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HILFE: wie mischt man mein keyboard ab?

  • bregys
  • 17. Mai 2003 um 13:38
  • bregys
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    16
    • 17. Mai 2003 um 13:38
    • #1

    Hi leute, angesprochen sind all diejenigen die Erfahrungen im bereich "Frontmischer" haben. :D
    Ich heisse Stefan, spiele seit 12 Jahren Klavier, und 4 Jahren keyboard. Seit nun drei Jahren bin ich in der selben bänd:lol: Es macht nen riesen spass. Wir spielen das ganze Repertoire von Dire Straits nach.
    Dieser Sound ist sicher mal sehr Gitarrenlastig :wink: jedoch hat das piano sehhhhhr viele wichtige parts und spielt eine recht tragende rolle in der bänd.
    Nun komm ich zu meiner Frage. ich spiele ein KAWAI MP 9000 professional stage piano. Es wurde schon zum Stagepiano des Jahres gekürt, also von dem her sollte das problem sicher nicht am Piano selber liegen. das problem liegt vielmehr am frontmischer! Ich weiss, ein piano abzumischen muss manchmal recht mühsam für die FOH-heinzelmännchen sein. riesiges frequenzband und mit zunehmender authenzität des flügel-klangs kommen mehr obertöne hinzu, welche das klangbild zwar erheblich in richtung Flügel bringen, jedoch die ganze Zauberkunst des tonmischers nur verkompliziert.
    Kurz gesagt: es wummert, es hallt, sobald ich das sustainpedal (aushalte -pedal welches jedes klavier und jeder flügel hat, ist unerlässlich(:) drücke hört man nur noch einen undefinierten sound. man kann die einzelnen parts nicht hören und alles was von dem einst so grandiosen sound der aus der buchse raus kommt übrigbleibt, ist ein "schwammförmiges soundgebilde", welches sich schon erst recht nicht einem stagepiano dieser preisklasse und qualität zuordnen lässt. und das frustriert megamässig :evil::evil::evil:
    desshalb bin ich auf eure hilfe angewiesen. könnt ihr mir tips geben? inwiefern kann ich dazu beitragen einstellungen am stagepiano zu übernehmen damit es definierter klingt. was kann ich selber dazu beitragen. jedoch auch und das vorallem: was kann der FOH mann machen.
    aja das wichtigste für euch hihi: da hab ich wohl vergessen zu sagen in welcher grössenordnung wir auftreten :) also ich würde das so mit mittelgrossen gigs bezeichen. in säälen und festzelten mit ca 1000 Leute platz (also es sind nicht 1000 da, leider :( ) das PA wird meistens von einer Firma namens Free power aufgestellt. (SCHWEIZ(:) wir sind zu sechst auf der bühne, zwei gitarreros, zwei keyboards (einer synthie part, und ich die piano und hammond sachen), ein bassist und ein schlagzeuger.
    das PA dass sie meistens mitbringen heisst (oje jetzt kommt der keyboarder der keine ahnung hat ) :lol: hi-tech??? sind circa 90kilo schwere boxen.(4 oder 6 oder bringen sie mit) 18" bass und 15"mitte wenn ich recht bescheid weiss? das mischpult sollte eigentlich auch besserer qualität sein: soundcraft? keine ahnung wieviele kanäle aber optisch gesehen so 1m breit und 1.70lange?
    tja könnt ihr mir da was allgemeines sagen, raten, weiterhelfen?
    ich wäre MEGAmässig auf eure Hilfe und tips angewiesen und würde mich sehr über eine zwei oder drei :lol: antworten freuen

    nice greets
    steve :)

  • ADMIN
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    • 18. Mai 2003 um 00:27
    • #2

    Versuchen wir mal, uns der Sache zu nähern:

    1.) Piano über den auf Stage üblichen Weg in das Pult (also normalerweise per DI) und die Sache per Kopfhörer anhören. Wenn die Sache gut klingt, dann liegt es an Raum/PA(/Monitor?), wenn nicht, dann an Keyboard/Pult.

