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Feedbackprobleme mit Lavaliermikros

  • Hinzi
  • 1. Februar 2005 um 23:51
  • Hinzi
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    65
    • 1. Februar 2005 um 23:51
    • #1

    Hey,
    also ich hab fogendes Problem: Habe mir vor einiger Zeit 2 Sehnheiser Wireless (serie evolution) systeme mit Lavaliermikro angeschafft. Nur leider sind die dinger nur am pfeifen, und das nicht wegen den Monitoren...! Zum anderen haben die mikors eine ganz hässliche Frequenzanhebung in den mittelfrequenzen. Sind da die Mikros schuld oder die Einstellungen???

    Gruß Hinzi

    Einmal editiert, zuletzt von Hinzi (2. Februar 2005 um 00:21)

  • wora
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    • 2. Februar 2005 um 00:07
    • #2

    was haben die kapseln denn für eine richtcharakteristik und für welchen zweck möchtest du sie einsetzen?

    im übrigen brauchen lavaliermikrofone eine präsenzanhebung, sonst klingen sie am hals viel zu mumpfig.
    das hat der herr lavalier auch so beschrieben - soweit ich mich erinnere.
    das ist also nicht unbedingt ein fehler der mikrofone.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Janko
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    318
    • 2. Februar 2005 um 03:24
    • #3

    Hallo Hinzi.

    zu deinem Rückkopplungsproblem muß man schon mal pauschal sagen, daß Lavaliermikros deutlich früher zu Rückkopplungen neigen, als zum Beispiel nah besprochene Handmikros. Wenn die am Revers getragen werden, kommt eben deutlich weniger Pegel dort an, bzw. das Verhältnis von "gewünschtem Signal" (=Sprecher) zu Umgebungslärm (=PA oder Monitor) wird immer schlechter sein als mit nem Handmikro.

    Daraus folgt ganz direkt, daß bei Beschallungssituationen mit Lavaliers bei weitem nicht so problemlos gearbeitet werden kann wie mit Handmikros oder auch Headsets. Da setzt die Physik Grenzen - wie du ja auch schon selbst gemerkt hast. Es gibt nur zwei "Workarounds", um die Sache handhabbar zu machen:
    1. Eine sehr dezentrale Beschallung - also viele kleine Lautssprecher statt ner typischen Frontbeschallung, und
    2. sorgfältige Entzerrung mit nem 31-Bänder oder besser einem parametrischen EQ.

    Mit diesen beiden Maßnamen läßt sich nochmal einiges herausholen, für "laute Bühnen" eignen sich Lavaliers aber trotzdem nicht besonders.

    Was den "komischen Klang in den Mitten" angeht": Alle Sennheiser Lavaliermikros haben einen recht linearen Frequenzgang, der lediglich in den Höhen etwas betont ist. Der komische Klang wird wahrscheinlich daher kommen, daß sie typischerweise an der Brust des Sprechers getragen werden und dort die Resonanzen des Brustkorbs mit aufnehmen. Da hilft der Kanal-EQ am Pult.

    Janko

    "Lauter" ist nicht "besser"

  • Sound-Klinik
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    • 2. Februar 2005 um 08:22
    • #4
    Zitat von "Janko"

    Der komische Klang wird wahrscheinlich daher kommen, daß sie typischerweise an der Brust des Sprechers getragen werden und dort die Resonanzen des Brustkorbs mit aufnehmen. Da hilft der Kanal-EQ am Pult.

    ... liegt etwa im Bereich 300 ... 500 Hz ...

  • Demtröder
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    858
    • 2. Februar 2005 um 14:31
    • #5

    Was auch ein wenig hilft, ist die Dämpfung am Sender auf -30dB einzustellen, ansonsten muss man mit den Teilen ein wenig rumprobieren, irgendwie geht es schon...

