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Hornresp Frage

  • dout
  • 22. Oktober 2008 um 01:16
  • dout
    Beiträge
    156
    • 22. Oktober 2008 um 01:16
    • #1

    Hallo,

    ich glaube zwar das, oder sowas ähnliches hier schon mal gefragt zu haben,
    aber damals gab es keine wirkliche Antwort.

    Ich habe folgendes Problem:

    Es geht um ein Horn von Cowan Audio, seinen "Horn Sub Jr", welcher unter diesem Link zu finden ist: http://www.cowanaudio.com/hornsubjr.html

    Sieht man sich den Bauplan des Horns an,

    dann kommt man durch ein wenig Rechnen auf eine Mundfläche von 2324 cm².

    Sieht man sich jetzt aber die zugehörige Hornresp Simulation von William Cowan an,

    dann sind dort bei S5 9000 cm² angegeben, was ja irgendwie nicht sein kann, es sei denn ich habe die Bedienung von Hornresp an dieser Stelle missverstanden.

    Dann habe ich mir gedacht, vielleicht hängt Cowan das letzte Hornsegment (S4,S5) noch als "quasi Hornsegment" an, da er dieses Horn für die Aufstellung an einer Wand entwickelt hat. Allerdings bedeuten doch bereits die 0,5 Pi schon Aufstellung des Horns an einer Wand.

    Das verwirrt mich. Wer von uns beiden macht da einen Denkfehler, und vor allem WELCHEN?

  • monstermusik
    Beiträge
    61
    • 22. Oktober 2008 um 10:39
    • #2

    soweit ichs verstehe hat er die Hornöffnung zum Eck hin, läßt also den Schall aus dem Eck an den Wänden lang. Das wirkt als "Hornverlängerung" wie beim Eckhorn. Deshalb die vergrößerte Mundöffnung.
    Gruß Thomas

  • jogi
    Beiträge
    497
    • 22. Oktober 2008 um 10:50
    • #3
    Zitat von "dout"

    Dann habe ich mir gedacht, vielleicht hängt Cowan das letzte Hornsegment (S4,S5) noch als "quasi Hornsegment" an, da er dieses Horn für die Aufstellung an einer Wand entwickelt hat. Allerdings bedeuten doch bereits die 0,5 Pi schon Aufstellung des Horns an einer Wand.

    Das verwirrt mich. Wer von uns beiden macht da einen Denkfehler?


    Cowan

    Die Simulation ist einfach Müll

    Lautsprecher, Hörner und Treiber zu verkaufen

  • SRAM
    Profi
    Reaktionen
    6
    Beiträge
    5.548
    • 22. Oktober 2008 um 15:02
    • #4

    virtuelle Hornverlängerung beachten.

    Gruß SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

  • dout
    Beiträge
    156
    • 22. Oktober 2008 um 20:24
    • #5

    Was ist die virtuelle Hornverlängerung und wie funktioniert sie?

  • adval
    Beiträge
    113
    • 23. Oktober 2008 um 11:35
    • #6
    Zitat von "SRAM"

    virtuelle Hornverlängerung beachten.

    Gruß SRAM

    ...Schon, aber nur 20 - 25% Hornlänge.
    Bei der gezeigten Simulation beträgt der Anteil >50%.
    Der gute Simulator hat nicht berücksichtigt, dass der tatsächliche geometrische Hornmund tatsächlich nur 2400 cm^2 beträgt und die reguläre Eckaufstellung durch die 0.5Pi berücksichtigt ist.
    Korrekt wäre die Simulation nur, wenn an das Horn eine Erweiterung (oder "Eckanapassung", im Sinne eines Bauteils mit z.B. rechteckigem Querschnitt, das sich von den 2400 cm^2 auf 9000cm^2 erweitert) mit einem Meter Länge und 9000 cm^2 Mundfläche angesetzt wird.
    Der gute Simulator hat auf übersehen, dass er keine konische Erweiterung des Hornverlaufes gebaut hat (aber simuliert hat). Er hat eine parabolische Erweiterung (wenn bei einem rechteckigem Querschnitt sich Querschnittsbreite und -Höhe linear verändern, Ändert sich der Querschnitt quadratisch).
    Gut, der eingesetzte Treiber ist natürlich alles andere als ein Horntreiber.
    Im Prinzip nutzt er also vor allem den Resonanzeffekt der Lauflänge unde der kommt mit scwächerem Treiber besser zur Geltung. Indoor hilft dann noch der Druckkammereffekt des Raumes mit, eine bessere Tieftonübertragung zu erhalten.
    Warum zeigt er keine Messung? Vor allem sollte er diese auch draußen durchführen, um zu erkennen, dass das Gebilde mit der Simulation nicht wirklich übereinstimmt!

