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Vestax PMC-06 ProA: Ausgangssignal sehr schwach

  • Sokke
  • 11. Juli 2004 um 13:11
  • Sokke
    Beiträge
    939
    • 11. Juli 2004 um 13:11
    • #1

    Ich habe hier gerade einen Vestax PMC-06 ProA DJ-Mischer von einem Kollegen liegen, der folgendes Problem aufweist: Die Line-Ausgänge haben beide nur einen sehr schwachen Pegel.

    Mechanische Schäden sind nicht festzustellen, Kabel im Gehäuse habe ich soweit es geht durchgepiept - Wackelkontakte waren nicht festzustellen.

    An den einzelnen Kanalzügen liegt es höchstwahrscheinlich nicht, weil das Problem sich auf das gesamte Summensignal auswirkt.

    Verschleiß am Masterpoti schließe ich auch aus, weil es sich um ein Stereopoti handelt und das Problem den linken wie den rechten Kanal betrifft - "symmetrischer Verschleiß" eines Potis auf beiden Stereokanälen halte ich für ziemlich unwahrscheinlich.

    Das Problem ist laut Besitzer "aus heiterem Himmel" aufgetreten, nicht etwa direkt nach einem Faderwechsel o.Ä.. Alle internen Stecker scheinen korrekt und an der richtigen Position eingesteckt zu sein.

    Wenn man sich den internen Signalweg vor Augen führt, müsste das Problem entweder auf der Masterplatine oder auf der Platine mit den Cinchbuchsen für die Line-Outs stecken. Die Lineouts sind über eine Schaltung mit zwei Kondensatoren und zwei Widerständen (RC-Glied?) geführt.

    Der Mixer ist schon einige Jahre alt, aber gut gepflegt; Das Außengehäuse weist keine Anzeichen übermäßiger mechanischer Beanspruchung auf.

    Irgendwelche Ideen?

    [Hier die Signatur einfügen]

  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 11. Juli 2004 um 13:43
    • #2

    ich habe es mal ins selbstbau technik brett verschoben, da hier die meisten leute sitzen, die sich damit auskennen.
    meine erste vermutung wäre, dass der verstärker welcher am ausgang des pultes liegt defekt ist.

  • JohannesP
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.041
    • 11. Juli 2004 um 14:13
    • #3

    Jo, ich würde auch auf defekten OPAMP tippen.

    Mit freundlichem Gruß

    "Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein."

    _______________

    http://www.Pradler-Veranstaltungstechnik.de

    Johannes Pradler
    Geschäftsführer
    Meister für Veranstaltungstechnik (Bühne/Studio)

  • Sokke
    Beiträge
    939
    • 11. Juli 2004 um 15:38
    • #4

    Auf der Hauptplatine finden sich folgende OPAMPs:

    -JRC 2068D 8045B
    -JRC 2068D 8060B
    -JRC 4556AD 7007C
    -JRC 4558D 8109E
    -JRC 2068D 8060B

    Leider konnte ich durch googlen keine Datenblätter finden, außerdem kann ich kein Japanisch und daher blieb mir auch die Webseite des Herstellers (Japan Radio Corp?) verschlossen.

    Kennt jemand diese Typen und hat Informationen dazu?

    Danke!

    [Hier die Signatur einfügen]

    Einmal editiert, zuletzt von Sokke (11. Juli 2004 um 15:52)

  • MartinSt
    Beiträge
    208
    • 11. Juli 2004 um 15:51
    • #5

    Hier sind die Datenblätter:

    http://www.njr.co.jp/pdf/ae/ae04022.pdf
    http://www.njr.co.jp/pdf/ae/ae04051.pdf
    http://www.njr.co.jp/pdf/ae/ae04052.pdf

    Scheinen normale OP-Amps zu sein. Einfach stattdessen z.B. NE5532 oder TL072 einbauen.

    Gruß Martin

  • Sokke
    Beiträge
    939
    • 11. Juli 2004 um 15:56
    • #6

    Besten Dank!

