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Festivalpulte analog oder digital 2008

  • tufkaklto
  • 12. Juni 2008 um 15:59
  • tufkaklto
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    • 15. Juni 2008 um 18:44
    • #21
    Zitat

    mein fazit: digitalpulte sind de facto standard geworden, nach meiner erfahrung ist der sound allenthalben überall schlechter geworden. ich kann mich dem nicht wiedersetzen aber ich werde auch nicht die werbesprüche der marketing-leute nachplappern, schöne neue digitale welt, etc.

    wahrscheinlich hat einfach das auditive mischen inzwischen aufgehört und die leute gaffen nur noch auf ihre hübschen eq-kurven auf dem bildschirm. naja...wenns schee macht

    Kann ich so nicht bestätigen.

    Die besten Sounds in der Letzten Zeit hab ich auf digitalpulten gehört.

    Und bei allem Respect.
    Es machen immer noch die Band und der Techniker den Sound.

    Wer es Digital nicht gebacken kriegt, wird es in der Regel auch Analog nicht hinbekommen.

    Ich hab in den letzten 10 Tagen definitiv einige Sachen gehabt, da weiß ich für mich, das ich mit den gestellten Anforderungen sicher schneller war als Analog.
    Aber das ist MEINE Einschätzung.

    Ich halte es für vollkommen legitim und verständlich, das bestimmte Techniker nicht digital arbeiten wollen und werden.
    Das darf jeder für sich entscheiden.

    Und nein, ich denke auch nicht, das die digitaltechnik schon fertig ausgereift ist.
    Es wird (hoffentlich ) immer das Bestreben geben, etwas zu verbessern.

    Ich kenne übrigens schon Kompanies, die haben kein Einziges ( !!!! ) Analogpult mehr.
    Nur mehr digital in allen Größen.
    Und Digitalcores.
    Und das sind keine kleinen Companies. Und die werden hren Weg gehen.
    Auslastung dort ist sehr gut.
    Was ich damit sagen will:
    Der markt verändert sich, ob man will oder nicht.
    Und in der Ansicht bin ich Pragmatiker ( auch wenn ich aktiv für Weiterentwicklungen der Digitalpulte eintrete ) 8)

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • Campfire
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    • 15. Juni 2008 um 19:14
    • #22

    ich hatte jetzt dieses jahr trotz "kein Digitalpult" auf dem Rider 2x ein Digitalpult vor der Nase (einmal ohne absprache, Rider wurde nicht weitergleitet, einmal nach vorheriger absprache), ein PM5D und ein LS9-32.

    und obwohl ich sehr skeptisch war, es geht wirklich.

    Was für mich Konditionen sind unter denen es für mich auch bei Digital Funktioniert:

    Delay lieber extern, nen Guter Hall auch, Monitor-EQs desgleichen.....
    dann gehts durchaus auch recht gut (obwohl ich analog deutlich schneller bin, aber das liegt vermutlich eher an der Übung, war ja jeweils das erste Mal das ich das jeweilige Pult vor der Nase hatte....)
    Speziell im Monitoring finde ich das schalten des jeweiligen auxweges auf die Fader sehr übersichtlich und Praktisch.

    Im Monitor finde ich (mache vor allem Reggae) Analog deutlich im Vorteil, da das spontane reinmischen von Effekten (unter umständen auch 2 verschiede in 2 verschiedenen Kanälen gleichzeitig) einfach nicht funktioniert (und auch weil die Fader/Potis irgendwie nicht so "direkt" reagieren wie beim analog-Pult (subjektiv?) )
    hier sollten zumindest 3 Aux-Potis über jedem Kanal-Fader vorhanden sein......

    externer Bildschirm beim LS9 machts deutlich einfacher....

    und, was für mich die Grundvoraussetzung ist: ein Kompetenter Pultbetreuer, der das Ding richtig konfiguriert.....
    wenn ein Analogpult da ist bin ich recht sicher das ich das irgendwie zum spielen kriege (wenn nicht defekt), wenn zuwenig kabel vor Ort halt ohne outbord, aber wenn ein "verkurbeltes" Digitalpult vor Ort steht ohne Personal und dann "mach mal", das möchte ich nicht haben....

    trotz allem bleibt "Kein Digitalpult" auf dem Rider, Analog liegt mir einfach noch mehr.....

