1. Home
  2. Chat
  3. Forum
  4. Kalender
    1. Termine
    2. Karte
  5. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  6. Marktplatz
    1. Bewertungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Artikel
  • Forum
  • Termine
  • Lexikon
  • Marktplatz-Eintrag
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. PA-Forum
  2. Forum
  3. Sonstiges
  4. Offenes Brett

Wieder 1 Toter und etwa 40 Verletzte, diesmal in Kanada:

  • schallereignissortierer
  • 2. August 2009 um 18:11
  • schallereignissortierer
    Profi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.578
    • 2. August 2009 um 18:11
    • #1

    Beim “Big Valley Jamboree” in Camrose, einer kanadischen Kleinstadt in der Nähe von Edmonton, stürzte während eines Konzertes des Countrysängers Billy Currington die Konzertbühne ein. Dabei ist der Musiker nur leicht verletzt worden, sein Bassist wurde mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus eingeliefert.

    Insgesamt gab es einen Toten und 15 Verletzte. Die Ursache des Einsturzes war ein kräftiger Sturm der über Camrose wüdete. Die Veranstalter wurden erst wenige Minuten “vor” Ankunft des Sturms vom örtlichen Wetteramt gewarnt. Es ging alles so schnell, dass die Veranstalter noch nicht einmal die nötige Zeit hatten Maßnahmen zur Evakuierung einzuleiten.
    http://www.country.de/2009/08/02/bil…e-eingestuerzt/

    Ausführlicher:
    http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/n/a/2009/08/01/international/i203411D33.DTL&feed=rss.business

    Das Unwetter soll sich binnen Minuten zusammen gebraut haben und während der Evakuierung stürzte ein Teil der Bühnenkonstruktion ein und begrub die Opfer unter sich.

    Machen Sie das hauptberuflich oder verdient die Frau dazu?

  • utzr
    Profi
    Reaktionen
    2
    Beiträge
    163
    • 2. August 2009 um 21:06
    • #2

    http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-44928-13.html
    http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-44928-14.html

  • gert
    Profi
    Reaktionen
    1.405
    Beiträge
    1.756
    Marktplatz Einträge
    4
    • 2. August 2009 um 22:46
    • #3

    http://de.wiktionary.org/wiki/Gaffer

    Practice, Practice, Practice

  • binson
    Verifiziert
    Beiträge
    2.665
    • 3. August 2009 um 08:58
    • #4

    Das erste Foto von Spiegel.de sieht aber auch aus wie der Weltuntergang persönlich.
    http://www.theglobeandmail.com/news/national/…article1239667/

    Hier gibt es einige mehr Fotos:
    http://www.vancouversun.com/technology/Cle…4955/story.html

    Ein Videobeitrag:
    http://www.edmontonsun.com/news/alberta/2…f-10344451.html

    :?

    --- I've been mad for fucking years, absolutely years, been over the edge for yonks, been working me buns off for bands. ---
    (Chris Adamson)

    Blog: Optinal Mittelgrund

  • ADMIN
    Administrator
    Reaktionen
    381
    Beiträge
    10.040
    Termine
    4
    Einträge
    16
    Marktplatz Einträge
    1
    • 3. August 2009 um 11:17
    • #5
    Zitat von "schallereignissortierer"

    Es ging alles so schnell, dass die Veranstalter noch nicht einmal die nötige Zeit hatten Maßnahmen zur Evakuierung einzuleiten.

    Das Unwetter soll sich binnen Minuten zusammen gebraut haben ...

    Threads dieser Art halte ich nur dann für sinnvoll, wenn die hier lesenden ihre Lehren daraus ziehen und ihre eigenen Aufbauten sicherer machen (andernfalls hätte gert recht).

