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olles Hornzeug und neuer Höreindruck

  • andy006
  • 13. Dezember 2013 um 16:52
  • Christian Engel
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    • 18. Dezember 2013 um 10:33
    • #21

    Ich kann da ein Lied von singen... Eigentlich sehe ich zu 75% das Jahr über Line-Arrays von Cohedra Compact bis d&B J. Und auch wenn die ganzen kleinen Line-Arrays mitunter Low-Mid Defizite habe, eines haben sie alle gemeinsam: auf Grund der Menge an Elementen wenig Klirr und eine hohe Sprachverständlichkeit. Läuft mir dann mal wieder ein Horn-System über den Weg, so weckt das iin mir gemischte Gefühle.

    Anfang des Jahres hatte ich das "Vergnügen", mal wieder mit d&B C4 zu arbeiten. Ich wäre am liebsten schreiend aus der Halle rausgerannt. Schön viel Klirr, schön viel 4kHz, wenig HF, ungewohnt und nicht so schön. Sprachverständlichkeit so la la. Früher mal eines meiner Lieblingssysteme. Jetzt habe ich mich dazu entschieden, diese Job schnell zu vergessen.

    Kürzlich Nexo-Alpha im 2er Stack pro Seite. Halle mit 1500 Gästen, schwierige Akustik. Top Sprachverständlichkeit leider erst bei gehobener Lautstärke und HF nach 25m eher nicht mehr so präsent. Dennoch grandioser Rocknroll-Sound, laut, gut.

    Gala mit Seeburg 4030 zu Beginn des Jahres: guter Sound, aber: vorne laut, 30m weiter hinten nur noch ein Sound-Lüftchen. Sprachverständlichkeit okay, könnte besser sein. Sound wirkt irgendwie weit weg, naja...

    Also, die "ollen" Hornsysteme spielen, keine Frage. Ein Segen sind Linearrays aus meiner Sicht in erster Linie in puncto Sprachverständlichkeit und Reichweite. Das ist mir immens wichtig und da sind LAs ein wahrer Schritt nach vorn. Für das klassische Hornbesteck bin ich der Meinung, man sollte doch etwas mehr Aufwand treiben (hat man ja früher auch gemacht). Stichwort Delays zur HF-Auffrischung. Das habe ich leider in der letzten Zeit gar nicht mehr gesehen. Die Bequemlichkeit der PA-User scheint also mit der Verbreitung von LAs ebenfalls zugenommen zu haben...

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • guma
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    • 18. Dezember 2013 um 12:41
    • #22

    Das möchte ich hier mal genau so unterschreiben !

    Die Erfahrung zeigt Folgendes:

    Die vertikalen Arrayanordnungen haben, was die Wechselwirkungen in komplexen Lautsprecheranordnungen angeht, sowohl bei den Herstellern als auch bei den Anwendern ein erhebliches Dazulernen erzwungen was sich positiv auf die realen Beschallungesergebnisse auswirkt. Darin liegt in meinen Augen mindestens so viel Benefit wie in den Produkten an sich. Die meisten früheren Hornanordnungen kränkeln an Designfehlern, die vor allem bei "mehr-als-ein-Stack-pro-Seite-Anordnungen" zum Tragen kommen und die Anwenderlösungen hierfür sind in 90% der Fälle dilettantisch.
    Spaß machen eigentlich nur Einstack-Main + Delay Lösungen oder sehr große Anordnungen der wenigen Designs, die in den letzten 30 Jahren dafür mit Verstand gemacht wurden. Die stehen aber den meisten, die hier fleißig das Fähnchen dafür schwingen, nie zur Verfügung :wink:

  • wora
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    • 18. Dezember 2013 um 16:00
    • #23
    Zitat von "cen-music"

    ...
    Anfang des Jahres hatte ich das "Vergnügen", mal wieder mit d&B C4 zu arbeiten. Ich wäre am liebsten schreiend aus der Halle rausgerannt. Schön viel Klirr, schön viel 4kHz, wenig HF, ungewohnt und nicht so schön. Sprachverständlichkeit so la la. Früher mal eines meiner Lieblingssysteme. Jetzt habe ich mich dazu entschieden, diese Job schnell zu vergessen.