    Sonnige Grüße aus Frankfurt

  • wora
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    • 2. Februar 2005 um 16:03
    • #6
    Zitat von "Demtröder"

    Was auch ein wenig hilft, ist die Dämpfung am Sender auf -30dB einzustellen, ansonsten muss man mit den Teilen ein wenig rumprobieren, irgendwie geht es schon...

    den selben effekt erreicht man, wenn man den gain am pult zurücknimmt :wink:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tufkajck
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    3.334
    • 2. Februar 2005 um 16:30
    • #7

    Das verwendete Beschallungssystem hat ja wohl auch was damit zu tun, wie schnell die Mikros zu koppeln beginnen.
    Damit es funktioniert, sollte das System in seiner Abstrahlung bekannt sein, und damit meinich nicht nur das Hochtonhorn. Die Aufstellung sollte auch überlegt sein, am besten findet man zuerst heraus, in welchem Bereich sich der Sprecher bewegen wird, bevor man die Aufstellung der Lautsprecher definiert, sonst kommt man in Situationen, wo man die Mikros einfach NICHT aufmachen kann, EQ (sowieso unverzichtbar) hin oder her.

  • Knöppedreher
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    335
    • 2. Februar 2005 um 17:37
    • #8

    also erstmal nicht das standart billiglavalier von sennheiser verwenden, sondern schon in ein ME 104 das klingt schonmal ganz gut und dann unbedingt einen 31-Bänder für die Lavaliers einsetzen - entweder in die Subgruppe für lavaliers oder sogar für jedes einzelne ... also da muß man ein bischen forschen!

  • Apostoli
    Profi
    Beiträge
    653
    • 2. Februar 2005 um 17:58
    • #9

    einen 31 bänder halte ich für fehl am platze.... wie murphy es so will koppelt es exakt dort wo der 31 bänder keinen fader hat. dann musst du zwei fader ziehen. = igitt bäh bäh eckelig.

    ein 5 band voll parametrik eq ist die wunderwaffe der wahl.

  • Knöppedreher
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    335
    • 2. Februar 2005 um 18:29
    • #10

    naja ... wenns ein vernünftiger 31er ist dann gibts ja noch sowas parametrische filter :))

  • Mister.Lange
    Verifiziert
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    1.574
    • 2. Februar 2005 um 20:40
    • #11

    Apostoli

    Also wenn man weis, was der EQ macht wenn man 2Fader (ist ja auch nicht bei allen gleich) zieht, kann man das nutzen und auch damit arbeiten.

    Falls es jemanden interessiert, hier mal ein Lin zu Rane, wo mal kurz drauf eingegangen wird:

    http://www.rane.com/deq60.html

    Ich empfinde das Arbeiten mit Lavaliers als relativ angenehm mit einem Digitalpult. Einfach weil ich da in jedem Kanal einen 4fach param. EQ habe. Will man das mit einem normalen Siderack realisieren, muss man ganz schön Mat. auffahren für eine "einfache" Talkrunde mit 6-10 Leuten. Und trotz der relativ kompfortablen EQ austattung ein Dig.-Pultes möchte ich den 31 Bänder im Master nicht missen.

  • tonblind
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    96
    • 22. Februar 2005 um 14:28
    • #12

    Also, mit nem PM1D gehts eigentlich easy...,will sagen is alles drin um den Frequenzgang des Mikes passend zubekommen. :D

  • guma
    Moderator
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    • 22. Februar 2005 um 22:24
    • #13

    Der beste Tipp:

    Keine Lavaliers für Beschallung verwenden. Diese Gattung wurde mal als reines "unsichtbares" Aufzeichnungsmikro für Fernsehen entwickelt und war uberhaupt nicht für Saalbeschallung gedacht. Irgendwelche Halbweisen = Volldeppen haben dann damit angefangen diese Völlig ungeeignete Technologie Kunden = Laien mit dem Argument: " Guck mal wie im Fernsehen" !!! unter die Nase zu reiben.

