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Wer führt einen reinen Beschallungsbetrieb?

  • SebastianJaeger
  • 18. Februar 2011 um 18:58
  • SebastianJaeger
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    1.194
    • 18. Februar 2011 um 18:58
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich wollte mich mal erkundigen wer von Euch einen reinen führt.
    Was sind Eure Hauptveranstaltungen?
    Welches Equipment kommt zum Einsatz?
    Wie läuft das Geschäft?
    Mit Angestellten oder allein?

    Ich möchte mir nur mal einen Überblick verschaffen :)

    Gruß Sebastian

    Jäger-Audiosolutions - Tools vom Tontechniker für Tontechniker
    http://www.jaeger-audiosolutions.de Cat Multicores, Speakon Multicores, Rednerpultmulticores etc., CNC Bearbeitung

  • Audiowerk
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    • 18. Februar 2011 um 20:07
    • #2

    Ich.
    Als Nebentätigkeit, reines Beschallungsunternehmen, kein Licht, kein Bühnenbau, Trussing, Rigging; kein Vertrieb, keine Reparatur; nur Veranstaltungen gehobener Stilrichtungen (Folk, Softrock, Songwriter, Chanson, Weltmusik, Berliner Schule, Kabarett / Musicomedy, Sprache), kein Top40, kein Lautundhässlich und schon gar nichts aus der Konserve (letzteres ist im Besonderen dem Beschallerprekariat vorbehalten). Ich kann mir diese Spezialisierung leisten, weil ich von dem Betrieb nicht leben muss und frei entscheiden kann, ob ich eine Anfrage bediene oder nicht. Das hat auch was mit Spaß und Idealismus zu tun, ich verhure mich aber nicht, das muss ich mit Anfang 30 nicht mehr haben - bin ja kein Student mehr. Equipment hält sich mengenmäßig zwar in Grenzen, wurde von mir über Jahre und mit steigendem Ertrag aber stetig im Niveau angehoben (nur Markenmikrofonie: Shure, AKG, Audio Technica, Audix; Syrincs-Möbel, Yorkville-Amping, Yamaha-Konsolen; Siderack mit Lexicon-FX, Dynamik und EQing von Altair / Spanien; Cordial- und Sommer-Kabel, nur Neutrikarmaturen).

    Das Materialniveau spricht sich in den Musikantenkreisen über die Zeit herum; das hat von den Kirmeskerlen und den jungen Burschen nicht jeder. Ich arbeite in Vollzeit in einem anständigen Hauptberuf und habe mit der Beschallerei so viel zu tun, dass es gerade noch Spaß macht und die nötige Abwechslung zum Montag-bis-Freitag-Job bietet. Natürlich pendelt das bei mir genau wie anderswo auch, im Dezember-Januar-Februar ist eher weniger, von Weihnachtsmärkten und vereinzelten Karnevalsveranstaltungen vielleicht abgesehen, dafür bin ich in der Hauptsaison drinnen wie draußen dann zwischen 1x und 3x pro Wochenende weg.

    Angestellte / Mitarbeiter habe ich keine, darf ich nicht haben, brauche ich auch nicht, obwohl ich seit Neuestem immer wieder auch gefragt werde, ob man nicht auch ein bisschen Licht haben könne (heißt: 2x 6er-Bar, acht LEE-Filter, Dimmer und irgendein Botexstellpult). Eigentlich will ich damit nichts zu tun haben, weil ich davon nichts verstehe, wenngleich ich auch eine solche DMX-Installation zustandebringe; es dürfen dann aber nur PARs da sein, für alles andere bin ich zu dumm. Ich weise aber auch stets auf meine Spezialisierung hinsichtlich Beschallung hin, und solche Lichtgeschichten gibt es höchstens mal für Leute, die ich schon lange kenne; die kriegen dann 150,- € Aufpreis, ich miete die Kannen woanders zu und verdiene da ein paar Pfennig dran. Sowas dann aber ganz alleine zu stemmen inkl. Laden, Aufbau Licht und Ton, VA fahren (mit gelegentlichem Lichtwechsel hell-dunkel), alles abbauen, einladen und daheim wieder verräumen ist eine echte Herausforderung. Da war ich Sonntagsmorgens nicht erst einmal um sechs Uhr in der Frühe mit allem fertig und bin dann (im Spätherbst bei 7°C draußen) triefnass geschwitzt auf allen Vieren ins Bett gekrochen. Das merkt man dann nicht nur den ganzen Restsonntag, davon hat man dann am Montagmorgen auf der Arbeit auch noch was *g*. Aber das sind Ausnahmen, die zwei oder drei Mal im Jahr vorkommen.