    d&b C4 (es hiess die ersten jahre noch 402) hat mir klanglich überhaupt noch nie gefallen.
    als das hier in den 90ern aufkam, waren wir mit AudioPerformance SLII unterwegs, klanglich war das ein enormer unterschied!
    trotzdem wollten damals alle nur das d&b... :?
    na ja, man muss nicht alles verstehen was die kollegen sich so in den kopf setzen (lassen) :D


    Zitat von "cen-music"

    ...
    Also, die "ollen" Hornsysteme spielen, keine Frage. Ein Segen sind Linearrays aus meiner Sicht in erster Linie in puncto Sprachverständlichkeit und Reichweite. Das ist mir immens wichtig und da sind LAs ein wahrer Schritt nach vorn. Für das klassische Hornbesteck bin ich der Meinung, man sollte doch etwas mehr Aufwand treiben (hat man ja früher auch gemacht). Stichwort Delays zur HF-Auffrischung. Das habe ich leider in der letzten Zeit gar nicht mehr gesehen. Die Bequemlichkeit der PA-User scheint also mit der Verbreitung von LAs ebenfalls zugenommen zu haben...


    richtig, es kommt immer drauf an wie man die sache angeht.

    den vorteil der höheren möglichen reichweite bei linearrays hatte ich ja auch schon erwähnt.
    das ist in der tat ein vorteil, den man je nach einsatzart nutzen kann - und soll!
    aber wie gesagt: man benötigt das nicht IMMER, es gibt auch anwendungen für die hornsysteme einfach die bessere lösung darstellen.

    die allgemeinaussage, das linearrays eine bessere sprachverständlichkeit bieten als hörner, teile ich allerdings nicht.
    es gibt durchaus hornsysteme, die hier beste ergebnisse liefern.


    Zitat von "guma"

    Die Erfahrung zeigt Folgendes:

    Die vertikalen Arrayanordnungen haben, was die Wechselwirkungen in komplexen Lautsprecheranordnungen angeht, sowohl bei den Herstellern als auch bei den Anwendern ein erhebliches Dazulernen erzwungen was sich positiv auf die realen Beschallungesergebnisse auswirkt. Darin liegt in meinen Augen mindestens so viel Benefit wie in den Produkten an sich. Die meisten früheren Hornanordnungen kränkeln an Designfehlern, die vor allem bei "mehr-als-ein-Stack-pro-Seite-Anordnungen" zum Tragen kommen und die Anwenderlösungen hierfür sind in 90% der Fälle dilettantisch.
    Spaß machen eigentlich nur Einstack-Main + Delay Lösungen oder sehr große Anordnungen der wenigen Designs, die in den letzten 30 Jahren dafür mit Verstand gemacht wurden. Die stehen aber den meisten, die hier fleißig das Fähnchen dafür schwingen, nie zur Verfügung :wink:


    genau so sehe ich das auch.
    wir haben da ja auch ähnliche erfahrungswerte, ich denke nur mal an die AudioPerformance SL bzw. die damalige konkurrenz hier in KA, oder an Pink Floyd und dem sensationellen ergebnis mit ihrem Flashlight-system. :wink:

    oder anders ausgedrückt:
    ich bin ein grosser freund von hörnern, wenn sie NICHT nebeneinander gestackt werden, sondern als einzelsystem funktionieren können, gegebenenfalls unterstützt mit nearfills und/oder delays.
    ist das dann schon die "hohe schule" der beschallungstechnik?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • HippeliPA
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    • 19. Dezember 2013 um 00:00
    • #24

    Bei mir ist es je so, dass je mehr Linearrays ich höre, desto bestärkt bin darin eben diese nicht zu benutzen.
    Lieber setze ich Volumenmässig mehr Hornmaterial ein und spare dafür an Amping und Gewicht. Kann mich noch ganz gut an einen Job erinnern, als wir von L-Ac Anwendern erstmal ausgelacht wurden das wir so altertühmliches Hornzeugs (F1-RES4) anschleppten. Später konnten diese es gar nicht fassen wie diese Pegel aus "nur" ca. 20kW Amping kommen können. Wirkungsgrad ist durch nichts zu schlagen ausser durch mehr Wirkungsgrad :)

