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Veranstaltungen in Kirchen - Was beachten ??

  • nikita
  • 4. Dezember 2006 um 13:51
  • nikita
    Beiträge
    83
    • 4. Dezember 2006 um 13:51
    • #1

    Hallo !

    Ich habe mal ein paar Fragen zu den geltenden Regeln für Veranstaltungen in Kirchen. Hoffe auf zahlreiche Antworten und Tipps ! Danke im Vorraus ! :D

    Ich habe irgendwo aufgeschnappt, dass bei Kirchen quasi gar nichts aus der VStättVO umgesetzt werden muss. Hört sich ja erstmal ganz gut - vereinfacht vieles ... :D
    Aber mein (hoffentlich) gesunder Menschenverstand sagt mit, dass ich mir das einfach nicht vorstellen kann, dass es so einen Freifahrtschein gibt. Denn sollte es tatsächlich z.B. zu einem Brand auf der Bühne kommen, reicht es sicher nicht aus, dass der liebe Gott schützend seine Hand darrüer hält und alle fest daran glauben das alles gut wird.

    Bin über jeden (sinnvollen) Hinweis zu diesem Thema dankbar, da wir häufiger mit einer Kirche zusammen arbeiten wollen.

    Mal ein paar Fakten zu dieser Kirche (ob das relevant ist, weiß ich aber nicht :wink: :(
    - denkmalgeschütztes Gebäude (diese Tatsache schließt also bauliche Veränderungen nahezu aus)
    - verschiedene Räume für Veranstaltungen => Gemeindesaal , Kirchenschiff (= Gottesdienstraum), großer Jugendkeller
    - Sitzplätze in Form von "festinstallierten" Holzbänken im Kirchenschiff => 300
    - auf zweiter Ebene können weitere 200 Stühle gestellt werden
    - es sind Toiletten sowohl für Mann als auch für Frau vorhanden
    :wink: - aber keine seperaten Klos für Rollstuhlfahrer
    - Ausgänge der Kirche sind mit Schildern gekennzeichnet, man kann das Kirchenschiff in alle Richtungen verlassen, die Wege sind aber etwas schmal .. :roll:

    Tja, dann legt mal los ! Was muss ich beachten - in jeglicher Hinsicht (z.B. auch GEMA) .....

    :twisted: Es steckt ja ein guter Wille dahinter .... 8)

    GeBa Serviceteam A. Germuth & A. Badenhop GbR / Beermannstr. 18 / 12435 Berlin
    Mail: info@gebaserviceteam.de / Fax: 03212 / 1146273

  • lalelu12345
    Beiträge
    59
    • 4. Dezember 2006 um 16:02
    • #2

    ich würd schauen ob da genug strom für deine anlaag vorhanden ist

  • stage_reini
    Beiträge
    251
    • 4. Dezember 2006 um 19:35
    • #3

    Hallo!

    ein paar Dinge bezüglich Licht:

    Falls du MH's, Scanner etc einsetzen willst, achte darauf dass die Lüfter nicht zu laut sind! Zu laute lüfter sind oft sehr störend.

    Bei der Positionierung von Scheinwerfern darauf acht geben, dass sie nicht irgendwelcher brennbarer Kirchenausstattung zu nahe kommen (sollte eigentlich klar sein) :wink:

    @ krizzixx

    Bei der Installation von Lichtanlagen in Kirchen ist es sehr oft ein großes Problem einen ausreichenden Stromanschluss zu finden. Ich hatte schon Veranstaltungen in Kirchen, da gab es nicht einmal einen CEE16.

    Gruß Reinhard

  • lalelu12345
    Beiträge
    59
    • 4. Dezember 2006 um 19:39
    • #4

    ich der kirche wo ich öfters mit dem licht rein geh hats zum glück im keller nen 32A anschluss, leider 30 meter vom stromverteiler entfernt durch etliche türen und treppen :D

    wenn du was fliegen willst auf jeden fall die nicht immer tolle statik von alten kirchen beachten.


    stage_reini:

    nicht nur mh's und scanner, sondern auch einige dimmerpacks sind verdammt laut.
    lautstärkesollte man auf jeden fall beachten

  • nikita
    Beiträge
    83
    • 4. Dezember 2006 um 20:13
    • #5

    @ stage_reini : Das mit den störenden Geräuschen ist in dieser Kirche wirklich ein Problem. Die haben schon damals beim Bau (1906) in gewissem Maße auf die Akkustik geachtet. Auf der Kanzel stehend reicht leises Sprechen und es kommt trotzdem am "anderen Ende" an..... Es ist echt beachtlich wie der Klang sich in diesem Raum regelrecht verteilt und in die Ecken kriecht. :shock: :D

    Um euch die Möglichhkeit zu konkreteren Tipps zu geben :
    Das nächste geplante Konzert ist ein Panflötenkonzert mit Berimbao (Mundharfe), Sitar und Percussion (alles sehr eigen klingende Instrumente).

