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I don't need that, 2.0

  • ADMIN
  • 8. Dezember 2007 um 11:15
  • verstärkerberserker
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    • 10. März 2025 um 01:12
    • #11.941

    VERDI :cursing: :cursing: :cursing: :cursing: :cursing:

    ...Holz ist braun!

  • Marian Humann
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    • 10. März 2025 um 05:41
    • #11.942

    IWMO: Verdi.

    Die streiken schließlich dafür, dass ich mehr Geld bekomme.

    Und da die Arbeitgeberverbände in 2 Verhandlungsrunden für den seit Dezember aufgekündigten Tarifvertrag kein einziges Angebot abgegeben haben, bleibt ja nicht viel mehr übrig als großangelegte Streiks, da wo es weh tut.

    Was hätten die Arbeitgeber sonst erwartet, was die Arbeitnehmerseite tun soll?

  • guma
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    • 10. März 2025 um 06:28
    • #11.943

    Speziell bei dem Verein habe ich immer den Eindruck, dass sie nicht verstehen(wollen), dass sie das Geld, dass sie fordern, nicht „dem Arbeitgeber“ sondern allen anderen, die nicht von diesem Verein vertreten werden, wegnehmen. Ich darf das sagen, weil ich selbst fast mein ganzes Berufsleben im öffentlichen Dienst verbracht habe.

  • Licht_01
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    • 10. März 2025 um 06:31
    • #11.944
    Zitat von guma

    Speziell bei dem Verein habe ich immer den Eindruck, dass sie nicht verstehen(wollen), dass sie das Geld, dass sie fordern, nicht „dem Arbeitgeber“ sondern allen anderen, die nicht von diesem Verein vertreten werden, wegnehmen. Ich darf das sagen, weil ich selbst fast mein ganzes Berufsleben im öffentlichen Dienst verbracht habe.

    Dann ist dir aber ja auch bekannt das der Öffentliche Dienst sowieso kaputt gespart wird und man deutlich weniger verdient als in der freien Wirtschaft und zeitgleich weitere Nachteile hat (keine Benefits etc.)

  • Scyte
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    • 10. März 2025 um 06:42
    • #11.945

    Meine Frau arbeitet im Einflussbereich den Verdi und hat die Gewerkschaft schon in der ersten Woche als Rückendeckung gebraucht, weil sich der Arbeitgeber über Gesetze hinwegsetzen wollte. Sowas habe ich noch nie erlebt.

    Wir sollten alle, gerade was Arbeitnehmerrechte angeht, solidarischer sein (Frankreich ist da vorbildlich) auch wenn hier viele selbständig sind.

    Es ist eher David gegen Goliath. Die Arbeiter gegen den Kapitalismus/die Trägheit der Verwaltung, ob nun im öffentlichen Dienst oder in der privat Wirtschaft.

  • audiobo
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    • 10. März 2025 um 07:38
    • #11.946
    Zitat von Scyte

    Wir sollten alle, gerade was Arbeitnehmerrechte angeht, solidarischer sein … auch wenn hier viele selbständig sind.

    Gerade drum:

    1) Arbeiten wir in dieser Branche alle Hand in Hand - Überlastungen und Sorgen einzelner wirken sich auch auf den gemeinsamen Arbeitsablauf aus. Egal in welchem Arbeitsverhältnis man steht.

    2) Wenn die Angestellten z.B. zu viel arbeiten haben auch wir Selbstständigen mehr Diskussionen am Hals.

    3) Kann man nie ausschliessen irgendwann selber in eine abhängige Beschäftigung zu wechseln.

  • guma
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    • 10. März 2025 um 08:27
    • #11.947

    Ich habe nichts gegen Gewerkschaften, möchte aber daran erinnern, dass die Forderungen zu 100% aus Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen finanziert werden. Das ist ein Sonderfall.

  • audiobo
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    • 10. März 2025 um 08:45
    • #11.948

    Das sind aber grundsätzlich finanzpolitische Angelegenheiten und dürfen sich nicht auf die Arbeitnehmerrechte auswirken.

    Was ich wiederum volkswirtschaftlich völlig Banane finde, sind die Einschränkungen im öffentlichen Personentransport. Da müsste tatsächlich ein anderer Hebel erarbeitet werden. Denn offensichtlich kümmert das die Arbeitgeber eh nicht genug, als dass sie es unbedingt vermeiden möchten.