    Bis jetzt müssen wir uns mit unseren Hornkram nicht verstecken. Ich behaupte fast dass ich fast jedes Stadtfestlinearray mit ner Uralten TMS3 qualitativ überbiete.
    Die TMS stehen trotzdem ganz hinten im Schuppen, den die Generationssprünge zu Flash/Flood und RESOLUTION sind schon durchaus groß. :)

    no virtual - no line - no EQs

  • Jobsti
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    • 19. Dezember 2013 um 03:07
    • #25

    Gerade am Wochenende gehöt:
    Vitavox Thunderbolt, allerdings neu bestückt mit einmal beyma und einma 15FW76 (der geht gut),
    macht definitiv Spaß vom Sound.
    Wie auch das uralte Multicell mit originalen Vitavox Bombern dran.
    Das 2x12" Zott Basshorn war auchmal was ganz anderes vom Sound, schade, adss hier nur eins am Start war,
    denn die Messung zeigte, dass da schon mindestens 4 aufeinander müssen. Mit massig EQ drin, klang's irgendwie zu "modern" 8)

    Der alte Kram hat auf alle Fälle seinen Charme und richtig rüber kommt auch was.
    Der Sound muss einem halt nur gefallen und man muss bereit sein seinen Rücken zu quälen ;)

    Dennoch muss ich sagen: "Oldschool" Horntop (im Stil von Limmer 302 und Konsorten, ohne Coax Gelumpe und Plugs) modern bestückt gefällt mir klanglich besser.


    Anm.:
    Zwar kein echtes, übliches Horntop, aber demnächst gibt's Limmer P3 ND als freies Forenprojekt.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
    http://www.audiofotos.eu | Kostenfreier Bilderhoster für eure Forenbilder
    Nützliche Tools | Limiter berechnen, Schaltungen usw.

  • Grossmembran
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    • 20. Dezember 2013 um 19:32
    • #26

    Leider habe ich oft die Erfahrung gemacht, dass ein LA als Allheilmittel gesehen wird. Da wird dann für alles und jeden Job eine oder mehrere Boxen quer gehängt und laut gemacht.
    Dann hast Du es zwar laut und der Kunde freut sich, aber es gibt schlecht laut und gut laut.

    Ich habe schon oft gesehen, dass entweder gar nicht gewinkelt wurde oder zu viel, dann einfach irgendwelche Amps dran (mit Hersteller- oder Fremdcontroller) und Abfahrt. DAS kann nicht Sinn und Zweck der Übung sein.

    Bei einem LA muss man schon wissen was man als Techniker zu tun hat. Dazu gehört vorher mal die Materialliste kritisch checken, Notwendigkeit eines LAs abschätzen und auch einfach mal Hirn einschalten. :twisted:

    Ist jetzt etwas überspitzt aber durchaus real!

    Und genau da kommen die guten Hornsysteme zum Vorschein, viele Stadtfestbühnen, mittlere Konzerte und dergleichen machst Du mit deutlich weniger Holz mindestens genauso laut und hast kein Stress mit dem Rigging. Gute Hornsysteme (ich spreche absichtlich von Systemen -LS & Amp gehören/ passen zusammen) kann man oft ohne Delay fahren.
    Und genau da setzte ich gerne Hornsysteme dann auch ein ...

    Leider ist es wie so oft, auch hier gibt es gutes und weniger gutes Material; und dann übergibst Du dem FOH'ler der Band eine gut eingestellte Tonanalage und er verhaut es ... Kommt leider hin und wieder auch vor ... :?