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • guma
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    • 15. Juni 2008 um 19:16
    • #23
    Zitat von "tonzwerg"

    b: es stehen geräte auf dem rider, die einfach schön klingen. ein tc m5000 oder m3000 hall, ein millennia tube compressor, whatever. das ist NICHT durch pultinterne effekte zu ersetzen. und kommt mir bloss nicht mit den scheiß yamaha halldingern im m7 daher. so ein dreck!

    ... und die man auch an ein Digitales anschliessen könnte, wenn die Herrschaften sich so verhalten würden, wie oben von mir eingefordert.

  • karel noon
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    • 15. Juni 2008 um 19:23
    • #24

    Campfire: es gab ja vor einiger zeit mal den thread "was ich an meinem digitalen liebling gerne anders hätte", der punkt verschiedene dinge in verschiedenen kanälen gleichzeitig zu tun belibt wohl einer der knackpunkte in der digitalen welt.

    zum thema outboard: da stehe ich an einem M7, und sehe runter isn rack, ein tc2290 delay und ein lexicon 200 reverb....
    auf die frage ob man die anschließen könnte kan ein "warum, hast du doch alles im pult"... das bestätigt gumas worte ja so sehr :(

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • simonstpauli
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    • 15. Juni 2008 um 20:29
    • #25

    Analog - Digital ist mir bei dieser Problematik etwas zu simpel:

    Analog, gerne, mit funktionierenden Inserts und genügend Kanälen, die alle jederzeit fehlerfrei spielen.

    Digital, auch gerne, mit gut gewarteten Pulten (Firmware, Rechneranbindung)

    Bei digital muß man sich halt mal 10 Minuten mehr konzentrieren als früher, das geht halt nicht, wenn man vollgedröhnt oder verkatert aus dem Tourbus fällt (eine rein hypothetische Annahme, ich hoffe gar sehr, daß sich niemand angesprochen fühlen muß)

    Und klar hätte ich gerne andere Oberflächen und nicht ein schlecht imitiertes Analogpult auf dem Digitalpult. Nur hier wird es kompliziert, weil es ja noch jeder bedienen können soll. Schon bei analog Yamaha die (schlaue) Idee, die Gains nach unten und Pan nach oben zu setzen ist ja grandios gescheitert. Wie soll da erst ein revolutionär gutes digitales Konzept ankommen, welches sich dann grundlegend vom bestehenden "Standard" unterscheidet. Das traut sich keiner so schnell.

    Also leben wir mit Kompromissen, wie immer.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • rockline
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    • 15. Juni 2008 um 21:51
    • #26