    Das warscheinlichere ist, dass es hier noch kein Problem gibt. Gehen wir im folgenden davon aus.

    2.) Wie kannst Du überhaupt beurteilen, wie das Piano klingt? Spielt jemand anders und Du hörst? Hörst Du Dich über 'nen Wedge?

    3.) Bei vernünftigen Boxen sollte man für ein E-Piano an der Klangreglung (des Pultes) nicht viel schrauben müssen. Einfach mal die Klangreglung abschalten oder auf linear stellen. Wie klingt es jetzt?

    4.) Manche Kollegen (besonders im Großraum Sindelfingen... :D ) machen im Sub-Bass einen kräftigen Boost. Das wirkt sich nicht vorteilhaft auf den Klang aus.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Fux
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    • 18. Mai 2003 um 00:45
    • #3

    Mache Keyboards (ich weiß jetzt nicht wie es bei deinem guten Teil ist) haben die Presets vom Klang her so equalisiert, daß das auf der typischen Tanzmucker-Box-Am-Stiel schön klingt, das ist dann über eine große PA oft zu basslastig.
    Wenn das Ding über eine DI-Box normal angeschlossen ist, die PA in ordnung und ordentlich eingestellt ist und die Klangregelung des Mixers auf linear steht und wir den Raumeinfluß mal vernachlässigen, dann dürfte dein E-Piano recht echt klingen. Wenn es aber im Gesamtkontext so mit richtig vollem Klang dann losbrettert, dann kann das je nach Besetzung und vor allem Arrangement den Gesamtsound ganz schön zumatschen. (weil sich alle Instrumente im Prinzip um einen ähnlichen Frequenzbereich "streiten", oder besser um diesen Konkurieren)
    Das gibt dann besonders bei zu dichtem Arrangements schnell Brei.
    Jetzt kommt normalerweise der "böse" Soundmann (aus Einzelmusikersicht) und dreht dem schönen vollen, runden Pianoklang den tiefen "Mulm unten raus" (für Pianisten eher die Wärme, das Volumen) und der Musiker findet sein Instrument klingt irgendwie "kastriert". (Ähnlich ist es regelmäßig bei den Akustikgitarren zu betrachten ;)
    Aber wenn das richtig gemacht ist, dann klingt der Gesamtsound wenn alle zusammenspielen (und der interessiert ja den Besucher letztendlich) dann deutlich transparenter.
    Wenn man einfach nur alle Instrumente gleich laut zusammenmischen müßte, so wie die Signale von der Bühne kommen, dann wäre ja der "Klangereignissortierer" überflüssig ;)

    Viele Grüße,
    Fux

  • Campfire
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    • 18. Mai 2003 um 10:17
    • #4

    So wie ich es herausgehört habe hast du vor allem ein Problem wenn du das Sustainpedal drückst, sonst ist der Sound ziemlich OK?
    Dann frage doch den Soundman mal ob er Hall auf deinem E-Piano hat, wenn er den reduziert könnte das helfen.
    Andere Möglichkeit: wenn es so ein Nobelteil ist schau doch mal ob die Intensität des Sustainpedals reduzieren kannst. Sonst bleibt nur noch weglassen. Bei entsprechender Lautstärke ist es gut möglich dass der Effekt einfach nicht mehr gut rüberkommt.
    Sonst: Tonmann den Sound "hart" machen lassen Bass/Tiefmitten raus)
    klingt dann zwar ohne den Rest der Band nicht so schön, vermindert aber das Verschwimmen, wummern etc.
    Grüße, Peter

