Hallo Kollegen,
ich habe diesen Thread hier, und nicht beim Thema Rigging erstellt, weil ich glaube, dass sich Rigging mehr ums physische "Hängen ansich" dreht, während sich meine Fragen und Gedanken in diesem Thread hier auschließlich um den sinnvollen Aufbau von klassischen Lautsprecher-Arrays drehen....
Die Hersteller am Markt verfolgen z.T. recht verschiedene Ansätze, - empfehlen verschiedene Konfigurationen für den Aufbau größerer Arrays. Dies hängt zum Teil mit der nominellen Abstrahlung der Systeme zusammen... zum Teil wiederspricht das aber auch genau dem... ein paar Beispiele:
HK-Audio empfielt für die R-Serie eine Spaltenbildung - also immer Tops über Tops neben Subs über Subs. Und zwar bis zur vollen Länge dieser Spalten von 5 Elementen.... Dabei wird das Top auf die "Seite" gelegt und stahlt also mit nominellen 25x50°. In dieser Konfiguration müsste es doch eigentlich in der Vertikalen heftigst "kämmen", oder? Die breiten Ebenen überlappen sich doch sehr weit....
Das selbe Prinzip empfielt EV für die X-Array. Immer spaltenweise Tops untereinander und dazwischen immer Spalten mit Subs. Die Tops strahlen hier allerdings 40x20°, womit sich die schmalen Ebenen überlappen, und sich die Interferenzen in Grenzen halten sollten. Mit einem Simu-Programm habe ich festgestellt, dass das dazwischenhängen von Bass-Spalten (bzw. generell der größere horizontale Abstand zwischen den Tops) weniger störende Interferenzen erzeugt, bzw. genau genommen diese zu tieferen Frequenzen hin verschiebt, und damit unproblematischer ist....
Ganz anders beim KF750 von EAW. Dort werden gerade Arrays zusammengebaut, wo die Ausrichtung und Ausleuchtung (nur!) über den Pegel der einzelnen Zeilen geregelt wird. Wenn ich jedoch die im Absatz zuvor erwähnte Simu in Betracht ziehe, frage ich mich, ob es beim KF750 - wo die Tops ja Front an Front sehr dicht zusammen liegen - nicht heftigste Interferenzen in der Horitontalen geben müsste...?! Oder ist das hier durch das starke Curving in der horizontalen nicht so gravierend??
d&b wiederum empfielt L- und Kreuzförmige Subs im Cluster, und "drumherum" die C4 Tops - wobei nie mehr als zwei Tops über und untereinander sind. Warum nur? Beim KF750 scheints ja bei eng bündelnden Systemen nicht so problematisch zu sein, oder doch??
Kling&Freitag geht da noch weiter (wobei die Systeme hier breiter abstrahlen): die Untersagen den Betrieb von mehr als 3 aneinander angrenzenden Tops horizontal als auch vertikal - in einer Ebene sogar nicht mehr als 2!! Begründung: zu viel Kopplung im Mid- Lowmid. Könnte man doch aber auch mittels EQ korrigieren, oder?
GAE geht hier in eine ganz andere Richtung: Die empfehlen Zeilen. Ja Zeilen - nicht Spalten. Die Tops strahlen in der Horizontalen zwar recht breit (60°) und damit weit überlappend, jedoch offensichtlich derart homogen, dass da auch drei Tops nebeneinander möglich sind. Zeilenweise kommen dann die geflogenen Subs drunter oder drüber, womit sich die Kopplung im Low-Mid in Grenzen hält...
Alles irgendwie nachvollziehbar.... Aber: Welches dieser Konzepte funktioniert denn nun am besten...??? Und: Wieso??? Gecurved sind sie doch alle.....!!!! :lol:
(bis auf EAW)
Grüße,
Alex