    Betriebswirtschaftlich führt kein Weg mehr an digitalen Mixern vorbei. Nach wie vor ist ein 01V96 das schweizer Messer zum Geld verdienen - mit diesem Gerät kann man alles (!) machen was keine expliziete Vorgabe seitens Anspruch an Rang und Namen hat.
    Eine Stufe höher ist das LS9, dass tt24, und Rolands 400er - solche Pulte sind deutlich üppiger, aber der Mehrpreis rechtfertigt nicht immer den Einsatz. Bei Pulten dieser Art muss man zweimal rechnen, ob sich die Lagerbevorratung wirklich lohnt.
    Nach wie vor haben analoge Pulte ihre volle Daseinsberechtigung im Festivalbereich der kleinen bis mittleren Größe. Aus unternehmerischer Sicht betrachtet ist es vermessen zu behaupten das analoge Pulte der hohen Klasse nicht mehr angebracht wären. Grade im unteren bis mittleren Festival und Stadtfestbereich ist ein Top ausgesrüsteter AnalogFoH immer noch eine gute Wahl. Ich kann aus Sicht eines kleineren Rentalbetriebs diese Rechnung ganz deutlich erkennen: mit einem 01V, tt24 oder LS9 kann ich die Art von Festivals die wir übers Jahr betreuen kaum durchziehen. Die nächste Stufe wäre ein M7 - aber das kann ich (mangels Tourvermietung) nie im Leben gewinnbringend unters Volk bringen. Folglich bauen wir FoH richtig dicke Buxe analog auf, und alle freuen sich! Die Teile sind doch ohnehin alle investiert und haben sich verdient. Auch Monitor mache ich lieber mit einer langgedienten und bezahlten GL4000 im 48er Rahmen, anstatt mich für ein M7 krumm zu legen. Mir ist auf den Veranstaltungen die wir im Jahr erfolgreich (und mit Geld im Sack) machen noch nie einer gekommen, der gesagt hat "nö...Jungs....damit kann man nicht arbeiten"!
    Ich betrachte das ganze rein aus Unternehmersicht mit Spaß an technischem Gerät: Digital sehr gerne (so lange ich das große Zeug nicht bezahlen muss), analog weil es alles vorhanden ist und im Gebrauchtmarkt kaum noch Geld bringt.
    Wir haben inzwischen nur noch zwei analoge Pulte; zum einen das A&H GL4000, und als zweites eine SC Europa mit gutem Outboardzeug - das reicht und kann alles.
    Für die ganzen kleinen Jobs haben wir zwei kleine 01V96 und neuerdings ein tt24 - diese Digitalpulte machen 80% der Jobs im Jahr, und damit wird Geld verdient.
    LS9, M7 oder gar PM5.....? LS9 fragt niemand nach, für M7 und PM5 fehlt eindeutig die Kundschaft, die das expliziet fordert.
    Stefan

  • martin
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    • 15. Juni 2008 um 22:09
    • #27

    Hallo,

    Ich seh da 2 Punkte, einerseits die Qualität: Dazu kann ich mangels ordentlicher Vergleichsmoeglichkeiten nix sagen. Wenn die nicht gegeben ist, dann ist das wohl ein KO Kriterium.
    Ich bin zufrieden. Auch wenn ich, gerade wenn sich die Eingangssignale mehren, beim Gain extrem aufpassen muss. Bei den alten analogen Mackies hab ich genau das kritisiert, heut leb ich damit :wink:

    Bei der Bedienung ist es reine Gewohnheit. Ich hatte frueher sehr wenig selbst zu mischen, gerade mal ein bissl Sprachbeschallung. Mein eigentlicher Einstieg ins live mixing erfolgte später und da schon immer digital. Und ich hab das Problem, dass ich mir am Analogpult mit Siderack verlegen den Kopf kratze, oft nachdenken und/oder suchen muss (wo ich am Digi blind hingreife), und oft genug am Analogpult den passenden Taster suche um zu den Aux oder sonstwohin zu kommen :)

    Also das Argument mit der Bedienung lass ich im kleineren rahmen nicht gelten. Das is nur Uebung. Wer die internen Effekte nicht will, kann natuerlich reinhaengen was er will, das seh ich durchaus ein.

    Auf der anderen Seite kann ich, wo ich nach ein paar Monaten Digipult schon kein analoges mehr sehen wollte, einen Techniker der das seit Jahren analog macht, nicht zum Digipult zwingen. Dann muss halt der veranstalter in meinem Fall analoges Equipment zumieten. Oder eine andere Firma beauftragen, je nachdem was ihm guenstiger kommt.
    Klar ist auch dass er das nicht will, der ist natuerlich glücklich wenn er mit einem LS9 und den damit verbundenen Kosten ueber die Runden kommt.
    Bei mir kriegt er nicht mal das, wir packen derzeit eine garnicht so kleine VA mit viel Einsatz und gutem Willen mit einem 01V96 und Outboardwandlern. Da steh ich dann halt devot neben dem gasttechniker und les ihm jeden Wunsch von den Augen ab :D