    Kombinieren wir doch mal gedanklich diese Situation mit unseren letzten paar Veranstaltungen:

    - Hätten wir innerhalb weniger Minuten alles in einen sicheren Zustand gebracht?
    - Was hat verhindert, dass schon vorher alles sicher gewesen ist?
    - Sind wir organisatorisch auf einen solchen Wetterumschwung eingerichtet, oder würden wir da auch noch mal wertvolle Minuten verlieren?

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • schallereignissortierer
    Profi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.578
    • 3. August 2009 um 12:52
    • #6
    Zitat von "ADMIN"


    - Hätten wir innerhalb weniger Minuten alles in einen sicheren Zustand gebracht?


    Die Frage ist, Kann man überhaupt alles in wenigen Minuten in einen sicheren Zustand bringen?

    Wie lange dauert es rein technisch, eine Bühnenkonstruktion, die bis Windstärke 8 zulässig wäre, in einen orkansicheren "Ruhezustand" zu bringen?

    Zitat

    - Was hat verhindert, dass schon vorher alles sicher gewesen ist?


    Wie müssten Bühnenbauten konstruiert sein, die jedem! Wetter stand halten können?
    Ich glaube nicht, das so etwas in der Realität möglich wäre.

    Sind wir organisatorisch auf einen solchen Wetterumschwung eingerichtet...

    Das führt dann wieder zu der Kostenfrage, auf solch eine aus dem "Nichts" auftauchende Unwetterfront könnten professionell wohl nur erfahrene Katastrophenhelfer reagieren, die in der Lage wären (so man das überhaupt kann) binnen Minuten eine komplette Evakuierung aller! eventuell gefährdeter Bereiche durchzuführen. Wer wäre denn bei dem ohnehin herrschende Kostendruck bereit, eine solche "Eingreiftruppe" zu bezahlen?

    Den Nachrichten ist ja zu entnehmen, das man bereits mit der Evakuierung beschäftigt war, als die Konstruktion zusammenbrach.

    Ich weiß nicht, ob man alle Risiken sicher vermeiden könnte.

    Machen Sie das hauptberuflich oder verdient die Frau dazu?

  • binson
    Verifiziert
    Beiträge
    2.665
    • 3. August 2009 um 13:01
    • #7

    Andere Frage:
    Ist in Zukunft mit solchen Wetterumschwüngen vermehrt zu rechnen? Müssen Bühen entsprechend sicherer ausgelegt werden?

    --- I've been mad for fucking years, absolutely years, been over the edge for yonks, been working me buns off for bands. ---
    (Chris Adamson)

    Blog: Optinal Mittelgrund

  • falcocgn
    Profi
    Reaktionen
    273
    Beiträge
    1.251
    • 3. August 2009 um 15:49
    • #8

    Ist häufiger mit solchen plötzlichen Wetterumschwüngen zu rechnen? Ja, mit Sicherheit!

    Am Wochenende war ich in Hannover z.B. privat auf dem Maschseefest. Einmal abends und dann am spätnachmittag. Die auch bei mir grassierende Berufskrankheit "Fehler suchen bei anderen", obwohl einigermaßen unter Kontrolle, liess meinen Blick schweifen. Über hunderte von Metern Pavillons, Zelte, Sonnenschirme usw. Eine zentrale Lautsprecheranlage habe ich nicht gesehen, kann aber gut versteckt gewesen sein. Nur an einer Bühne habe ich einen Windmesser gesehen. Ich stellte mir die Frage, gibt es hier jemanden, der die Kappe aufhat im Sinne der VStättVO? Was passiert, wenn eine Unwetterwarnung anliegt? Wer sagt was an und vor allem, wohin sollen die Leute evakuiert werden. Und wer möchte das durchsetzen? Der Mensch flüchtet nunmal vor Regen unter ein Dach oder ähnliches.

    Dies soll keine Kritik an den Kollegen in Hannover sein, sondern nur als Beispiel gelten. Nach der Zeitung waren am Wochenende 100.000de Besucher dort. Fest steht, dass wir uns einige Dinge neu überlegen müssen. Die Russen sind zwar nicht mehr in 15 Minuten am Ku-damm aber der Sturm ist in 10 Minuten über unserer Veranstaltung. Versprochen.

