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Wie sag ichs nur dem Techniker?

  • Peter Z
  • 13. September 2004 um 09:34
  • Peter Z
    Beiträge
    125
    • 14. September 2004 um 13:17
    • #21

    frank: Feingefühle lässt sich sicher nicht so einfach übertragen, da bin ich voll bei Dir. Aber Arbeitskonzepte haben auch Einfluß auf die Qualität. Auch bei den 'Ich-kann-Alles'-Typen sind wir uns einig - genau um die geht es mir auch.

    Jeremy: Vorab: Mir ist klar, dass es mit Musikern nicht einfacher ist, als mit Technikern. Es kommt immer auf die einzelnen Personen an. Ich würde das nie pauschal bewerten.

    Bis jetzt war ich nie besonders erfolgreich mit Tonis als festes Bandmitglied. Will nicht sagen, dass soetwas nicht geht, für mich hats nie so richtig zufriedenstellend geklappt. Teilweise haben mir die mehr Arbeit gemacht, als ein Bühnenmix. Und daruf bin ich dann seelisch gar nicht eingestellt, beim Bühnenmix schon.
    Man muß halt berücksichtigen, dass wir keine Band mit effektbeladenen Rock/Disco/Techno-Sounds sind. Bei uns geht es bewußt und erwünscht einfach zu.


    Zitat

    "... und wenn man die Situation so lässt, wie sie ist und wie Du sie ja zu Recht bemängelst, wird es irgendwann niemanden mehr geben, der in der Lage ist, einen vernünftigen Sound zu fahren *UND* auch davon zu leben...."

    genau das könnte passieren und es wäre ewig schade. Genau deswegen gab es mein posting. Nicht um die Techs zu kritisieren (in wirklich kleinem Rahmen spiele ich auch manchmal den Tech), sondern um die Situation zu verbessern (mit diesem kleinstmöglichem Mittel).


    Zitat

    Diese ganze Diskussion geht letztlich zu Lasten des Publikums.

    Naja, die Diskussion sollte ja dazu beitragen, dass es nicht soweit kommt. Mein persönlicher Maßstab ist halt das, was wir mit Bühnenmix schaffen. Solange das Publikum damit glücklicher ist als mit einem FOH mix, werde ich den teureren FOH Mix nicht in Anspruch nehmen.
    Wobei das natürlich klarer gesagt ist, als es in der Realität passiert. Bei vielen Events mit größeren gemieteten Anlagen gibt es meist keine Möglichkeit, einen eigenen Mixer aufzubauen, da werde ich weiterhin mit Fremdtechs arbeiten. Wenn es so schnell gehen muß, wie am Donauinselfest, würde vermutlich auch kein Bantech gerne gesehen werden. Nur war der dort beschäftigte Tech sensationell gut - fast unglaublich!!!

    Zitat

    Damit übst Du gewissermaßen einen Selektionsdruck aus.

    Jajajaja! Genau das will ich! :D Alles muß besser werden, nicht schlechter - das bedeutet Druck.
    Wers von unten nicht besser schafft, als ich neben 5 Instrumenten und vocals von oben fliegt raus!!!! :P
    OK, das war arrogant, geht auch nicht immer, ist auch nicht ganz ernst gemeint, trifft aber doch ein bißchen den Kern.

    So, jetzt habe ich mich auf eine Geschäftsreise ins schöne Polen vorzubereiten - irgendwie muß ich mir das Geld für meinen zukünftigen Supertechniker ja verdienen!!!! :mrgreen:

    lg an Euch alle
    Peter

  • Jeremy
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    • 14. September 2004 um 13:52
    • #22

    Peter:

    Ich kennen die Situation mit dem Mix von der Bühne aus nur zu gut ... nur dass es bei uns eine komplette Bigband mit Bläsern bis zum Abwinken und kompletter Rhythmusgruppe ist. Das macht dann richtig Spass, wenn Du gleichzeitig Bass spielen und den Tisch im Auge (bzw. Ohr) behalten sollst.

    Schon allein von daher tendiere ich eher zu einer Lösung, wo ich als Musiker mit meinem Instrument unterm Arm auf eine vorbereitete Bühne gehen und einfach spielen kann, ohne mich auch noch um die Technik kümmern zu müssen (also genau von der Situation, in der sich der überwiegende Rest der Band jetzt schon befindet) ;-).

    Das klappt mit zunehmender Komplexität der Band halt nur mit einem Techniker, der die Band kennt. Das ganze von der Bühne aus zu fahren ist halt völliger Blindflug (sollte das nicht eigentlich "Taubflug" heißen?), insbesondere wenn die Band im Prinzip unplugged spielen könnte und nur an manchen Stellen ein wenig Unterstützung braucht.

    Jeremy

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • Ton_Opa
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    490
    • 14. September 2004 um 14:15
    • #23

    hmm mal kurze Statements:

    Deppen gibts überall, bei Techies, Mukkern, Handwerkern.

    Mix von der Bühne ist immer ein Kompromiss zu Lasten des Sounds im Publikum. Deswegen weigern sich FOH Leute oft, von der Bühne zu mischen.

    Ein MixBrett halte ich für wünschenswert, denn ob man von ellenlangen Dummschwätzgeschichten über Mat, wie sie hier zu lesen sind, etwas lernt, ist ebenfalls zweifelhaft. Andererseits werden ja Anfragen für dieses Thema hier ja auch nicht gelöscht, sondern durchaus bereits beantwortet.