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • bregys
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    • 18. Mai 2003 um 12:07
    • #5

    hi leute
    danke erstmals dass ihr euch auf dieses thema eingelassen habt :P

    also: vielleicht solltich die sache noch einwenig präzisieren:
    was zum sustainpedal gesagt worden ist, dass kann man wirklich UNMÖGLICH weglassen. Das ist wie man drums spielen versuchen sollte ohne sticks :) nein wirklich und im ernst. das sustainpedal gehört wie die Tastatur zu jedem piano.
    Also: über kopfhörer tönt das piano ausgezeichnet. wirklich. nach diesem kriterium hab ich es auch gekauft. (ist ja leider der einzige anhaltspunkt den man im musikladen hat.) Das problem ist, jeder kopfhörer ist um 100% verschieden mit dem was aus einer richtigen Front rauskommt. Die effekte tönen alle viel angepasster mit dem kopfhörer und wenn man sie über die front spielt (ich spreche vorallem von hall und von exciter) sind sie viel zu intensiv. Desshalb ist das beste wenn ich sie abschalte. so kommt ein "rohes" klavier über die front. jedoch ist dieses "rohe" piano signal, das produkt eines aufwendigen samplings eines konzertflügels von kawai. das problem liegt darin, das dieses sampling verdammt viele oberfrequenzen des pianos wiedergibt und wie ich schon angetönt habe meiner meinung nach diese oberfrequenzen recht störend sind, wenn das pa nicht eins a eingestellt ist. Meine Frage: ich weiss gar nicht wie ich dass formulieren soll :) kann ich irgendwie mit irgendwas das piano "steriler" oder besser "dünner" über die front tönen lassen?
    Und ja die Frage die ich mir sehr viele mal gestellt habe: Ein stage-piano reproduziert ja einen richtigen Flügel so gut wies geht... Ist also sicherlich immer ein schlechteres Produkt als das Original! Wenn man also einen richtigen Flügel abmischen muss, dann ist doch das sicher noch schwieriger als ein gerät dass einen flügel kopiert. oder nicht? also ich stelle mir vor: da kann viel mehr wummern und scheppern wenn man einen flügel abmischt. Kommt zwar heute nicht mehr soviel vor! Auf der Konzerttour von Dire Straits "Alchemy" zum beispiel war ein richtiger Konzertflügel und der Pianist ist nicht grad einer der wenig spielt und sich auf einem bestimmten frequenzband stillhält :) Mischt man einen flügel auch "möglichst linear ab" nimmt nur grad die bässe und tiefen mitten weg?
    zu der DI-box: das gerät hat eine integrierte DI-Box mit zwei XLR-Ausgängen. (Normale Ausgänge hats auch) Wir haben bisher das piano aber immer mono über den normalen Ausgang genommen, eine DI-box zwischengeschaltet und dann aufs pult.
    Sollten wir besser die XLR ausgänge nehmen?

    also ich selber habe das piano noch nie über die front gehört, wäre schon wenn man sich mal fürn konzert klonen könnte(:
    aber ich habe mehrmals aus zuverlässigen quellen verschiedener seite gehört, das piano wäre wirklich scheisse abgemischt, man würde keine details hören. nicht mal die töne, sonder vielmehr irgendwas was nach undefiniertem flächen sound tönt und dazu noch wummert.
    übrigens: letzthin hatten wir ganz nen kleinen auftritt mit ganz kleinen boxen :) und da hat der ganze laden komischerweise getönt??? Ig verstehe nixe mehr? :cry: das war n peavey hi-sys 2 (also wirklich nix grosses)

    tja jetzt hab ich euch wieder nen riesen loch in den bauch gefragt :) und geschrieben. . .
    danke vielmals dass ihr überhaupt mit nem keyboarder schreibt :) nein im ernst... da wo ich herkomme da reden musiker hinten rum schlecht über frontmischer (sowas wie: ja die idioten haben wiedermal alles vermasselt :) ) und die mischer reden hinten rum schlecht über die bänd (sowas wie: die idioten können sich nicht auf ein gewisses frequenzband festlegen, alle denken immer nur mehr effekte mehr effekte und denken immer nur an sich selber... wie will ich da was abmischen?)
    das schönste wär wenn mal beide seiten miteinander ihr wissen austauschen. jeder instrumentalist kennt (oder sollte) sein instrument ausgezeichnet und hat dort sein Wissen und jeder frontmann weiss haargenau wo probleme liegen, wie man sie beseitigen sollte.

    ok, jetzt reichts aber wirklich
    schönen sonntag noch jungs.

