Was Du da beschreibst, bestätigt mal wieder meine Beobachtung, dass die Leute mittlerweile anscheinend mehr und mehr verlernen, sinnvoll aufeinander aufzupassen.
also wir haben sowas früher einfach „untereinander geregelt“ …
Was Du da beschreibst, bestätigt mal wieder meine Beobachtung, dass die Leute mittlerweile anscheinend mehr und mehr verlernen, sinnvoll aufeinander aufzupassen.
also wir haben sowas früher einfach „untereinander geregelt“ …
Das ganze Awareness Konzept ist (richtig umgesetzt, durch ausgebildete Leute) richtig und wichtig im ursprünglichen Sinn, wo es um konsensthemen, sexuelle Übergriffe, Übergriffigkeit, ... geht.
Dagegen habe ich nichts, damit habe ich mich als Vereinsvorstand auch auseinandergesetzt, ich finde es wichtig, dass es da Anlaufstellen für Betroffene gibt.
Aber der Rest des sozialen Zusammenlebens hat da drin nichts zu suchen und wie du wora schreibst regelt man das vor der Tür oder in einem Gespräch, eventuell mit einer dritten Person dabei.
Awareness heißt sowohl Wachheit (so kenne ich das aus meinem früheren Beruf) als auch Wachsamkeit. Hier ist wohl die Wachsamkeit gemeint, die Wolfgang schon so treffend als Kompetenz beschrieben hat, die früher einfach da war. Für mich eine Sozialkompetenz die durch Erziehung im weiteren Sinn einfach ausreichend vorhanden war.
Nicht nur deshalb stellt sich die Notwendigkeit solcher Teams als Frucht des beliebten Erziehungsmodells
AUSWILDERUNGSEXPERIMENT
dar.
Nichts führt zuverlässiger zum Totalverlust von Sozialkompetenz, denn die stellt sich halt nicht von selbst ein.
und dazu: abgabe jeder verantwortlichkeit für sich selbst und die dinge die man so tut oder läßt.
Das ist das was ich meine mit brauchen wir eher nicht. Der vermeintliche Täter hat eben auch Recht und zu allererst die Unschuldsvermutung
Ja, bei Strafverfahren. Die Unschuldsvermutung wird immer wieder zur Abwürgung von Kritik vorgeschoben, ist aber oftmals (wie in diesem Fall) vollkommener Quatsch. Ein Awareness-Team ist natürlich nicht daran gebunden.
Awareness heißt sowohl Wachheit (so kenne ich das aus meinem früheren Beruf) als auch Wachsamkeit. Hier ist wohl die Wachsamkeit gemeint, die Wolfgang schon so treffend als Kompetenz beschrieben hat, die früher einfach da war.
Naja... es haben sich ja früher schon auch Menschen massenhaft daneben benommen... Das hat man dann (auf diese oder jene Art) "unter sich" geregelt. Oder die ein oder andere ekelhafte Grapscherei o.ä. fiel halt einfach unter den Tisch und es wurde munter weitergemacht...
Ich frag mich bei diesen Diskussionen immer warum man sich nicht einfach freuen kann, dass es Leute und Veranstalter*innen gibt denen ein gesittetes Miteinander und friedliches Feiern ein solch wichtiges Anliegen ist, dass dafür Leute abgestellt werden, die sich (im Übrigen meist ehrenamtlich) Gedanken über ein entsprechendes Konzept machen und sich dann professionell darum kümmern. Das schafft dann nicht nur Awareness für die Menschen die betroffen sind, sondern eben auch dafür, dass derartiges Verhalten grundsätzlich nicht unter den Tisch fällt, sondern auch konsequent verfolgt wird und das dann in der Folge eben vielleicht auch einfach endlich mal weniger wird!!!
Es geht dabei also einfach nicht darum, dass solche Übergriffe mehr geworden sind und man deshalb auf einmal aktiv werden muss oder so, sondern einfach darum dass konsequent einen Riegel vor jegliche Art von übergriffigen und sonstwie unpassendem Verhalten vorgeschoben wird. Wenn man das verstanden hat gehen mMn alle Diskussionen über "warum brauchen wir sowas heutzutage, ging doch früher auch ohne..." komplett am Kern der Sache vorbei...
Es geht dabei also einfach nicht darum, dass solche Übergriffe mehr geworden sind
ist für mich ebenfalls ein Zeichen von Nicht-Erziehung durch Familie, Lehrer aber auch die Gesellschaft als Ganzes.
'Loben und sich selbst überlassen' führt halt zu nichts außer Narzissmus und sozialer Inkompetenz.