    - DAS Fachbuch für die Veranstaltungstechnik https://www.europa-lehrmittel.de/Fachkunde-Vera…technik/60877-1

  • madmax
    Reaktionen
    495
    Beiträge
    5.386
    • 3. August 2009 um 16:13
    • #9

    Na das sich solche extremen Wetterunbilden weltweit häufen; auch in Deutschland, sollten eigentlich langsam alle bemerkt haben.
    Machen kann man dagegen ÜBERHAUPT NICHTS. Höchstens es komplett seinlassen. Selbst wenn ein Unwetter angekündigt ist; wer weiß einen Tag vorher schon, wie Dicke es wirklich kommt? (innerhalb DES 1 Quadratkilometers kommt?) Wer soll innerhalb kürzester Zeit 'ne Bühne wegbauen und paar hundert / tausend teils betrunkene Leute zum geordneten Nachhauseweg bewegen, wenn gradenoch die Sonne scheint.??
    Wenn's erstmal Nacht ist, sieht man das Unwetter überhauptnichtmehr anrücken bzw. kann die zu erwartende Stärke kaum noch beurteilen. Oder ob's gar nur die "Vorhut" ist.

    Selbst erlebt auf einem Showtruck, schweres Unwetter angekündigt.
    Mitternacht mittleres Gewitter, nach halber Stunde alles wieder gut, nix weiter passiert.
    Gedacht; Glück gehabt.
    Halbe Stunde später plötzlich Windstille, dann ging voin hinten 'ne Windhose über'n Platz.
    Durch Trailer ging Ruck nach vorne, (wär's von vorn gekommen, hätte's sicher das Bühnenklappdach abgerissen oder den Auflieger umgeworfen) 3000er Zelt Stück weg gut 10cm aus den Nägeln gehoben.
    Ein Fahrgeschäft teilweise eingestürzt (zum Glück schon zu), große Getränkepavillions aus Stoff inklusive Kühlschränke durch die Luft geflogen.
    Nach 5 Minuten alles vorbei, Sani's reichlich zu tun. Viele Verletzte durch umherfliegende Gegenstände.
    Die Grenze zu einer richtigen Katastrophe war nicht weit weg, wie weit oder nah weiß kein Mensch...

    Irgendwann ist JEDE "Konstruktion" am Ende. Ob Bühne, Bierzelt, Haus, Halle, dicker Baum.
    Sicher ist man höchstens zu Hause im Keller...

    Never stop a running System

  • treibsand
    Verifiziert
    Reaktionen
    1.566
    Beiträge
    9.427
    Marktplatz Einträge
    1
    • 3. August 2009 um 20:35
    • #10
    Zitat von "madmax"

    Sicher ist man höchstens zu Hause im Keller...

    Irgendwann ist "Sicherheit" auch ein Stück persönlicher Verantwortung.
    Vielleicht müssen wir damit rechnen, dass plötzlich auftauchende Unwetter immer häufiger auftreten - aber vielleicht muss sich das auch im "Kollektivbewusstsein" festsetzen. "Unser" Job muss sein, einen Mindeststandard einzuhalten und diesen höchstwahrscheinlich auch deutlich zu erhöhen. Das wird aber mit "Sicherheit" nicht dazu führen, dass man solche Unfälle generell ausschliessen kann.

    Vor 21 Jahren hätte auch niemand per Lautsprecher-/Rundfunkdurchsage vor den Russen gewarnt - und selbst wenn: was hätte es geändert? 3 Mio Berliner lassen sich genauso wenig schnell evakuieren, wie 50.000 Festivalbesucher auf freiem Feld; der Grat zwischen "organisierter Flucht" und Massenpanik wird manchmal sehr dünn.