    Der Hall & Klang in dieser Kirche ist wie gesagt wunderschön, nichts desto trotz möchte der Künstler beim Konzert mit weiteren Halleffekten arbeiten... "Vermischt" sich das dann nicht ? :oops: :roll:

    GeBa Serviceteam A. Germuth & A. Badenhop GbR / Beermannstr. 18 / 12435 Berlin
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  • UweLam
    Profi
    Reaktionen
    244
    Beiträge
    707
    • 4. Dezember 2006 um 21:03
    • #6
    Zitat von "Nikita"

    Der Hall & Klang in dieser Kirche ist wie gesagt wunderschön, nichts desto trotz möchte der Künstler beim Konzert mit weiteren Halleffekten arbeiten... "Vermischt" sich das dann nicht ? :oops: :roll:

    Das ist etwas abhängig von der Beschallungsart. Wenn du eine aufwändige dezentrale Beschallung hast (d.H. die Zuhörer bekommen überwiegend Direktschall zu hören, da sie recht nah an den Lautsprechern sitzen), dann kann man schon mit Effekten arbeiten. Wenn du aber nur eine einfache L/R Beschallung hast, dann wirst du dort einen höheren Pegel als bei einer dezentralen Beschallung erzeugen, und die Raumakustik mehr anregen. In dem Fall sind zusätzliche Effekte in einer Kirche selten sinnvoll.

    zur VStVO in der Kirche: http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=56231&highlight=kirche

    mfG

    Uwe

  • Der Lange
    Beiträge
    153
    • 5. Dezember 2006 um 16:42
    • #7

    ganz wichtig : NICHT FLUCHEN ! Nichtmal dann wenn dir ne Bütec auf die Füße fällt. Damit zieht man sich sehr schnell den maximal möglichen Unmut der Angestellten dort zu.

    http://www.myspace.com/noisesound78

  • HippeliPA
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    615
    • 5. Dezember 2006 um 20:58
    • #8

    Genau, war auch schonmal in einer Kirche:
    -Nicht Fluchen
    -Nicht Rennen
    -Keine Fahrräder, Gabelstabler, Scherenlifte, Roller (mit oder ohne Motor) oder sonstige lustige Roadiefortbewegungsmittel
    -Keine Statuen oder Kerzenständer als Anschlagpunkte verwenden.
    -Nicht Kiffen, kein Bier trinken, nichtmal Leberkäsbrötle darf man da essen, auch wenn die Bar ohne Hocker in der Mitte dazu einläd.
    -Keine blöden Bemerkungen zum Jesus am Kreuz wie: "das hätte ich auch an 2 Punkten festbekommen"
    -Keine Slayer oder BadReligion T-Shirts oder sonstige lästerliche Kleidung.
    -Kein Black-Sabbath zum Soundcheck, auch wenn das passend scheint
    -Pyrotechnik wie Flammenwerfer sind ebenfalls unpassend
    -Waschbecken am Eingang darf man nicht benutzen. Also lieber dreckig bleiben.
    -Die lustigen weißen Kekse und der Wein gehören nicht zum Catering und dürfen auch nicht wärend Aufbaupaussen an der Bar gegessen bzw. getrunken werden.


    Bin gespannt was euch noch einfällt.

    PS: suche mal nach "wie beschallt man einen Dom"
    Da wurden 2000 PAX beschallt aus 14 Punkten oder so...

    no virtual - no line - no EQs

  • raumklang
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    403
    • 5. Dezember 2006 um 21:27
    • #9
    Zitat von "HippeliPA"


    Genau, war auch schonmal in einer Kirche:
    -Nicht Fluchen

    Bei einem Kirchengig ("@Kirchenmugge" 2001, das erste live-gestreamte Kirchenkonzert in DE) hatte ich die dankenswerte Aufgabe, mich mit der Übertragung zum Zwischenetz zu beschäftigen.