    Die Auswirkungen (gestresste Reisende, Dritte, die ihre Arbeit nicht zeitig verrichten können, mehr Individualverkehr, usw.) sind einfach absurd - es ist ja nicht so als wenn es sich um eine geringe Abweichung von einem Optimalzustand handeln würde.

  • yamaha4711
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    • 10. März 2025 um 09:53
    • #11.949

    Trainer trainer trainer....

    Ich habe die eMail nicht so ganz verstanden. Werden jetzt die Flughäfen bestreikt, oder die Fluggesellschaften? Ganz ehrlich habe ich mich damit jetzt nicht soooooooooo beschäftigt.

    Dennoch frage ich mich was der öffentliche Dienst, abgesehen von Zoll, Bundespolizei etc. damit zu tun hat. Viele Flughäfen (die meisten denke ich) sowie Fluggesellschaften sind in privatwirtschaftlicher Hand. Auch ein großteil des Sicherheitspersonals.

    Dies unabhängig von Verletzungen der Arbeitnehmerrechte.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • Marian Humann
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    • 10. März 2025 um 10:50
    • #11.950
    Zitat von yamaha4711

    Dennoch frage ich mich was der öffentliche Dienst, abgesehen von Zoll, Bundespolizei etc. damit zu tun hat. Viele Flughäfen (die meisten denke ich) sowie Fluggesellschaften sind in privatwirtschaftlicher Hand.

    Im Gegenteil, die meisten Flughäfen dürften in öffentlicher Hand sein, zwar vielleicht GMBHs, aber zu über 90% mit öffentlichen Mitteln getragen und damit sind die Mitarbeiter auch öD. Deshalb wurde auch zu Beginn von Corona ganz schnell ein Sondertarifvertrag zur Kurzarbeit geschlossen.

    Zitat von audiobo

    Das sind aber grundsätzlich finanzpolitische Angelegenheiten und dürfen sich nicht auf die Arbeitnehmerrechte auswirken.

    Was ich wiederum volkswirtschaftlich völlig Banane finde, sind die Einschränkungen im öffentlichen Personentransport. Da müsste tatsächlich ein anderer Hebel erarbeitet werden.

    Dem ersten Teil würde ich so unterschreiben. Die letzten Tarifrunden waren schon mit Abschlüssen unter der Inflation.

    Zum zweiten Teil: was bringt ein Streik, wenn er nicht weh tut?

    Die AG-Seite hätte letztes Jahr schon ihre Vorstellungen kundtun können. Die Arbeitnehmer können nichts mittelbar für die Finanznot der Kommunen. In den meisten kommunal n Haushalten ist eh schon eine Lohnsteuergerung eingearbeitet weil man ja seit 3 Jahren wusste, dass 2024 der Tarifvertrag ausläuft.

  • audiobo
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    • 10. März 2025 um 10:53
    • #11.951
    Zitat von Marian Humann

    Zum zweiten Teil: was bringt ein Streik, wenn er nicht weh tut?

    Was bringt ein Streik, der vornehmlich denen weh tut, die keinerlei Entscheidungsgewalt über die Arbeitsbedingungen haben?

    Das einzige was man so erreicht ist, dass die Menschen noch angepisster durch die Gegend laufen, alles kacke finden, das Bahnpersonal beschimpfen und dann womöglich alternative Parteien wählen.

  • Licht_01
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    • 10. März 2025 um 12:09
    • #11.952
    Zitat von guma

    Ich habe nichts gegen Gewerkschaften, möchte aber daran erinnern, dass die Forderungen zu 100% aus Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen finanziert werden. Das ist ein Sonderfall.

    Natürlich ist das ein Sonderfall.

    Aber sollte das einen Grund darstellen um bloß viel zu wenig zu zahlen im vergleich zur freien wirtschaft?

    Und jetzt komm Bitte nicht damit das man ja Wechseln kann.

    Wenn das jeder machen würde hättest auch du ein sehr großes problem, angefangen damit das dann ein sehr großer teil aller veranstaltungshäuser nicht mehr bestehen würde.

  • funkbrother
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    • 10. März 2025 um 15:31
    • #11.953
    Zitat von audiobo

    Gegenfrage: Ab wie vielen Mittelhochtoneinheiten darf man sich Top-Manager nennen?

    Genial, aber:

    Diesen Beitrag muss ich leider melden, denn jetzt hab ich nen Zwerchfellriss vom Lachen - das ist NICHT lustig und kann in einem ersthaften Forum wohl nicht geduldet werden!