    Es ist letztlich eine Kostenfrage. Drum kann ich mir auch nicht vorstellen, dass das bei einer VA in der Liga von Rock am Ring ein Thema ist. Wenn da no digital steht, wird keiner auf die Idee kommen das zu hinterfragen. Dann steht dort halt no digital.

    cu
    martin

  • wora
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    • 16. Juni 2008 um 00:14
    • #28

    ich war nun ein paar tage elektronisch lahm gelegt.
    und dann kommt hier gleich soo viel text.

    eigentlich hatte ich gerade auch einen riesen-beitrag geschrieben...
    aber - wozu?

    nur so viel von mir zum thema:

    "analog ist tot"...
    das ist für die zukunft leider richtig. denn die wenigsten bandmischer können entscheiden, was auf dem kommenden gig zur verfügung gestellt wird. das entscheiden die verleiher, von denen in meinen augen die meisten nur noch reine dienstleister sind, die den ursprünglichen künstlerischen anspruch der tontechnik aus den augen verloren haben.

    so bleibt mir momentan nur die hoffnung, das sich die digi-pulte im lauf der zeit wieder mehr zu sinnvollen werkzeugen zum musik mischen entwickeln und nicht diese techniker-spielkisten bleiben, die sie heute imho überwiegend sind.
    eben gerade so wie analoge technik aus der "grauen vorzeit" ;)
    da darf man ruhig mal drüber nachdenken.

    und ich sage seit jahren: die zeit wird kommen, das ein pulthersteller DIE oberfläche präsentiert, die alle lieben werden! und wenn dazu noch ein schöner warmer sound aus der kiste kommt, dann bin ich der letzte der den alten analogen teilen nachheult.

    doch momentan gilt:
    hoch lebe der einheits-soundbrei auf festivals mit 15min. umbauzeiten und digipulten!
    ich bleibe dabei: analog ist für solche festivals erste wahl!


    übrigens:
    an einem digitalpult habe ich noch nie folgende frage aus dem publikum vernommen:
    "sag mal, weisst du denn was all diese knöpfchen bedeuten?"
    das wird mir richtig fehlen... :(

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tonzwerg
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    • 16. Juni 2008 um 00:18
    • #29

    danke wora!

    The ships hung in the sky in much the same way that bricks don't.
    -- Douglas Adams

  • wora
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    • 16. Juni 2008 um 00:53
    • #30

    eines möchte ich noch hinzufügen:

    wenn wir techniker von den herstellern für die zukunft keine besseren konzepte fordern, werden wir sie auch nicht bekommen...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tonzwerg
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    • 16. Juni 2008 um 00:56
    • #31

    naja...kein backline verleiher wird einem gitarristen ne strat statt ner paula in die hand drücken und sagen - das geht schon!
    insofern sehe ich das auch nicht als gezicke an, wenn man gewisse digi-pulte einfach ausschließt. und das hat nichts mit mangelnder kompetenz zu tun sondern einfach damit, dass man eben was anderes vorhat, als die kiste kann. fertig.

    The ships hung in the sky in much the same way that bricks don't.
    -- Douglas Adams

  • wikinger
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    • 16. Juni 2008 um 01:01
    • #32

    letzten Freitag Greenfield Interlaken... ich stehe das erste mal an einer XL4, 2 Minuten sich damit befassen und dann damit arbeiten! Klasse

    Ich habe auch schon öfters mit Digikonsolen gearbeitet und mit entsprechendem support gings eigentlich ziemlich gut.

    Aber!

    Wenns schnell gehen muss, dann bevorzuge ich ganz klar Analog! Das wird auch sicher solange so bleiben bis ich auf Digitalkonsolen analog arbeiten kann! Was ist den daran so schwierig? Obwohl ich auch eingestehen muss, das es schon um einiges besser geworden ist.