    Grüße Grossmembran

    sound pressure level

  • wora
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    • 20. Dezember 2013 um 22:29
    • #27

    na ja, die kritik an kollegen, die nicht wirklich verstanden haben wie ein linearray funktioniert oder die sich aus trotz diesem wissen verweigern, ist ja mittlerweile schon steinalt.
    ich sag´s mal so:
    wer das heute noch nicht verstanden hat, der wird es niemals lernen.
    "lernresistenz" nennt man das wohl.
    aus solchen mündern kommen auch gerne die folgenden worte: "das haben wir schon immer so gemacht"... :roll:
    aber es ist eben so gar nichts neues, das es diese leute in der realität eindeutig gibt.

    ich lese hier aber mit einiger freude, das hornsysteme heute offenabr wieder mehr anerkennung bekommen.
    wenn man sie richtig und sinnvoll einsetzt, dann können sie das passende system sein .
    - das selbe gibt aber natürlich auch für linearrays ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Jens Droessler
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    • 21. Dezember 2013 um 20:26
    • #28
    Zitat von "e-on"

    Es geht nicht um Wirkungsgrad sondern um Directivity. Mit einem tiefen Horn (ala Access) lässt sich die Abstrahlung im unteren Bereich genauer kontrollieren und das geht mit dem Stummeldirector nicht.


    Ich glaube nicht, dass die Tiefe des Horns einen großen Einfluss darauf hat, wie weit nach unten eine definierte Richtwirkung gegeben ist. Das funktioniert nur in Verbindung mit passend großer Mundfläche und dürfte auch in gewissem Maße in Verbindung mit der Frequenz, wo der Pegelabfall beginnt, stehen. Horntiefe und Mundfläche müssen in einem gesunden Verhältnis stehen. Es kann natürlich sein, dass beim Director Top Das Horn eher etwas kurz gegenüber der Mundfläche ist, das habe ich nicht genauer untersucht. Trotzdem ist ein Director für mich ein richtiges Horntop, im Gegensatz zu TW T24 etc.

    Zitat von "wora"

    die erfahrung zeigt doch, das für solche gelegenheiten doch sehr oft relativ kurze linearrays zum einsatz kommen, die dann oft auch noch einfach auf einem bass gestackt werden und irgendwie in den saal schiessen.


    Das ist aber dann ganz klar ein Anwendungsfehler. Allerdings betrifft das dann auch nur den Bereich, wo sich eine Zylinderwelle fromt, und der ist bei kurzen Arrays sehr eingeschränkt. Auch hier gilt, dass vier Teile mit 1m Gesamthöhe (bzw- -länge) im Tiefmittelton nicht weiter werfen als eine konventionelle Box dieser Höhe. Im Hochtonbereich ergibt sich dann eh keine Kopplung, hier gehts nur noch um Interferenzvermeidung, daher die engen vertikalen Winkel. Durch diese Winkel kann man bei artgerechter Haltung eben dafür sorgen, dass nicht so viel Hochton an die Rückwand klatscht, genau wie mans auch bei Horntops tun würde...

    Zitat

    linearrays, die geflogen werden UND korrekt ausgerichtet wurden UND schön lang sind UND wenig übersprechen auf die bühne machen, gibt es ja leider nur in ausnahmefällen.
    deshalb sehe ich hier IMHO einige vorteile für die horn-PA.


    Das Problem ist also wie schon beschrieben eher ein "nicht Können" bei den Anwendern als ein "nicht Können" seitens der LA-Systeme. Naja, manchmal gibts auch nicht die Möglichkeiten, ein LA so zu positionieren, dass es ordentlich performt, klar. Aber prinzipiell müsste es nicht schlechter sein als mit Horn-PAs. Der Hauptgrund für mich, in der Größenordnung ein Hornsystem einzusetzen, ist der schnellere und einfachere Aufbau. Ganz klar ist für mich in der Größenordnung das Verhältnis von Aufwand (Zeit, Materialien, Personal...) zu Ergebnis bei Hornsystemen besser (solange es um laute Musik geht).

    Zitat

    es gibt übrigens noch einen nennenswerten vorteil von solchen hörnern: der klang andert sich auf die entfernung nicht so gravierend wie bei zu kurzen linearrays. :wink:


    Davon bin ich noch nicht überzeugt. Das müsste man in einem fairen Vergleich ergründen.

  • Jonnytrance
    Gast
    • 21. Dezember 2013 um 21:46
    • #29
    Zitat von "Jens Droessler"

    Auch hier gilt, dass vier Teile mit 1m Gesamthöhe (bzw- -länge) im Tiefmittelton nicht weiter werfen als eine konventionelle Box dieser Höhe.


