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Pronomic HP-2000 - Class-D mit Ringkern?

  • Arcus
  • 27. August 2023 um 20:02
  • Arcus
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    • 27. August 2023 um 20:02
    • #1

    Guten Abend an alle,

    ich bin gerade beim Stöbern der Kirstein Website über die Pronomic HP-2000 Endstufe gestolpert.

    Diese scheint recht neu zu sein.

    So wie es sich liest ist das eine Class-D Endstufe mit Ringkerntrafo. Das habe ich so noch nie gesehen.

    Mit 2kW an 8 Ohm, 3kW an 4 Ohm und 4,5kW an 2 Ohm für 665€ wäre das ja ein absoluter Proline 3000 Killer im low-budget Bereich.

    9kW bei 4Ohm Brücke spricht auch für eine starke Stromversorgung. Fragt sich natürlich wie viel da bei einem Sinus übrig bleibt.

    Mit knapp 32KG ist die aber auch ähnlich schwer wie die Proline.

    Ich bin am überlegen einfach mal eine zum vergleichen zu kaufen.

    Grüße

  • yamaha4711
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    • 27. August 2023 um 22:46
    • #2

    Und wo ist jetzt dein Problem?

    Das Schaltungsdesign der Endstufe hat gar nix mit dem Schaltungsdesign des Netzteiles zu tun. Nur weil heute viele auf flache, leichte und starke endstufen stehen muss da eben ein SNT rein, da der Trafo dann deutlich kleiner sein darf. Solange das Netzteil genügend Strom liefert und dabei belastbar ist, ist doch alles gut.

    Das konventionelle Netzteil hat gar einen Vorteil, da es deutlich weniger komplex ist und damit weniger verrecken kann. Auch kann ein konventionelles Netzteil nicht durchgehen, außer der Trafo selbst brennt durch. Bei einem SNT kann da auch schon mal Netzspannung dann anliegen, wenn gewisse Bauteile ihren Geist aufgeben.

    Auch ist ein konventionelles Netzteil einfacher zu reparieren.

    Zitat von Arcus

    9kW bei 4Ohm Brücke spricht auch für eine starke Stromversorgung. Fragt sich natürlich wie viel da bei einem Sinus übrig bleibt.

    1. Hat Musik nicht wirklich etwas mit Sinusbelastung zu tun.

    2. Solange da eine dicke Elkobank hinter dem Netzteil hängt sollte das auch raus kommen was auf dem Datenblatt steht, denn die 9 kW kommen mit absoluter Sicherheit nicht so aus dem Stromnetz, außer der Amp hat einen 3x 16A CEKON oder mind. 40 A CEKON einphasig. Und solange das Netzteil dann schnell genug Strom nachschiebt, why not.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • Arcus
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    • 27. August 2023 um 23:09
    • #3

    Abend yamaha4711

    Es steht doch nichts von einem Problem in meinem Post?

    Wollte nur etwas über einen, vergleichsweise ungewöhnlich aufgebauten, neuen Amp plaudern.

    ICH kenne keinen aktuellen Class-D Amp ohne SNT.

    Zu 1.: Natürich gibt es wenig Musik mit viel Sinus Anteilen. (Wobei es im Hip-Hop oder Drum n Bass Bereich auch ordentlich zugehen kann.)

    Trotzem kann man hier die Leistungsfähigkeit des Netzteils erkennen.

    Zu 2.: Das 9kW als Sinus nicht aus einer 16A Phase kommen können, sollte klar sein. Was der Amp wirklich leistet, kann man nur durch messen/testen herausfinden. Daher meine Überlegung, diesen einfach mal zu bestellen und gegen ne Proline antreten lassen.

    Ich bin auch Fan von Trafo Endstufen, gerade im low-budget Bereich. Habe selbst meine Subs an Prolines hängen.


    Grüße

  • Jürgen Klingel
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    • 28. August 2023 um 01:48
    • #4
    Zitat von Arcus

    So wie es sich liest ist das eine Class-D Endstufe mit Ringkerntrafo. Das habe ich so noch nie gesehen.

    Kann man machen...der Hersteller spart sich die großen, teuren und schweren Alukühlkörper und baut ein "einfaches" Trafo-Netzteil ein: Dicker Trafo, viel Glättungskapazität und Class-D Endstufendesign - ein "digitales Eisenschwein" quasi.

    Die Zielgruppe dürften junge, kräftige und leistungshungrige Low-Budget-Anwender sein, die lieber mehr Kilos wuchten, als Euros zu berappen...