    Ich bin nicht grundsätzlich gegen Digital! Aber an der Bedienung muss noch kräftig gearbeitet werden!

    Bei einer Tour würde ich ganz klar digital bevorzugen aber wenns schnell gehen muss hat Analog für mich immer noch die Nase vorne!

    Meine bescheidene Meinung dazu!

    Gruss WK

    können Sie nicht ein bisschen leiser machen...???

  • foh
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    • 16. Juni 2008 um 09:39
    • #33

    Leute Leute ! :)

    ich find die Diskussionen immer cool.
    Es is doch klar heutzutage is nunmal viel Digizeugs unterwegs und als Techniker muss ( sollte man ) sich damit einfach auskennen und gut.
    Ich bin mit veschiedenen Produktionen im näheren EU-Ausland unterwegs und da sind viele Festival und CLub sachen dabei !
    Was da steht wird genommen fertig.

    Hilft ja nix. klar sprechen wir hier nicht von einem 16 Kanal Behringer aber ob da ein M7 oder eine Verona steht is doch echt egal.
    Fakt is wenn man uptodate sein will muss man beides können.
    das is meine Meinung.

    Vorlieben mal aussen vor.

    Haubssach der sound bassd

    P I A N O M A N N

    Music Management
    Jürgen Hauke
    0172 81 96 236
    Info@Pianomann-Music.de

    Zur Zeit tätig bei: http://www.BOM.tohttp://www.Moskitos.com

  • treibsand
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    • 16. Juni 2008 um 10:26
    • #34

    Meine 2 ct als ambitionierter Club-Techie:
    Im Kleinbeschallungsbereich sind noch viel zu viele Digital unerfahrene Mischer unterwegs, die oft genug gar keine Chance haben, sich mit dem breiten Spektrum (vor allem an hochpreisigen) Digitalkonsolen anzufreunden.

    Dazu kommen dann die kurzen Changeoverzeiten, wo man sich also mit dem Pult vertraut machen muss (nachdem man gerade informiert wurde, dass es sich um Konsole XY handelt) , die Band auf die Bühne kriegen soll und evtl. noch ein paar Sekunden für einen Linecheck übrig hat.
    Da ist oftmals nicht nur der Bandtech überfordert, sondern auch der Babysitter. Hand in Hand arbeiten geht garnicht, weil sich beide ja auch gerade erst kennenlernen.
    Die Betreuerproblematik geht dann ja auch noch soweit, dass z.T. nicht einmal einfachste Presets während der Show erstellen/ändern kann, da die Zeit gerade für ein "Hallo" reicht, während der Sitter noch die vorherige Band mischt.

    Wenn aus irgendwelchen Gründen vor oder während des Festivals eine Analogkonsole gegen irgendeine andere getauscht wurde: "who really cared?!?"
    Für die neumodischen Digimischer heisst's dann: Improvisieren. Alle Vorteile der Digikonsole vergessen und schnell handeln.

    Bei solchen "Arbeitsbedingungen" vergeht dem Freizeitmischer dann die Lust auf Digital.

    Wie schon jemand anderes erwähnte:
    Mit dem richtigen "Drumherum" macht Digital sicher Spass und halbwegs Sinn.
    Ohne Service ist Digital mit Hektik die grössere Katastrophe.

    Was gilt es jetzt gegeneinander abzuwägen??

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • martin
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    • 16. Juni 2008 um 10:40
    • #35

    treibsand: In dem angesprochenem Bereich wage ich aber zu behaupten, dass es in 99% der Faelle ein Yammi 01V96 und in 1% der Faelle vielleicht ein LS9 ist. Nach der Thomann Aktion kommt vielleicht ganz selten mal ein Mackie dazu.

    Damit ist die Bandbreite an Pulten hier relativ beschraenkt. Ein 01V96 hab ich bis aufs input patching erst letzte Woche einem DJ in 10min erklärt.
    Dass er von dem Pult in der Praxis nichts nutzt liegt hier weniger daran, dass er nicht wuesste wo und wie es zu bedienen ist, sondern dass er mit den Parametern generell nix anzufangen weiss.