    Es ist in der Tat ein erstaunliches Phänomen, dass die Qualität der Leistung (also : Sound, Umgangsformen, und Einsatzbereitschaft) überhaupt nichts mit dem kommerziellen Erfolg von Technikern oder Beschallungsfirmen zu tun haben. Das ist bei Laien wie bei Profis so.
    Das kann nur der Kunde ändern: Also der, der die Dienstleistung bezahlt.

    Deswegen: bitte deutlich an der richtigen Adresse beschweren (Verleiher, Veranstalter)

    Wenn ich keinen guten Klempner finde, bau ich mein Klo selbst an. Man hat keine andere Wahl-
    Deswegen Peter Z:
    Weiter, wie bisher.... oder doch der eigene Techniker. Natürlich ist es nur schwer einsehbar, dass man den selbst bezahlen muss..... aber ich zum Beispiel repariere nach mehrfachen miserabelen Erfahrungen mit dem Handwerk meine Heizung auch nur noch selbst, ..... nützt ja nichts.

    schöne Grüße
    Opi

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • Peter Z
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    125
    • 14. September 2004 um 14:38
    • #24

    Jetzt kommt doch noch ein Statement, bevor ich abrausche:

    @Opi:

    Zitat

    aber ich zum Beispiel repariere nach mehrfachen miserabelen Erfahrungen mit dem Handwerk meine Heizung auch nur noch selbst, ..... nützt ja nichts.

    Na, da hast Du es ja! Warum soll dieser Gedanke nur bei Klo und Heizung gelten?


    Zitat

    Mix von der Bühne ist immer ein Kompromiss zu Lasten des Sounds im Publikum. Deswegen weigern sich FOH Leute oft, von der Bühne zu mischen.

    Bei gleichem Techniker in beiden Fällen, keine Frage! Es geht mir nur darum festzuhalten, dass ein vernünftiger Bühenmix, der im Digitalpult schon 50 Mal optimiert und gespeichert wurde, einem schlechten FOH-Mix vorzuziehen ist.
    Oder anders gesagt: egal woher der Mix kommt, ein guter Mix ist besser als ein schlechter! (interessant, oder? :wink: )


    Ich habe auch etliche Jahre in einer Rock'n'Roll & Soulband mit 9 Leuten (inkl. 3 Bläsern) gespielt, da wirds natürlich eng mit dem Bühnenmix.

    Aber da gibt es etwas Interessantes gerade für Bands die mit Akustikinstrumenten spielen:

    Wißt ihr, daß Bluegrassbands in den USA früher mit 2 (teilweise nur 1) Großmembranmikro abgenommen wurden? Und das Ganze auf Countryfestifals die den Rahmen der meisten VA's, die hier beschrieben werden, sprengen! Die Musiker kuscheln sich zusammen und bei Solos macht einer einen Schritt vor, was ihm vermutlich die nötigen +3dB bringt.
    Auch das Gesangsmikro wurde geteilt. Bluegrassbands haben meist zwischen 6 und 8 Musiker.

    Ich habs leider nie selbst gehört, aber oftmals gelesen. Und jetzt der Hammer: Es wird neuerdings wieder so gemacht, da der sound angeblich sehr gut sein soll. Möglicherweise im Sinne von 'antiquiert, original'.

    Die Lautstärken werden sicher nicht erreicht, aber es scheint alles fürs Publikum rüberzukommen. Die Speaker sind auch dort von schwerem Kaliber.

    Ist nicht die Musik für jedermann, aber fraglos sehr gut gemacht.

    Es ist auch empfehlenswert, sich eine DVD von den Dixie Chicks reinzuziehen, am besten jenes mit den Akusitksachen von der CD 'Home'. Oder ein paar Sachen von der ollen Dolly Parton, James Taylor oder fast noch besser: Alison Kraus.

    Da wird zwar einzeln mikrofoniert, teilweise mit Großmembranern und das ganze unmittelbar vor großen Monitorboxen (Jamers Taylor: In Ear). Gesangsmikros bei den Dixie Chicks (Home): SM 58 - super transparent, ausgewogene Chöre. Alison Kraus machts mit einem C535, genauso wie James Taylor.

    Hört Euch das einmal an: jeder noch so kleine Ton jedes Instrumentes ist hörbar, und ich bin mir sicher, dass bei diesen Bands nicht übermäßig nachbearbeitet wird. Die erreichen eine Transparenz, die bei vielen Studioaufnahmen nicht erreicht wird. Der Mix der DVD ist natürlich nicht der livemix, aber die Mikrofonierung ist die gleiche. Die wissen, wie man mixt. Mir wäre das für meine spielerischen Fähigkeiten schon fast zuviel Transparenz - manchmal bin ich dankbar für etwas 'Verschleierung'. :P

    Vergleicht es mit DVDs von Shania Twain, wo einem Elektronik und Bearbeitungen so richtig ins Ohr fahren (obwohl das bei ihr perfekt gemacht ist und mir das auch gefällt!).
    Vergleicht es auch mit ein paar live-Sachen zB. von Sting - die stin(g)ken dagegen fürchterlich ab.