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • MatzeRockt
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    • 28. August 2023 um 09:42
    • #5
    Zitat von Jürgen Klingel

    der Hersteller spart sich die großen, teuren und schweren Alukühlkörper

    ... und ersetzt sie mit großen, teuren und schweren Eisenkernen mit viel aufgewickeltem Kupfer.

    Na ob der Hersteller da was spart?

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."

  • djvomght
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    • 28. August 2023 um 10:03
    • #6
    Zitat von Jürgen Klingel

    Die Zielgruppe dürften junge, kräftige und leistungshungrige Low-Budget-Anwender sein, die lieber mehr Kilos wuchten, als Euros zu berappen...

    Für eine Festinstallation finde ich das überhaupt nicht problematisch.

  • Arcus
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    • 28. August 2023 um 11:03
    • #7
    Zitat von Jürgen Klingel

    Kann man machen...der Hersteller spart sich die großen, teuren und schweren Alukühlkörper[...]

    Die scheint 4,4kG leichter zu sein als eine XA-1400. Wenn man von einem ähnlichen Netzteil ausgeht, könnte das eventuell hinkommen.

    Aber 4kg Aluminium dürften keine 200+€ Preisunterschied ausmachen. Die HP hat im Gegensatz zur XA nur einen Lüfter, eine Feinsicherung anstatt eines Breakers und keine LS-Schraubklemmen. Dafür eine rudimentäre Weiche. Wobei man bei solchen Leistungsklassen eh einen Controller nutzen sollte.


    Zitat von djvomght

    Für eine Festinstallation finde ich das überhaupt nicht problematisch.

    Ich schleppe/rolle meine 80kG Racks auch noch durch die Gegend, aber ich bin noch Jung.. :D

  • test
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    • 28. August 2023 um 15:59
    • #8

    es spricht nichts gegen Trafos. allerdings sind sie im mobilen Einsatz eindeutig ein Manko im vergleich zu den aktuellen snt amps. würde ich heute nur noch in einer Festinstallation verbauen wollen.

    http://www.crystal-hannover.de
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  • Arcus
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    • 28. August 2023 um 18:50
    • #9

    Im Budget Bereich zeigen die SNT Amps auch oft Schwächen. z.B. die TSA 4-1300. Die LAB Klone kosten mittlerweile auch gerne mal 1000€+ und Garantie gibts dort keine wirkliche.

    Vielleicht ist das hier ein Kompromiss aus den Vorteilen von Class-D und der Langlebigkeit eines Trafonetzteils?

  • madmax
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    • 29. August 2023 um 20:14
    • #10

    Ganz so einfach kann man ein 50Hz-Trafonetzteil mit einem sogenannten Schaltnetzteil in allen relevanten Punkten nicht vergleichen.

    Um nur annähernd 9kW Leistung -ob Peak oder wie auch immer- zu übertragen, hätte ein 50Hz-Trafo schon gut 50 Kilo Eisen -so ein Trafo kostet schon 3mal soviel als der ganze Amp- und bräuchte dazu 3 Phasen 16A.

    Selbst wenn man dahinter 1 Farad Kapazität installiert.

    Was bei Spannungen von 200 Volt aufwärts auch ein Array so groß wie eine Bierkiste ergäbe.

    Mit dem Zusatzeffekt, das sich der ganze Spaß nur mit allergrößter Mühe einschalten ließe.

    Ergo sollte man die versprochene Leistung eher kritisch sehen.

    Viel mehr als 2 mal 1500 Watt an 4 Ohm sehe ich hier nicht, eher noch weniger...

    Never stop a running System

  • Arcus
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    • 30. August 2023 um 14:00
    • #11

    Ich würde hier mit der Leistung eines fetten Eisenschweins mit zusätzlichem Output durch den besseren Wirkungsgrad rechnen.

    Die Proline schafft auch 2,5-3kW pro Kanal an zwei Ohm mit Musikmaterial. Dabei haut die aber auch krass Abwärme raus.

  • test
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    • 30. August 2023 um 14:04
    • #12

    class d sollte eigentlich wenig Abwärme erzeugen. das macht diese Schaltung ja so interessant für pa Anwendungen. der Trafo wird ja im Gegensatz zu einem Schaltnetzteil nur mit 50hz betrieben. das bedeutet, das der eben einen schlechteren Wirkungsgrad als einer der mit 10khz oder höher betrieben wird. das macht die schaltnezteile ja auch so klein.

    warm wird so ein Trafo eher weniger. was da warm werden könnte ist der Brückengleichrichter.

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  • marcoboy
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    • 31. August 2023 um 08:31
    • #13
    Zitat von test

    der Trafo wird ja im Gegensatz zu einem Schaltnetzteil nur mit 50hz betrieben. das bedeutet, das der eben einen schlechteren Wirkungsgrad als einer der mit 10khz oder höher betrieben wird.