    Ansonsten hab ich oefter mal Gasttechniker von der SAE, die koennten mir manchmal nochwas zeigen. Wenns wollen kriegen sie mich als Babysitter und man arbeitet Hand in Hand. Klappt wunderbar.
    Also gerade im Kleinbeschallungsbereich koennte man ja zumindest DAS Kleinbeschallungs Digipult schlechthin ein wenig ueben. Und das is sicher das 01V.

    Wobei man hier ja urspruenglich von Rock am Ring sprach...
    Da koennte es eng werden. Bei einem PM5D erstarre ich schon vorm Case :)
    Da kann man sicher nicht erwarten, dass jeder damit zurechtkommt und hat den no digital Rider halt so zu erfuellen.

    cu
    martin

  • foh
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    • 16. Juni 2008 um 11:42
    • #36

    ja aber mal vorher Telefonieren hilft
    und es gibt doch eigentlich überall editoren wo man sich ein Grundsetup machen kann ! Dann is es auch nichts anderes als an ein Flat-Analogpult zu kommen ! ich hab die erfahrungen auch machen müssen aber so is es halt heute !

    und es isj a nicht verboten Setups für verschiedene Pulte am Stick oder Lapi zu haben :)

    Haubssach der sound bassd

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  • bemi
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    • 16. Juni 2008 um 11:55
    • #37
    Zitat von "martin"


    Ein 01V96 hab ich bis aufs input patching erst letzte Woche einem DJ in 10min erklärt.

    Wieviele Kanaele, wieviele AUXe. Ich glaube, dass z.B. mein "Standardbesteck" 01V96 mit 2x Octamic, 28 Kanaele, 4 interne FX, 2-4 Monitorwege sich einem unbedarften nicht in 10 min erschliesst.

    2 CD-Player, 3 Mikrofone ohne FX auf eine Summe sollte fuer niemand ein Problem darstellen.


    Zitat


    Dass er von dem Pult in der Praxis nichts nutzt liegt hier weniger daran, dass er nicht wuesste wo und wie es zu bedienen ist, sondern dass er mit den Parametern generell nix anzufangen weiss.

    100% ACK - viele (Amateure!) wollen nicht digital arbeiten weil sie schon analog keinen Plan haben ("Was ist ein AUX?", "Was ist ein BUS?", "Q-Faktor?" ... ). Problem scheint mir (bei Amateuren!), dass sie durch die vielen Moeglichkeiten bei Digitalpulten einfach erschlagen werden. Aergerlich ist dann zusaetzlich, dass bei den einfachen Pulten vieles nicht direkt moeglich ist und nur kompliziert ueber "von-hinten-durch-die-Brust-ins-Auge-Konstrukionen" machbar wird (und damit noch schwieriger zu verstehen).

    Natuerlich muss man sich nicht nur an ein neues Pult gewoehnen, sondern auch an eine andere Arbeitsweise. Oft wird ja angefuehrt, dass man beim analogen gleichzeitig an mehr als einem Parameter schrauben kann (und zwar an beliebigen). Das kann man digital auch (jedoch eben nicht gleichzeitig an beliebigen), muss sich aber ueberlegen mit welchen (gleichzeitig erreichbaren) Parametern man ans Ziel kommt.


    ciao
    bemi

    PS: uebrigens habe ich mein erstes eigenes Analogpult erst als 3. Pult angeschafft, dass ich analog auch mal ueben kann ;)

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • martin
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    • 16. Juni 2008 um 12:03
    • #38
    Zitat von "bemi"

    Wieviele Kanaele, wieviele AUXe. Ich glaube, dass z.B. mein "Standardbesteck" 01V96 mit 2x Octamic, 28 Kanaele, 4 interne FX, 2-4 Monitorwege sich einem unbedarften nicht in 10 min erschliesst.