    Ich habe 25 Jahre lang Rock, Rock'n'Roll, Blues und Soul gespielt. Ein ernstes Tinitus-Problem (welches nichts mit Musik zu tun hat) und Zeitprobleme halten mich jetzt leider davon ab.
    Da ich mit der Musik nicht aufhören wollte, gibt es jetzt diese Akustik-Band. Ersatunlich, was man dabei alles lernt.


    lg

    Peter

  • Loloverde
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    • 14. September 2004 um 14:59
    • #25

    Hallo

    Zitat

    Wißt ihr, daß Bluegrassbands in den USA früher mit 2 (teilweise nur 1) Großmembranmikro abgenommen wurden? Und das Ganze auf Countryfestifals die den Rahmen der meisten VA's, die hier beschrieben werden, sprengen! Die Musiker kuscheln sich zusammen und bei Solos macht einer einen Schritt vor, was ihm vermutlich die nötigen +3dB bringt.
    Auch das Gesangsmikro wurde geteilt. Bluegrassbands haben meist zwischen 6 und 8 Musiker.

    Hier kann ich die DVD "Down from the Mountain" empfehlen. Dort wird es genauso gemacht. Der Sound ist unglaublich. Auch auf Steve Earls "Just an american boy" DVD gibt es Konzertausschnitte mit dieser Mikrophonierungstechnik. Klingt dort aber nicht so gut, kann aber auch an der DVD selber liegen.

    Sicher die beste Lösung für leise Musik mit guten Musikern.

    Gruß
    Rainer

    http://www.thewhitelodge.de

  • Loloverde
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    • 14. September 2004 um 15:19
    • #26

    Howdy

    Bei dieser Symbiose zwischen Band und Techniker geht es meiner Meinung nach um Vertrauen. Die Gegenseite muß sich aufeinander verlassen können.
    Wenn ich ein Kommunikationsproblem mit den Musikern habe, kann ich sicher keinen guten (auf die Musiker zugeschnittenen) Monitormix machen.

    Um bei den Beispielen aus dem Handwerk zu bleiben: Ich habe das Vertrauen in die Autowerkstätten verloren. Immer wenn ich was richten ließ ging wenige Wochen etwas anderes kaputt, obwohl es vorher jahrelang gut lief. Sowas macht mich mißtrauisch. Darum gehe ich jetzt für kleinere Sachen immer zu einem Bekannten, bei dem ich bei der Reparatur dabei bin und mithelfen kann.
    Kann sein daß die Werkstätten immer korrekt waren, aber das Magengefühl sagt was anderes.

    Dasselbe gilt sicher für viele Bands, wenn sich Mischer (aus Ihrer Sicht) dämlich anstellen. Fehler werden nicht verziehen. Die Schuld wird zwischen den beiden hin und hergeschoben.

    Fazit: sucht euch einen Mischer der euch fest betreut und auf den ihr euch verlassen könnt.

    Mir als Mischer kann es eigentlich recht sein, daß das Niveau teilweise so niedrig ist. So kommt man viel leichter an Aufträge :twisted:

    Gruß
    Rainer

    http://www.thewhitelodge.de

  • Jeremy
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    • 14. September 2004 um 15:40
    • #27

    Ich habe zur Fortsetzung dieser Diskussion (Großmembranen vs. Einzelabnahme bei "unplugged"-tauglichen Bands) einen neuen Thread gestartet.

    Jeremy

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • Sven M
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    • 14. September 2004 um 17:30
    • #28

    ..das geht ja fast dahin wie Dixieland Bands auf der Bühne sind.
    Einpegeln, leicht den Sound drehen und keinen Fader mehr anfassen. Fürs Solo geht die Trompete etwas näher ans Mikro - Fertig!

    Ich hätte momentan richtig Lust fester Tonmann einer Band zu sein...mal schauen vielleicht findet sich ja was.

    Ein FOH Job hat immer etwas mit Organisation zu tun. Wer das schon nicht packt - der solls wirklich seinlassen.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • ThomasA
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    • 15. September 2004 um 04:53
    • #29

    Hi alle!

    Peter tut mir leid, gestern hatte ich einen schlechten Tag und mein Posting war doch etwas hart. Also nochmal, etwas gemaessigter:

    1.
    Ich hab keine Ahnung was ihr an Gage verrechnet, ist mir auch egal. Jedoch hast du geschrieben, dass Musik fuer dich Hobby ist. Daher nehme ich an, dass du dabei eine gute Zeit haben willst, und nicht auf Gewinn durch die Gage angewiesen bist. Also: Zahl dir einen Bandtechniker, dem du vertraust. Der nimmt dir den Stress des Mischens ab, und gleichzeitig sollte er dafuer sorgen, dass Strom- und Sicherheitstechnisch alles in Ordnung ist, und du und deine Instrumente wieder heil von der Buehne kommen.

    2.
    Ich hab keine Ahnung wie professionell euer Booking laeuft, ist mir auch egal. Wenn eure Termine lange genug im Vorhinein feststehen, dann kann es wirklich kein Problem sein fuer 250 (+Steuer) einen kompetenten Techniker zu bekommen. Vielleicht nicht immer den selben, aber man kann ja einen Haupttechniker und eine Aushilfe haben.

    Dass die Hoehe der Gage keine Qualitaetsgarantie ist, das ist doch wohl klar. Aber umgekehrt kostet gute Qualitaet eben Geld, daher versteh ich da dein Argument nicht.