  • slaytalix
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    1
    • 19. Februar 2011 um 07:27
    • #3

    Es gibt in Bielefeld auf PA spezialisierte Firmen, die dies wohl auch hauptberuflich incl. Azubi durchführen. Sehr hochwertige Anlage wie K&F, EAW, Bühnenpodeste, große Pulte etc.

    U. a. auch ich, denn Licht habe ich sehr wenig. Kleinunternehmer nach § 19 USTG. Bell Audio, KME, HK Audio, Dynacord, PSE. Kleine Discoevents, kleine Bands, bißchen Backline also Instrumente wie Gitarrenverstärker, Digitalklaviere, Synthies

    Kommt es bei Dir auf Tech Rider an ?

    Apollo Audio & E-Bike Rental.

    https://apolloaudioandebike.jimdo.com

    https://apollo-audioservice.jimdofree.com/

  • Campfire
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    • 19. Februar 2011 um 10:52
    • #4

    ich habe auch selbst nur Beschallung, ebenfalls als Nebentätigkeit neben einem anderen Job.
    Viel machen bei mir reine Kofferjobs für Bands und Verleiher aus, häufig bringe ich Mikros oder Siderackzeugs mit.
    Ich mache fast ausschließlich Live, hauptsächlich direkt von Bands gebucht.

    Ansonsten habe ich eigentlich nur Mikros, Monitoring und Mischpultplätze (FOH und Monitor), für Front-PA und Licht arbeite ich mit anderen Verleihern fest zusammen. Wenn ich selber mal unbedingt Licht mitbringen muss gibt es par 56 direkt auf den Strom gesteckt als Standlicht.

    was ich seit kurzem noch hinzugenommen habe ist dieMöglichlkeit Livemitschnitte anzubieten, das wird auch ab und an nachgefragt.

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • djobi
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    • 19. Februar 2011 um 11:48
    • #5

    mhh, gibts wirklich so reine "Spezialbetriebe"? So ganz ohne Licht und Medientechnik?

    Spontan fällt mir da nur der Frank von toneheads.de ein, aber auch da sitzt Licht & Video ja direkt nebenan. Also ein Verbund.

    Ansonsten mache ich (u.a.) genau wie z.B. Arnt (gezz-abba) mit eigenem Material Konzertbeschallung. Club-Gigs, Comdey-Shows, etc als One-Mann Shows - aber selbst da gibts immer mal ein paar Stufen, 4er oder 6er Bars an Bühnenlicht, genau wie auch audiowerk schon schreibt.

    Unterstellung: entweder mußt du als "Beschallungsbetrieb" so groß sein, daß du -im Verbund mit anderen Spezialisten- Baustellen hast, die sich auf einzelne Gewerke aufteilen lässen, oder du bist so klein, daß du (ggf. nebenberuflich) als "Allein-Beschaller" rausfährst ;)

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
    aktuelle Gebrauchtgeräte

  • gezz-abba
    Gast
    • 20. Februar 2011 um 03:11
    • #6

    d

    Einmal editiert, zuletzt von gezz-abba (25. Mai 2011 um 18:48)

  • wora
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    • 21. Februar 2011 um 00:06
    • #7

    aha, hier werden wir also ausgehorcht ;)
    nun ja, ich habe ja nix zu verbergen, das finanzamt weiss auch über alles bescheid.

    ich führe auch einen reinen beschallungsbetrieb. für licht und video habe ich einfach keine zeit übrig.
    ich arbeite zur zeit überwiegend allein (ab und an mal ein helfer oder zwei). oft mache ich festinstallationen für grössere firmen, denn rock´n´roll alleine ist mir zu ruinös!
    ein paar wenige PAR-lampen mit stativen hab ich auch, das ist aber nur die "notbeleuchtung" für ganz arme veranstalter ;)
    erstaunlicherweise hab ich gerade die für die nächsten zwei wochen vermietet... :D

    über 80% meiner jobs bestehen aus kofferjobs mit "betriebsfremdem" material, nur mein iLive und meine mikrofone habe ich fast immer im einsatz.
    ein recordingsystem bis 64 kanäle (auf MADI basis) ist bei mir auch im angebot.
    da ich keine rider erfüllen muss (ich schreibe sie meist selbst) kommen bei mir ausschliesslich lautsprecher von Ritterbusch zum einsatz.
    die amps sind von LAB und RAM.
    monitoring habe ich genug für 8 wege, die PA reicht für kleine veranstaltungen bis etwa 400 gäste.
    wenn ich was grösseres brauche, miete ich mir das einfach zu, wenn nötig gleich mit entsprechendem personal. basta.
    ich investiere immer mal wieder in neues equipment, aber ich überlege mir gut was ich kaufe.
    bei den mikrofonen nutze ich fast ausschliesslich typen von Audio-Technica.

    edit: ich mache das übrigens hauptberuflich...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

    Einmal editiert, zuletzt von wora (22. Februar 2011 um 14:22)

  • mischpultschorsch
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    • 21. Februar 2011 um 09:54
    • #8

    *meld*
    bei mir auch nebenberuflich, nahezu ausschließlich im Spezialbereich "Blasmusik". Eigenes Material beschränkt sich mittlerweile auf einen bunt zusammengewürfelten, aber für o.g. Einsatzzweck geeigneten Mikrosatz nebst Stativen, ein DDX3216 (jawohl) und eine Handvoll DI-Boxen.