    liebe grüsse aus der schweiz

  • tthorsten
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    • 18. Mai 2003 um 12:33
    • #6

    arbeite an deinen sounds speil weise etc.
    wenn die scheisse klingen kann mann da nix machen.

    sie müssen nene ordentlichen pegel machen keine pegel sprünge
    nicht gehör mässig sondern reiner NF level.

    ein regeln des odutputs von deiner seite sollte auch überlegt erfolgen.


    zuviel bass schadet leider auch leider machen das alle sso der keyborader will tief und wummerig der gitarrist findets geil wenn die gitarre wie nen bass klingt der basser macht ganz wummerige tiefe sounds


    anstatt das sie an ihren eignen sounds im proberaum für die band arbeiten.

    Keyboard sounds die unterstützen und nicht alles zu suppen bzw mit der gitarre konkurieren und dadurch unnütz werden.

    Bass sounds die differenziert klingen.


    und Admin viel tiefbass macht spass wenn da BD , Bass gitarre drin sind.
    und es richtig kessel kann wenn mann will.


    Da ein Pult Hochpässe hat, kann mann damit sehr viel tolles machen.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • ADMIN
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    • 18. Mai 2003 um 12:41
    • #7
    Zitat von "bregys"

    übrigens: letzthin hatten wir ganz nen kleinen auftritt mit ganz kleinen boxen :) und da hat der ganze laden komischerweise getönt??? Ig verstehe nixe mehr? :cry: das war n peavey hi-sys 2 (also wirklich nix grosses)

    Im Klartext: Über zwei kleine Boxen klingt die Sache, über eine große PA wummert es? Dann habt ihr viel zu viel Bässe.

    Viele Mixer stellen die Anlage am EQ oder Controller viel zu basslastig ein. Das ist ziemlich ungünstig, wenn man einen guten Sound haben möchte. Besser ist es, die Anlage möglichst linear einzustellen und die Instrumente, die Bass bringen (sollen), lauter zu ziehen und dort ggf. den Bass per Klangreglung anzuheben.

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  • Toeti
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    • 18. Mai 2003 um 13:28
    • #8

    Morgen, äh, Mahlzeit.
    Will ich als Pianist auch mal was sagen.
    Was Admin glaube ich schon meinte, wenn du auf der Bühne bist und da den Sound der PA hörst, kannst du das vergessen. Das kommt nie oben an, wie es vorne rausgeht.

    zu den Ausgängen: Ich würde die XLR Ausgänge nehmen, da die auch einen festen Pegel haben. Die sind extra für sowas ausgelegt, das du dem Frontmann nicht mehr an der Laustärke rumfummeln kannst. Sollten sich andere hersteller mal abgucken. Find ich persönlich sehr gut.

    Zu dem Pedal. Das kann man wirklich nicht weglassen :) Das gehört mit zum Ausdruck. Was aber wirklich sein kann, das da zuviel hall drauf ist. Hab ich auch schon gehabt.

    Ansonsten kann ich dir nur raten: Nimm jemanden mit, der mal das Klavier spielt, so das du unten mithören kannst.
    Einmal, wenn das Klavier alleine spielt und dann einmal, wenn die Band mitspielt und dann kannst du dem Tonmann auch mal sagen, wie es klingen soll, und fragem wieso das nicht so ist und so weiter. Also nett mit dem reden :)
    ciau

    Thorsten

    Kein Dingen, Let's Rock
    http://www.sonik-music.de

  • .Jens
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    • 18. Mai 2003 um 15:16
    • #9

    Moin...

    Ich würde ein Stage-Piano auf jeden Fall stereo "abnehmen". Gerade bei großer PA sollte der eine zusätzliche Kanal kein Problem darstellen. Natürlich gehören die beiden Signale dann auch getrennt auf's Holz, sonst macht das ganze keinen Sinn.
    Es kann nämlich - gerade bei gesampelten Pianos - durchaus sein, dass (natürlich) stereo gesampelt wurde, das ganze aber nicht so 100% monokompatibel ist. Wenn man nur einen von zwei Ausgängen benutzt, werden oft die Stereosignale stumpf zusammengemischt, was je nach Samples einen seltsamen Frequenzgang und einen etwas "matschigen" Sound ergibt. Das Problem hat z.B. auch das Kurzweil Micropiano. Deshalb besser gleich stereo "fahren" oder notfalls dem Instrument die Verwendung des zweiten Ausgangs "vorgaukeln" (= Stecker in die Buchse, auch wenn das Kabel ins Nirwana führt).