    3.
    Mir tut's ja auch in der Seele weh, dass so ungeeignete Mischer aufs Publikum (und auf die Musiker) losgelassen werden. Das laesst sich jedoch durch Mitbringen eines Bandtechnikers normalerweise loesen. Was sich sehr viel schwerer loesen laesst ist, wenn die Anlage mangelhaft ist, oder am Setup was Gravierendes nicht stimmt.

    Ich hab deinen Post so verstanden, dass an der Anlage alles zur Zufriedenheit gespielt hat, danach war eben Sense was Mischerkoennen und Erfahrung anging. Also: Waere mit Bandtech gut gegangen.

    Der Vertrag, den der Veranstalter mit dem Verleiher abgeschlossen hat ist wahrscheinlich Aufbau-, Betreuung- und Abbau von Buehne und technischem Equipment (reine Annahme!). Wo wird da vereinbart, dass zur vollen Zufriedenheit der Musiker und des Publikums die Kunst des Mischens ausgeuebt wird?

    In meinem ersten Posting hab ich gemeint, dass es euch ja im Vorfeld schon komisch vorkommen haette muessen, dass ihr keinen Kontakt zum Verleiher aufbauen konntet und auch von ihm nichts zu hoeren war. Bei professionellen Vertretern dieser Gattung sollte so etwas nicht vorkommen, und bei eben diesen kann man auch erwarten, dass halbwegs misch-erfahrenes Personal vorhanden ist.

    Da sind wir beim Punkt, den auch der Opi angesprochen hat: Nicht jammern, sondern bei der richtigen Stelle beschweren. Ihr habt erwaehnt, dass ihr mit jenem Verleih schon oefters gearbeitet habt und zufrieden ward. Dann sagt doch dem Chef dort mal Bescheid wegen seinen zwei Helden. Oder eben beim Veranstalter, am Besten gleich auf der Veranstaltung, damit der auch andere Bands fragen kann, ob's denen gleich schlecht ging.

    4.
    Auf die Gefahr mich zu wiederholen: Eigener Tech und alles wird gut! Wenn der am Donauinselfest so gut war, dann nehmt doch Kontakt mit ihm auf, vielleicht will er euch ja machen. Und warum ein kompetenter Bandtechniker auf einem Festival nicht zum Arbeiten kommen sollte, das versteh ich ja ueberhaupt nicht. Ist alles Frage der Kommunikation im Vorfeld - uebrigens fuer alles technische auch Aufgabe des Bandtech.

    ----

    Von dem, wie du du deine Arbeitsweise beschreibst denke ich, dass man mit dir sehr gut zusammen arbeiten kann und ich hoffe, dass es in Zukunft wieder besser laeuft bei deinen Gigs.

    Trotzdem solltest du meiner Meinung nach nochmals ueber deine Prioritaeten nachdenken. Wenn Spass und Sicherheit am Gig ueber dem lieben Geld stehen, dann verlass dich halt nicht auf irgendwelche Fremden!

    "Klappe zu Gehirn! Sonst kriegst du eins mit dem Wattestäbchen."
    H. J. Simpson

    Thomas Albenberger
    Österreich

  • berot
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    • 15. September 2004 um 16:32
    • #30

    Ich habe anfang Juni eine BlueGrass - Band geregelt, die ich vorher nicht kannte (Kleinfestival mit 7 Bands hintereinander, keine davon war mir bekannt).
    Die Jungs waren Profis, schon lange im Geschäft.
    Instrumente mit Mikros ausstatten: 10 Minuten
    Linecheck: 5 Minuten
    Monitorlautstärken anpassen: 3 Minuten

    fertig, los.

    Nur wenig Nachregelung nötig, Klang prima.
    Musiker waren nach dem Gig auch mit dem Bühnensound zufrieden.

    So gehts auch. :D

    Alle sagten: Das geht nicht.
    Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's einfach gemacht.

  • TomyN
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    • 15. September 2004 um 18:40
    • #31

    Hi,

    ich denke, dass Problem liegt einfach in der Motivation der Leute.
    Es kann einfach nicht angehen (auch wenn der Mix von der Bühne kommt), dass wenn zwei Leute da sind, beide verschwinden.
    Und jeder Schülerbandtech, der zwar vieles technisch falsch oder unclever macht, wird bei 'seiner Band' am Pult kleben.
    Wenn aber der Tech die Einstellung hat 'Es ist mir egal, was da vorne abgeht', dann nutz ihm auch eine perfekte Gainstruktur nix.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • Sven M
    Profi
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    • 15. September 2004 um 19:34
    • #32

    Yo Tommy, da gebe ich dir recht. Sehr unprofessionelles Verhalten.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • Peter Z
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    125
    • 17. September 2004 um 09:37
    • #33

    Bin wieder aus Polen zurückgekerht und war überrascht, dass der thread immer noch aktiv war.

    Thomas: keine Sorge, hab Dir den Ton sicher nicht übel genommen, wollte nur etwas klarstellen. Du schreibst wenigstens ausführlich, somit kann man mit Deinen Posts etwas anfangen - immerhin geht es hier nicht um technische Daten, sondern um das Verhalten von Menschen.