    Hätte der Tornado aus Camrose eine 15.ooo Einwohnerstadt getroffen, wäre ein ähnliches Ergenbis zu befürchten - insofern muss auch ich Gert recht geben - Lerneffekt: Null.
    Leider.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • binson
    Verifiziert
    Beiträge
    2.665
    • 3. August 2009 um 20:53
    • #11

    Gibt es denn Lösungen, wie man große Bühnen innerhalb kurzer Zeit so einklappen/umbauen kann, dass keine oder nur noch eine sehr geringe Angriffsfläche vorhanden ist? Es gibt immerhin motorisch einrollbare Planen etc. für kleinere Systeme.

    Vielleicht muss unser Sicherheitsdenken sich da etwas weiterentwickeln - in jedem größeren Theater gibt es einen Eisernen Vorhang - wie oft brennt es denn in Theatern in dieser Größenordnung, dass der Eiserne notwendig ist?

    --- I've been mad for fucking years, absolutely years, been over the edge for yonks, been working me buns off for bands. ---
    (Chris Adamson)

    Blog: Optinal Mittelgrund

  • ADMIN
    Administrator
    Reaktionen
    381
    Beiträge
    10.040
    Termine
    4
    Einträge
    16
    Marktplatz Einträge
    1
    • 4. August 2009 um 10:10
    • #12
    Zitat von "schallereignissortierer"


    Die Frage ist, Kann man überhaupt alles in wenigen Minuten in einen sicheren Zustand bringen?

    Wie lange dauert es rein technisch, eine Bühnenkonstruktion, die bis Windstärke 8 zulässig wäre, in einen orkansicheren "Ruhezustand" zu bringen?

    1.) Die Frage hatte ich jetzt weniger auf die Bühne bezogen, sondern auf den ganzen Krempel, für den wir auch noch die Verantwortung hätten: FOH-Tower, Traversenlifte für Delay-Systeme...

    2.) Zurück zur Bühne: Kann man es denn verantworten, etwas einzusetzen, was man nicht in angemessen kurzer Zeit in einen sicheren Zustand überführen kann?


    Zitat


    Wie müssten Bühnenbauten konstruiert sein, die jedem! Wetter stand halten können?
    Ich glaube nicht, das so etwas in der Realität möglich wäre.

    In Deutschland wird der komplette Hochbau orkansicher ausgelegt. Auch eine Industrie-Leichtbauhalle.

    Ich sehe keinen Grund, warum bei selber Dimensionierung eine Bühne nicht einem Orkan standhalten sollte.


    (Und auch diese Bemerkung bezog sich eigentlich wieder auf die anderen aufbauten: Was hat verhindert, dass das FOH-Zelt, die Delay-Tower... gleich so gebaut werden, dass man im Ernstfall sich nicht mehr darum kümmern muss?)


    Zitat

    Sind wir organisatorisch auf einen solchen Wetterumschwung eingerichtet...

    Das führt dann wieder zu der Kostenfrage, auf solch eine aus dem "Nichts" auftauchende Unwetterfront könnten professionell wohl nur erfahrene Katastrophenhelfer reagieren, ...

    Den Nachrichten ist ja zu entnehmen, das man bereits mit der Evakuierung beschäftigt war, als die Konstruktion zusammenbrach.

    Also: Katastrophenhelfer kommen im Regelfall erst dann, wenn die Katastrophe da ist - mit Prävention kennen die sich weniger aus, zumindest in eigener Praxis.

    Zudem: Die VStättVo kennt so etwas wie einen Veranstaltungsleiter. Vielleicht setzt sich ja mal durch, dass erstens mal überhaupt einer da ist, zweitens der seine Aufgaben wahr nimmt und drittens vielleicht auch geeignete Qualifikation mitbringt? Vielleicht kommt Entsprechendes mal auf die Lehrpläne der Meisterschulen?