    Jens

  • Toeti
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    475
    • 18. Mai 2003 um 15:19
    • #10

    Hi.
    Stereo stimmt auch. Hatte ich grade vergessen, weil ich das eh immer mache. Aber da kann der Jens wirklich recht haben.
    Erzähl mal bitte, was du geöndert hast, und ob sich was getan hat.
    mfG
    Thorsten

    Kein Dingen, Let's Rock
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  • mischpultschorsch
    Profi
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    3.503
    • 18. Mai 2003 um 22:44
    • #11

    Zwei Tipps von mir:

    1) Pianosounds grundsätzlich Stereo fahren, das was Jens oben wegen Stereokompatibilität geschrieben hat, kann ich nur zu 100 % bestätigen!!

    2) Ordentlich gesampelte Pianosounds klingen zwar Solo extrem geil, haben aber im Gesamtmix mit ner R´n´R-Band das Problem, dass sie aufgrund der hohen Dynamik "unterzugehen" drohen.. Deswegen steckt bei mir immer ein (guter!!!) Co/Li auf den Keys...

  • bregys
    Beiträge
    16
    • 20. Mai 2003 um 13:02
    • #12

    hi leute, voll geil die ganzen antworten echt.

    also was das stereo-abnehmen betrifft: ich werds weiterleiten. ab jetzt nehmen wir die ganze sache mal stereo ab. und das mit den 2 XLR- Ausgängen probieren wir auch so. (-: danke für den tip. hab ich noch nie überlegt dass man das keyboard stereo abnehmen sollte, da das sample auch stereo eingespielt worden ist.

    tja und zur zweiten sache: GERICHTET AN MISCHPULTSCHORSCH :lol:
    was ist ein, hmm Co/Li ??? :oops: sorry aber bin bloss keyboarder(:
    das was ihr sagt stimmt voll und ganz: wenn ich zuhause mit dem kopfhörer das piano spiele gibt es ganz viele details wieder. das ist einfach zuviel für die bänd und der sound verwischt und rückt bald mal in den HIntergrund. (sogar ziemlich extrem! am freitag hatten wir wieder ein konzert, uns hat ein mischer abgemischt, der sonst noch gitarrist ist. tja dreimal könnt ihr raten was man gehört hat:
    a) der kleine TRIANGEL ???
    b) ein saiten instrument wie hiess es schon wieder .... aja GITARRE
    oder c) ein schlaghölzchen???
    auch dieses konzert wars wieder scheisse abgemischt.

    am 30mai haben wir voraussichtlich so n probetag wo die bänd den ganzen tag lang ne halle zur verfügung gestellt bekommt und wir mal n richten SOUNDCHECK machen können. ohne stress... da kann und werd ich eure tips mal miteinfliessen lassen.

    DAnKE und bis bald
    stefan

  • Mich
    Beiträge
    535
    • 20. Mai 2003 um 13:25
    • #13

    Hallo bregys,

    ich möchte dem Mischpultschorsch ja nicht in die Quere kommen aber hier eine schnelle Antwort zu deiner Frage bzgl. "Co/Li".

    Damit ist ein Compressor/Limiter gemeint.
    Diese/r wird üblicherweise in den/die (Stereo) kanalzug/züge inserted.
    Ein Kompressor komprimiert die orginalen Signale, das heißt das die Unterschiede zwischen den leisen und lauten Pegeln verringert werden. Dadurch wird das Signal "handlicher" und überschaubarer weil der Dynamikumfang abnimmt (Ihr dürft mich gerne korrigieren 8) ).
    Ein Limiter nimmt ab einem einstellbaren Wert (Threshold) die Spitzen des Signals weg, so das das Signal nicht übersteuern kann oder zu laut wird.