Selbsterfahrung ist prima, führt aber alleine nicht weiter als bis zu: „Wenn ich das und das mache, kriege ich eins auf die Fresse“.
Es gilt aber folgende Fragen zu beantworten:
Warum ging es vor 15 Jahren ohne?
Wo sollen denn die ganzen freiwilligen die das ohne Bezahlung machen kommen?
Da es zu wenige ehrenamtliche Helfer gibt, werden mit der Notwendigkeit für sowas 500-1000 pax Veranstaltungen finanziell unrentabel?
Gebe ich als Gesellschaft damit die Fähigkeit nein zu sagen ab und drifte weiter in die alles regelt jemand anderes ab?
Ich habe letztens einen hochzeitssaal in 2 Hälften geteilt. Lapidarer Kommentar des Kunden: bei uns zählen Frauen nicht so viel.
ist für mich ebenfalls ein Zeichen von Nicht-Erziehung durch Familie, Lehrer aber auch die Gesellschaft als Ganzes.
'Loben und sich selbst überlassen' führt halt zu nichts außer Narzissmus und sozialer Inkompetenz.
Und was ist draus die Konsequenz? Fortpflanzungsverbot für Menschen mit narzistischer Persönkichkeitsstörung? 
P.S.: können wir auch ein "Achtung Sarkasmus"-Schild bekommen?
Man muss das dann aber nicht promoten.
Das mit dem Narzissmus, den es ohne frage gibt, verhält sich so, wie mit den adhs kranken. Die Zahl steigt sprunghaft und mutet ein wenig wie eine Mode Erkrankung an.
War ja in den 90iger mit hiv so. Da gab es in bestimmten Kreisen posser Partys um dann dazu zu gehören.
Das soll diese Leiden nicht negieren, aber wie immer gibt es Trittbrett Fahrer.
Nahezu alle Krankheiten haben Komponenten von erworbener und genetisch determinierter Kausalität, die aber von Krankheit zu Krankheit unterschiedlich gewichtet sein kann. Das ist die einzig dafür gültige Wahrheit.
Neurologische und psychiatrische Erkrankungen sind davon selbstverständlich nicht ausgenommen.
Dass die jeweilig gegenteilige Komponente als überraschend empfunden wird, liegt einzig an der gerade vorherrschenden Wahrnehmung einer Gesellschaft. Alkoholkrankheit wäre so ein typischer Vertreter.
Das Narzissmus auch eine genetische Komponente hat, ist daher 'medientauglich', verblüffend aber nur ein Teil der Wahrheit. In der Wissenschaft der letzten 200 Jahre findest Du eine Wellenbewegung, in der in den 60er und 70er Jahren „alles“ Psychische als erworben galt und in den letzten 30 Jahren die genetische Komponente wieder mehr in den Vordergrund rückt.
Dass es für Narzissmus auch eine genetische Komponente gibt, ist keine bahnbrechende Erkenntnis.
Ach so ja und wieviel davon genetisch ist oder nicht, ist für das, was wir im Kleinen wie im Großen „Spaß“ an Narzissten haben, viel weniger bedeutend als die Bewertung dieser Eigenschaft und genau hier setzt Erziehung an.
Je nachdem, ob in der Erziehung diese Eigenschaft positiv als „Willensstärke“ oder negativ als unsozialer Egoismus bewertet wird, wird das in der Kindesentwicklung verstärkt oder abgeschwächt. Deshalb ist es so wichtig, das sich nicht selbst zu überlassen.
Von Caesar und Napoleon bis zu Hitler und Putin/Trump kann man der Gesellschaft durchgängig den Vorwurf machen, sie hätte auf diese „Jungs“ besser aufpassen müssen und meiner Meinung nach geht das nur über erzieherische und gesellschaftliche Ächtung dieser Eigenschaft.
Mein IDN of the day: Die innere Uhr!
Um 4 Uhr in die Haia, um 8 Uhr wieder wach. ![]()
Der Vorteil war, ich konnte heute Morgen wie es noch kühler war schon einiges am Transporter umschichten, Morgen früh muss ich ja schon beim nächsten Kunden aufschlagen.
So, Mittag ist rum.
dann belade ich mal fertig.
Aber heut Abend werde ich nicht alt, der Jet Lag beginnt zu kommen. ![]()
guma
Mir ist einfach aufgefallen wie du eine in der heutigen Zeit sehr verbreiteten Art der Meinungsverbreitung in Erziehungsfragen hier wiederholt mit stützt. Kernaussagen sind:
Meinung A: "Tu dies nicht, sonst passiert das und das ist schlimm/verwerflich."