    ;)

    (Wer Ironie nicht erkennt, braucht auch keine)

    :D

  • verstärkerberserker
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    • 10. März 2025 um 16:42
    • #11.954
    Zitat von verstärkerberserker

    VERDI :cursing: :cursing: :cursing: :cursing: :cursing:

    Tut mir leid, dass ich das vom Mobiltelefon nicht ausführlicher erläutert habe.

    iron

    "Verdi" ist ein vierhähriger Junge, der jetzt im zweiten Jahr in den Kindergarten geht. Dabei kam es ungefähr zu folgender Szene:

    Verdi: Fräulein "keine Namen" (Erzieheren). Ich will, dass Du nur für mich alleine etwas bastelst

    Erzieherin: Nein Verdi, das kann ich nicht machen.

    Verdi: Wenn Du das nicht machst, dann boxe ich allen Kindern in der Bastelecke in den Bauch

    Erzieherin: Aber die haben damit doch nichts zu tun.

    Verdi: das ist mir egal. Wenn Du das nicht machst, tue ich anderen weh.

    Erzieherin: ich mache das nicht.

    Verdi geht darauf hin in die Bastelecke und boxt den Kindern in den Bauch.

    Erzieherin: Verdi, das darfst Du nicht. Die Kinder können doch nichts dafür, dass Ich Deinen Wunsch nicht erfülle.

    Verdi: ist mir egal. Wenn Du nicht machst, was ich will tue ich anderen weh und Du darst mich nicht bestrafen.

    iron

    Die Adjektive, die mir zum Verhalten von Verdi einfallen sind u.a. einfach nur feige und hintervotzig... (sagt man hier so).

    Den Leuten weh zu tun, die komplett unbeteiltig sind, geht gar nicht, v.a. wenn man mit denen überhaupt nichts zu tun hat. Wenn man Verdi und alle anderen die sich so verhalten (wie den von den Lokomotiven) in einen Sack steckt und drauf haut, trifft man sicher keinen falschen und verhält sich v.a. so wie die selbst. Man schlägt auf unschuldige ein, die sich nicht wehren können und muss denen dabei nicht mal ins Gesicht sehen.

    Sorry für diese bildhafte Darstellung, aber ich habe lange gegrübelt, an was mich dieses Verhalten erinnert.

    Die anderen Kommentare zu den Streiks und Forderungen kommentiere ich vielleicht ein anderes mal. Ich lese zu lange Beiträge hier selbst nicht so gerne und dieser ist auch schon drüber. Schönen Abend

    (Das Warnschild passt natürlich nicht - ich wollte das aber nicht einfach so stehen lassen, bevor es auch wieder falsch rüber kommt 8o )

    ...Holz ist braun!

  • zegi
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    • 10. März 2025 um 18:12
    • #11.955

    verstärkerberserker : Kennst du auch das eine kleine Kind, das im riesigen Sandkasten 99% der Fläche für sich reserviert hat und sich entsprechend auch 99 der 100 Sandspielzeuge genommen hat.

    Die anderen 99 Kinder müssen sich jetzt leider um eine einzige Schaufel streiten und weil es auf diesem kleinen Stück so eng ist, stehen sich auch alle auf den Füssen rum.

    Dieses eine Kind lässt ab und zu ein anderes Kind auf diese grosse Fläche kommen und eine Schaufel ausleihen, wenn es dafür die anderen Kinder verprügelt, die das System in Frage stellen.

    Der Ton macht die Musik.

  • verstärkerberserker
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    • 10. März 2025 um 20:37
    • #11.956

    Nachdem ich mir dieser bildhaften Beschreibung angefangen habe, geht Dein Beispiel natürlich auch klar, auch wenn sich nach meinem Verständnis darin nicht wirklich der Kern dessen wiederspiegelt, worum es angeblich geht. (Das Ungleichgewicht zwischen Superreichen und Arbeitern?)

    Nachdem ich mir da nicht sicher bin, versuche ich es mal wieder im Klartext:

    -Mir geht es in keinster Weise das Streikrecht in Frage zu stellen!

    -Die Art und Weise, wie dieses in der letzten Zeit immer wieder ausgeübt wird, wiedert mich allerdings mehr und mehr an

    -Direkt geschädigt werden lieber unbeteiligte, weil deren ungerechtes Leid ein größeres Druckmittel darstellen. Das zeigt für mich parallelen zu einer Geiselnahme zur Durchsetzung irgendwelcher Ziele auf und ist in keinster Weis mit einem Streik, bei dem z.B. die Produktion eingestellt wird verbleichbar.

