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Digitales Multicorekabel

  • rockit
  • 19. Mai 2005 um 00:25
  • fschleif
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    • 18. Juni 2005 um 00:21
    • #21

    Was spricht denn eigentlich gegen die Funk-Lösung? Technisch müsste das vollständig möglich sein.
    Auf die Bühne ein Rechner mit Outboard Preamps (Motu o.ä.) und W-Lan (Der braucht fast noch nicht mal einen Monitor...), am FOH ein zweiter Rechner mit ADAT Ausgabe. Man hätte somit eigentlich alles, was man braucht:

    - Keine Verluste im Kabel
    - Keine Kabelbeschädigung
    - Arbeitsersparnis wegen - Ihr ahnt es schon - kein Kabel
    - UND: fernsteuerbare Preamps...

    Der Durchsatz bei einem Gigabit Netzwerk müsste eigentlich reichen, kommt auf die Menge der zu übertragenden Kanäle an. Müsste man mal ausrechnen...

  • planaplatscha
    Beiträge
    44
    • 18. Juni 2005 um 11:36
    • #22

    Und wenn dann mal jemand mit einem UHF Handsender neben dem Accesspoint steht bricht die gesamte WLAN Strecke zusammen...kein Scherz, so bereits erlebt und da gings zum Glück nur um Steuerinformationen für Symnets.

    BTW: Gigabit WLAN?

  • MIKE
    Profi
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    1.694
    • 21. Juni 2005 um 21:54
    • #23

    habe ich heute erst gesehen aber ich denke sehr interessant:

    http://www.lightviper.com

    Zu beziehen bei eas

    Anfragen bitte an MIKERAUCHFLEISCH@gmx.de

  • MaO
    Profi
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    • 22. Juni 2005 um 12:26
    • #24

    Thema WLAN:

    Aufbauend auf handelsüblicher Technik funktioniert das nicht zufriedenstellend. Bedingt durch Codierungen, Transfer über mehrere Protokollebenen, usw. steigt die Latenz der Verbindung sehr schnell auf unbrauchbare Werte. Weiterhin bleibt noch die Störanfälligkeit, soweit im Lizenzfreien 2,4Ghz Band betrieben.

    LWL oder Koax Kabel ist daher momentan noch die sicherste Lösung.

  • MarkusZ
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    • 23. Juni 2005 um 14:54
    • #25
    Zitat von "fschleif"

    Was spricht denn eigentlich gegen die Funk-Lösung?


    Ganz einfach: Die Vorteile könnnen die Nachteile (Betriebssicherhiet, Latenz) nicht im mindesten aufwiegen.

    Zitat von "fschleif"


    - Keine Verluste im Kabel

    Stimmt, die bösen, bösen Kabel vergesse ich immer wieder. Aber seit ich fingerdicke Querschnitte mit Goldkontakten verwende, ist es schon viel besser geworden.

    Die an anderer Stelle (nicht von dir) geäusserte Aussage ein KM184 analog übertragen gegen ein SM57 digital übertragen sei nur gering, halte ich für extremst unwahrscheinlich, da die Unterschiede der beiden Mikrofone sicher um Grössenordnungen stärker ausfallen, als der Kabel/"nicht Kabel"-Unterschied.

    Für Praktiker: einfach mal ausprobieren: 2 hochwertige, identische Mikrofone eines mit kurzem Kabel eines mit 100, 200, 300, xxx Meter Kabel dazwischen. Am besten blind vergleichen. Unterschied bitte hier berichten!

    Zitat von "fschleif"

    - Keine Kabelbeschädigung

    Wie oft gehen denn Multicore-Kabel kaputt? Jede Woche eines? Wie arbeitet ihr eigentlich :wink:

    Zitat von "fschleif"

    - Arbeitsersparnis wegen - Ihr ahnt es schon - kein Kabel

    Wie lange dauert es im Schnitt ein Kabel zu verlegen? Was kostet das?

    Zitat von "fschleif"

    - UND: fernsteuerbare Preamps...