    Verdamt richtig!

    Zitat von "Jens Droessler"

    Das Problem ist also wie schon beschrieben eher ein "nicht Können" bei den Anwendern als ein "nicht Können" seitens der LA-Systeme. Naja, manchmal gibts auch nicht die Möglichkeiten, ein LA so zu positionieren, dass es ordentlich performt, klar. Aber prinzipiell müsste es nicht schlechter sein als mit Horn-PAs.


    Sowas von richtig!

  • guma
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    • 21. Dezember 2013 um 22:58
    • #30

    Alles super Jungs ... Wenn da nicht das kleine Problem wäre, dass dem 'Stand alone' designten Hörnchen-PA-Stack noch zur Lärmerhöhung und ( meist sinnfreien ) "Abstrahlwinkelverbreiterung" gerne ein zweites, gleichartiges im "Gehäuseformsollwinkel" mit gleichem Pegel beigestellt wird. Schon nimmt das Unheil seinen Lauf. :lol: :D

  • Jens Droessler
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    • 21. Dezember 2013 um 23:03
    • #31

    @ guma: Na klar, die Firmen, die ein LA nicht ordentlich betreiben können, bekommen vermutlich auch keine zwei Hornstacks nebeneinander richtig betrieben, keine Frage. Aber auch hier gilt: Anwenderfehler. Das falsche Werkzeug für den Job gewählt...

  • guma
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    • 21. Dezember 2013 um 23:14
    • #32

    Allerdings ist dieser Anwenderfehler bis heute sehr häufig und wurde von etlichen Herstellern ebenfalls mangels passender Kenntnisse oder entsprechendem Systemdesign so suggeriert. :wink:
    Etliche solcher Systeme bekannter Hersteller sind eigentlich in überhaupt keinem Anstellwinkel nebeneinander oder übereinander mit wenig Interferenz und einigermassen sinnvollem und konsistentem Gesammtabstrahlwinkel zu betreiben. An dieser Stelle endet ebenfalls meist die Vorstellungskraft ambitionierter Hobbykistenbauer.

  • wora
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    • 22. Dezember 2013 um 01:13
    • #33
    Zitat von "Jens Droessler"

    ...


    Das ist aber dann ganz klar ein Anwendungsfehler. ...


    natürlich.
    der anwenderfehler dabei ist vor allem, dass die line meistens aus budgetgründen zu kurz gehalten werden muss. wer baut für 1000pax schon mehrere meter lange linearrays? ;)
    und wenn die linie zu kurz ist, wird sie doch von jedem guten hornsystem an die wand gespielt.


    Zitat

    ...Der Hauptgrund für mich, in der Größenordnung ein Hornsystem einzusetzen, ist der schnellere und einfachere Aufbau. Ganz klar ist für mich in der Größenordnung das Verhältnis von Aufwand (Zeit, Materialien, Personal...) zu Ergebnis bei Hornsystemen besser (solange es um laute Musik geht).


    für reine sprachwiedergabe gelten je nach veranstaltung natürlich wieder andere vorgaben. bleiben wir bei der betrachtung also ruhig mal bei rock/popmusik.
    schnellere aufbau- und setupzeiten sind durchaus ein interessantes thema.
    ich sehe da wie gesagt aber auch noch andere vorteile, z.b. das geringere übersprechen der PA auf die bühne, welches je nach situation einen enormen vorteil von hörnern darstellen kann.
    auch der amphunger ist bei hörnern nicht so ausgeprägt, da sie ja viel mehr auf wirkungsgrad setzen. der wirkungsgrad kommt bei den linearrays ja erst mit der länge, da genügt so ein laufender meter ja nicht wirklich.

    Zitat


    Davon bin ich noch nicht überzeugt. Das müsste man in einem fairen Vergleich ergründen.


    oh, vorsicht. da habe ich nicht genau genug beschrieben was ich meinte, das könnte falsch verstanden werden.

    ich meine einfach die tatsache, das der schalldruckabfall bei (gut gemachten) honsystemen eher frequenzunabhängig stattfindet.
    das ist bei kurzen linien keinesfalls so, weil der grundtonbreich einer kurzen linie logischerweise viel schneller nachlässt als die wiedergabe der hochtöner. das ergebnis kennen wir alle: weiter hinten wird der sound zunehmend dünner.
    bei hörnern ist dieses klangliche auseinanderdriften so nicht vorhanden oder zumindest wesentlich weniger ausgeprägt. das meinte ich damit.