    Im Prinzip gebe ich Die jetzt in allen Punkten recht. Nur der Donauinsel-Tech ist meist auf Tour mit sehr bekannten Bands, da wirds wohl nicht klappen.

    Außerdem ist der, von Dir beschriebene Weg nur einer von mehreren.
    Ein Tech ist halt einer mehr, um den man sich in irgendeiner Form kümmern muß. Hat mehr bandpsychologische Gründe als sonstige. Es soll ein Hobby sein und das will ich mir auch behalten, auch wenns blöd klingt.

    Ein anderer Weg ist der, von den meisten ungeliebte Bühnenmix. Ein dritter Weg wird zB von 'berot' im post nach Dir beschrieben - so macht das Spaß!!!!!!!

    TomyN schreibt über die fehlende Motivation: Ist glaube ich ein wesentlicher Punkt. Echte Motivation zeigt sich nicht dadurch, dass der Tech beim Gig eifrig tut was er (nicht) kann, sondern in seiner Vorbereitung. Mischpult kennenlernen, üben des Erkennens von Frequenzen, was nimmt man mit?, Kontaktaufnahme mit Musikern/Bands ..... uvm.
    Ich denke, solgnge man ungeübt ist, sind diese Vorbereitungszeiten/Lernzeiten erforderlich ..... oder anders: je besser man vorbereitet ist, umso weniger wird man überrascht und gestresst.

    Zur Kommunikation: Menschen, die wach sind, kommunizieren immer, auch wenn sie gerade nicht sprechen.
    Ein Sänger, der sich offensichtlich vor seinem Gesang schreckt und gleichzeitig leise singt - und das sieht man ihm an - hat offenbar einen zu lauten Monitor. Dann nehm ich den halt mal etwas zurück und schau, was passiert. Schreit er verzweifelt, hält sich ein Ohr zu wird der Moni wohl zu leise sein.
    Kurzes Solo-reinhören in die Kanäle von Akustikinstrumenten per Kopfhörer deckt deren unangenehme Frequenzen, Resonanzen und feedback-Anfälligkeiten auf.
    Timing-Probleme bei offensichtlich erfahrenen Musikern kommen oft von Stehwellen des Basses auf der Bühne.

    usw., usw., ....

    Auch in diesen Bereichen kann ich mich vorbereiten - durch nachdenken!
    Natürlich sollte man dafür schon ein paar mal angehört haben, welchen Brei manche Monitoranlagen/einstellungen auf Bühnen so produzieren.

    Nur zur Infor an Thomas: Das booking bei uns läuft ..... mmmhh ...... eigentlich gar nicht. Die Leute melden sich bei uns oder auf unserer Homepage und wenn wir Zeit haben, spielen wir. Klingt unprofessionell, ist unprofessionell aber funktioniert. Öfters als 2-3 mal pro Monat will ich aus Zeitgründen nicht spielen, so kommt es, dass wir recht oft Gigs absagen müssen - obwohl mir das dann auch wieder leid tut - 2 Seelen schlagen in meinem Herz! ;)

    Letztlich möchte ich noch festhalten, dass ich wirklich nicht die Absicht hatte, einen Streit zwischen Musikern und Tontechnikern heraufzubeschwören! Für mich war es halt wert, darüber einmal zu schreiben. Für uns als Band war das nicht erfreulich, aber keineswegs tragisch - nachträglich war es sogar ziemlich lustig, als unser snare/pedalsteel-Mann versuchte den "off-time-bassman" zu töten! ;)
    Bei uns gehts hier nicht ums überleben. Und irgendwie haben wir die "monitor-sounds" der 70er und 80er Jahre noch gut im Ohr - das war damals erst was!!!

    lg
    Peter

  • wora
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    • 18. September 2004 um 12:38
    • #34
    Zitat von "Peter Z"

    ...Timing-Probleme bei offensichtlich erfahrenen Musikern kommen oft von Stehwellen des Basses auf der Bühne.
    ...

    hallo peter,

    zu diesem punkt möchte ich anmerken, das dies nicht die schuld der techniker sein muss, sondern sowas durch akustische eigenheiten eines raumes entsteht. da bringt manchmal selbst das umstellen der PA bässe nix mehr.
    dann muss man halt per EQ ein loch in den frequenzgang reissen, so weh es einem auch tut.
    und auch der bassist muss sich überlegen, ob er seinen bassamp vielleicht an eine andere position stellen kann... ausprobieren ist angesagt.
    das zwei offensichtlich sehr ungeübte "techniker" diese lösungsmöglichkeit nicht erkennen, scheint mir verständlich zu sein... wenngleich man für die genannte gesamtsituation natürlich kein verständnis haben muss.
    dieser support war einfach mies.

    du sagtest ja, das ihr schon öfter von dieser firma betreut worden seid.
    und vorher wars wohl immer OK.
    aber bei diesem gig hat man offensichtlich aus personalmangel zwei ungeübte azubis hingestellt, denen noch dazu eure musikrichtung nicht gefällt.
    das ist natürlich der supergau schlechthin, solch unprofessionelles verhalten ist meiner meinung nach eine frechheit.
    ruf doch mal bei der firma an und beschwere dich über diesen gig. du kannst ruhig sagen, das ihr sonst in zukunft eine weitere zusammenarbeit ablehnen werdet. das sollte für den verleiher anlass genug sein, sein verhalten euch gegenüber zu überdenken. und vielleicht klingelt es bei ihm, das er solche situationen mit zwei ungelernten kräften in zukunft vermeidet und min. einen geübten tech dazustellt.