    Das ist kein Vorteil, sondern nur die Beseitigung eines Nachteils, der bei AD-Wandlern auf der Bühne überhaupt erst entsteht.

    Sicher wird irgendwann einmal niemand mehr ein Multicorekabel verlegen. Bis es soweit ist werden aber noch einige Jahre ins Land ziehen. Und vorher können wir noch ein paar Jahre zuschauen, wie die Kabel dünner und "digitaler" werden.

    Markus Zehner

    http://www.zehner.ch/

  • Ingmar
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    • 6. Juli 2005 um 06:34
    • #26

    Es reicht einfach ein Digimixer auf der Bühne und eine "Fernsteuerung" am FOH. Beispiel: Ich setze bei kleineren Gigs zwei 01v ein. Einer als Signalverarbeitung und Monitormix auf der Bühne und einer als Fernsteuerung am FOH. Die MIDI-Verbindung geht bei den Yamahas sogar über Funk (Siemens Gigaset M101 38kBaud). Sogar das komplette Metering wird übertragen. In der Hessenhalle Alsfeld habe ich das FOH 01v über einen Wandler mit 12V Batterie betrieben und konnte auf einem Rollencase durch die Halle fahren, komplett ohne Kabel 24 Kanäle. (Einstellen der Delaylines)

    Ich denke das System der Zukunft ist einfach eine intelligente Stagebox mit massig DSPs und Wandlern, die über einen FOH und einen Monitormixer ber irgendein Drahtlossystem ferngesteuert wird (DECT,WLAN,Bluetooth...). Digitale Audiosignale per Funk ist technisch wesentlich schwieriger, als eine Faderbewegung zu übertragen. Hier kommt es nicht auf Millisekunden an.

  • matthias bremer-exms
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    • 6. Juli 2005 um 09:44
    • #27

    Hi,

    ja, witzige und pfiffige Lösung. Aber eine Fernsteuerung reicht nicht immer. Am FOH Platz selber benötigt man auch häufig Signale, z.B. für die Inserts (Outboard Equipment) und die Abhöre. Da reicht dann eine reine Steuerleitung nicht. Und eine Funkverbindung ist nicht immer zuverlässig. Ich meine sie arbeitet heutzutage recht gut, aber wir betreiben den ganzen Aufwand mit doppeltem Pult-PSU usw. und verlassen uns dann mit dem ganzen Kram auf eine Funkverbindung - hmmm, ich weiß nicht.

    Achja, weiter oben wurde der Aufwand zwischen dem Verlegen eines dünnen Kabels wie CAT5 und einem ausgewachsenen Multicore heruntergespielt. Ich finde, der Arbeitsaufwand in sehr unterschiedlich. Man beachte nur mal das Gewicht bei z.B. 100m. Das Mutlicore trägt man nicht alleine, vom CAT Kabel sind 100m kinderleicht. Ebenso ist es bei der Verlegung.....

    Meschi

  • Ingmar
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    • 6. Juli 2005 um 11:42
    • #28

    Hi,
    meschi schrieb : Aber eine Fernsteuerung reicht nicht immer.

    Das ist richtig. Bei einer solchen Lösung muß man sich natürlich von Outboardeffekten am FOH verabschieden. Aber es soll ja einfach und schnell zu installieren sein. Abhöre habe ich per InEar Funkanlage gelößt.
    Zur Zuverlässigkeit kann ich sagen, daß sogar ein Totalausfall der Funkverbindung keine direkte Auswirkung auf den aktuellen Sound hat. Die Einstellungen im Bühnenpult bleiben erhalten. Man kann das FOH Pult ohne Probleme ausschalten und wieder zum Bühnenpult synchronisieren (<5 sek). Als Funksystem ist DECT sehr störsicher da es sich automatisch freie Frequenzen sucht und in einem reservierten Frequenzbereich betrieben wird.
    Und Funk ist auserdem unempfindlich gegen spitze Scherben, die in irgenwelchen Absätzen auf dem Multicore rumtanzen.. (Autsch)