    2 CD-Player, 3 Mikrofone ohne FX auf eine Summe sollte fuer niemand ein Problem darstellen.


    Noe, der muss schon auch 3 Aux bedienen, weil wir darueber noch eine Zone im hinteren bereich incl. Delay beschallen und das zelt kommt auch dazu und 1x fuer die Buehne.
    macht er brav, da gibts nix. FX braucht er halt nicht.

    Kompliziert wirds erst am Samstag mit >20 Kanaelen und den Outboardwandlern. Das umschalten von 1-16 und 17-32, ähem, das hab ich auch schon mal vergessen 8)
    Oder wenn man eher "kreatives" input patching hat und dann automatisch zum Gain greift dessen Kanal angezeigt wird, statt rueber zu den OB Wandlern...

    cu
    martin

  • dasich
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    • 16. Juni 2008 um 13:31
    • #39

    Leute, Leute.
    Diese Diskussion ist leider total überflüssig.
    Kein Digital FoH, auf was für Veranstaltungen auch immer, wird es nicht mehr lange geben.
    Wie schon so passend gesagt worden ist: Analog ist tot.
    Wer das jetzt immer noch nicht begriffen hat, wird irgendwann mal ein Problem bekommen.
    Schallplatte => CD
    VHS => DVD
    klingelts ?
    Analogpulte sind ein auslaufendes Produkt. Klar wird das nicht innerhalb der nächsten zwei Wochen passieren, aber das es passiert, ist doch hoffentlich jedem klar?
    Deshalb ist es auch viel wichtiger jetzt, da die ersten bedienbaren Pulte da sind, diese weiter zu entwickeln.
    Wer sich immer noch weigert mit einem Digitalpult zu arbeiten, ist bald arbeitslos.
    Und die hier so oft genannten Topacts, die sich leisten können zu sagen: No Digi.... , tja leider ist es so: auch die sterben aus.
    Von wie vielen Technikern sprechen wir denn hier? Und welche Bands bedienen die?
    Glaubt es mir: Sooooo lange spielen die Stones nicht mehr.
    Der Trent ist meiner Meinung nach eh schon genau anders rum:
    Rider: 48 FoH, 32 Monitor. Telefonat mit dem Techniker:
    Also am liebsten wäre mir, ihr würdet mir ne M7 da hin stellen, dann brauchen wir auch kein Monitorpult.
    Ich hatte jetzt grade wieder drei Gigs in zwei Tagen auf dem LS9, zugegeben, waren nur 17 Wege + Fx un drei Monitorwegen, bzw. sep. Monitorpult, aber: Pult auf dem Case und beim Soundcheck nicht nur rumgelaufen und gehört, nein rumgelaufen und Pult dabei gehabt :D
    Ach ich liebe diese "KAMPFSAU"

    Es grüßt der Stephan

  • derautor
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    • 16. Juni 2008 um 13:47
    • #40
    Zitat

    Analog ist Tot.
    Digital wird immer besser und Analog ist stehen geblieben.

    Absolut richtig!

    Und digital wird auch immer billiger. Zunächst mal leider nicht spürbar für den Endkunden, aber für den Hersteller! Digital läuft mehr und mehr auf standardisierter Computerhardware, also Komponenten aus Massenproduktion. Teure Schalter, Potis ect. gibt's deutlich weniger als bei analog.

    Wartung besteht aus Hardwareaustausch, der alle paar Jahre aus Update-Gründen sowieso fällig ist.

    Auch wenn so etwas wie ein Preisrutsch wahrscheinlich kommen wird, so kann man als Hersteller mit dem Produkt "Digitalpult" momentan gutes Geld verdienen. Wenn man denn die Entwicklung bewältigt und vorher seine Hausaufgaben gemacht hat (was bei den etablierten Herstellern allesamt der Fall zu sein scheint).

    Warum also noch ein Analogpult mit preisintensiver Hardware bauen?


    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

Anstehende Termine

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