Eben weil der Studiomensch eher das letzte Prozent (aufwändig) sucht
Das halte ich für eine Romantisierung. Egal wie viel Zeit man hat, man findet immer etwas, dass einem noch nicht gefällt. Sonst bräuchte man keine Plugins wie Trackspacer sondern würde sich das klassisch automatisieren.
Auch lässt sich mittlerweile kaum mehr eine qualitative Grenze zwischen analog oder digital ziehen, dafür gibt es zu viele richtig gute ITB-Mixe.
Es ist einfach eine Frage des Workflows: Der eine hat noch seine Analogkonsole mit den angesammelten Schätzchen da stehen und mischt seine Einzelsignale in seine vorbereiteten Subgruppen mit jeweiligem (lang erarbeiteten) Lieblingsprocessing (Bluey für die Vocals, Blacky für Drums oder so) und dreht hier und da ein wenig zur Feinanpassung, der andere mischt im Zug im Laptop über KH schon mal vor und mietet sich am Ende in seinem Lieblingsabhörraum für ein paar Stunden ein.
Das sagt aber in beiden Fällen nichts über die Qualität des Ergebnisses aus.
Beide werden gebucht, weil sie im vorgegebenen Zeitrahmen ein zufrieden stellendes Ergebnis aufweisen können.