    Zitat von "guma"

    Allerdings ist dieser Anwenderfehler bis heute sehr häufig und wurde von etlichen Herstellern ebenfalls mangels passender Kenntnisse oder entsprechendem Systemdesign so suggeriert. :wink:
    Etliche solcher Systeme bekannter Hersteller sind eigentlich in überhaupt keinem Anstellwinkel nebeneinander oder übereinander mit wenig Interferenz und einigermassen sinnvollem und konsistentem Gesammtabstrahlwinkel zu betreiben. An dieser Stelle endet ebenfalls meist die Vorstellungskraft ambitionierter Hobbykistenbauer.


    lieber ein einzelnes und ordentlich leitsungsfähiges horntop pro seite welches man mit nearfills ergänzt, als mehrere kleine horntops, die zusammengeschaltet werden müssen.

    fast meine gesamten bisherigen erfahrungen mit horntops laufen auf diese erkenntnis hinaus!
    in einem anderen thread habe ich z.b. über eine negative erfahrung von diesem sommer mit übereinander geflogenen T24 berichtet. das war so schlimm, dass man kaum mischen konnte. wenn ich am pult saß, hatte ich einen ausgewogenen mix mit einwandfreier sprachverständlichkeit. sobald ich aber aufstand (und meinen kopf in höhe der publikumsohren begab), waren die gesänge fast komplett verschwunden! das war natürlich genau der bereich, der von beiden tops gleichzeitig mit pegel versorgt wurde... und der lag genau auf ohrhöhe der meisten zuhörer ;)
    ich konnte überhaupt nix dagegen machen und die beschallerfirma war ebenfalls sprachlos ("das machen wir sonst immer so....").
    wie gesagt: ein horntop pro seite - und die sonne kann wieder aufgehen.

    und wie erwähnt:
    ausnahmen bestätigen die regel! :wink:
    es gibt ja tatsächlich hornsysteme, die speziell für den rudelbetrieb ausgelegt sind! (siehe "flashlight")

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Joe_B
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    • 23. Dezember 2013 um 10:52
    • #34
    Zitat von "wora"


    es gibt ja tatsächlich hornsysteme, die speziell für den rudelbetrieb ausgelegt sind! (siehe "flashlight")

    .... und solche Systeme kosten dann auch ein Paarmarkfuffzich, die sind nicht mit den Krawallschachteln die mit 142 dB Peak (bei 22% Klirrfaktor) beworben werden zu vergleichen.....

    Man sollte wenn man vergleicht immer in der selben Liga bleiben, finde ich. Aber was das oben von Wora angesprochene System angeht gibt es wenige, die dem "ollen Hornzeugs" das Wasser reichen können (zumindest was die Hauptaufgabe einer PA betrifft) :D

  • bfbs
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    • 27. Dezember 2013 um 00:54
    • #35

    Linearray.....

    Ich habe schon viele falsch verstandene Linearrays gesehen bei denen man im Nachbardorf noch alles klar vetstehen konnte.... und dem entsprechend viele Beschwerden gab es zu der Zeit... Wobei es eigentlich egal ist ob man nen Männertop auf Publikum richtet, oder nen LA... die Techs die ich bisher beim ausrichten kleiner LA's gesehen habe, sind alle davon ausgegangen das man in 1km noch alles verstehen muss... (hing gerade runter....) Das kommt auch bei der Person an die grad gar nichts mit der Beschallung anfangen kann und den Freunden in Grünweiß bescheid sagt... Was dann kommt ist hier wohl jedem klar..., auch bei angemeldeten Veranstalltungen...

    Mir schein es das immer mehr Kleinverleiher auch für Gigs ab 500 Personen nen Linearray anbieten und einsetzen, da es "inn" ist. Ob das nutzen hat ist ne andere Frage...