    ich finde es gut, das hier mal ein musiker über seine probleme mit technikern schreibt.
    denn sowas bekommt man leider nicht allzu oft mit, offenbar trauen sich nur wenige mal was zu sagen.

    an dieser stelle möchte ich aber auch noch loswerden, das es leider auch musiker gibt, die nicht alle tassen im schrank haben.
    so hatte ich mal einen gig, wo ich einen soundcheck mit der ganzen band fertig hatte.
    alles passte, die musiker waren sehr freundlich und zufrieden.
    dann kam der leadsänger/saxer auf die bühne und vor versammeltem publikum (war ne messeparty bei benz) schrie der typ ins mikro, das ich wohl keine ahnung von monitoring hätte, er will auf allen wedges alle signale haben und das müsse man immer so machen!
    ich war so geschockt und hab den typ erstmal nur fassungslos angesehen... sowas will ich nie mehr erleben!
    nach dem gig kam der bassist zu mir und sagte:"sorry for meine bruder, er hat manchmal so komische tag und ist dann scheiss drauf. monitor war anfang sehr gut, bis meine bruder kam"

    das nützte mir wenig, den job hab ich nicht mehr bekommen.
    und meine motivation war natürlich ebenfalls dahin...

    das soll jetzt aber keine ablenkung vom eigentlichen thema sein!

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Jeremy
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    • 18. September 2004 um 19:04
    • #35
    Zitat von "wora"

    ... schrie der typ ins mikro, das ich wohl keine ahnung von monitoring hätte, er will auf allen wedges alle signale haben und das müsse man immer so machen!

    Gegen sowas bist Du dann, wenn's passiert, einfach machtlos. Ich habe es mir jedenfalls zum eisernen Grundsatz gemacht, dass ich, wenn ich als Musiker auf einer Bühne bin, irgendwelche technischen Probleme (oft sind es ja nur Problemchen oder kleine Unzulänglichkeiten) niemals, das heißt ausbuchstabiert NIEMALS, ABER AUCH KEIN EINZIGES MAL vor versammeltem Publikum erörtere.

    Wenn das einer der Mitmusiker macht, nehme ich mir den zur Brust (natürlich ebenfalls nicht vor versammelter Mannschaft). Schließlich sollten ja alle an einem Strang ziehen, und möglichst sogar in der gleicher Richtung.

    Jeremy

    Jeremy

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • Hubert Barth
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    • 19. September 2004 um 19:33
    • #36

    Gestern bin ich als unbeteiligter Zeuge geworden wie eine mir bekannte Band auf eine offensichtlich organisatorisch überforderte Technikcrew traf.

    Die Band hatte ihren Rider rechtzeitig mit Bühnenskizze geschickt, hatte auch im Vorfeld angeboten Technik zu stellen, was aus Budgetgründen abgelehnt wurde.

    Vor der Band war Modenschau, also war nichts abzuräumen. Geplante Aufbauzeit waren 15 Minuten (IMHO etwas optimistisch).

    Die Band hat recht zügig aufgebaut, leider wartete die local Crew erst mal ab bis *alles* von der Band komplett stand. Dann wurde mal so langsam das erste Mikrostativ angeschlört, da war auch noch kein Wedge in Sicht. Den Jungs hätte man beim Laufen echt die Schuhe neu besohlen können 8)
    Schließlich hat es eine Stunde länger gedauert als geplant, was alle Anwesenden doch arg genervt hat.

    Der Sound war zum Glück dann nach ein paar Stücken einigermaßen OK, ich mußte allerdings wieder feststellen daß es nur wenig Kollegen gibt die einen Bläsersatz richtig ausbalancieren können (2xtp, ts, bari - das Tenorsax war anfangs lauter als beide Trompeten zusammen und das Bariton war über das gesamte Konzert nur mit Mühe zu erahnen, wirklich Schade bei einer Band die unter anderem Tower of Power covert).

  • rockline
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    • 19. September 2004 um 20:02
    • #37

    @wora.........für solche Typen habe ich immer einen ganz tollen Bonus aus dem Siderack parat: Pitchttransposer speziell für seine Leadvocals auf seinem Wedge! Nur ein wenig, damit er es nicht merkt 8) - er wird so scheiße daneben singen, dass es eine Pracht ist!

    Ansonsten verstehe ich das alles nicht. Warum buchen Veranstalter nicht grundsätzlich Companys die sich ihre Dienstleistung anständig bezahlen lassen und den Job beherrschen?
    Wir führen im Jahr hunderte von Jobs aller Art durch und vergeigen nicht einen einzigen. Das mag sich hochtrabend anhören - aber letztlich MUSS jeder Job gelingen, da es Leute gibt die uns dafür bezahlen. Wer es nicht kann möge was anderes machen - so einfach ist das.
    Das ändert zwar nichts am Mißstand, aber als aktiver Dienstleister in der VA Branche kenne ich die Situationen vor Ort in und auswendig. Auch wenn wir Techniker zubuchen sind das Kollegen, die nahezu jede Art von Musik irgendwie gescheit rüberbringen können. Ein Ton und Licht Unternehmen macht doch nicht nur Top40 Bands im Festzelt! Das Jahr besteht aus einer Vielfalt an Stilrichtungen - das muß jede Company meistern können.