    Und: Eine Aufgabe wie "In fünf Minuten muss alles sicher sein" kann auch der normale Veranstaltungstechniker im Vorfeld mal gedanklich durchspielen. Oft hat man doch im Rahmen einer solchen Veranstaltung so viele Leerlaufzeiten. Wieso nutzt die keiner, da mal wenigstens rudimentär eine Notfallorganisation aufzubauen: Wer macht was? Wer meldet wem? Wer entscheidet?

    Dass das bei vorsichtig geschätzt 90% aller Veranstaltungen völlig ungeklärt ist, hat doch nichts mit Kosten zu tun, sondern lediglich mit Bequemlichkeit. (Und die Veranstalter sind die ersten, denen man da die Ohren langziehen müsste...)


    Zitat

    Ich weiß nicht, ob man alle Risiken sicher vermeiden könnte.

    Nein, kann man nicht. Aber etliche Risiken kann man deutlich reduzieren.

    Warum wird in Theatern ein Eiserner Vorhang eingebaut?
    Warum steigt man mit PSA auf's Rigg?
    Warum macht man ein Safety an den Scheinwerfer?
    Warum ist da ein RCD im Stromverteiler?
    Warum gibt's überhaupt einen Schutzleiter?

    Ganz sicher nicht deswegen, weil immer gleich alle gesagt haben, dass man nicht alle Risiken vermeiden kann.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • hias.h
    Beiträge
    1.192
    • 4. August 2009 um 11:53
    • #13

    Ab gewissen Windstärken kann man nichts mehr machen, Und die Bilder aus Kanada sehen ziehmlich übel aus. Die Bauten sicher zu machen ist das eine, unter einem Bühnendach oder einem Delaytower sollte wirklich niemand begraben werden. Aber was ist mit den ganzen Einzelteilen, die überall auf Festivals anzutreffen sind? Plastikstühle, Regen- und Sonnenschirme, Werbebanner... Auch die eventuell umstehenden Bäume können zur Gefahr werden genauso wie nahe Häuser. Nach dem Eindruck, den die Medien vermitteln sterben bei deutschen Stürmen die meisten an Verkehrsunfällen, gefolgt von Ästen und Dachziegeln.

    Ist es also so gut, die Menschen von der VA zu verscheuchen? wo werden sie Schutz suchen?
    Bäume? Gebäude? oder gleich nach Hause fahren?

    Das sicherste wäre, sich auf einem weiten Feld auf den Boden zu legen. Bringt mal 1000e Leute dazu das zu tun.

    Eine maximale Sicherheit erlangt man meiner Meinung nach durch eine einfache organisatorische Maßnahme: Bei Unwettergefahr die Veranstaltung absagen.
    Das kostet natürlich eine Menge Geld.
    Man weiss zwar nie genau, wie schlimm es an einem Bestimmten Ort wird, aber unsere Wetterprognosen sind gut genug um die meisten Stürme auch regional relativ sicher vorrauszusagen.
    Viele Entscheidungen werden sich dann im Nachhinein als falsch herausstellen, dass ist aber imho besser als wenn man nacher Todesfälle beklagen muss.

  • schmiddy
    Profi
    Beiträge
    120
    • 4. August 2009 um 12:43
    • #14

    Wenn man sich das hier http://www.youtube.com/watch?v=LR_yq3mB0bM&feature=related anschaut bekommt man einen ganz guten Eindruck davon wie heftig der Sturm war.
    Und man sieht auch das sie dabei waren Banner rauszunehmen usw.
    Das hat meiner Meinung nach nichts mit Gaffen zu tun, sondern eher damit das man sich klar macht das so etwas passieren kann.
    Und im besten Fall seine Schlüsse daraus zieht.
    Ich bin auch der Meinung man sollte nicht einfach sagen, dagegen kann man nichts tun, sondern eben darüber nachdenken wie man das Maximum an Sicherheit erreichen kann.
    Allerdings sollte man auch nicht den (industriellen) Hochbau mit Bühnen vergleichen, sonst bräuchten wir den §66 Fliegende Bauten der MBauO ja nicht mehr.
    Aber natürlich lohnt es über den Tellerrand zu schauen und vielleicht etwas in unseren Bereich zu adaptieren, das möchte ich natürlich nicht ausschliessen.
    Der Punkt Organisationsstrukturen ist mit Sicherheit Verbesserungsfähig, blöderweise wird hier viel zu selten Wert drauf gelegt und auch zu wenig kontrolliert.
    Genauso das Thema Wetterüberwachung. Wer nutzt den was und was macht Sinn???
    Ich hab mal die Betreuung einer Outdoor-Show bei der Expo in Japan gemacht, da konnten wir das Wetter-Radar eines nahen Atomkraftwerks nutzen.
    Das war recht präzise, gerade was Windböen und Blitzeinschläge anging. Gibts sowas auch hier?

