat jemand ganz klar "mehr gewollt" als drinn war.

    Vielleicht solltest du mal die Wahl des Basschassis ( der ND930 ist aus meiner Sicht eher TMT, der auch Bass kann) überdenken und auf 4" VC switchen. 18Sound LW 1401 performed identisch nur wird wesentlich leidensfähiger sein.

    Ein 15er Bass auf 2x 12"-Top läd halt auch dazu ein den Bass hoffnungslos zu knechten, wenn

    hier Party gefragt ist - mal moderat formuliert

    LG

  • ewok
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    • 10. August 2023 um 14:19
    • #4
    Zitat von Freakpedda

    Die Spulen waren so heiß das sie festgebacken waren nachdem plötzlich kein Signal mehr anlag.

    Ja, das Szenario kann ich mir auch vorstellen. Aber hier ist es zusätzlich so, dass die Spule ja zusätzlich auch durchgebrannt war; so wie es aussieht im ausgeschwungenen Zustand, also ein Stück über Mittellage nach vorne raus. Ich denke sie hat das Signal danach noch weiter bekommen und ist ohne "kühlende" Bewegung dann letztendlich durchgeglüht.

    Zitat von Dr.Bass

    Ein 15er Bass auf 2x 12"-Top läd halt auch dazu ein den Bass hoffnungslos zu knechten, wennhier Party gefragt ist - mal moderat formuliert

    Ja, gebe ich dir recht. Das ist nicht die "Hosenbein-Flatter-PA". Ich habe ja durchaus auch größere im Angebot; wenn der Kunde "laut" will, aber nicht "groß" kauft ist das halt doof :( Normalerweise geht der Sub auch mit 10" Tops raus.

    Der 930er ist kein reines Bass Chassis, kann aber untenrum durchaus überzeugen. Die älteren Mitleser werden sich noch an das "MuFu-Projekt" hier im Forum erinnern, Dort kam der 15ND930 sowohl im Top als auch im BR/Hybrid-Bass erfolgreich zum Einsatz. Und auch AD Systems hat den Treiber sicher nicht versehentlich da rein geschraubt :)

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  • schotte
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    • 10. August 2023 um 15:03
    • #5

    Hallo,

    von dem genannten Chassis sind ja schon "im Feld" paar mehr abgebrannt ... Beiträge genau dazu zum 15ND930 mit lediglich 3" V.C. gibt es mehr als genug ... also nichts besonderes. Gibst du eine Anlage raus mit lediglich einem Subwoofer für 'Dampfbeschallung' wundert das kaum und ist grob Fahrlässig vom VER-Leiher. Viel zu wenig Subwoofer gestellt ... . Das Chassis ist auch Grundlegend NICHT dazu geeignet tieffrequentes 'Bass Gewummer' zu machen ... wenn man es ihm aufzwingt ... geht er dann nämlich KA-PUTT ! :|

    corn* Schotte

  • ewok
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    • 10. August 2023 um 16:18
    • #6
    Zitat von schotte

    Gibst du eine Anlage raus mit lediglich einem Subwoofer für 'Dampfbeschallung' wundert das kaum und ist grob Fahrlässig vom VER-Leiher.

    100% D'accord. Wenn der Kunde aber für eine Anlage für "Sprachbeschallung" anfragt und dann kurz vorher noch auf "ach, wir nehmen doch lieber eine Anlage mit einem Subwoofer" umschwenkt dann braucht man schon eine gute Kristallkugel, um das vorherzusehen :)

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  • marce
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    • 10. August 2023 um 17:09
    • #7

    ... und jetzt braucht der Kunde halt ein paar € auf dem Konto, damit er Dir die Rechnung für die Reparatur überweisen kann.

  • Jürgen Klingel
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    • 10. August 2023 um 17:09
    • #8

    Eigentlich ist es an sich schade, dass man ein abgestimmtes Aktivsystem elektrisch killen kann. Ich hätte erwartet, dass derartes Quälen des Chassis vom Systemverstärker verhindert würde.