    Der Weg zur Orgel, wo die Rechner hin sollten, bestand aus einer Treppe mit ausgelatschten Sandsteinstufen, so breit, dass man gerade selbst hochgehen konnte. Der Kollege (inkl. Bad Religion Shirt) war mit seinem 15" schnell oben.
    Als ich ruckartig mit dem etwas unhandlichen 21" CRT im Gang festhing, entfuhr mir ein lautes "Scheixxe!", was unter schneller Besinnung auf den Ort des Geschehens wiederum dazu führte, dass ich fast den Monitor fallen gelassen hätte.

    Letzterer wurde dann im Pfarrheim geparkt und gegen ein TFT aus dem Pfarrbüro getauscht.


    Zitat von "HippeliPA"


    -Nicht Kiffen, kein Bier trinken, nichtmal Leberkäsbrötle darf man da essen, auch wenn die Bar ohne Hocker in der Mitte dazu einläd.

    Die anwesenden Rockers hatten das nicht bedacht. Zumindest war das erste, was man von den Musikern in der Kirche hörte ein "Pffft - Zisch- glugg glugg glugg *rülps* - uppala!"

    Der Guru war Gott sei Dank (Muhaha, wie passend) zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend.
    Den gelernten Kirchenmusiker (inzwischen Kantor in einer Gemeinde bei Bielefeld) hat das alles aber auch nicht abgehalten, Rock'n'Roll auf der Orgel zu spielen :)


    Zitat von "HippeliPA"


    -Keine Slayer oder BadReligion T-Shirts oder sonstige lästerliche Kleidung.

    Siehe oben.

    Interessant an der ganzen Aktion war übrigens der Gaffa-Test auf der Straße, die sich zwischen Kirche und Pfarrhaus befindet:

    Es handelt sich dabei um eine mittelschwer befahrene Bundesstraße.
    Das Netzwerkkabel (genauer: 2) wurde auf der Straßenoberfläche mit 4 Lagen (~8 Rollen) Tape befestigt (WLAN gabs damals noch nicht...).
    Also zumindest, nachdem das erste Problem, nämlich 2x 100m Cat 5 in einem Kaff am Wochenende aufzutreiben, behoben war (es war BTW das teuerste Kabel, das ich je gekauft habe).

    Auf beiden Seiten durch je einen Gullydeckel geführt, dann auf der einen Seite in die Kirche und auf die Empore zu den beiden Kisten für Live-Stream und Webcam.
    Auf der anderen Seite zum Router und von da mittels Fritz! B1 an den (kanalgebündelten) ISDN-Anschluß, um halbwegs mit der Bandbreite hinzukommen.

    Das Ganze funktionierte recht zufriedenstellend und zuverlässig bis exakt 20 Sekunden nach dem letzten Ton. Genau da hat wohl ein LKW das Kabel befahren und kaputt bekommen. Es hat aber immerhin 2,5 Tage gehalten :)

  • audiobo
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    • 6. Dezember 2006 um 19:27
    • #10
    Zitat von "RaumKlang"

    WLAN gabs damals noch nicht...

    siehe:

    http://wiki.uni-konstanz.de/wiki/bin/view/…ss/WlanPioniere

    - nichts für ungut...

  • raumklang
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    • 6. Dezember 2006 um 20:30
    • #11
    Zitat von "AudioBo"

    http://wiki.uni-konstanz.de/wiki/bin/view/…ss/WlanPioniere

    Sagen wir mal: Es war zumindest im Customerbereich noch nicht erhältlich bzw. verbreitet. Und wenn, dann sehr teuer, mit geringer Bandbreite und nur auf sehr kurzen Strecken sinnvoll nutzbar.

    Ich weiß nicht so genau, wann ich meine erste WLAN Karte verkauft habe, fakt ist, dass ich 2001 noch ziemlich viel im IT-Bereich gemacht habe und zu diesem Zeitpunkt gerade mal DVD-Laufwerke (also keine Brenner) _der_ Renner waren.

  • martin.riesch
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    286
    • 7. Dezember 2006 um 16:49
    • #12

    ACHTUNG!

    Dass in Kirchen die MVStättV / VStättV nicht gelten, ist falsch!
    Die MVStättV / VStättV sagen ganz deutlich, dass sie nicht "für Räume, die dem Gottestdiest gewidmet sind" gelten (dies beruht auf der Trennung von Kirche und Staat - Gesetzte sind stattlich geschaffen - und weil der Staat sich nicht in kirchliche Dinge einmischt, gelten dort während Gottestdiesten etc. die MVStättV / VStättV nicht).
    Bei Veranstaltungen (Lesung, Konzert, Ausstellung, Aufführung, etc.) die in einer Kirche stattfinden, gelten die MVStättV / VStättV wieder!
    Auch im Fall des Gottestdiestes (wenn die MVStättV / VStättV nicht gelten), sind immernoch andere Verordnungen bindend (Bauordnung, etc.).