    Hierzu noch ein kleines Schmankerl: Heavy-Konzert in einem kleinen Club. Das Publikum begann vor der Bühne auszurasten (Pogo-Tanz). Um mich als Mischer zu retten blieb mir nur übrig den Casedeckel auf das 01v am FOH zu schrauben und mich neben die Bühne zu verkriechen. Von dort aus konnte ich weitermischen. Mit Standard-Equipment hätte ich das Konzert abbrechen müssen. Und das bei dem Bandmotto: "Wir sind kein Kindergarten !"


    ingmar

  • Arsch mit Ohren °( , )°
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    • 6. Juli 2005 um 16:45
    • #29

    Vielen dank für den link!

    Zitat von &quot;Hubert Barth&quot;

    http://audiorail.home.comcast.net/

    Hatte schon gutes davon gehört, kannte aber keine details...

    "keep the level high"
    . Ruppert Neve

  • Everest2002
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    990
    • 10. Juli 2005 um 18:25
    • #30

    kleiner einschub..
    weiß einer wie das mit der phantom speisung via digital multicore ist..???

    -none-

  • tonzwerg
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    1.068
    • 10. Juli 2005 um 20:25
    • #31

    naja, das ist ja wohl klar. die wandler stehen auf der bühne - sonst bräuchte man ja auch das digitalcore nicht. die liefern eben dann auch vorverstärkung und phantom. das ist jetzt von system zu system besser oder schlechter gelöst. recht gut haben das sie innovason-leute im griff, da kann man den analogen gain sehr ordentlich vom pult aus remoten - und er wird nicht über einen mies klingenden vca geregelt, sondern über geschaltete widerstandsnetzwerke. das ist klanglich ganz weit vorn.
    zum thema kabelverluste: wir benutzen auch für analoge signale nur noch aes-ebu-kabel. da sind die elektrischen eigenschaften zumindest mal per standard definiert, ansonsten darf sich ja jedes dreckskabel mit 2 innenleitern symmetrisch schimpfen, unterschiede sind übrigens durchaus hörbar.

    The ships hung in the sky in much the same way that bricks don't.
    -- Douglas Adams

  • hwb
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    252
    • 10. Juli 2005 um 23:05
    • #32

    Servus!

    Es darf sich genau so gut auch jedes Dreckskabel mit 110 Ohm Wellenwiderstand AES/EBU-Kabel nennen.
    Mehr als dass das Kabel symmetrisch mit 110 Ohm Wellenwiderstand sein soll steht in der Norm auch nicht drin. Nur macht ein festgelegter Wellenwiderstand allein noch lange kein gutes Kabel.

    Viele Grüße,
    Holger

  • thieloliver
    Profi
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    2
    • 10. August 2005 um 21:24
    • #33

    Ich benutze seit ca 1 Jahr eine Lösung mit den RME MADI Convertern und einer Fiberfoxstrecke. Als Preamps benutze ich 8 ADA 8000 von Behringer und mischen tu ich mitm DM 1000 da kann ich via ADAT Schnittstelle 32 Kanäle auf einmal ins Pult schicken und mir mit der RME Kiste aussuchen welche von den 8 8-Kanal " Päckchen " ich grad gerne haben will. funktioniert hervorragend - und die Gains macht man nach dem Mikrofonieren vorm Check. das kann man eigentlich immer einrichten... aufm Rückweg geh ich dann über einen ADAT-AES/EBU Formatchanger direkt digital in meine PA Controller. so hab ich genau eine AD und eine DA Wandlung.

  • hwb
    Beiträge
    252
    • 10. August 2005 um 22:19
    • #34

    Was mich an Digitalmulticores stört ist, dass im Prinzip jeder sein eigenes Süppchen kocht was das Protokoll betrifft und nix miteinander kompatibel ist.
    Immerhin hat die AES jetzt einen neuen Standard für mehrkanalige digitale Audiodatenübertragung verabschiedet, oder vielmehr den Vorschlag von Sony durchgewunken. Ich bin einmal gespannt was daraus wird...

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