    PA-Holz, "richtiges" Pult & sonstiges Material lasse ich mir vom Vermieter meines Vertrauens herankarren und aufbauen.
    Für Licht bin ich zu doof und zu uninteressiert, mir erschließt sich nichtmal die Programmierung eines LC24/2. Sollte "meine" Klientel da was haben wollen, dann bringt mir das o.g. Vermieter einfach mit. :D

  • treibsand
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    • 21. Februar 2011 um 13:53
    • #9

    Bei uns "Nebengewerklern" würde ich den reinen Beschaller noch als häufige Spezialisierung ansehen. Die Einmann-Tonkutscher setzen sich damit von den Licht&Ton-DJ Teams ab und konzentrieren sich auf das, was sie wirklich können: mischen.

    Bei mir sieht's ähnlich aus. Ein paar alte Martin-UK Möbel für ~400pax werden durch verhältnismässig viel Outboard/Mikrofonie/Amping etc. für Kofferjobs ergänzt. Für bestimmte wiederkehrende Veranstaltungen gibt's 2 6er Bars PAR64, einen Schwung PAR56 Floors, Stufenlinsen, Profiler und vor allem PAR30/36 - meiner Meinung nach muss man auch als reiner Beschaller ein bisschen Dekolicht oder spezielle Lösungen für bestimmten Veranstaltungen anbieten können. Da ist dann nur die Frage, ob man zumieten oder wirtschaftlicher kauft; das muss jeder für sich selbst entscheiden.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • julian-k
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    • 22. Februar 2011 um 03:17
    • #10

    Kenne da auch Jemanden der neben reinen Mischerjobs und Tonstudio auch und nur Beschallung macht.
    SD9 nen Schwung ordentlicher Mikrofone und 2 SchallZeilen/Säulen.
    Sehr feines Besteck und ich bin immer wieder überrascht was man damit anstellen kann.

    Was ist ist, was nicht ist ist möglich

    http://www.unicque.de - Unicque Lighting Augsburg

  • tufkatima
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    • 22. Februar 2011 um 20:58
    • #11

    mist 2 mal gepostet .... :oops:

    livesound support - Robins Audio

    Einmal editiert, zuletzt von tufkatima (22. Februar 2011 um 20:59)

  • tufkatima
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    172
    • 22. Februar 2011 um 20:59
    • #12
    Zitat von "julian knödler"

    Kenne da auch Jemanden der neben reinen Mischerjobs und Tonstudio auch und nur Beschallung macht.
    SD9

    ich auch, sehr schön :) und das SD9 schläft in meinem Teich :D

    livesound support - Robins Audio

  • MRspeaker
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    • 4. März 2011 um 13:04
    • #13

    Ich habe früher mal einen reinen Beschallungsbetrieb geführt.

    Besteck bis 400...800 Leute.
    Mischpulte, gb4-32, allen Heath GL Serie, 01V usw.
    Mikros und Funk, Standard für Chor, Musical und Band....
    Lautsprecher halt ein Rudel 12" Wetterfest, ein 12" Rudel edelschwarz für Monitor und alles andere, ein paar 18" und doppel 15" Bässe und die üblichen Kleinen Aktivsysteme für die schnelle Vermietung.


    Und irgendwann habe ich 2 4er Bars in den Bestand geholt.
    Dann kamen weitere, dann Truss, dann Bühnenelemente, dann LED, dann Laser, dann LED Stripes....

    Jetzt machen wir beides und ich bin froh drum.
    Unsere Kunden haben einen Ansprechpartner für alles.
    Und wir haben durch die Anschaffung der Lichttechnik ein gutes, weiteres Standbein aufgebaut.
    95% aller Jobs löse ich mit eigenem Material, das macht sich Billanztechnisch echt gut.
    Ärgerlich ist nur, das Licht so sperrig ist....

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

  • link
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    • 4. März 2011 um 16:44
    • #14

    interessant das ihr alle nur so wenig zeug hab für nebenbei da hab ich ja richtig viel ;)
    bei mir fings mit nur ton an aber im moment is es auch alles von video truss leine bühnen usw usw
    und ich mach das auch nur neben meinem 42std hauptjob

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