    Konkret zu meinem Beispiel:

    -3 Personen waren 10 Stunden länger unterwegs und haben maximal kurz im Sitzen geschlafen und sich notdürftig ernährt

    -3 Personen haben einen Arbeitstag in unbeteiligten Branchen verpasst bzw. nicht angetreten und einen Tag Urlaub verloren

    -Zusätzliche Kosten (abgesehen von Flughafenfraß) nur für Parken am Airport

    -der Erholungseffekt des (Erholung-) Urlaubs ist neutralisiert bzw. ich muss mich vom Urlaub erholen

    Kein wirklicher Beinbruch, aber trotzdem ungerecht. Ich habe grundsätzlich nichts gegen gerechte Bezahltung und gute Arbeitsbedingungen.

    -die direkten Kosten der Fluglinie kenne ich nicht. Gesehen habe ich 3 Busse und ein paar Kisten Softdrinks

    -wie sich das bei der direkten Zielgruppe (Flughafenbetreiber) verhält entzieht sich meiner Kenntnis. Ich vermute, dass hier Einnahmen verloren gehen. Ich vermute mal, dass das aber egal ist, weil es ja nicht direkt um die Flughäfen geht.

    -der (echte) Dienstleister des Parkplatzes hat mir aber erzählt, dass er Kunden hat, die mindestens zwei volle Tage verlieren! Mehrere Tage auf Flughafensitzen in fernen Ländern oder auch bei unfreundlichen Mitarbeitern grenzen in meiner Vorstellung an Volter. Auch ein 5 Sterne Hotel reitzt mich persönlich nicht, wenn ich da nicht hin will sondern da hin muss.

    -Wenn ich dann aus den Medien entnehme, dass ca. 0,5 Mio. Personen betroffen sind, dann finde ich diesen "Stellvertreterschaden" soch heftig!

    ...Holz ist braun!

  • simonstpauli
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    • 11. März 2025 um 09:28
    • #11.957
    Zitat von verstärkerberserker

    Nachdem ich mir dieser bildhaften Beschreibung angefangen habe, geht Dein Beispiel natürlich auch klar, auch wenn sich nach meinem Verständnis darin nicht wirklich der Kern dessen wiederspiegelt, worum es angeblich geht. (Das Ungleichgewicht zwischen Superreichen und Arbeitern?)

    Nachdem ich mir da nicht sicher bin, versuche ich es mal wieder im Klartext:

    -Mir geht es in keinster Weise das Streikrecht in Frage zu stellen!

    -Die Art und Weise, wie dieses in der letzten Zeit immer wieder ausgeübt wird, wiedert mich allerdings mehr und mehr an

    -Direkt geschädigt werden lieber unbeteiligte, weil deren ungerechtes Leid ein größeres Druckmittel darstellen. Das zeigt für mich parallelen zu einer Geiselnahme zur Durchsetzung irgendwelcher Ziele auf und ist in keinster Weis mit einem Streik, bei dem z.B. die Produktion eingestellt wird verbleichbar.

    Konkret zu meinem Beispiel:

    -3 Personen waren 10 Stunden länger unterwegs und haben maximal kurz im Sitzen geschlafen und sich notdürftig ernährt

    -3 Personen haben einen Arbeitstag in unbeteiligten Branchen verpasst bzw. nicht angetreten und einen Tag Urlaub verloren

    -Zusätzliche Kosten (abgesehen von Flughafenfraß) nur für Parken am Airport

    -der Erholungseffekt des (Erholung-) Urlaubs ist neutralisiert bzw. ich muss mich vom Urlaub erholen

    Kein wirklicher Beinbruch, aber trotzdem ungerecht. Ich habe grundsätzlich nichts gegen gerechte Bezahltung und gute Arbeitsbedingungen.

    -die direkten Kosten der Fluglinie kenne ich nicht. Gesehen habe ich 3 Busse und ein paar Kisten Softdrinks

    -wie sich das bei der direkten Zielgruppe (Flughafenbetreiber) verhält entzieht sich meiner Kenntnis. Ich vermute, dass hier Einnahmen verloren gehen. Ich vermute mal, dass das aber egal ist, weil es ja nicht direkt um die Flughäfen geht.