    Vorsicht! Man kann durch die höhere Frequenz mit kleineren Kernen mehr Leistung übertragen. Der Grund hat zunächst nichts mit dem Wirkungsgrad zu tun….

  • marcoboy
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    • 31. August 2023 um 08:52
    • #14

    Der Vorteil vom SNT ist das sie einen deutlich niedrigen Innenwiderstand besitzen. Diese Eigenschaft wird ihnen durch die Regelung gegeben. Selbst primäre Spannungsabweichungen sind kein Problem.

    Analog ist das schwer möglich, abgesehen von wenigen Ausnahmen wo der Trafo in der Sättigung betrieben und primär gesteuert wurde. Der Innenwiderstand wird durch die Sekundärwicklung und Siebung bestimmt und ist relativ hoch im Verhältnis zum SNT.

  • djvomght
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    • 31. August 2023 um 10:38
    • #15
    Zitat von marcoboy

    Der Innenwiderstand wird durch die Sekundärwicklung und Siebung bestimmt

    Auch der Widerstand der Primärwicklung geht mit dem Quadrat des Übersetzungsverhältnisses mit ein.

  • Arcus
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    • 31. August 2023 um 12:05
    • #16

    Kleines Update:

    Hab ihn vorgestern bestellt. Werde diesen dann gegen die Proline 3000 an meinen 18NLW9600 antreten lassen.

    Messequipment habe ich leider keins. Falls aber jemand mit solchem aus (dem südlichen) BaWü kommt, lässt sich eventuell was vereinbaren.

    Grüße

  • test
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    • 31. August 2023 um 13:32
    • #17

    ich bitte um Nachsicht. der Wirkungsgrad steigt natürlich nicht. die übertragbare Leistung steigt aber mit steigender Frequenz. auch hier sicher nicht ins unermeßliche.

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  • marcoboy
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    • 31. August 2023 um 15:46
    • #18

    Es kommt auf den Kern an der verwendet wird. Querschnitt,Material, Schaltfrequenz… Was unbedingt zu vermeiden wäre ist eine Sättigung und die wird Schaltungstechnisch verhindert. Die Schaltung tritt dann auf die Bremse und bei gutem Konzept geht dieses Signal auch auf den Leistungsteil.

  • Arcus
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    • 5. September 2023 um 12:07
    • #19

    Weiteres Update:

    Die Endstufe ist gestern gekommen. Wirkt in echt wertiger als auf den Bildern. Aber auch mit ein paar kg weniger deutlich leichter als eine Proline.

    Was ich bisher so durch die Öffnungen sehen konnte:

    Trafoaufschrift --> DX1800-230 MODEL: BH-Ø200/116 (1x22V + 2x144V)

    Wahrscheinlich 20CM Druchmesser und 11,6cm Höhe. Könnte hinkommen.

    Eine VA Angabe ist nirgends direkt sichtbar.

    Glättung --> 12x 4700uF 250V 105°C auf der Netzteilplatine und zwei 4700uF 250V 105°C auf der Amp Platine. Die Kodensatoren scheinen ~10cm hoch zu sein.

    Es sind zwei Lüfter verbaut. Der große 12cm hinten und scheinbar noch ein kleinerer 8cm/9cm? an dem Kühlkörper der Endstufe. Dieser ist leider nicht leise und das Geräusch ist nichts für Heimkinos.

    Muss das Gerät nach dem test öffnen und mir die Komponenten genauer ansehen.

    Grüße

    Edit:

    Als Sicherung ist eine 25A 250V Keramik drin. Zuleitungen 2,5qmm2 und die Buchsen sind sogar von Neutrik.

    Btw: Kirstein hat jetzt neue Class D Apms mit 4 und 6 Kanälen im Angebot.

    Die scheinen wohl das Line-Up zu erweitern.

    Nur wozu braucht man 6 Kanäle? Delay + Monitor + Fill? Sub und 4 Punkt? 3 Wege Tops?

    Einmal editiert, zuletzt von Arcus (5. September 2023 um 14:46)

  • Oli-Aachen
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    • 5. September 2023 um 15:21
    • #20

    Hallo

    Habe den Chat aufmerksam verfolgt und überlegte auch schon.

    Dann bin ich über die Sinbosen D4-3000 gestolpert und habe die einfach mal bestellt.

    Kann ich morgen im Paketshop abholen, da ich nicht zu Hause war.

    Wird auch so eine Wundertüte.

    Bin gespannt.

    Schreib mal wenn du ausgiebig getestet hast.

    Gruß Oliver

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