Ich kann da ein Lied von singen... Eigentlich sehe ich zu 75% das Jahr über Line-Arrays von Cohedra Compact bis d&B J. Und auch wenn die ganzen kleinen Line-Arrays mitunter Low-Mid Defizite habe, eines haben sie alle gemeinsam: auf Grund der Menge an Elementen wenig Klirr und eine hohe Sprachverständlichkeit. Läuft mir dann mal wieder ein Horn-System über den Weg, so weckt das iin mir gemischte Gefühle.
Anfang des Jahres hatte ich das "Vergnügen", mal wieder mit d&B C4 zu arbeiten. Ich wäre am liebsten schreiend aus der Halle rausgerannt. Schön viel Klirr, schön viel 4kHz, wenig HF, ungewohnt und nicht so schön. Sprachverständlichkeit so la la. Früher mal eines meiner Lieblingssysteme. Jetzt habe ich mich dazu entschieden, diese Job schnell zu vergessen.
Kürzlich Nexo-Alpha im 2er Stack pro Seite. Halle mit 1500 Gästen, schwierige Akustik. Top Sprachverständlichkeit leider erst bei gehobener Lautstärke und HF nach 25m eher nicht mehr so präsent. Dennoch grandioser Rocknroll-Sound, laut, gut.
Gala mit Seeburg 4030 zu Beginn des Jahres: guter Sound, aber: vorne laut, 30m weiter hinten nur noch ein Sound-Lüftchen. Sprachverständlichkeit okay, könnte besser sein. Sound wirkt irgendwie weit weg, naja...
Also, die "ollen" Hornsysteme spielen, keine Frage. Ein Segen sind Linearrays aus meiner Sicht in erster Linie in puncto Sprachverständlichkeit und Reichweite. Das ist mir immens wichtig und da sind LAs ein wahrer Schritt nach vorn. Für das klassische Hornbesteck bin ich der Meinung, man sollte doch etwas mehr Aufwand treiben (hat man ja früher auch gemacht). Stichwort Delays zur HF-Auffrischung. Das habe ich leider in der letzten Zeit gar nicht mehr gesehen. Die Bequemlichkeit der PA-User scheint also mit der Verbreitung von LAs ebenfalls zugenommen zu haben...