    Wenn dann noch ein "Rotlicht-DJ", oder bereits verzerrte Eingangssignale hinzukommen...gibt es eben Schäden ?(

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • schotte
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    • 10. August 2023 um 17:16
    • #9

    Hallo,

    in unserem Gewerbe sollte durchaus bekannt sein was unter "Bierglücksehliger Beschallung" gemacht wird und zwar "kelle Rechtsanschlag" dann. War die Anlage halt net betriebssicher ... kann der Kunde argumentieren ;). Solltest du ganz schnell unter Lehrgelt verbuchen und die Anlage selber Betriebssicher machen ! Dazu gehört als erstes ne Pappe mit 4" V.C. und dann muß irgend wo ein Limiter greifen der solchen Schaden verhindert ...

    corn* Schotte

  • ewok
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    • 10. August 2023 um 17:35
    • #10

    Ok, werde ich mir zu Herzen nehmen. Für die nächste Sprachbeschallung kommt nur noch 4" VC in Frage. 8o

    Man kann es sich halt auch mit dem Popcorn in der Hand einfach machen. ;) Wenn ich zum Autoverleiher gehe und mit dem Leihwagen dann im 1. Gang auf die Autobahn fahre darf ich mich als Kunde auch nicht beschweren, dass der Motor platzt und der Drehzahlbegrenzer nicht gegriffen hat.

    Zitat von Jürgen Klingel

    Ich hätte erwartet, dass derartes Quälen des Chassis vom Systemverstärker verhindert würde.

    Ja, das hätte ich nach der Erfahrung mit dem System eigentlich auch erwartet. Und es ist bei Leibe nicht so dass das System bisher nur beim Seniorennachmittag gelaufen ist.

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  • Online
    yamaha4711
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    • 10. August 2023 um 17:55
    • #11

    Versteh ich nicht so ganz.

    Wenn ich bei einem Autovermieter ein Fahrzeug miete und mit diesem dann ein Rennen fahre oder eben ausreichend km im 1, max. im 2. Gang am Drehzahlbegrenzer fahre, das Getriebe oder gar der Motor am Ende im Eimer ist, darf ich dann auch damit argumentieren, dass man mir das falsche Fahrzeug gegeben hat?

    Wenn ich im Baumarkt mir eine kleine Bohrmaschine miete, welche auch ein Schlagwerk drin hat und damit dann meine Hütte komplett Kernsaniere und am Ende die arme kleine grüne Bosch oder schlimmeres im Eimer ist, dann war es auch das falsche Werkzeug?

    Der Kunde möchte eben kein Geld ausgeben, weder bei der Miete und noch weniger wenn das Beschallungsmöbel im Eimer ist, eben weil der Kunde genau weiß, dass er voll im Begrenzer war.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • marce
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    • 10. August 2023 um 17:57
    • #12

    Kannst ja mal auf DC-offset prüfen, das kann ja auch durchaus mal vorkommen.

    Ansonsten - wenn man will bekommt man jeden Speaker kaputt auch ohne, dass irgendwelche Schutzschaltungen anspringen.

  • ewok
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    • 10. August 2023 um 20:39
    • #13

    @yamaha4711: Ja, danke, so sehe ich das auch.

    @marce: Ja, guter Ansatz. Das hatte ich ja oben angedeutet und deshalb frage ich ja auch hier. Ich habe hier vor Ort leider kein Oszi, um das zu testen. Nach meinem Verständnis würde ich aber annehmen, dass ein derart großer DC-Offset, der zur thermischen Zerstörung des Lautsprechers führt dann jetzt aktuell immer noch vorliegen müsste.

    Ich habe testweise einen anderen Lautsprecher angeschlossen und die Membran beobachtet. Er bewegt sich beim Herstellen der Verbindung ohne anliegendes Signal NICHT. Ein Musiksignal hingegen wird sauber wiedergegeben,

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  • mycrobit
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    • 14. August 2023 um 11:54
    • #14

    Möglicherweise hat der Kunde einen anderen Verstärker für den Bass genutzt? Das hatte ich mal gehabt. Sein Kumpel hat sich bei der Rückgabe verraten wo ich ein paar Fragen gestellt habe.
    *finger

  • madmax
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    • 15. August 2023 um 18:49
    • #15

    ...ohne Personal geht bei mir nichts raus.

    Nur an Leute, die selber aus der Branche sind und die ich schon lange kenne.

    Der 930 hat nichts in einer gescheiten Bassbox zu suchen.

    Im TW B30 hat das -neben viel Bremse + Biegen im Setup- nur halbwegs funktioniert, weil der Magnet an der Luft saß...

    Never stop a running System

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