    Gott sei Dank sind Headsets oder Earsets inzwischen immer kleiner, unsichtbarer, fernsehtauglicher und "salonfähiger" geworden. Das kann man der Kundschaft verkaufen.

    @ tonblind

    Sag bloß ein PM1D hat den Weg bis in den Schwarzwald geschafft ? :roll:

  • vsvo82
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    • 22. Februar 2005 um 23:44
    • #14
    Zitat von "guma"

    Der beste Tipp:
    Keine Lavaliers für Beschallung verwenden.

    Genau !.... wenn man drum rumkommen kann.

    Die bösen Feinde der Übertragung:
    1) Rückwirkung der Lautsprecher ( Direktivity, Abstand, Frequenzgang) auf das Mikro.
    2) Rückwirkung aus dem Raum: Nachhall, Rückwürfe
    3) leiser Sprecher
    4)Befestigungsort / Qualität des Mikros
    5) Übersprechen von anderen Quellen
    6) Mehrere Lavalaliers dicht beieinander ( Kammfilter)

    Jörg

    Stage-Aid Newsletter hier:http://www.kirsch-veranstaltungstechnik.de/index_newsletter.php... Wer hat Lust, als Autor mitzumachen?

  • bergmann
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    163
    • 1. März 2005 um 18:50
    • #15

    ich hasse es:

    -es darf nichts kosten
    -aber es dürfen nur lavaliers benutzt werden,
    mit der begründung:"das head-set zieh ich nicht auf, das stört mich - und die hände muss ich frei haben"

    logische folgerung nach murphy: der redner spricht sehr sehr leise.

  • fks
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    354
    • 2. März 2005 um 15:16
    • #16

    Eine Alternative wären Kragenmikrofone - hier sitzt die Mikrofonkapsel unterhalb vom Kinn - das Rückkopplungsrisiko ist ähnlich günstig wie bei Headsets - die Mikrofonhalterung kann unterm Kragen oder auf Kragen sitzen
    und ist dadurch ähnlich unauffällig wie Lavaliermikrofone

  • udnevent
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    • 21. März 2005 um 12:47
    • #17

    :?:
    Erklär' bitte mal Kragenmikrofon - habbich in der Praxis nämlich noch nicht gesehen. Wie vermeidet man da Reibungsgeräusche; wie macht sich das optisch?

    Da bei Vorträgen (Hörsäle) Headsets den meisten Rednern unangenehm sind - Lavas haben wir von uns aus verboten, weil das Mist ist wenn sich der Vortragende mit dem Kopf zur Projektionsleinwand wegdreht -, würde mich das Thema "earsets" interessieren. Das Stichwort war vorhin gefallen. Was könnt Ihr empfehlen? Bitte nur auf die Mics eingehen, die Funkstrecke ist zwingend Sennheiser (Miniklinke).

    Grüßlis
    Uli

  • MANIK
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    426
    • 22. März 2005 um 09:15
    • #18

    ganz kurz OT:
    Da hats doch mal vor kurzem so einen Thread gegeben wo ein Mikro genannt wurde das am Feedback sichersten ist! Doch ich find diesen Thread nicht mehr...vielleicht kann mir da jemand weiterhelfen, mich würd das Mikro interessieren!
    Danke...

  • chris216
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    • 22. März 2005 um 13:52
    • #19

    Das beste Earset, das ich kenne, ist das Countryman E6. Hierzulande noch recht wenig verbreitet, aber das Ding ist der Hammer. Gibts passend zu den meisten Sendestrecken...

    Gruß,
    Christoph Holdinghausen

  • CaptainChaos
    Profi
    Beiträge
    236
    • 22. März 2005 um 16:30
    • #20

    Wir nehmen fuer sowas meist ein 01V wenn eben moeglich da kann man schoen jedes Mic EQen


    Gruss

    Holger

    Gruss

    Holger Steppke

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