  • tufkasr
    Beiträge
    310
    • 23. Oktober 2008 um 17:36
    • #7

    @ adval - deinen Einwurf (konisch vs. parabolisch) kann ich so nicht stehen lassen. Cowan hat dieses Horn vermutlich mit einem hyperbolischen Verlauf entworfen (ueber die Stimmigkeit der angesetzten virtuellen Verlaengerung des Horns brauchen wir nicht debattieren).

    Nachdem der Hornverlauf als hyperbolisch festgelegt ist, werden die Querschnittsflaechen S(x) in Hornbreite b(x) und -hoehe h(x) umgerechnet. Gilt dabei b(x)=const, wie im Fall quaderfoermiger Gehaeuse, ist der Verlauf von h(x) logischerweise nicht linear. Der exakte Hornverlauf wird im Zuge der Faltung segmentweise durch parabolische Abschnitte angenaehert, um keine kontinuierlichen Rundungen erstellen zu muessen.

    Die Rueckkalkulation wird aber dadurch erschwert, dass Hornresponse eben keine 4 parabolischen Segmente in Reihenschaltung zulaesst. Und nun gilt es zu untersuchen, wie gross die Abweichungen vom hyperbolischen Horn durch a) konische, oder b) exponentielle Segmente wirklich sind. Ich geb mal einen Tipp ab: wird die Segmentlaenge dx infinitesimal klein, spielt die Erweiterungsfunktion fuer dx keine Rolle mehr.

  • dout
    Beiträge
    156
    • 23. Oktober 2008 um 19:05
    • #8

    Interessant was ihr so alles wisst, nur was heißt das jetzt?

    Für mich hört sich das so an: Es gibt eine Horntheorie wie hyperbolische oder parabolische Hörner auszuschauen haben. Da man keine Rundungen haben will nähert man das eben nur an. Durch diese Annäherung entstehen dann Fehler, die man wieder irgendwie, anscheinend am "Ende" des Horns in Hornresp ausgleichen muss und das hat Cowan anscheinend etwas schönigend übertrieben?

    Gehts in die Richtung oder liege ich vollkommen falsch?

    Nur frage ich mich dann, warum man diese Korrektur am Ende nicht gleich in Hornresp mit integriert, sodass es automatisch korrigiert wird.

    Ich dachte bisher immer, dass wenn ich in Hornresp irgendwas simuliere, was einigermaßen realistisch ist im Bezug auf Querschnitte und "Steilheit" der Hornöffnung, dann kommt auch ca. das raus, was mir die Simulation zeigt. Zumindest dann, wenn ich das Horn so bauen würde, wie die Skizze aus Hornresp es zeigt. Was dann zu "steile" Knicke usw. bewirken ist ja wieder eine andere Sache...

  • adval
    Beiträge
    113
    • 23. Oktober 2008 um 20:48
    • #9
    Zitat von "svenr"

    ...Cowan hat dieses Horn vermutlich mit einem hyperbolischen Verlauf entworfen...


    Hornresp erlaubt es hyperbolische Konturen direkt zu berechnen. Ich vermute, dass der Simulant besondere Realitätsnähe - wie viele andere auch - dadurch erreichen wollte, dass er die geraden Hornbegrenzungsflächen als konische Segmente, statt eben parabolischer simuliert hat. Im Prinzip hätte er auch mit exponentiellen Verläufen simulieren können...

    Zitat

    ...untersuchen, wie gross die Abweichungen vom hyperbolischen Horn durch a) konische, oder b) exponentielle Segmente wirklich sind. Ich geb mal einen Tipp ab: wird die Segmentlaenge dx infinitesimal klein, spielt die Erweiterungsfunktion fuer dx keine Rolle mehr.


    Klar, wenn dx klein ist auch dA klein, aber die Relation von dA_exp, dA_hyp, dA_kon zueinander bleibt ja erhalten. Also was bringt uns nun diese Erkenntnis?

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