    Vielleicht sollte man eine maximale Beschallungsreichweite als Kriterium anvisieren und dabei noch die Beschallungsparameter der eigentlichen Fläche nicht außer acht lassen. Wenn man diesen Grad schafft wird es auch besser mit den "Kleinveranstalltungen" mit Linearrays...

    Ich habe mit Seeburg TKE 212 +Delay nette Veranstalltungen -2000pax produziert, ohne was zu vermissen. LA sind vielleicht auch nicht meine Veranstalltungsgröße...

    Grüße aus Oldenburg.


    BFBS

    http://www.soundatwork.de
    Wir Beschallen die unmöglichsten Situationen ;)
    Oldenburg-Scater, P-town-openair, Chritical mass, CSD, Kramermartsumzug, Polyester-klub.de Fridays for future, Seebrücke, und weitere solidarische Veranstalltungen.
    Stromplanung und Ausführung für Festivals. Prototypenbau für abgefahrene LED Decken und Installationen.

  • hp
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    • 27. Dezember 2013 um 12:01
    • #36
    Zitat von "bfbs"

    Ich habe schon viele falsch verstandene Linearrays gesehen bei denen man im Nachbardorf noch alles klar vetstehen konnte....


    Hm... , so unterschiedlich ist die Wahrnehmung :?
    Ich würde zu gerne mal ein LA erleben , welches "veranstaltungstauglich" die 100 m schafft .
    Nach meiner Beobachtung lagen hier immer die Hörner vorn .

    Wobei es nichts ungewöhnliches ist , wenn Schallanteile über weite Strecken übertragen werden .
    Windrichtung und Topographie spielen hier die entscheidene Rolle .
    Wenn zum Beispiel hier ein Fußballspiel stattfindet (Entfernung 4 km) , höre ich jeden Torschrei .
    Dabei hat diese Provinzmanschaft vielleicht 20 - 30 Zuschauer .

    die Realität ist die Summe aller Fakten

  • Jobsti
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    • 27. Dezember 2013 um 12:34
    • #37

    Ich habe das leider auch schon oft erlebt....

    - Kollegen haben sich bei RAR beschwert, da die Bananen angeblich net "sinnvoll" befestigt waren und sich somit im Wind mitgeschaukelt haben. (ich war net da)
    - Am Taubertal, die Bananen schön gerade, ab gut 50m volle Lotte Hochton, dass man wirklich die Ohren zu halten musste,
    gerade am Hang der etwas höher liegt (sollte nach den Jahren den Technikern ja bekannt sein). Vorne im Getümmel war alles ok, wobei man da mehr Infills und Nearfills abbekommen hat.
    - Dieses Jahr Bergfestival Österreich (War echt toll!), Indoor bei den Donots klang es so, als wäre das LA erst garnet an gewesen, also Verständlichkeit sogar unterhalb 0, ich bin gegangen!
    - Oft bei Indoor VAs, ab der Hälfte oder noch weiter hinten, Hochton-Terror und Matsch.
    - Ebenfalls habe ich auch schon genug LAs gehört, wo der Techniker absolut net wusste wie das zu handhaben ist und das weder Sinnvoll gecurved, aufgehängt und geschweige denn
    "Controllert" wurde, also einfach alles falsch gemacht, klingt dann natürlich nach China-Plastikbomber @ 110%.


    Aber genau so oft wie man falsches, schlechtes oder nicht Optimales mit LAs hört und sieht,
    begegnet man aber auch Gescheitem.
    Wobei sich das Blatt auf Grund der erschwinglichen Preise in's Negative wendet, da jeder Kleinvermieter meint, er müsste sich so Kisten kaufen.


    Was ich nur super Unfug finde, dass LAs so in Mode sind, total gehyped und diese für jeden Kikkifax aufgestellt werden,
    oder es wird mit LA geworben und dann hat's aber nur das Design, entsprechend klingt's und funktioniert's dann auch...