    Firmen die irgendwas vergurken, sei es durch minderwertiges Zeug oder mäßiges Personal gehören einfach vom Markt. Es gibt wirklich soviele fähige Firmen, denen es allen besser ginge, wenn nicht soviele Möchtegerns den Markt zuschwemmen würden!
    Stefan

  • wora
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    • 20. September 2004 um 17:10
    • #38

    ich hatte gerade am samstag wieder einen kofferjob mit einer sehr guten band.
    wir hatten ein angebot über die beschallung abgegeben... zu teuer.
    dann machte den job ne firma aus dem saarland.
    und das in baden württemberg!!
    wie soll sich das denn rechnen?

    das ergebnis:
    kanalprobleme am GL4000, zum teil völlig andere mikros als auf dem rider, teilweise kaputte monitore.
    als ich sagte: "was für´n mikro habt ihr für sax geplant?" hielt er mir ein 57er und ein e609er vor die nase.
    ich sagte: "im rider steht ein clipmikro, weil der saxer seine position öfter verändert"
    er sagte: "das geht aus budget-gründen nicht..."

    ja, bin ich denn der depp???
    diese "is-mir-doch-egal-was-die-wollen"-mentalität hängt mir allmählich echt zum hals raus!


    ok, schon wieder off topic - ich seh´s ein!


    Zitat von "rockline"

    @wora.........für solche Typen habe ich immer einen ganz tollen Bonus aus dem Siderack parat: Pitchttransposer speziell für seine Leadvocals auf seinem Wedge! Nur ein wenig, damit er es nicht merkt 8) - er wird so scheiße daneben singen, dass es eine Pracht ist!

    haste das echt schonmal gemacht?? :mrgreen:

    Zitat von "rockline"


    Ansonsten verstehe ich das alles nicht. Warum buchen Veranstalter nicht grundsätzlich Companys die sich ihre Dienstleistung anständig bezahlen lassen und den Job beherrschen?

    weil es leute gibt, die das aus hobby machen und nicht davon leben müssen. klar.
    und wenn sie den job versauen isses auch egal, denn das nächste mal sind sie sicher noch billiger und kriegen den auftrag trotzdem wieder.

    Zitat von "rockline"

    Wir führen im Jahr hunderte von Jobs aller Art durch und vergeigen nicht einen einzigen. Das mag sich hochtrabend anhören - aber letztlich MUSS jeder Job gelingen, da es Leute gibt die uns dafür bezahlen. Wer es nicht kann möge was anderes machen - so einfach ist das.


    jo.

    Zitat von "rockline"

    Das ändert zwar nichts am Mißstand, aber als aktiver Dienstleister in der VA Branche kenne ich die Situationen vor Ort in und auswendig. Auch wenn wir Techniker zubuchen sind das Kollegen, die nahezu jede Art von Musik irgendwie gescheit rüberbringen können. Ein Ton und Licht Unternehmen macht doch nicht nur Top40 Bands im Festzelt! Das Jahr besteht aus einer Vielfalt an Stilrichtungen - das muß jede Company meistern können.

    Firmen die irgendwas vergurken, sei es durch minderwertiges Zeug oder mäßiges Personal gehören einfach vom Markt. Es gibt wirklich soviele fähige Firmen, denen es allen besser ginge, wenn nicht soviele Möchtegerns den Markt zuschwemmen würden!
    Stefan


    extreme zustimmung!

    allerdings haben wir ja auch mal klein und sehr günstig angefangen...
    aber damals war es wirklich so, das man nur die "abfall-jobs" bekommen hat die die anderen verleiher nicht machen wollten. das ist heute leider nicht mehr so, vielen kunden kommt es nur noch auf das geld an, der rest interessiert scheinbar nicht.
    ich sehe das auch als ein zeichen der nichtachtung seines publikums, also reine geldmache.
    mit kultur im ursprünglichen sinne hat das jedenfalls nix mehr zu tun...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Wulfson
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    • 20. September 2004 um 17:38
    • #39
    Zitat von "wora"

    vielen kunden kommt es nur noch auf das geld an, der rest interessiert scheinbar nicht.

    ..leider ist das aber nicht nur in dieser branche der fall. scheinbar sitzen in den entscheidenden etagen nur noch bwl-er mit enger hose :evil:

  • Peter Z
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    • 21. September 2004 um 11:22
    • #40

    Hi Wora!

    Zitat

    nicht die schuld der techniker sein muss, sondern sowas durch akustische eigenheiten eines raumes entsteht. da bringt manchmal selbst das umstellen der PA bässe nix mehr

    Sicher, der Techniker kann für den Raum nichts - ABER: ich kann Dir versprechen, dass 'unsere' 2 Techniker den Begriff 'Stehwellen' noch nie gehört haben!.
    Unser Bassist (übrigens ohne amp auf der Bühne) hätte sich auch mit etwas mehr Rythmusgitarre auf dem Monitor zufriedengegeben, aber die Techs fanden den Regler nicht. Meine letzte (aber immer noch freundliche!) Aufforderung war, seinen ganzen Monitor etwas lauter zu machen, den sie in der zweiten Nummer versehentlich zurückgenommen haben - den Regler fanden sie nach ca. 20 Sekunden konzentriertem Suchen.