    Alle bis auf den 4556AD scheint es bei Reichelt zu geben (könnte man stattdessen den 4556D nehmen?)

    Nur eine Frage bleibt noch: Wie stelle ich zuverlässig im eingelöteten Zustand fest, welches IC das defekte ist? Oder sollte ich besser alle austauschen?

    Wäre vom Aufwand her auch nicht soo wild.

    [Hier die Signatur einfügen]

  • MartinSt
    Beiträge
    208
    • 11. Juli 2004 um 16:02
    • #7

    Entweder Messen welche defekt sind,oder gleich alle Austauschen.
    Alle auszutauschen ist nur mehr Arbeitsaufwand, die Bauteile sind billig.

  • TomyN
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    2
    • 11. Juli 2004 um 21:41
    • #8

    DC Messung am Ausgangspin, der muss DC mässig in der Mitte zwischen den Betriebsspannungen sein (bei symetrischer Betriebsspannung ca. 0V, bei unsymetrische Spannung halbe Betriebsspannung).
    Wenn aber das Signal klanglich okay ist, und die Masterfader nicht invers funktionieren (lauter wenn runtergezogen), dann halte ich einen bzw. zwei defekte Op Amps für unwahrscheinlich.

    Edit: Talkoverschaltung????? (Geht Mikro normal???)

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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  • Sokke
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    939
    • 11. Juli 2004 um 21:57
    • #9

    Das Signal ist klanglich "dünn".

    Es gibt keinen Masterfader, nur ein Stereopoti für den Master.

    Einen Mikrofonkanal hat der Mixer auch nicht. Es handelt sich um einen sehr minimalistischen Battlemixer mit dem was man braucht und ohne das Gerödel das man nicht braucht ;)

    Ich denke, ich werde die OpAmps mal austauschen und sehen was passiert. Zur not muss ich halt eine neue Hauptplatine ordern, was sicherlich immer noch günstiger ist als ein neuer Mixer.

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  • tom noise
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    • 11. Juli 2004 um 23:15
    • #10

    nun könnte das aber auch eine defekte lötstelle sein. hab ich auch schon mal gehabt.....

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    Telefon: 01636564230 (HandyNR wegen aktuellem Umzug in neue Räumlichkeiten)

  • Sokke
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    • 14. Juli 2004 um 14:29
    • #11

    So, ich habe jetzt alle Opamps auf der Hauptplatine ausgetauscht. Es kommt mir vor, als sei das Signal dadurch ein wenig stärker geworden. Allerdings ist es immernoch relativ schwach.

    Der Sound ist allerdings nicht weiter verfremdet oder dünn, es klingt normal wenn ich den angeschlossenen Endverstärker weit aufdrehe. Das Signal ist einfach nur schwach.

    Deshalb glaube ich nicht so recht an einen Kabelbruch oder Wackelkontakt, denn der würde wohl auch die Klangqualität erheblich beeinträchtigen.

    Was also möglich scheint, ist dass auch die OpAmps der Kanalzüge gelitten haben... könnte das, eventuell durch eine Überspannung (Elektrostatische Entladung o.Ä.) passiert sein? Aber seltsamerweise ist das Signal ja von beiden Kanälen gleich schwach.

    Oder sollte ich besser nach defekten Halbleitern auf der Hauptplatine ausschau halten? Halbleiter mchen ja bei Entladungen etc. gerne mal einen Abgang...

    Bin gerade echt ratlos. Für Ratschläge wäre ich dankbar.

    [Hier die Signatur einfügen]

  • TomyN
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    • 14. Juli 2004 um 14:45
    • #12

    Systematische Fehlersuche:


    - Versorgungsspannung messen
    - Signalverfolgung (Sinus an einen Eingang), am Kanalfader, Ausgang Mischstufe, Ausgang Ausgangstreiber, Ausgangsbuchse

    Und dann feststellen, dass alles nur am falschen Adapter lag :-).

    Tomy

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