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • wora
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    • 27. Dezember 2013 um 18:14
    • #38

    Vielleicht sollte man seine horn-pa auch mal als linearray anpreisen, die meisten Leute haben ja ohnehin keinen blassen Schimmer was diese Bezeichnungen bedeuten sollen.
    Hauptsache der Gig funktioniert!

    apropos "funktioniert":
    Weder ein linearray noch ein hornsystem kann etwas dafür, wenn es falsch aufgebaut wurde oder es mit falschen controllerpresets betrieben wird! Bedienungsfehler gab es auch früher schon - und die wird es auch weiterhin geben!
    Und ihr dürft alle sicher sein: die beschriebenen Situationen, in denen Anlagen falsch betrieben wurden, kennen wir alle zur Genüge! 8)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Dudais
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    • 28. Dezember 2013 um 10:51
    • #39

    Moin,

    ich hatte letzthin das Vergnügen auf einem richtig schönen Oldschool Meyer-Besteck zu mischen.
    Ich half bei einer befreundeten Band als Fohler aus- FoH-Platz, Backline, Mikrofonie, Monitoring+Pult wurde von uns mitgebracht, die PA von einem örtlichen Dienstleister gestellt.

    Als Main-PA hingen da jeweils pro Seite 2x MSL-4 und 2xDS-4P, 4x 700HP in Zahnlücke am Boden und ein paar UPAs als Fill. Das ganze mit Galileo als Prozessor, in den ich direkt aus meiner Avid Konsole digital rein bin.

    Ich habe lange nicht mehr so ein gutes Rock'n Roll Besteck gehabt, die PA hatte richtig schön Eier, da waren Low-Mids da, wie man sie selten hört, die Gitarren konnten, wenn sie sollten, direkt in die Fresse und mit der Kick hätte man wohl den Herzschlag bestimmen können...

    Ich war in letzter Zeit hauptsächlich auf Corporate-Geschichten unterwegs (also viel Sprache, Zuspieler, vielleicht mal ein bisschen Jazz oder Pop-Band) wo es auf fette Low-Mids nicht angekommen ist - so wurden die Nummern auch meist mit kleinen Line Arrays oder konventionellen Lautsprechern mit Delay bestritten. Für mich ist bleibt das auch das Werkzeug der Wahl für solche Veranstaltungen, gerade weil ein kleines und dafür etwas längeres Line Array hier seine Stärken voll ausspielen kann (BTW: was übrigens ziemlich Spaß macht ist das L-acoustics KIVA zusammen mit einem oder zwei SB15m geflogen!).
    Für ein Line Array mit "richtig Eiern" brauchts dann aber halt echt einen Haufen geflogener 15er oder zumindest 12er Pappen, am besten mit nochmal einem Haufen geflogener (zum System passender) Bässe.

    Insofern konnte ich mich für das Meyer Sound Hornsystem sehr begeistern - die zu beschallende Fläche war sehr homogen abgedeckt, alle Frequenzbereiche wurden homogen übertragen, es ging laut, klang sowohl laut, als auch leise sehr gut - was will man mehr! In Absprache mit dem Techniker vor Ort, wurden am Galileo die bösesten Raummoden ausgeglichen, der Rest lief alles über mein Pult.

    Ich will hier jetzt nicht die Meyer Sound Concert Serie anpreisen, jeder kann dafür sein Lieblings-Hornsystem einsetzen, welches er gerne möchte, sondern was ich damit sagen will: Ich glaube es gibt kein olles Hornzeug, das hat nach wie vor seine Daseinsberechtigung - ich würde mir nur mehr Kollegen, wie eben diesen Techniker vor Ort wünschen, die mit Offenen Augen (und Ohren!) durch die Welt gehen und sich überlegen, welches System für welche Beschallungsaufgabe die wenigstens Nachteile mit sich bringt (ich formuliere das bewusst so!) und dieses dann mit bestem Wissen versuchen anzuwenden.

    Ich bin mir sicher, dass ein Line Array (es wäre dann ja wohl auf ein 6er Hang eines Doppel-8" oder vglb. hinausgelaufen) diese Aufgabe trotz höherem Aufwand, keinesfalls besser, sondern vermutlich eher schlechter bewältigt hätte.

  • wora
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    • 28. Dezember 2013 um 11:17
    • #40

    Na also, noch jemand, der sich durch Erfahrungswerte dieser Meinung angeschlossen hat ! :wink:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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