    Co/Li's gibt es in verschiedensten Ausführungen, meist als 2 oder 4 facher Ausführung und enthalten oft gleich beide Funktionen Co und Li (ab und zu auch noch ein Gate) je Weg. Beispiel dbx 166, 1066 und viele andere.

    Mehrere dieser Geräte dazu Fx'en, EQ's etc. werden oft in einem Siderack zusammengefasst und befinden sich in der Nähe des Mischpultes am FOH.

    Viele Grüße Michael

  • bregys
    Beiträge
    16
    • 20. Mai 2003 um 13:39
    • #14

    danke michael

    tja jetzt wurde dem keyboarder wieder zünftig nachgeholfen. :)
    danke für die ausfüHrungen. jetzt kann ich auch mal mitreden :) echt praktisch...
    so n siderack haben die schon immer dabei, da sind auch die ganzen besagten geräte drin und von kompressor und limiter hab ich auch schon etwas gehört. :lol:

    freundliche grüsse
    stefan

  • mischpultschorsch
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    • 20. Mai 2003 um 18:17
    • #15

    1. Mal danke an Michael, mit seiner obigen Ausführung über Co/Li´s hat er
    a) Mir viel Tipperei erspart :D
    b) Einen Text verfasst, der auch völligen "Newbies" in einfachen Sätzen die Arbeitsweise von nem Co/Li verdeutlicht...

    2. Noch ne ganz grundsätzliche Überlegung in Richtung von bregys´ Problem:

    Ich habe es schon oft erlebt, dass bei R´n´R-Bands schon die Arrangements zu überladen waren, so dass sich kaum ein differenzierter und durchsichtiger Sound hat hindrehen lassen.
    Will also heissen: Wenn Lead-Guitar, Rhythm-Guitar, ggf. Bass, und Keyboard das nahezu gleiche Frequenzspektrum beackern, wirds eher schwierig mit "Details vom Pianosound raushören". Oft hilft ne Oktavverschiebung bei einer oder zwei Stimme (n), und die Sache klingt wesentlich luftiger. Auch die Herren an den Drums hauen oft ziemlich viel vom Song zu..Es muss nicht immer die offene HiHat im Refrain sein... :D

    Als zweiten Gedankengang einfach mal folgende Devise (nach der ich seit jeher arbeite!) sich auf der Zunge zergehen lassen: Ein Instrument kann man im Gesamtmix nicht nur durch Laustärkeerhöhung, sondern vor allem auch durch Veränderung des Klangbildes "nach vorne" holen...

    Und: Irgend ein kluger Kollege hat mal hier im Forum geschrieben: Musik wird immer VOR dem Mikro gemacht..

  • bregys
    Beiträge
    16
    • 21. Mai 2003 um 10:00
    • #16

    hi mischpultschorsch

    also da bin ich voll und ganz deiner meinung. wenn eine bänd bestehend aus 2keyboards 2 gitarren bass und schlagzeug immer im selben frequenzbereich spielen, dann ist dass natürlich schwierig, was rauszumischen was man dann auch schlussendlich hört.

    ich hab noch nicht lange bühnenerfahrung (erst 3-4 jahre). wir achten natürlich darauf dass wir die songs die wir spielen, so exakt wie möglich nachspielen. dann sollten die instrumente eigentlich recht differenziert rüber kommen. denn die herren von dire straits haben sich dass schon überlegt als wir noch in die windeln ge****ssen haben :lol:
    ich hab versucht viel in richtung bändorrientierter sound zu machen, (zum beispiel darf man als keyboarder nicht zu viel mit der linken hand machen, sonst verwischt der basskeyboardsound mit dem sound des bassisten) ja aber eben, irgendwie sind weder die hohen passagen noch die begleitung durchgekommen. nicht mal die soli die das piano hier und da mal spielt kommen klar durch.... und das ist schon ein bisschen deprimierend):
    ich wollt dich noch schnell was fragen, (sind alle angesprochen): wenn wir jetzt zum beispiel sagen: ok , wir ordnen jedem instrument ein bestimmtes klangbild zu (also ich hab verstanden ein(oder ein paar benachbarte) frequenzband(er)): dann wird zwar das instrument alleine sehr komisch tönen aber der soll dann verdammt kompakt tönen. (hab ich mal in einem keyboardforum gelernt :)
    dass einem bass eher die tiefen frequenzen zugeordnet würden, ist schon logo.
    was ist aber zum beispiel mit einer halbakkustischen begleitgitarre, einem synthie keyboard (streichersounds, effekte, orgeln) einer hammondorgel und vorallem einem klavier. die tasten instrumente gehen von ganz oben bis ganz unten und übertreffen jeden bass in sachen tiefe und jeden noch so hohen gesang in sachen höhe???
    was soll man da für ein bestimmtes klangbild zuordnen?
    sorry keyboarder an erde, ich hink wahrscheinlich mal wieder nach :roll:

    mit freundlichen grüssen
    stefan

  • noiseshaper
    Beiträge
    439
    • 23. Mai 2003 um 19:27
    • #17

    .Jens:

    "Deshalb besser gleich stereo "fahren" oder notfalls dem Instrument die Verwendung des zweiten Ausgangs "vorgaukeln" (= Stecker in die Buchse, auch wenn das Kabel ins Nirwana führt)."

    Nur dann auch sicher sein dass da kein Key Follow o.Ä. an is, sonst sind am ende die Bass"saiten" lauter als die hohen (oder andersrum) wenn der 2. Kanal ins Leere läuft !

  • .Jens
    Beiträge
    184
    • 24. Mai 2003 um 14:25
    • #18

    Stimmt. Aber das ist AFAIK ein eher seltenes Feature, deshalb hab ich nicht dran gedacht. Und live gehört sowas auch bei "richtiger" Stereoabnahme IMHO sowieso ausgeschaltet, weil ja nur ein sehr geringer Teil des Publikums im Sweet Spot steht. Wenn das Klavier kein Soloinstrument ist (Chanson, Klassik etc.), sondern Teil einer Band, ist die Positionierung im Mix ohnehin wichtiger als die "natürliche" Spreizung des Klangbildes.
    Kurz: Key Follow ist ausschließlich für's Studio und da auch nur für reine Klaviermusik (oder sehr klavierlastige Sachen), für R'n'R iss dat nix!

    Jens

  • noiseshaper
    Beiträge
    439
    • 24. Mai 2003 um 15:04
    • #19

    Schon klar, is nur die Frage wie viele Keyboarder das wissen, geschweige denn überhaupt wissen dass es sowas gibt und man es ein/ausschalten kann (ohne hier irgendwelchen Keyboardern zu Nahe treten zu wollen :-)) Hab halt schon einige getroffen mit schlecht abgestimmten Sounds etc (Nicht nur auf Keyboarder bezogen, auch mit nem Gitarrenrack kann man Unfug machen...)

  • bregys
    Beiträge
    16
    • 27. Mai 2003 um 13:03
    • #20

    hi noisesharper

    also ich wär jetzt zum beispiel mal n keyboarder... der einen mischer fragt... wie sollte ich mein keyboard einstellen dass du es ohne probleme in deinen mix einbauen kannst. was kann ich da machen?
    ==> alle effekte aus dem piano sound raus
    ==>zur spielweise: weniger spielen, definierter spielen
    ==> zum eq aufm keyboard... da kann ich nur 4regler betätigen, also grosses kann ich da nicht bewirken...
    tja und dann wäre man als keyboarder schon am anschlag mit einem stagepiano... (dass ich die hüllkurve meinem klavierspiel/anschlag anpasse ist natürlich selbstverständlich)

    jetzt frag ich aber dich, was würdest du raten. vorallem wenn der piano sound eine sehr zentrale rolle spielt, tragende solo-teile mal hier und mal dort spielt und von der tastatur von ganz oben bis ganz unten alles brauchen muss! was kann ich, oder was kann der mischer machen um da noch den sound klar und deutlich zu hören...


    liebe grüsse
    stefan :lol:

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