    Zitat von "hias.h"

    Eine maximale Sicherheit erlangt man meiner Meinung nach durch eine einfache organisatorische Maßnahme: Bei Unwettergefahr die Veranstaltung absagen.


    Aber Du willst doch nicht ein Festival absagen weil eventuell an dem Wochenende die Gefahr von Gewittern o.ä. besteht!?
    Präzise Prognosen sind doch nur sehr kurzfristig möglich, das müssen wir einfach akzeptieren.
    Es kann also meiner Meinung nach nur diskutiert werden, wie man mit dieser Kurzfristigkeit umgeht, das Sicherheitskonzept anpasst, die entsprechenden technischen und organisatorischen Maßnahmen trifft usw.
    Hier wäre meiner Meinung nach der Gesetzgeber gefragt, denn nur wenn der die Veranstalter härter angeht werden diese auch die höheren Kosten hinnehmen müssen.

  • schmiddy
    Profi
    Beiträge
    120
    • 4. August 2009 um 13:01
    • #15

    Noch was zum Thema Besucher evakuieren bzw. informieren:
    wir hatten letztes oder vorletztes Jahr in Wacken einen Schwelbrand im Stroh das vor der Bühne ausgebreitet worden war um die Sumpflandschaft begehbar zu machen.
    Super Idee, was folgt ist Kippe + Stroh = Schwelbrand. Also Feuerwehr rein und die Bitte via PA das alle Fans sich von der Bühne wegbewegen um die Löscharbeiten zu ermöglichen und sich selbst aus der Gefahr zu begeben.
    Trotz starker und wirklich unangenehmer Rauchentwicklung sind dutzende Fans vor der Bühne geblieben weil sie die nächste Band aus der ersten Reihe sehen wollten, und erst massiver Polizeipräsenz hat der Feuerwehr ermöglicht den Schwelbrand unter Kontrolle zu bringen.
    Man sollte niemals Fans unterschätzen die sich das ganze Jahr auf ein Event freuen. Die werden nur bei unmittelbarer Gefahr mitspielen und auch erkennen das entsprechende Maßnahmen nötig sind.
    Wenn man z.B. ein Konzert abbricht ohne das für den Besucher erkennbar ist warum, muss man auch mit den Konsequenzen rechnen, nämlich Ausschreitungen und Angriffe auf Security und Bühnenpersonal.
    Klingt vielleicht übertrieben, ist es aber meiner Meinung nach nicht, und je nachdem welches Publikum man vor der Bühne hat sollte man auch über solche Dinge nachdenken.

  • test
    Profi
    Reaktionen
    996
    Beiträge
    10.233
    Marktplatz Einträge
    4
    • 4. August 2009 um 13:11
    • #16

    der mensch ist halt in der masse auch nichts anderes als eine herde schafe :)
    wenn auf unseren riesen open airs halt was passiert, was unvermeidlich ist, dann sind halt auch automatisch mehr betroffene.
    wir können das nur verhindern indem wir eine begrenzung nach oben einführen. 1000 pax oder so

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
    Trussing, Line Arrays

  • hias.h
    Beiträge
    1.192
    • 4. August 2009 um 13:29
    • #17

    Das mein Vorschlag weltfremd ist ist offensichtlich.