    -der (echte) Dienstleister des Parkplatzes hat mir aber erzählt, dass er Kunden hat, die mindestens zwei volle Tage verlieren! Mehrere Tage auf Flughafensitzen in fernen Ländern oder auch bei unfreundlichen Mitarbeitern grenzen in meiner Vorstellung an Volter. Auch ein 5 Sterne Hotel reitzt mich persönlich nicht, wenn ich da nicht hin will sondern da hin muss.

    -Wenn ich dann aus den Medien entnehme, dass ca. 0,5 Mio. Personen betroffen sind, dann finde ich diesen "Stellvertreterschaden" soch heftig!

    Alles anzeigen

    Das Alles liegt doch aber nur in der Natur der Sache begründet.

    Diese Menschen können nicht die Produktion bestreiken, wo es niemand mitbekommt. Die Arbeitgeberseite weiß das natürlich und ich sehe die mangelnde Verhandlungsbereitschaft, wenigstens die Härten der Inflation abzufangen, als sehr viel problematischer an als einen legitimen Streik, der genau daraus resultiert. Und: Es geht hier immer noch im Grundsatz um Schäden finanzieller Natur.

    Was ist denn die sinnvollste Reaktion von Geschädigten? Nach meiner Ansicht die volle Unterstützung der Streikenden, Druck aus der Bevölkerung an die Tarifparteien, sich zu einigen. Denn alle Geschädigten (die arbeitenden Menschen mit Reallohnverlusten und die akut durch die Streikfolgen Geschädigten) können durchaus als Leidensgemeinschaft gesehen werden.

    Mit Deiner Reaktion sorgst Du eher dafür, daß es keine zufriedenstellende Einigung gibt und zukünftige Streiks wahrscheinlicher werden. Für mich ist das unlogisch, wenn auch im Affekt logisch erscheinend, so doch mittel- und langfristig schädlich.

    Und generell können wir dankbar sein, daß es das Streikrecht hier gibt. Andernfalls wären wir immer noch im Frühkapitalismus gefangen, wo arbeitende Menschen nur so viel Geld bekommen haben, daß sie ihre Arbeitskraft erhalten konnten aber kein Stück mehr.

    Ein Gegenbeispiel. Wie läuft es denn bei uns Selbständigen? Können wir streiken? Im übertragenen Sinne schon. Wenn wir einen Gig nicht annehmen, weil wir keine adäquate Bezahlung dafür aushandeln können, wie wird das von potentiellen Gästen einer Veranstaltung gesehen? Nehmen wir mal ein Extrembeispiel an, es gibt einfach keine Crew. Sind wir dann Schuld daran, weil die Veranstaltung nicht stattfindet? Ist eine passende Reaktion von potentiellen Gästen "Na toll, die wollen nicht für 100 Euro am Tag arbeiten und WIR müssen darunter leiden". Ich denke nicht.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • verstärkerberserker
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    • 11. März 2025 um 10:41
    • #11.958

    Dass ich grundsätzlich froh bin, dass es das Streikrecht gibt, hatte ich schon geschrieben.

    Zitat von simonstpauli

    Denn alle Geschädigten (die arbeitenden Menschen mit Reallohnverlusten und die akut durch die Streikfolgen Geschädigten) können durchaus als Leidensgemeinschaft gesehen werden.

    Dass diese These in der Realität floppt, kann ich Dir nach dieversen Gesprächen am Flughafen, im Flieger, Buss.... mitteilen. Bei den Geschädigten geht das zum min. 90% nach hinten los. Die haben alle einen Prass auf Verdi, weil sie in "Geiselhaft" genommen werden. Wenn ich dann überlege, dass in Summe 0,5 Mio Leute betroffen sind, dann unterstützen die schon mal nicht. Wenn ich dann noch die dazu nehmen, die unter den ewigen Bahnstreiks gelitten haben, erhöht sich die Zahl gleich mal, auch wenn das natürlich wieder eine andere Baustelle ist.

    Ich habe mit Leuten gesprochen, die Ihren Ärger gerne mal den Verursachern zurück geben würden. Da kamen interessante Ansätze bei raus. z.B. sinngemäß: wenn die Streikenden von Verdi immer durch ihre Gewerkschafts Shirts gekennzeichnet rum laufen würden, dann würde ich denen mal 2 Wochen keine Lebensmittel verkaufen. Kreativer Ansatz.

    Ich finde Solidarität eine wichtige Basis, die eng mit dem Streikrecht verknüpft ist.