    Es sollte hier nicht der Eindruck entstehen, wir sind da besonders pizzelig. Wenn man irgendein Instrument nicht so gut hört, dann sind die meisten von uns geübt genug, mit einem anderen Instrument zu 'kommunizieren'. Wichtig ist nur, dass das Timing der 'Außenposten' gleich ist, also jener Musiker die ganz außen auf der Bühne stehen. Wenn da ein Band ist, klappt es auch dazwischen - wenn das aber zerrrissen ist, wirds schwierig.

    Übrigens hatten wir noch das Unglück, dass knapp daneben ein zweites Zelt aufgebaut war - dor wurde Autodrom gefahren und Disco/Techno/usw. gespielt. Ich denke, die konnten danach alle ins Spital gleich daneben und sich die nächsten 10 Tage ihren Tinitus behandeln lassen. Das war meiner Meinung nach kriminell! War auch ein Grund, der unseren Bühnensound etwas durcheinanderbrachte! ;)


    Zitat

    es leider auch musiker gibt, die nicht alle tassen im schrank haben

    Keine Frage: Vor Allem die Gitarristen, Schlagzeuger, Trompeter, Bassisten und Keyboarder! :mrgreen:
    Nein, ernsthaft: da gebe ich Dir völlig recht und ich kapier es auch überhaupt nicht, wie wenig sich Musiker mit der Technik beschäftigen. Letztlich zählt ja alles zusammen. Wenn mein techisches Denken bei den Gitarresaiten endet, wirds nicht gut werden. Was habe ich davon? Ich will doch, dass es anständig klingt!
    Es leider die Wahrheit, dass die meisten Musiker nicht wissen, wie ein Mischpult funktioniert, was symmetrische Leitungen sind und warum es pfeifft, wenns zu laut wird. Viele können gut Notenlesen, wissen aber nicht, in welcher Frequnez sie spielen.

    Und das Allerschlimmste: Akustik ist nur ein Wort, das keinen Bezug zur Realität hat. Das verstehe ich überhaupt nicht mehr, den das hat nichts mit PA-Technik zu tun, sondern mit Klang im Allgemeinen.

    Ich kenne Musiker, die sind ganz geil drauf, ihr Auto oder Motorrad zu reaprieren, aber Tontechnik ist ihnen zu kompliziert.
    Und die traurige Wahrheit dahinter ist: Würden sie das lernen, gäbe es auch etwas Arbeit beim Gig für sie - und das ist nicht erwünscht!

    Um das Thema noch klarer darzustellen: Ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe letztens eine schriftliche Anleitung angefertigt, wie man (unter Anderem) unsere Kabel richtig aufwickelt und in welches Case sie gehören. 6 x ausgedruckt und verteilt. Das sagt wohl alles, oder?

    Ja es stimmt, Musiker sind auch nicht einfacht. Aber das sollte vieleicht in einem anderen Thread beschrieben werden. Wenn man das verknüpft kommt es zu Schuldzuweisungen und wir bleiben alle stecken.

    Jeremy: Ich versuche es auch freundlich und dezent zu sagen. Wenn ich bereits spiele, muß ich aber durch das Mikro kommunizieren, da hilft nichts mehr. Das kann aber auch freundlich sein.


    rockline:

    Zitat

    minderwertiges Zeug oder mäßiges Personal gehören einfach vom Markt.


    Das ist ja noch drastischer, als ich es sgesagt habe. Aber eines stimmt: schlechte Techniker schaden nicht nur den Musikern, sondern auch den eigenen Reihen. Immerhin hätten die guten Verleiher und Techniker den Job auch gebraucht.

    Zitat

    Warum buchen Veranstalter nicht grundsätzlich Companys die sich ihre Dienstleistung anständig bezahlen lassen und den Job beherrschen?


    Weil sie in vielen Fällen keine Ahnung haben. Die haben oft ganz andere Jobs und werden hin und wieder verpflichtet, eine VA zu organisieren. Das ist nicht gut so, aber unvermeidlich.
    Was machen sie also: Sie holen sich Angebote ein oder buchen nach Empfehlungen. Und dann möchte ich sehen, ob eine Firma zugibt, an diesem Tag nur eine schwache Mannschaft zur Verfügung zu hat.

    Ich denke nicht, dass es den Kunden 'nur' auf das Geld ankommt. Und wären sie 'echte' BWLer, würden sie sinnvoller entscheiden. Ihr seht: ich bin BWLer! :wink:

    Man soll auch zugeben können, dass PA-Verleiher meist keine großen Marketing-Spezialisten sind. Es gibt kaum Überzeugungsarbeit, warum die eigene Company beauftragt werden soll. Wenn, dann nur technische Daten, mit denen viele Veranstalter nichts anfangen können. Aber es gibt zur Ausrüstung dazu noch die Dienstleistung! Und diese zu beschrieben, ist halt einmal eine schwierigere Aufgabe. Wäre aber notwendig.

    Ist doch wie bei den Bands: Der Midi-Ferngesteuerte-Alles-Kann-und-Alles-Spiel-Alleinunterhalter schnappt den guten Bands die Jobs weg (übrigens nicht immer billig), weil die ihre Qualitäten oft nicht im Verkaufsgespräch rüberbringen.

    lg
    Peter

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