    Also Vorsicht mit der Verallgemeinerung, dass die MVStättV / VStättV nicht in Kirchen gelten.

    lG,
    Martin

  • ADMIN
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    • 7. Dezember 2006 um 17:19
    • #13
    Zitat von "martin.riesch"

    Bei Veranstaltungen (Lesung, Konzert, Ausstellung, Aufführung, etc.) die in einer Kirche stattfinden, gelten die MVStättV / VStättV wieder!

    So allgemein formuliert ist das dann auch wieder nicht ganz richtig.

    Siehe http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=56231

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • melbourne
    Beiträge
    4
    • 29. April 2007 um 00:11
    • #14

    Hi
    oder wie unser Pfarrer immer zu sagen pflegt:


    Als ich gestern in die Kirche gekommen bin hat da einer geracuht da is mir glatt das Bier aus der Hand gefallen :)

    Cya Alex

    Ein Mischpult ist keine Kläranlage...
    aus Scheiße kann man kein Gold machen.

  • wiesel
    Profi
    Beiträge
    136
    • 29. April 2007 um 22:30
    • #15

    Man muss unter Umständen beachten, dass keine Zeit zum Einstellen gelassen wird (ist mir zumindest mal passiert). Da wurde von Gottes Hand geplant, dass die Kirche bis 19:30 dem Besichtigungspublikum geöffnet ist und ab 19:31 Chorprobe ist ...

    Klatschen, um die Nachhallzeit in Erfahrung zu bringen, ist überigends auch unerwünscht.

    Und wenns ne kath. Kirche ist, finde ich, dass einige der "Angestellten des Herrn" dazu neigen, sich für was sehr besoderes zu halten.

    Maximilian Kropp
    Grundend 8
    47807 Krefeld

    http://www.kulturfabrik-krefeld.de

  • melbourne
    Beiträge
    4
    • 30. April 2007 um 23:38
    • #16

    So jetzt gibt es ne ordentliche Antwort:

    Man muss bei Auftritten in Kirchen beachten,dass:
    -man Lieder aussucht die mitsingbar sind.
    -man nichts isst oder sichtbar trinkt.
    -nicht flucht.
    -man mit dem Pfarrer geredet hat (wg Ablauf).
    -man nicht zu laut ist (sehr wichtig).
    -man die Boxen nicht mittig platziert (nicht wegen der Akkustik sondern wegen der Gemeinde).
    -Nichts heiliges berührt o.ä....
    -lieber nicht lacht.


    Cya Alex

    Ein Mischpult ist keine Kläranlage...
    aus Scheiße kann man kein Gold machen.

  • Micromann
    Beiträge
    1.622
    • 1. Mai 2007 um 10:36
    • #17

    [quote="Melbourne"]
    -man nichts isst oder sichtbar trinkt.

    also essen ist eigentlich ein quasi no-go. Wobei ich sagen muss das ich mir 2005 auch schonmal das recht rausgenommen habe, während eines Gottesdienstes über 2 h mir was zu essen bringen zu lassen, weil ich sonst einfach am pult zusammengebrochen wäre und weil vorher absolut nur stress war und keine möglichkeit bestand was zu essen. aber eigentlich ein absolutes nogo.

    Trinken meißt nach Absprache mit dem Pastor bzw. Pfarrer möglich. Aber defenitiv absprechen. Gerade auf der Bühne muss man wenn man singt oder so was trinken. Meist haben auch die Pfarrer und PAstoren an ihren Plätzen ne Flasche Wasser und ein Glas stehen. Also Wasser ist ok. Saft und Cola ggf. auch. Aber alles alkoholisches ist ein defenitives NoGo! Aber BITTE immer vorher absprechen auch wenns bei 10 Auftritten vorher OK war, es kann sein, das z.Bsp. ein Küster da ist der damit Probleme hat und dann schlagen sich Pfarrer bzw. Pastor grundsätzlich auf die Seite ihrer Ehrenamtlichen und sind schlecht gelaunt und plötzlich hat man nur noch Probleme.


    Man kann nicht nicht kommunizieren :D

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