    Damit die funktioniert muss aber auch die Verhältnismäßigkeit stimmen. Wenn wie aktuell der Eindruck entsteht, dass es mit den Maßnahmen bzw. der Häufigkeit übertrieben wird, geht diese Solidarität schnell verloren. "...wie, die streiken schon wieder?" habe ich nicht das erste mal gehört. Da gehört für mich aucht die Verhältnismäßigkeit der Forderungen dazu.

    Wie ich beim überfliegen anderer Beiträge gelesen habe, gibt es durchaus Leute, die verstehen, dass auch die Kosten für die Umsetzungen der Forderungen von der Allgemeinheit gezahlt werden müssen. Ob das jetzt höhere Steuern, höhere Preise oder wegfall anderer Projekte sind.

    Auch den selbstständigen Kollegen, die nach Corona die positive Tendenz bei den Gagen teilweise maßlos übertreiben wollten habe ich immer wieder einen guten Freund zitiert: "Wenn Du jeden Früh ein Glas Milch trinken willst, macht es nicht viel Sinn die Kuh zu schlachten."

    ...Holz ist braun!

    Einmal editiert, zuletzt von verstärkerberserker (11. März 2025 um 11:01)

  • audiobo
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    • 11. März 2025 um 12:06
    • #11.959
    Zitat von simonstpauli

    ich sehe die mangelnde Verhandlungsbereitschaft, wenigstens die Härten der Inflation abzufangen, als sehr viel problematischer an als einen legitimen Streik,

    Aber das ist ja der springende Punkt - es tut nicht genug weh:

    1. Es gibt auf der Ebene für sehr viele Menschen praktisch kein ernstzunehmendes Alternativangebot - würde jetzt das ALDI-Personal streiken geh ich halt im LIDL einkaufen. Das Ergebnis ist für's Management unmittelbar spür- und skalierbar.
    2. Wie fordert man beim ÖV den entsprechenden Anteil von seinem Monats-/Jahresabo zurück?
    3. Der Zeitaufwand um potentiellen Schaden nachzuweisen für die Schadensersatzforderung? Erst mal recherchieren was man überhaupt fordern darf und was sowieso ausgeschlossen ist...
    4. Überhaupt ist der ganze Umgang von Fluggesellschaften etc. mit Rückzahlungsforderungen allgemein sehr bescheiden und eher anstrengend - bei Konsumentenmagazinen nebst Telekommunikationsfirmen ein echter Dauerbrenner

    Demgegenüber steht der tatsächlich entstehende Schaden, der leider in vielen Punkten gar nicht mit einem genauen Preisschild versehen werden kann:

    1. x Stunden nicht geleisteter Arbeit in völlig unbeteiligten Branchen
    2. x Stunden "Freizeit" die für Warterei/Umplanerei/Abarbeiten der vorher nicht geleisteten Arbeit (bestenfalls in Form von bezahlten Überstunden)/Rückzahlungsforderungen draufgehen
    3. (im Falle vom ÖV) höhere Umweltbelastung durch Umstieg auf motorisierten Individualverkehr
    4. nicht verifizierbare zusätzliche Belastung des Gesundheitssystems durch erhöhten Stress vieler tausend Menschen
  • Licht_01
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    • 11. März 2025 um 12:18
    • #11.960

    Da ist aber ja das nächste Problem.

    Was würde denn genug Weh tun?

    Wir Reden ja über den Öffentlichen Dienst, dort wird kein Geld erwirtschaftet sondern Verwaltet.

    Also egal was man macht, betroffen ist IMMER die "normale Bevölkerung".

    Selbst wenn jetzt einfach alle Verwaltungsmitarbeiter Streiken würden ist die einzige unmittelbare Auswirkung das die Anträge der Anwohner länger brauchen, damit aber nix was die Verwaltung als solches betrifft.

    Es gibt tatsächlich nur die Möglichkeit die Bevölkerung "leiden" zu lassen damit der AG Verband endlich auf die Idee kommt das ganze zu beenden.

    Wir haben bereits zwei verhandlungsrunden gehabt, in beiden haben es die Arbeitgeber nichtmal geschafft ein Angebot vorzulegen! das ist einfahc Absolut Respektlos allen Angestellten gegenüber welche mit Personalmangel, endlos Überstunden, Überforderung und Zeitgleich deutlich zu wenig Verdienst zu tun haben.

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

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