    Wie schmiddy richtig erkannt hat, ist es aber genauso weltfremd, an die Vernunft einer großen Masse Fans zu appelieren.

    Villeicht können wir auf anwendungsbezogene Ergebnisse aus dem Forschungsgebiet der Schwarmintelligenz hoffen. Ähnlich wie ein Schäferhund eine Herde sSchafe zusamenhalten und lenken kann, lassen sich auch Personengruppen Beeinflussen. Vielleicht wird ja bald ein Massenpsychologe neben Ambulanz und Feuerwehr auf größeren Festivals berreitstehen müssen.

  • TomyN
    Profi
    Reaktionen
    1.755
    Beiträge
    6.778
    Termine
    26
    Marktplatz Einträge
    2
    • 4. August 2009 um 20:14
    • #18

    Ich denke, es reichen schon:

    - vorher definierte Alamierungskriterien.
    - vorher aufgenommene Ansage-Jingles mit konkreten Anweisungen.
    - vorher definierte Verhaltensvorgaben (Nicht erst dann entscheiden müssen, wo die Leute hin sollen etc.)

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • hias.h
    Beiträge
    1.192
    • 4. August 2009 um 20:34
    • #19

    Das mit den Jingles ist echt eine gute idee, viel zuverlässiger als irgendeinen Verantwortlichen mit schlechter Mikro-Handhabung ohne nennenswerten Soundcheck über ein panisch kreischendes Publikum zu verstärken.

  • Mister.Lange
    Verifiziert
    Reaktionen
    20
    Beiträge
    1.574
    • 4. August 2009 um 20:41
    • #20

    Vielleicht kann man immer mal zwischen den Acts Ansagen ähnlich wie im Flugzeug durchlaufen lassen. Wenn man die kreativ gestaltet und vielleicht von in der jeweiligen Szene bekannten Leuten sprechen lässt, erreicht man vielleicht auch das Unterbewußtsein der Leute.

Anstehende Termine

  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Donnerstag, 8. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • Competent Person for Event Rigging according to IGVW SQQ 2 | Level 1 | Munich (English)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Freitag, 23. Oktober 2026
  • Combined seminar for experts in lifting gear and lifting beam systems (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Donnerstag, 15. Oktober 2026
  • Virtueller Stammtisch im Chat

    Dienstag, 13. Oktober 2026, 21:00 – 23:00

Letzte Themen

  1. IHOS DSP 6.4 / Kingray GPA415 FIR Designer .txt Dateiformat?

    ThomasA
    5. Oktober 2026 um 19:16
  2. Neuer Mixer in Sicht: Behringer FLOWCASTER

    funkbrother
    5. Oktober 2026 um 16:21
  3. VI400/600 - Steuerung Local Rack über Mixing Station und Virtual VI ohne Surface?

    robert müller
    4. Oktober 2026 um 23:18
  4. Leatcon 2026 Forumstreffen

    skyper
    3. Oktober 2026 um 10:00
  5. Eminence Kappa 15 (LF) Bauvorschläge für Bassreflex oder Horn

    soundralf
    2. Oktober 2026 um 12:44
  6. Kleine PA und nur Fragen!!!

    Alex Bundschuh
    1. Oktober 2026 um 18:47
  7. Welche DI-Box/Line-Übertrager für Laptop/Kopfhörerausgang?

    wusel123
    30. September 2026 um 12:29
  8. Ersatzteilversorgung Lautsprecher (speziell Seeburg A3 MKII)

    Hanseat
    29. September 2026 um 18:25
  9. Neues Online-Simulationstool für Treiber / Gehäuse / Leistung / Filter

    Blancblue
    29. September 2026 um 13:16
  10. Subwoofer 80cm x 40cm x 80cm

    zegi
    28. September 2026 um 17:06
  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™