An der nächsten Ecke heisst es dann:
Meinung B: "Tu jenes nicht, sonst passiert das, was A schon gesagt hat."
(Wobei die Aussage von B nicht selten diametral entgegengesetzt liegt. Was i.d.R. zu Unsicherheit führt.)
Dabei wird gerne verbal mithilfe einer gewissen Resolutheit die komplette Zukunft des Nachwuchses in die Abhängigkeit der Erziehung gelegt. Mit der Suggestivaussage "Alle Kinder sind gleich, man muss sie nur richtig formen."
Klar kann man es auch einfach verkacken. Man muss den Menschen aber auch zugestehen, dass sie u.U. unter besonders schwierigen Umständen handeln müssen und dann lieber helfen.
Problematisch an dem Ganzen ist der Druck, der dadurch bei Eltern entstehen kann: Im Grunde schafft die Gesellschaft damit schon eine vorauseilende Schuldzuweisung (darin sind wir ja eh besonders versiert), falls es dann nicht gut kommen sollte. Druck hat man in so einer Situation meist eh schon genug und zu viel Druck führt irgendwann zu Überforderung und Gleichgültigkeit.
Auch ADHS wurde lange Zeit als Erziehungsdefizit gedeutet - von so manchem Zeitgenossen noch heute.
Die öffentliche Anerkennung des genetischen Einflusses kann dabei helfen den Druck zu reduzieren. Deswegen sollte man diesen nicht einfach herunterspielen, ausblenden oder gar negieren.
(Und natürlich trägt jede Anerkennung einer genetischen Ursache auch immer die Gefahr, dass diese als Begründung/Sündenbock für negatives Verhalten o.ä. herhalten muss - genauso wie eigentlich positive gedachte Regeln z.B. beim Thema "Awareness" von manchen schamlos ausgenutzt werden.)
Ich gebe zu, ich habe noch nicht die ganze Studie mit allen Details durch - bin da nicht genug versiert um das in einem Rutsch durchzuarbeiten. Aber zu dem o.g. möchte ich auf folgenden Abschnitt verweisen:
Diese unterschiedlichen Erziehungsansätze zur Entwicklung von Narzissmus sind nicht nur wissenschaftlich die relevantesten, sondern prägen auch die allgemeine Meinung und den öffentlichen Diskurs über Narzissmus ( Koepernik et al., 2022 ). Sie basieren auf der unbewiesenen Annahme, dass der Erziehungsstil (in welcher Form auch immer) die Hauptursache für die Entwicklung von Narzissmus ist. Es ist jedoch keineswegs klar, ob dieser Zusammenhang – falls er überhaupt besteht – tatsächlich umweltbedingt ist.
Da Leute ist unserem Alter seit Jahrtausenden über die Jugend Lamentieren, bin ich guter Dinge das es irgendwie weitergeht. Anbei eine kleine Zusammenfassung ohne Garantie auf Vollständigkeit
:
Nur eine Kleinigkeit gibt mir zu Denken, die Gefahr ist größer geworden. Denn seit einigen Jahrzehnten wäre die Menscheit tazächlisch in der Lage unsere Zivilisaton zu Beenden! ![]()
Mir gefällt nicht, in welche Ecke Du mich zu schieben versuchst.
Dass Du Dich in Deinem eigenen Elternsein angegriffen fühlst, geben meine Beiträge nicht her. Vielleicht liest Du einfach noch mal nach, wem ich die Verantwortlichkeiten zuordne. ich setzte aber gerne noch eins drauf:
Die leuchtendste Erziehungsfigur in meiner Kindheitserinnerung war ein katholischer Mönch und das obwohl ich mit Katholizismus so überhaupt nichts am Hut habe.
Ich versuche mitnichten irgendjemanden in eine Ecke zu schieben - ich finde nur, dass die Art deiner Meinungsäusserung in dieser Fachrichtung nicht deinen grundsätzlichen Kompetenzen gerecht wird.
Die Verlinkung des Artikels war auch nicht als Herabwertung gedacht sondern als Ergänzung.
ich finde nur, dass die Art deiner Meinungsäusserung in dieser Fachrichtung nicht deinen grundsätzlichen Kompetenzen gerecht wird.
welche kriterien muß ein schreibender meinungsäußernder mitdiskutierende person denn erfüllen um sich äußern zu dürfen und wichtiger: wer entscheidet darüber ob oder ob nicht mitgewirkt werden darf?
ich finde nur, dass die Art deiner Meinungsäusserung in dieser Fachrichtung nicht deinen grundsätzlichen Kompetenzen gerecht wird.
Dazu müsstest Du sie beurteilen können … vergiss es. ![]()